Seit dem 1. April wird Conficker in seiner dritten Version, Conficker.C, ausgeteilt. Was für ein schöner Aprilscherz. Weltweit sind bereits Millionen von PCs mit Windows XP infiziert; nein, entschuldigen Sie, es sind PCs, auf denen Windows XP läuft, mit dem Conficker-Wurm infiziert. Überwiegend handelt es sich dabei um die Version B, die permanent im Hintergrund nach Updates von 250 Domains täglich sucht – seit Version C ist diese Zahl auf 50.000 angestiegen. Der Algorithmus dieses Vorgangs wurde natürlich bereits geknackt, aber wie das immer so ist: Wenn jemand wie im Rausch auf dich einschlägt, ist es sehr schwer, sich zu wehren.
Sicher wird es nicht mehr lange dauern, dann kommt Conficker.D (mit vielleicht 250.000 Update-Searches pro Tag). Ob Antagonistenprogramme wie die von F-Secure, Symantec, Kaspersky oder BitDefender dagegen ankommen werden?
Immer wieder frage ich mich: Was treibt einen Menschen wohl dazu, einen Virus in die Welt zu setzen? Welchen Sinn soll das haben? Das kommt mir manchmal vor, als würde jemand mit einem Krankheitserreger durch die Massen stürmen und ihn jedem in den Leib rammen. Wahnsinn.
Gut, ich kann mir durchaus vorstellen, dass man einen gewissen Spaß daran haben kann, zuzusehen, wie sich die Leute alle über etwas maßlos aufregen, und keiner kommt dagegen an. Wie man so schön sagt: Schadenfreude ist die schönste Freude. Doch hier ist man, finde ich, etwas zu weit gegangen.
Ach, übrigens: Die Conficker-Workinggroup ist offline. Die .org- wie die .net-Domain liefert nur einen Ladefehler („Server nicht gefunden“) zurück. Gesperrt? Gelöscht? Gecrackt? Vom Netz gegangen? Es bleibt abzuwarten.
(via Heise Security)



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