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	<title>Zementblog &#187; Computer</title>
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	<description>Das Original: Zementär-revolutionär.</description>
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		<title>Mondnacht in Java</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 20:56:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[private Mondnacht () { for (herzklopfen = 0; herzklopfen &#60; 100; herzklopfen++) { ich = warten; du += schön; } if (mond = scheinen) { ich += du; } else { ich = allein; ich = 0; } }]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><pre>private Mondnacht () {

<p style="padding-left: 30px;">for (herzklopfen = 0; herzklopfen &lt; 100; herzklopfen++) {
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		<title>Umfrage: Facebook</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 10:57:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<title>Nimmt Friedrich Blogger-Blocker?</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2011/08/08/nimmt-friedrich-blogger-blocker/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 14:46:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie Uwe Kalbe heute im Neuen Deutschland schrieb, wünscht sich Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich von Bloggern die Nennung von &#8220;Ross und Reiter statt Nicknamen&#8221;. Das sei eine Reaktion auf die tragischen Vorfälle in Norwegen (ich berichtete). Der Täter Anders Behring Breivik hatte für seine Argumente unter anderem ein starkes Bezugsnetz im Internet gefunden, in dem rechtspopulistische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Wie Uwe Kalbe heute im <a title="Neues Deutschland - Mit offenem Visier" href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/203903.mit-offenem-visier.html" target="_blank">Neuen Deutschland</a> schrieb, wünscht sich Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich von Bloggern die Nennung von &#8220;Ross und Reiter statt Nicknamen&#8221;. Das sei eine Reaktion auf die tragischen Vorfälle in Norwegen (ich <a title="Vonwegen Norwegen" href="http://www.zementblog.de/2011/07/31/vonwegen-norwegen/">berichtete</a>). Der Täter Anders Behring Breivik hatte für seine Argumente unter anderem ein starkes Bezugsnetz im Internet gefunden, in dem rechtspopulistische Communities eher die Regel als die Ausnahme sind. Auch erfreuen sich Blogs, die offen rechtes Gedankengut verbreiten, großer Beliebtheit.<span id="more-4894"></span></p>
<p>Vielleicht ist es gerade die Anonymität, die einen großen Reiz auf Internetnutzer ausübt &#8211; mit einem Mausklick können sie Dingen zustimmen, ohne die Mühen aufzubringen, vorher darüber nachzudenken. So hat schließlich auch der &#8220;Gefällt mir!&#8221;-Button einen hohen Stellenwert in den sogenannten Sozialen Netzwerken. Dass einem etwas gefällt, geht einem plötzlich leichter denn je über die Lippen. Da Rechtspopulismus Stammtischparolen aufgreift und bestätigt, also davon lebt, bei vielen das Gefühl auszulösen, etwas wurde &#8220;endlich ausgesprochen&#8221;, ist die Schnelllebigkeit des Internets als Einflussfaktor sicher nicht zu unterschätzen.</p>
<p>Wie man es nicht anders kennt, ziehen einige Menschen die falschen Schlüsse aus derlei Erkenntnissen, etwa Herr Friedrich. Denn erstens besteht ohnehin bereits die Impressumspflicht für den Betreiber eines Blogs. Die Anonymität des Kommentators im Blog lässt sich hingegen nicht vermeiden, da er nicht zwangsläufig eine eigene &#8220;Insel&#8221;, also Website betreibt. Einige Blogs werden allerdings im Ausland gehostet und werden damit der dortigen Jurisdiktion unterstellt, Friedrich kann da also nichts machen. Das ist insofern schade, als dass aus demselben Grund auch Facebook massive Datenschutzverletzungen begehen kann, ohne rechtlich dafür belangt zu werden.</p>
<p>Zurück zum Nazinetz: Vielleicht sollte Friedrich &#8211; apropos Facebook &#8211; auf die Marketing-Strategien der Sozialen Netzwerke zurückgreifen. Dort nämlich gilt längst nicht mehr die Identität, sondern das Profil als eigentlicher Verkaufswert. Das nimmt zumindest einem Teil der zur Zeit geführten Datenschutz-Debatte den Wind aus den Segeln.</p>
<p>Weil man niemanden dazu zwingen kann, den bürgerlichen Namen einzugeben, haben Unternehmen wie Facebook diesen Teil des Datensatzes als irrelevant abgeschrieben. Trotzdem kannst du in deinem Handeln unverwechselbar nachvollzogen werden &#8211; denn du bist der einzige mit genau der Interessenkombination, die sich aus deinen Äußerungen im Sozialen Netzwerk ergibt. Das ist das Profil; im Prinzip die Identität 2.0 &#8211; um Banalitäten wie den Namen oder die Faxnummer gekürzt, sodass ausschließlich marktwirtschaftlich verwertbare Daten verbleiben.</p>
<p>Das ist für Herrn Friedrich im politischen Kontext sicher genauso praktisch, denn am Ende lässt so ein Profil auch Schlüsse auf die reale Identität zu. Am Ende wäre etwas weniger Generationenparanoia und Internet-Allergie, etwas mehr technisches Wissen von Vorteil.</p>
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		<title>Revolution dank Facebook?</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2011/03/20/revolution-dank-facebook/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 20:02:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ob Griechenland, Tunesien oder Ägypten &#8211; immer wieder ist die Rede von der &#8220;Generation Facebook&#8221;, die auf die Straße geht, dem &#8220;Web 2.0&#8243; als Protestmedium. Kommunikation, Organisation und Interaktion finde im digitalen Netzwerk statt, die sich vermehrenden reibungslosen Abläufe bei der politischen Praxis in diesen Ländern sei im wesentlichen den Sozialen Netzwerken zu verdanken. Sicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Ob Griechenland, Tunesien oder Ägypten &#8211; immer wieder ist die Rede von der &#8220;Generation Facebook&#8221;, die auf die Straße geht, dem &#8220;Web 2.0&#8243; als Protestmedium. Kommunikation, Organisation und Interaktion finde im digitalen Netzwerk statt, die sich vermehrenden reibungslosen Abläufe bei der politischen Praxis in diesen Ländern sei im wesentlichen den Sozialen Netzwerken zu verdanken. Sicher sind die hochgelobten neuen Medien eine Chance, die es sich mit revolutionärem Anspruch zu ergreifen lohnt, doch welche Rolle spielen sie in der politischen Entwicklung einer Gesellschaft? Inwieweit können wir sie nutzen? Und: Können wir sie überhaupt nutzen? Eine Untersuchung.<span id="more-4637"></span></p>
<p><strong>Welche Rolle hat Facebook bei den Arabischen Aufständen gespielt?</strong></p>
<p>Die sogenannte Jasminrevolution in Tunesien war der Auftakt für eine Welle des Umsturzes, die unter anderem Algerien, Jordanien, den Jemen und schließlich Ägypten erreichte. Alles begann, als sich ein tunesischer Gemüsehändler zum Zeichen des Protests gegen Regime und Lebensmittelpreiskrise zum Märtyrer machte, indem er sich öffentlich selbst verbrannte. Es war der Schlag, der die Masse wachrüttelte, ja, scheinbar schlagartig in Bewegung versetzte &#8211; und dazu führte, dass die Proteste vom einen auf den anderen Tag auch in den hiesigen Medien auftauchten.</p>
<p>Doch wie konnte das ganze Land, und später sogar weite Teile der Arabischen Welt, solidarisch zusammenstehen und mit einem gemeinsamen Ziel einen Umsturz herbeiführen? Wie konnten solche Massen auf dem Tahrir-Platz in Kairo zusammenkommen, wie können all die Aufständischen über eine weitflächige, durchlöcherte Infrastruktur hinweg einheitlich &#8211; teils chaotisch, aber solidarisch &#8211; kämpfen? Auf alle diese Fragen gibt die deutsche, die britische, die französische, die amerikanische (um nicht zu sagen: die westliche) Medienlandschaft eine Antwort: Es sind die Medien. Das steht zunächst im Widerspruch zu der Aussage, die arabische Bevölkerung wolle unkontrollierte, freie Medien, habe ebensolche demzufolge nicht. Allerdings stellen unabhängige panarabische Medien wie Al Jazeera trotz nationaler Einschränkungen und Repressionen &#8211; in Ägypten etwa wurde im Zuge der Demonstrationsberichte ein Al Jazeera-Büro von Regierungsanhängern gestürmt &#8211; international überparteiliche Informationen zur Verfügung.</p>
<p>Doch es heißt auch, es sollen nicht nur die herkömmlichen Medien sein, die für den Zusammenhalt in einer Welt zwischen Konserve und Moderne sorgen &#8211; ganz im Gegenteil. Die Einsen und Nullen, die mittlerweile nicht nur unseren Alltag dominieren, wären im Fokus! Also Blogs zur Information, Facebook zur Organisation und Twitter zur unmittelbaren Kommunikation. Social Media also als Medium des Protests? In Deutschland kaum vorstellbar. Vielleicht schwappt diese Idee mit den kommenden Flüchtlingsströmen ja bald herüber.</p>
<p>Ein gutes Beispiel für die Rolle von Facebook für die Arabischen Aufstände ist die Facebookgruppe &#8220;Jugendbewegung des 6. April&#8221; aus Ägypten. Der inzwischen 30-jährige Ingenieur Ahmed Maher gründete sie zunächst zur Unterstützung eines Arbeiterstreiks 2008. Anfang 2011 wurde die explizit nicht-ideologische Gruppe zum wesentlichen Mitinitiator der Proteste gegen die ägyptische Regierung. Dies geschah im wesentlichen per Facebook, aber auch Twitter, Blogs und eine eigene Website. So waren junge Ägypter mit Internetzugang schnell und stets aktuell über Aktionen, Inhalte und Strategien bezüglich des Umsturzes informiert. Sie konnten ihre Ideen unmittelbar einbringen, Unterstützung finden, Hilfe erhalten. Und am Ende ist die &#8220;Jugendbewegung des 6. April&#8221; noch lange nicht &#8211; zuletzt erklärte sie auf ihrer Website etwa, warum <a title="April 6 Youth Movement - The reasons why we must continue in our revolution" href="http://6april.org/english/modules/news/article.php?storyid=30" target="_blank">die Revolution fortgesetzt</a> werden müsse.</p>
<p><strong>Ist Facebook revolutionär?</strong></p>
<p>Nachdem ein Ägypter sein neugeborenes Kind &#8220;Facebook&#8221; nannte (<a title="Huffington Post - Baby Named 'Facebook'" href="http://www.huffingtonpost.com/2011/02/21/baby-named-facebook-egypt_n_825934.html" target="_blank">Huffington Post</a>) und überall, nicht nur in den hiesigen Medien, das prosperierende Soziale Netzwerk heilig gesprochen und zum revolutionären Medium erklärt wurde, wird ein detaillierterer Blick auf diesen Zusammenhang immer notwendiger. Wie kann es sein, dass selbst in den Kinos Werbung für das Unternehmen Facebook gemacht wird? Wie kann es sein, dass ein derart unreflektiertes Bild in die Welt gesetzt und das globale Kommunikationsnetzwerk &#8211; beziehungsweise PR-Paradies &#8211; inzwischen bereits als Synonym für den neoliberalen Freiheitsbegriff verstanden wird?</p>
<p>Es ist eine Strategie, die auf Unternehmer- und Investorenseite wunderbar aufgeht: Ein junger, zum Idol tauglicher Teenager ist mit einer &#8211; so sagt man zumindest &#8211; genialen Idee groß rausgekommen. Man kann es kaum glauben &#8211; er stellt sein Produkt kostenlos jedem zur Verfügung, der einen Internetanschluss besitzt. Trotzdem ist er zum Millionär geworden. Niemand kommt auf die Idee, wie das funktionieren soll. Auf der Hand liegt jedoch, dass Facebook ein durchaus anlagefreundliches Umfeld darstellt. Und ausgerechnet das soll (so wird etwa der tunesische Schriftsteller Meddeb <a title="Taz - Stumm und peinlich" href="http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/stumm-und-peinlich/" target="_blank">in der Taz</a> zitiert) eine Triebfeder der Revolution, eine Plattform des Widerstandes sein?</p>
<p>Facebook ist mit Sicherheit eine Chance &#8211; zumindest sein Konzept und der gesellschaftliche Anklang, den es findet. Diesen Bereich politisch einzusetzen, vermag nicht nur technischer, sondern natürlich auch strategischer Gewandtheit. Dennoch sollte man ein trotz &#8211; oder gerade wegen &#8211; all seiner Liberalität kapitalistisches Umfeld niemals unterschätzen oder ihm gar blauäugig, naiv begegnen. Es bleibt jedoch die Tatsache, das können wir nicht leugnen, dass in Sozialen Netzwerken wie Facebook die Zukunft liegt (was hier nicht in der visionären, sondern vielmehr in der trocken realistischen Weise verstanden sein will). Und gerade deshalb gilt es eben auch revolutionären Bestrebungen, daran anzuknüpfen.</p>
<p>Insofern lässt sich die arabische Praxis als vorbildlich verstehen. Auf der anderen Seite sollte das nicht über das Gefahrenpotential der Digitalisierung politischer Aktion hinwegtauschen: Das Internet ist und bleibt, allen netzpolitischen Idealen zum Trotz, kontrollierbar &#8211; wie wir beobachten konnten (zum Beispiel ließ man in Ägypten einfach mal das Internet abschalten; diverse Provider hatten kein Problem damit). Zudem ist Facebook auf Unternehmerseite ein öffentlicher, marktwirtschaftlich verwertbarer Raum. Das ist entscheidend, soll aber nicht all die tatsächlich freien Alternativen, die es immerhin gibt, übersehen.</p>
<p>Ein Beispiel ist die Open Source-Anwendung <em>Sukey</em>, die ebenfalls in Ägypten eine Rolle gespielt hat (<a title="Telepolis - Anti-Einkesselungsnetzwerk Sukey bewaehrt sich" href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/149205" target="_blank">Telepolis</a>, via <a title="Annalist - Nie wieder einkesseln" href="http://annalist.noblogs.org/post/2011/02/05/nie-wieder-einkesseln/" target="_blank">Annalist</a>). Sie ermöglicht es, sich bei polizeilich begleiteten Großversammlungen einen Überblick über offene und möglicherweise von Polizeikräften versperrte Zugangswege zu verschaffen. Werkzeuge wie dieses tragen so zu einer erheblichen Steigerung aktionistischer Effizienz bei und nutzen die gegebene Möglichkeit des interaktiven sozialen Netzwerkes optimal aus. So sollte es auch in Zukunft geschehen, denn an dieser zeitgemäßen Form der politischen Verständigung führt kein Weg vorbei. Politik muss am aktuellen Geschehen, am &#8211; statt im &#8211; Zeitgeist bleiben. Das gilt genauso für das ohnehin schon kleine politische Handlungsfeld.</p>
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		<title>Blogview 27</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 08:06:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wieder was Neues hier! Ab sofort könnt ihr jeden Artikel bookmarken, so viel ihr wollt. Kann es aber sein, dass es sich dabei um eine Funktion handelt, die hierzulande eigentlich kaum üblich ist? Gut, Facebook, MySpace und Twitter haben sich auch bei uns einigermaßen etabliert, gerade für Jugendliche. Aber &#8220;Mister Wong&#8221;? &#8220;Del.icio.us&#8221;? &#8220;Google Boomarks&#8221;? Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Wieder was Neues hier! Ab sofort könnt ihr jeden Artikel <em>bookmarken</em>, so viel ihr wollt. Kann es aber sein, dass es sich dabei um eine Funktion handelt, die hierzulande eigentlich kaum üblich ist? Gut, Facebook, MySpace und Twitter haben sich auch bei uns einigermaßen etabliert, gerade für Jugendliche. Aber &#8220;Mister Wong&#8221;? &#8220;Del.icio.us&#8221;? &#8220;Google Boomarks&#8221;? Ich habe noch nie in meinem Leben etwas <em>gebookmarkt</em>, aber wer weiß, vielleicht ist es ja ganz gut, dennoch diese Funktion bereitzustellen &#8211; nur für den Fall, dass&#8230;<span id="more-4191"></span> ja, dass was eigentlich? Schreibt mir, ob ihr diesen Dienst für sinnvoll haltet oder nicht. Jedenfalls könnt ihr die Artikel hier jetzt auch per E-Mail empfehlen (über den Button mit dem Ät-Zeichen) oder in eine druckfreundlichere Variante umwandeln und ausdrucken (der Button mit dem grünen Blatt auf dem Drucker). Viel Spaß dabei.</p>
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		<title>Lob und Dank per Klick</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 15:50:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich nun das Bezahlsystem Flattr vorgestellt habe, möchte ich heute auf das deutsche Pendant PayMeCredit zu sprechen kommen. Es handelt sich dabei um ein sehr ähnliches Konzept, das Internetnutzern die &#8220;finanzielle Anerkennung von Webinhalten auf Spendenbasis&#8221; ermöglichen soll. Wie auch bei der Konkurrenz wird hier ein Button in einen Beitrag eingebunden, den PayMeCredit-Nutzer anklicken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Nachdem ich nun das Bezahlsystem <em>Flattr</em> vorgestellt habe, möchte ich heute auf das deutsche Pendant <a title="Website von &quot;PayMeCredit&quot;" href="https://www.paymecredit.com/" target="_blank">PayMeCredit</a> zu sprechen kommen. Es handelt sich dabei um ein sehr ähnliches Konzept, das Internetnutzern die &#8220;finanzielle Anerkennung von Webinhalten auf Spendenbasis&#8221; ermöglichen soll. Wie auch bei der Konkurrenz wird hier ein Button in einen Beitrag eingebunden, den PayMeCredit-Nutzer anklicken können, um einen Teil ihres aufgebuchten Betrages dem Autor des Inhaltes zugute kommen zu lassen.</p>
<p>﻿Bei PayMeCredit erfolgt die Spende anonym und ohne personenbezogene Daten.<span id="more-3388"></span> Die virtuelle Währung bei PayMeCredit nennt sich &#8220;iCredits&#8221;, wobei 1 iCredit 10 Eurocent entspricht. Diese iCredits erwirbt man auf der PayMeCredit-Webseite direkt über PayPal oder SofortÜberweisung.de. Ein- und Auszahlungen von iCredits werden über das PayMeCredit-Hauptkonto abgewickelt. Hat man mehrere Webbeiträge, auf denen PayMeCredit-Buttons platziert sind, kann man Unterkonten anlegen um die Zahlungseingänge zu unterscheiden. PayMeCredit finanziert sich dadurch, dass 10 % der erhaltenen iCredits als Gebühr abgezogen werden. Dabei wird allerdings gleichzeitig auch etwas Gutes getan, da 20 % dieses Umsatzes gemeinnützigen Zwecken zufließen.</p>
<p>Für die Etablierung des &#8220;Voluntarily Paid Content&#8221; (VPC) oder auch &#8220;Micropayment&#8221; ist es sicherlich etwas schwieriger, dass mehrere Modelle der Art existieren. PayMeCredit-Gründer Thomas Hauser sagte dazu gegenüber Zementblog.de, man könne es auch &#8220;als Indiz für einen neuen Zeitgeist im Internet auslegen&#8221;. Weiter betont Hauser, dass PayMeCredit nicht auf Profit ausgelegt ist. ﻿&#8221;Ein möglicher Profit, der über die Deckung der laufenden Kosten hinausgeht, wird höchstens im Zuge der Etablierung von PayMeCredit durch Sponsoring-Partner erwirtschaftet werden.&#8221;</p>
<p>Die Idee der freiwillig bezahlten Web-Inhalte ist sicher ein weiterer Fortschritt für die Internetkultur. Schon öfter wollte ich mich durch mehr als bloß einen Kommentar beim Autor eines besonders gelungenen Blog-Artikels bedanken. So manch einer bemüht sich schließlich um genaue Recherche und ordentliche Sprache, wie es auch ein Journalist tut. Da kommt der von PayMeCredit umgesetzte Mechanismus gerade recht. Manch einer mag sich fragen: Warum nicht gleich einen &#8220;Spenden&#8221;-Button von PayPal einbinden? Dagegen sprechen vielerlei Gründe: Bei PayPal geht ein viel größerer Betrag an das Unternehmen dahinter, außerdem ist es bei PayMeCredit möglich, eben &#8220;Micropayments&#8221; durchzuführen, also auch winzige Beträge wie 10 Cent zu spenden.</p>
<p>Alles in allem ist das neue Konzept interessant und gut umgesetzt worden. Es verspricht auch, Zukunft zu haben und sich so schnell zu etablieren, wie es zuletzt so rasant mit Twitter geschah. Auch dazu äußerte sich PayMeCredit-Gründer Thomas Hauser: &#8220;﻿Bei einem Erfolg der Idee werden viele Internetnutzer dies als Ansporn nehmen, eigene Inhalte im Netz zu veröffentlichen.&#8221; Ja, vielleicht auch das.</p>
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		<title>Der helle Luchs</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 14:03:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Ubuntu 10.04 (LTS) Lucid Lynx steht zur Verfügung!&#8221;, rief mir mein Aktualisierungsmelder entgegen. Ich lächelte kurz und klickte auf den großen &#8220;Upgrade&#8221;-Button. Was für ein schönes Gefühl. Endlich wieder eine Long-Term-Support-Version, eine also, bei der man die nächsten drei Jahre von der Ubuntu-Firma Canonical mit möglicherweise auftretenden Problemen unterstützt wird. Eine, bei der man Makellosigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div id="attachment_3596" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a href="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/05/lucid_lynx.png"><img class="size-medium wp-image-3596 " style="margin: 10px;" title="Lucid Lynx" src="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/05/lucid_lynx-300x238.png" alt="Lucid Lynx" width="180" height="143" /></a><p class="wp-caption-text">Modern und elegant: Das neue Ubuntu-Design.</p></div>
<p>&#8220;Ubuntu 10.04 (LTS) <a title="UbuntuUsers - Lucid Lynx" href="http://wiki.ubuntuusers.de/lucid_lynx" target="_blank">Lucid Lynx</a> steht zur Verfügung!&#8221;, rief mir mein Aktualisierungsmelder entgegen. Ich lächelte kurz und klickte auf den großen &#8220;Upgrade&#8221;-Button. Was für ein schönes Gefühl. Endlich wieder eine Long-Term-Support-Version, eine also, bei der man die nächsten drei Jahre von der Ubuntu-Firma Canonical mit möglicherweise auftretenden Problemen unterstützt wird. Eine, bei der man Makellosigkeit erwarten kann, eine, die für lange Zeit stabil halten soll. Entsprechend groß ist die Neugierde, was nun bei der vielen Entwicklungsarbeit endlich herausgekommen ist.<span id="more-3588"></span></p>
<p>Nach der zugegeben sehr langwierigen Installation des neuen Systems erwartete mich, wie jedesmal, ein neuer Bootsplash (Logo-Anzeige beim Hochfahren). Das neue Design ist in Lila-Tönen gehalten, mit einem überarbeiteten Ubuntu-Logo ausgestattet und wirkt elegant und schlank. Es heißt &#8220;<a title="UbuntuUsers - Light: Ubuntus neues Design" href="http://ikhaya.ubuntuusers.de/2010/03/04/light-ubuntus-neues-corporate-design/" target="_blank">Light</a>&#8221; und gibt wirklich viel her: Ubuntu sieht moderner aus und die Software dahinter ist ein Faustschlag ins Gesicht proprietärer Bloatware. Der futuristische Glanz ließe jeden Neuankömmling angesichts dessen, was hier auch ohne Geld zu kriegen ist, mit Sicherheit staunen.</p>
<p>Ganz besonders erfreuliche Neuerung ist, dass das &#8220;Eye of GNOME&#8221; (der Bildbetrachter für den Dateibrowser) jetzt eine integrierte Funktion (getreu den kommerziellen Vorbildern) zum Drehen von Bildern hat &#8211; somit gilt dies nicht mehr nur für die Darstellung, sondern lässt sich auch fest speichern. Das hat mir bisher, wie ich sagen muss, doch an mancher Stelle gefehlt.</p>
<p>Doch unter dem Lack der neuen Ubuntu-Version stecken auch Makel: OpenOffice, in der neuesten Version 3.2 integriert, wird erneut in englischer Version mitgeliefert. Das stört enorm &#8211; wenn es sich auch so gut einsetzen lässt, so schadet es doch dem Gesamteindruck. Dem ist allerdings schnell Einhalt geboten:</p>
<pre>sudo apt-get install openoffice.org-l10n-de</pre>
<p>Diesen einfachen Befehl ins Terminal (die Befehlszeile) eingetippt, spricht OpenOffice ganz schnell auch die eigene Sprache. Doch auch die Silbentrennung wird plötzlich nicht mehr unterstützt. Auch hier hilft ein kleiner Eingriff über die Kommandozeile:</p>
<pre>sudo apt-get install openoffice.org-hyphenation-de</pre>
<p>Als nächsten lästigen Problempunkt muss ich leider aber auch die Grafik nennen. War sie in der vorigen Version noch einwandfrei, so hat man die Freude daran jetzt so ganz zunichte machen können: Das Video-Vollbild zuckt, wenn man die Lautstärke per Tastatur ändert oder in der Zeitspur umschaltet, die Symbole im oberen Panel werden beim Systemstart nicht immer vollständig geladen. Für letztere Hässlichkeit gibt es einen simplen Workaround im Terminal, den man aber sicher nicht jedesmal wieder einsetzen möchte:</p>
<pre>killall gnome-panel</pre>
<p>Der Befehl startet die GNOME-Schaltleisten oben und unten neu, dabei werden auch sämtliche Symbole neu geladen. Da der Prozess dabei für sich läuft und nicht von vielen weiteren Systemstart-Initialisierungen beeinträchtigt wird, kann man davon ausgehen, dass diesmal alles klappt. Zuletzt will ich noch eine wichtige Änderung im Design erwähnen &#8211; die Fensterbefehle (schließen, maximieren, minimieren) befinden sich jetzt links oben (wie bei Mac OS X) anstatt, wie zuvor, rechts oben (wie bei Windows). Wer damit ein Problem hat &#8211; obwohl man schnell auch damit zurechtkommt -, sollte folgendes ins Terminal eingeben (Backslash nicht mitschreiben!):</p>
<pre>gconftool-2 -s /apps/metacity/general/button_layout \
--type=string "menu:minimize,maximize,close"
</pre>
<p>Der Befehl ändert das Button-Layout zurück zum alten. So, und jetzt will ich einmal tief ausatmen, die vielen Vorzüge des Upgrades genießen und wieder damit aufhören, so viele Anglizismen zu verwenden.</p>
<div class="shr-publisher-3588"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Umfrage: Soziale Netzwerke</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/03/22/umfrage-soziale-netzwerke/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 17:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumterror]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ja, warum? Der Kommentarbereich steht (fast) jedem offen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p style="text-align: center;">Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.</p>
<p style="text-align: center;">Wenn ja, warum? Der Kommentarbereich steht (fast) jedem offen.</p>
<div class="shr-publisher-3377"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Servos für Durchlauf umbauen</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/03/18/servos-fur-durchlauf-umbauen/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 11:26:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Arduino]]></category>
		<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Tutorial]]></category>

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		<description><![CDATA[Um einen Servomotor als Radantrieb (zum Beispiel für einen Roboter) verwenden zu können, ist es notwendig, ihn ein wenig zu modifizieren, damit er Durchlauf hat (also ganze Kreise drehen kann und nicht stoppt). Vorbereitung: Material Für den Umbau des Servos brauchen wir ein paar Werkzeuge. Wer die Konstruktion später testen will, kann das zum Beispiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://www.flickr.com/photos/randomskk/2569960681/"><img class="alignright" style="margin: 10px;" title="Servo als CRG" src="http://farm4.static.flickr.com/3166/2569960681_38fba37fdd_m.jpg" alt="Servo als CRG" width="216" height="158" /></a>Um einen Servomotor als Radantrieb (zum Beispiel für einen Roboter) verwenden zu können, ist es notwendig, ihn ein wenig zu modifizieren, damit er Durchlauf hat (also ganze Kreise drehen kann und nicht stoppt).</p>
<p><strong>Vorbereitung: Material</strong></p>
<p>Für den Umbau des Servos brauchen wir ein paar Werkzeuge. Wer die Konstruktion später testen will, kann das zum Beispiel mit einer Arduino-Platine tun.<span id="more-3338"></span> Im Folgenden alles erforderliche:</p>
<ul>
<li>Servo (z.B. das <a title="Conrad - Modelcraft Standard-Servo RS 2 JR" href="http://www.conrad.de/ce/de/product/233751/TOP-LINE-STANDARD-SERVO-RS-2-JR/SHOP_AREA_19788" target="_blank">RS 2 JR von Modelcraft</a>)</li>
<li>kleiner Kreuzschlitz-Schraubendreher</li>
<li>Seitenschneider</li>
<li>2 Widerstände: 2,2 kOhm <em>oder</em> 2,7 kOhm</li>
<li>Lötkolben und -zinn</li>
<li>Klebeband (Tesa-Film)</li>
<li>evtl. ein Arduino-Board</li>
</ul>
<p><strong>1. Schritt: Mechanik</strong></p>
<p>Zu erst einmal muss das Servo auseinandergeschraubt werden. Dazu nehmen wir einen kleinen Kreuzschlitzdreher und schrauben die vier langen Schrauben von der Unterseite heraus. Oben kann man jetzt den Deckel abnehmen. Dabei muss man etwas vorsichtig sein, da die Zahnräder leicht herausfallen (außerdem sind sie schmierig). Man sollte sich deren Anordnung unbedingt merken, um sie später wieder passend herein zu bekommen.</p>
<p>Nun nehmen wir den Plastikdeckel ab und hebeln den Inhalt der Box vorsichtig mit dem Schraubendreher heraus (die Platine im Inneren mit dem Motor darauf ist dabei etwas hartnäckig; aber keine Scheu). Was haben wir jetzt vor uns liegen? Eine Plastikbox (unwichtig), einen unteren Deckel (unwichtig), Zahnräder (unwichtig), einen oberen Deckel (wichtig) und eine schmale Platine mit dem DC-Motor und einem Potentiometer (wichtig).</p>
<p>Kümmern wir uns um den oberen Deckel. Dort finden sich zwei kleine Blockaden in Form eingegossener Stopper. Diese gilt es nun mit einem Seitenschneider zu entfernen.</p>
<p>Dann wäre da noch das Potentiometer (das Ding an den drei Drähten). Schneiden wir es kurzerhand ab (keine Angst) &#8211; aber nicht zu kurz, wir müssen nachher noch zwei Widerstände anlöten. Nun ist dies irgendwie zu öffnen (man nehme einen Draht und hebele damit herum an den vier Ecken). War dieser Vorgang erfolgreich, findet man wieder Blockaden, ähnlich denen im oberen Deckel. Auch diese müssen entfernt werden &#8211; sein wir aber vorsichtig, wir wollen nichts zerstören (mechanisch; elektronisch ist ja keine Verbindung mehr vorhanden). Alles wieder zusammengesteckt, kann das Potentiometer wieder an seinen Platz (dazu nehme man am Besten etwas Klebeband zur Hilfe).</p>
<p><strong>2. Schritt: Elektronik</strong></p>
<p>Was fehlt?, könnte man sich jetzt fragen. Ja, die Frage ist gar nicht mal so unangebracht. Aber: Wir haben da noch drei verstümmelte Drähte an der Platine, an denen zuvor noch das Potentiometer hing. Da fließt jetzt Strom hin, wird dort aber nicht verbraucht. Jetzt der Trick: Wir löten einfach zwei Widerstände daran! Da das Potentiometer 5 kOhm verbraucht hat, brauchen wir zwei Widerstände, die addiert einen ähnlichen Wert ergeben &#8211; beispielsweise 2 x 2,2 kOhm oder 2 x 2,7 kOhm. Beides ist möglich.</p>
<p>Die unteren Enden der Widerstände sind vorher am nächsten Punkt vom Keramikstück zusammenzudrehen, damit wir sie einfacher an den mittleren Drahtstummel löten können. Nun wird es etwas umständlich: Das verdrehte Ende muss an den mittleren Draht gelötet werden, während die oberen Enden der Widerstände jeweils an einem der äußeren Drähte zu befestigen sind.</p>
<p>Geschafft? Super! Jetzt müssen wir bloß noch alles wieder in die kleine Box friemeln (und die Widerstände mit Klebeband isolieren, damit sie nicht mit den Drähten des Potentiometers verbunden werden), die Zahnräder und die zwei Deckel oben und unten dranstecken, die Schrauben wieder reindrehen, fertig. Puh.</p>
<p><strong>3. Schritt: Test mit Arduino<br />
</strong></p>
<p>Zum Abschluss testen wir, ob die modifizierte Konstruktion auch funktionstüchtig ist. Dazu stecken wir das Servo an ein Arduino-Board (merke: gelb = Pin, rot = Strom, schwarz = Masse) und schließen dieses wiederum an den Computer an. In der IDE öffnen wir &#8220;File &gt; Sketchbook &gt; Examples &gt; Library-Servo &gt; Sweep&#8221;, laden den Code auf den Controller und&#8230; dreht sich das Servo beständig? Super, dann hat alles geklappt!</p>
<p><em>Zuvor bereits </em><em>auf <a title="Freeduino.de - Servos für Durchlauf umbauen" href="http://freeduino.de/books/servos-f%C3%BCr-durchlauf-umbauen" target="_blank">Freeduino.de</a>, der deutschen <a title="Technikbasteln mit Arduino" href="../2009/03/01/technikbasteln-mit-arduino/" target="_self">Arduino</a>-Community</em><em> veröffentlicht</em><em> und </em><em>auf Grundlage des englischen <a title="Todbot - Tiny Servos as Continuous Rotation Gearmotors" href="http://todbot.com/blog/2009/04/11/tiny-servos-as-continuous-rotation-gearmotors/" target="_blank">Todbot-Tutorials</a> erstellt.</em></p>
<p style="text-align: right;"><small>Bild: <a title="Website von Adam Greig" href="http://negativeacknowledge.com/" target="_blank">Adam Greig</a></small></p>
<div class="shr-publisher-3338"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ufff, ööh</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/02/25/ufff-ooh/</link>
		<comments>http://www.zementblog.de/2010/02/25/ufff-ooh/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 16:46:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist ein Gastbeitrag im Rahmen der Blog-Aktion &#8220;Bfasdmzbhudesevwigs&#8221; von &#8220;Überschaubare Relevanz&#8220;. Der Verfasser ist, den Spielregeln folgend, unbekannt. Würden Gedanken Geräusche machen (manchmal tun sie das ja in der Tat, man denke nur an &#8220;Ah&#8221; und &#8220;Oh&#8221;) müssten meine ersten Gedanken, nachdem ich Muriel Silberstreifs Mail erhalten hatte, in der er mir mein Gastgeberblog [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p style="text-align: center;"><em>Dies ist ein Gastbeitrag im Rahmen der Blog-Aktion &#8220;<a title="Überschaubare Relevanz - " href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2010/01/13/beitragefurandereschreibendiemanzugelostbekommenhatunddieerstspatererfahrenvonwemihregastbeitragestammen/" target="_blank">Bfasdmzbhudesevwigs</a>&#8221; von &#8220;<a title="Überschaubare Relevanz" href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/" target="_blank">Überschaubare Relevanz</a>&#8220;. Der Verfasser ist, den Spielregeln folgend, unbekannt.</em></p>
<p>Würden Gedanken Geräusche machen (manchmal tun sie das ja in der Tat, man denke nur an &#8220;Ah&#8221; und &#8220;Oh&#8221;) müssten meine ersten Gedanken, nachdem ich <a title="Überschaubare Relevanz" href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/" target="_blank">Muriel Silberstreifs</a> Mail erhalten hatte, in der er mir mein Gastgeberblog für seine <a title="Überschaubare Relevanz - Bfasdmzbhudesevwigs" href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2010/01/13/beitragefurandereschreibendiemanzugelostbekommenhatunddieerstspatererfahrenvonwemihregastbeitragestammen/" target="_blank">Bfasdmzbhudesevwigs</a>-Aktion mitteilte und ich mich kurz hier umgesehen hatte, ungefähr so geklungen haben.</p>
<p>Das &#8220;Uff&#8221; und das &#8220;Ööh&#8221; gilt natürlich nicht dem Zementblog oder Jan als Autor oder Euch Lesern oder den Beiträgen hier, sondern schlicht der Tatsache, dass ich mit meinem Blog und meiner Schreibe thematisch kaum weiter von Jans entfernt sein könnte.<span id="more-3208"></span></p>
<p>Nachdem ich also ausreichend auf Muriel (dafür, dass er eine so charmante Aktion auf die Beine gestellt hat, der ich nicht widerstehen konnte), auf mich selber (eben dafür, dass ich nicht widerstehen konnte) und auf mein Losglück (der thematischen Distanz wegen) geflucht hatte und ein paar Nächte drüber geschlafen und genügend Kaffee getrunken hatte, war die spontane Idee für einen Beitrag da, der sich (so hoffe ich) thematisch hier einfügen wird.</p>
<p>Ich bin alles andere als technikaffin, ehrlich gesagt sogar eher das Gegenteil. Geräte sind mir dann am sympathischsten, wenn sie selbsterklärend sind (Das Trauma nach der Anschaffung meines ersten Videorecorders vor 22 Jahren habe ich immer noch nicht ganz überwunden &#8211; aber das ist eine andere Geschichte.), den PC kann ich zwar leidlich bedienen, wenn er nach dem Einschalten das tut, was ich will, aber viel weiter auch nicht. Klar, einfache Probleme bekomme ich meistens irgendwie in den Griff, empfinde sie aber eher lästig als herausfordernd und bin gar nicht böse, wenn sich statt meiner jemand anderes ihrer Beseitigung annimmt.</p>
<p>Dieser &#8220;Oh weia, Technik&#8221;-Haltung will ich mich also heute stellen und im Selbstversuch herausfinden, wie kompliziert diese Linux-Sache, die immerhin ganz oben auf Jans Interessenliste steht, tatsächlich ist. Also für so jemanden wie mich. Ich beginne damit, tief in den eigenen Hirnwindungen nach meinen gesammelten Linux-Vorkenntnissen zu kramen und stelle fest:</p>
<ol>
<li>Die haben doch diesen knuffigen Pinguin!</li>
<li>Ich meine, mich vage zu erinnern, gehört zu haben, dass es eine Version gibt, die man ohne Installation nutzen kann.</li>
</ol>
<p>Ich nehme mir vor, zweiteres als erstes in Erfahrung zu bringen, weil sonst die ganze Idee direkt wieder hinfällig wäre und ich mich doch mit dem Making Of Zementkekse oder dergleichen Thematik beschäftigen müsste. Dieser Text entsteht übrigens nebenbei on-the-fly während meiner Überlegungen und natürlich sicherheitshalber auf echtem Papier, mit echtem Kugelschreiber verfasst, damit nix schief- oder verloren gehen kann, wenn ich das Experiment wage.</p>
<p>Damit mein Selbstversuch nicht ins Uferlose gerät, setze ich mir selber ein Zeitlimit von 2 bis höchstens 2,5 Stunden und um nicht völlig planlos &#8220;Bin ich etwa schon drin?&#8221; zu stammeln und dann nicht weiter zu wissen, stelle ich mir selber folgende Aufgaben:</p>
<ol>
<li>Rausfinden, wie dieses Nicht-installier-Linux heißt und runterladen.</li>
<li>Rausfinden, ob&#8217;s ein Pendant zum Windows Explorer gibt und darin eins der Fotos ausfindig machen, die ich gestern von der Kamera übertragen habe.</li>
<li>Rausfinden, wie ich ins Internet komme (Gibt es da einen Browser? Wuhä!) und mein Blog besuchen, traumhaft wäre natürlich, wenn mir ein kurzer &#8220;Beweisbeitrag&#8221; gelänge.</li>
<li>Rausfinden, ob&#8217;s da was Paint-Ähnliches gibt und Beweisscreenshot (Wie geht das?) anfertigen und dem Beitrag hier beifügen.</li>
</ol>
<p>Ufff. Ööh.</p>
<p>Es ist 13.40 Uhr, ich fluche ein wenig darüber, dass es schon so spät ist, hole mir noch einen Kaffee und starte meinen Selbstversuch.</p>
<p>Erste Anlaufstelle: Google, zu Recherchezwecken. Ich widerstehe der Versuchung auf&#8217;s Doodle zu klicken und mich direkt ablenken zu lassen und tippe stattdessen &#8220;Linux ohne Installation nutzen&#8221; in die Suchmaske. 15 Minuten später habe ich nicht nur durch eine kurze Beschreibung gelesen, sondern in weiser Voraussicht auch schonmal nach den Antworten zu meinen anderen Fragen gesucht, um mir vielleicht 1, 2, 3 Bootvorgänge zu sparen &#8211; wer weiß, ob ich mit Linux überhaupt so schnell ins Internet käme, um von dort aus nachzuschauen.</p>
<p>Knoppix heißt das installationsfreie Linux. Ich muss bei dem Namen an die ähnlichnamigen Waffelschnitten denken und bedaure keine als Nervennahrung im Haus zu haben. Von der Notwendigkeit von Frusttröstern bin ich ja noch weit entfernt. Ha! Ich hoffe, dass das auch so bleibt und ich nicht irgendwas so kaputt mache, dass ich auf die Hilfe von Linux-Cracks angewiesen sein würde. Der Tonfall in den Hilfeforen ist ähnlich einladend, wie die Aussicht auf eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt.</p>
<p>Ebenso einladend und wenig vertrauenerweckend wird die Nutzungsvereinbarung, die ich vorm Runterladen von Knoppersix, anklicken muss (Jaa! Ich bin schon soweit!):</p>
<blockquote><p>DIES IST EXPERIMENTELLE SOFTWARE. DIE BENUTZUNG ERFOLGT AUF EIGENE GEFAHR. KNOPPER.NET KANN UNTER KEINEN UMSTÄNDEN HAFTBAR GEMACHT WERDEN FÜR SCHÄDEN AN HARD- UND SOFTWARE, VERLORENE DATEN UND ANDERE DIREKT ODER INDIREKT DURCH DIE BENUTZUNG DER SOFTWARE ENTSTEHENDE SCHÄDEN. IN EINIGEN LÄNDERN KÖNNEN DIE AUF DER CD ENTHALTENE KRYPTOGRAPHIESOFTWARE UND ANDERE KOMPONENTEN EXPORTREGULIERUNGEN ODER SOFTWARE-PATENTEN UNTERLIEGEN, DIE DIE WEITERGABE ODER VERBREITUNG DER SOFTWARE EINSCHRÄNKEN. FÜR IHRE EINHALTUNG GESETZLICHER VORSCHRIFTEN SIND SIE SELBST VERANTWORTLICH. WENN SIE DIE SOFTWARE KOMMERZIELL VERMARKTEN UND VERBREITEN WOLLEN, MÜSSEN SIE SICH DIE HIERFÜR NOTWENDIGEN LIZENZEN FUR DIE NICHT-FREIEN SOFTWAREKOMPONENTEN AUF DER CD SELBST BESORGEN, ODER DIE ENTSPRECHENDEN KOMPONENTEN VOR DER WEITERVERBREITUNG ENTFERNEN.</p>
<p style="text-align: right;">(Quelle: <a title="Offizielle Homepage von &quot;Knoppix&quot;" href="http://knoppix.net/" target="_blank">Knoppix</a>)</p>
</blockquote>
<p>Tapfer klicke ich auf &#8220;akzeptieren&#8221; und verbringe die nächste halbe Stunde am Telefon mit einem Freund, der just in diesem Moment anrief. Ich erzähle ihm, was und weswegen ich gerade mache, lasse mich dafür ordentlich auslachen und addiere die halbe Stunde gedanklich auf mein Zeitlimit drauf.</p>
<p>Welche von den zahlreichen Dateien ich jetzt genau runterladen soll, weiss ich allerdings hinterher immer noch nicht. Hilfeee. Google führt mich zu <em>wer-weiss-was</em> und dort sind immerhin die Antwortgeber um einiges freundlicher als in den Linux-Hilfe-Foren. Ich lese was über ISO und Image und erinnere mich vage, davon schon gehört zu haben. Ich beschließe einfach alle Dateien des gleichen Datums runterzuladen und abzuwarten, was das Brennprogramm daraus machen wird. Fast 20 Minuten soll der Download dauern und ich koche mir in der Zeit lieber noch einen Kaffee als den Fortschrittsbalken anzustarren.</p>
<p>In der Küche schießt mir ein Gedanke durch den Kopf. Moment Brennprogramm? Ich habe doch gerade überhaupt kein Brennprogramm, weil ich erst seit kurzem überhaupt wieder ein Laufwerk respektive einen Brenner habe. OK, es sind schon einige Monate, aber hey, das ist ist Technikkram, damit habe ich mich noch nicht näher befasst ich bin einfach noch nicht dazu gekommen.</p>
<p>Ich frage mich, was ich ohne Google wäre, suche mir ein Gratis-Brennprogramm und verkneife es mir, Wetten darüber abzuschließen, welcher Download schneller sein wird.</p>
<p>Das Brennprogramm gewinnt knapp!</p>
<p>Wenigstens dieses scheint selbsterklärend zu sein und ich sitze um 15:10 Uhr gebannt vor dem Monitor und beobachte den Brennvorgangsfortschrittsbalken. Und das nach nur einer Stunde! Nur? Mir wird klar, dass das noch knapp werden könnte, mein Zeitlimit einzuhalten. Ich feuere den Brenner an und habe schon fast alle Programme geschlossen, um den Rechner direkt neuzustarten. Irgendetwas hier riecht nach Marzipan, was mich irritiert und wieder sehnsüchtig ans nicht vorhandene Knoppixers denken lässt.</p>
<p>Jetzt wird&#8217;s spannend! Die Festplatte rattert geräuschvoll, ebenso das DVD-Laufwerk und dann erscheint der Windows Startbildschirm. Öhö? Ich warte geduldig, bis Windows komplett gestartet ist und öffne den Explorer, um mir den CD-Inhalt anzuschauen. Hm, da gibt&#8217;s eine <em>autorun.bat</em>. Ein Klick, eine Fehlermeldung und mein Firefox wird samt der 44 (Wuhä!) Tabs meiner letzten Sitzung automatisch geöffnet. Für den Bruchteil einer Sekunde überlege ich, mir noch einen Kaffee zu holen, doch die Knoppix-Hilfeseite, die automatisch geöffnet wird, ist erfreulich schnell geladen. Zum Booten von der CD muss ich im BIOS-Setup einstellen, dass vom entsprechenden Laufwerk gebootet werden soll. Logisch. Ich schlucke. Dass ich zuletzt einen Blick ins BIOS geworfen und da was rumgefummelt habe, ist elende Jahre her und damals saß jemand neben mir, der sich damit auskannte. Ich habe ein doofes Gefühl im Bauch. BIOS, da konnte man doch <em>wirklich</em> was kaputt machen und den Rechner ausknocken. Ich schlucke erneut und beschließe, mich nicht so leicht entmutigen zu lassen. Ich erinnere mich dunkel, dass man während des Bootvorganges eine Taste drücken musste, um ins Bios-Setup zu kommen. Ich frage bei Google nach, welche das war. Entfernen oder Escape oder F2. Na super. Für den Fall der Fälle schließe ich erst mal die Hälfte der Firefox-Tabs, damit ich nicht wieder so lange warten müsste, falls der nochmal automatisch starten würde. Dann atme ich tief durch und starte den Rechner erneut. Entfernen. Windows startet. Neustart. Ich versuche es mit Esc. Windows startet. Neustart. Wie hypnotisiert hämmere ich beim Starten auf die F2-Taste. Als das BIOS sich öffnet fange ich an zu beten, dass ich alles, was ich da jetzt drin rumfummeln würde auch hinterher wieder in Ordnung bekomme. Ich ändere das Startlaufwerk, speichere und warte ab, was nun passiert.</p>
<p>30 Sekunden später und 1,5 Stunden nach Start meines Selbstversuchs, taucht der schnuffelige Pinguin auf meinem Monitor auf. Puh! Und dann plappert mein PC auf einmal mit blecherner Stimme auf mich ein. Aha? Wie geplant will ich erst mal in meinen Dateien rumsuchen und wähle die 9 im Knoppix-Menü. Zwei Eingaben später blinkt und spricht mich die erste Fehlermeldung in Linux an. Na herzlichen Glückwunsch, das ging ja fix. Nur was ich jetzt tun soll, verrät die Stimme mir nicht. Nachdem ich fast alle Tasten einmal ausprobiert habe, komme ich mit Escape (da hätte ich auch gleich drauf kommen können) zurück ins vorherige Menü. Beim nochmaligen Versuch lande ich nach Drückens weniger Tasten in einer Ansicht, die stark an den Norton Commander in guten alten MS-DOS Zeiten erinnert. Ich gebe den Plan auf, das Foto finden zu wollen, weil ich glaube, das es auf der anderen Festplatte (die mit der Fehlermeldung) gespeichert ist. Ich wähle F10 zum Beenden und die blecherne Stimme verrät mir noch lautstark, dass es der Midnight Commander ist, dem ich den Rücken kehren will. Dieses Mal probiere ich intuitiv die Escape-Taste und lande tatsächlich wie geplant eine Menüebene weiter oben (vorne?). Ich taste mich bis zum Startauswahlmenü zurück.</p>
<p>Ich wähle &#8220;WWW&#8221; und werde von einem blinkenden Curser auf einem schwarzen Monitor zur Eingabe einer URL aufgefordert. Öhö. Ich tippe die URL meines Blogs und bekomme nur Schrift auf dem schwarzen Monitor angezeigt, aber ja &#8211; das sind eindeutig die Texte meines Blogs. Nur mit ohne Browser, Grafik und dergleichen.</p>
<p>Ich verirre mich in seltsamen Menüs der seltsamen Anzeige und finde einfach nicht wieder zurück. Zu Hülf! Nicht mal Esc hilft hier und ich tippe zunehmend hektisch eine Taste nach der anderen an. Irgendwie lande ich in irgendeiner Hilfe für irgendein Programm, das ich wissentlich nie gestartet habe. Nano heißt es. Wie man es verlassen kann, gibt die Hilfe nicht preis, stattdessen macht es den Anschein, als könnte ich hier den WordPress Quellcode befummeln. Wuhä! Wenn die mein Blog hinterher wegen irgendwelcher unerlaubter Zugriffs-Manipulations-Dingsi-Versuche löschen oder sperren, heule ich!</p>
<p>Ich komme auch nach 10 Minuten nicht wieder aus dem Programm raus und dann ist nicht mal mehr lustig, dass die blecherne Stimme mir all meine sinnlosen Eingaben vorliest. Mir fällt plötzlich die Universallösung bei solch aussichtslosen Rechnerproblemen ein und ich drücke entnervt den Reset-Knopf.</p>
<p>Ich wähle den nächsten Punkt im Menü: E-Mail. Und das Drama beginnt erneut. Ich drücke wüst auf den Tasten rum, mein Rechner erzählt mir, was ich drücke, aber ich komme nicht wieder in das dankenswert verständliche Hauptmenü zurück. Dieses Mal gebe ich mich nach 2 Minuten geschlagen. Ich drücke den Reset-Knopf und beschließe, dass dieser Versuch der letzte sein wird. Die Zeit zählt 2 Stunden 10 Minuten im Selbstversuch.</p>
<p>Punkt 11 des Menüs soll es dieses Mal sein: Graphische Programme (Wieso war mir das nicht eher aufgefallen? Ich glaube, ich hatte sie als Grafikprogramme abgetan.) und ich entdecke Firefox im Untermenü. Vorsichtig treffe ich meine Auswahl und traue mich erst, mich zu freuen als der schwarze Monitor mit Schrift einem Foto weicht. Es zeigt primär dicke graue Wolken und ich frage mich, ob mein PC dank Knoppix nicht nur reden, sondern auch meine Gefühle graphisch umsetzen kann. Dann startet der Browser und behauptet &#8220;Iceweasel&#8221; zu heißen. Ich fühle mich ein wenig in meiner Freude betrogen, ob des fehlenden vertrauten orange-blauen Logos.</p>
<p>Ich tippe noch einmal die URL meines Blogs, dieses Mal in eine richtige Adresszeile eines richtigen Browsers und atme erleichtert auf, als das vertraute Header-Bild geladen wird. Yippieh!</p>
<p>Ich beschließe eigenmächtig (wer auch sonst? *g*) all meine selbstgesetzten Ziele in &#8220;sich über den Anblick des eigenen Blogs freuen&#8221; und &#8220;überleben&#8221; und &#8220;weniger als 5 Tassen Kaffee in 2,5 Stunden trinken&#8221; umzuwandeln und das Projekt an dieser Stelle abzubrechen. Stattdessen nehme ich mir lieber das Projekt &#8220;heiße Badewanne&#8221; vor. Ich fühle mich gerade als hätte ich mir das verdient.</p>
<p><strong>Mein Fazit des Selbstversuchs:</strong> Ohne Vorkenntnisse und wenigstens ein bisschen Lust und Laune an technischen Dingen ist der Sprung ins kalte Linuxwasser ein ganz schöner Bauchplatscher. Alleine die fehlende graphische Oberfläche hat mir ordentlich zugesetzt und das obwohl meine PC-Wurzeln noch in Zeiten von Basic und später dann MS-DOS, Windows 3.1, Norton Commander liegen. Mensch kann sich ganz schön schnell an Bequemlichkeit gewöhnen. *soifz* Mal eben schnell &#8216;nen Nachmittag ins Linux reinklicken und was bewegen funktioniert ohne Vorkenntnisse überhaupt nicht. Der Pinguin ist aber trotzdem knuffig!</p>
<p>Trotz all meines Fluchens, meiner ausgerauften und blitzergrauten Haare empfand ich den Nachmittag als eine spannende Herausforderung &#8211; mich Hals über Kopf auf ungewohnte Dinge &#8211; und damit meine ich sowohl das Linux-Projekt als auch das Schreiben für die Leser eines fremden Blogs &#8211; ist für mich keine alltägliche Erfahrung. Ich hoffe, den Text zu lesen, hat Euch ein wenig unterhalten &#8211; wenn er schon keine bahnbrechenden neuen technischen Erkenntnisse lieferte.</p>
<p>Ich bedanke mich bei Jan dafür, dass ich hier einen Beitrag schreiben durfte und bei Euch allen für&#8217;s Lesen &#8211; besonders bei jenen, die bis zum Ende durchgehalten haben. Schaltet bitte auch beim nächsten Mal wieder ein, wenn das Thema &#8220;Wie lerne ich mich kurz zu fassen? Ein Selbstversuch in 93 Schritten&#8221; dran ist!</p>
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