Blogparade: Was ist bloggen?

Endlich stellt jemand im Internet einmal die existentielle Frage: Was ist das, was du tust? Vielleicht hört sich das im ersten Moment unsinnig an, aber wer kennt das nicht? Man tut etwas Tag für Tag, wenn man sich aber einmal fragt, wozu eigentlich, findet man keine Antwort. Darum habe ich mich entschlossen, an dieser wunderbaren Blogparade von Matthias teilzunehmen.

Ist Bloggen schreiben?

Von der Theorie her müssten eigentlich alle Blogger eine journalistische Ader haben und leidenschaftliche Schreiber sein. Natürlich trifft diese Theorie nicht zu, denn erfahrungsgemäß sind mehr als 90 Prozent aller Weblogs belanglos, hässlich und voller Rechtschreibfehler. Außerdem findet man immer mehr sogenannte „Fotoblogs“ (dort werden nur Fotos veröffentlicht) und „Vlogs“ (dort werden nur Videos veröffentlicht). Also: Nein, Bloggen ist nicht unbedingt schreiben.

Ist Bloggen konsumieren?

Abhängig von der Sichtweise, ja, obwohl wir nicht direkt für diese Art des Konsums bezahlen (aber für den Internetanschluss und den elektrischen Strom). Es gibt wohl viele, die wohl Blogs lesen, aber selbst kein eigenes Weblog führen. Ich bin mir nicht sicher, ob man das als Bloggen bezeichnen kann, da die Meisten darunter eher verstehen, dass man einen Artikel verfasst und veröffentlicht. Ich für meinen Teil schreibe zwar regelmäßig in meinem Blog, bin aber auch RSS-Abonnent verschiedener anderer Weblogs. So bin ich immer aktuell informiert, was „die Anderen“ so treiben, um ab und zu zu einem von jemand Anderem beschriebenen Thema meinen Senf in meinem Blog dazu beitragen zu können.

Ist Bloggen kommunizieren?

Definitiv. Obwohl ich manch einem Kommunikationsniveau in der deutschen „Blogosphäre“ nur mit Abneigung begegnen kann. Beispiel Twitter, was mittlerweile fast jedes Weblog in seine Seitenleiste eingebunden hat – hier wird täglich der uninteressanteste Quark unter die Leute gebracht, den man sich nur vorstellen kann. Ja, sicher, wie jeder Blödsinn kann auch Twitter manchmal ganz praktisch sein, aber meistens macht es ein Blog nur hässlicher. Wie gesagt: Bloggen ist kommunizieren, aber eben nicht immer auf bestem Wege.

Ist Bloggen kommentieren?

Genau das ist Bloggen für mich: Kommentieren. Das Motto von meinem „Zementblog“ lautet „Blick auf die Gesellschaft“ und ich denke, es entspricht ganz genau dem Inhalt meiner Beiträge. Ich kommentiere die Gesellschaft mit fast Allem, was dazu gehört: Gesellschaft, Medien, Politik, Literatur, Technik. Meiner Meinung nach ist das der Sinn eines „Weblogs“: Das aktuelle Geschehen in unserer Gesellschaft subjektiv zu dokumentieren. So können die Menschen, die in hundert Jahren leben, nachlesen, wie es damals gewesen ist. Also: Schreiben Sie nicht so viel Unsinn und nutzloses Zeug in Ihr Blog! Nutzen Sie das Internet sinnvoll und werden Sie zu virtuellen, parteiischen Chronisten!

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