2 Comments

  1. CK
    10/4/2015
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    Hey Jan!

    Ich lebe jetzt seit 6 Jahren in den USA — und bin auch seit dem Anfang bei deinem Blog mit dabei ;) Die „Linken“ in den USA haben das Problem, dass sie viel zu stark daran glauben, dass schaerfere Waffengesetze die Loesung aller Probleme ist. Die Kernprobleme liegen aber wahrscheinlich in anderen Richtungen — das fehlende Supportsystem fuer Geisteskrankheiten zum einen und zum anderen die Moeglichkeit sich Waffen legal zu kaufen ohne die angemessene Ausbildung zum Besitz oder Fuehren zu haben. Die CCW Kurse sind ein Witz. Diese Probleme sind natuerlich im Endeffekt wieder gesellschaftliche Probleme.

    (Can you tell I haven’t written much in German in years?)

    Chris

    • 10/5/2015
      Reply

      Freut mich, dich immer noch hier begrüßen zu dürfen! Danke für deinen Beitrag. Du sprichst zwei wichtige Punkte an: Erstens, die sozialstaatlichen Unterstützungsoptionen für psychische Probleme, an denen in den USA ein klarer Mangel vorliegt, den zu beheben eine der vordersten Prioritäten sein sollte. Das geht Hand in Hand mit dem Bedarf an einer humanistischeren Perspektive auf das Problem (an stelle von legalistischen Argumenten, die angesichts der emotionalen Dimension des Themas kühl-kalkulativ wirken).
      Zweitens, der Zugang zu Waffen, der nicht nur mit Gesetzen zu klären ist, sondern eben auch kulturell. Eine Verfassungsklausel, die offiziell die Legitimität einer zivilen Miliz untermauert, ist da nicht sehr hilfreich. Deshalb, wie du sagst: Wir sehen uns hier mit gesellschaftlichen Problemen konfrontiert.

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