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	<title>Zementblog &#187; Gastbeitrag</title>
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	<description>Das Original: Zementär-revolutionär.</description>
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		<title>Wach gemacht werden</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 17:55:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Nichts läuft, wie es laufen soll nichts ist, wie es sein soll und nichts wird so sein, wie es werden sollte. Immer wieder wird man aus seinem Traum durch ein ungemütliches Kneifen geweckt und mit unnützem Zeug übers Ohr gehauen. Und genau dieses Kneifen ist das, was mich am Leben hält das Kneifen, das so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Nichts läuft, wie es laufen soll<br />
nichts ist, wie es sein soll<br />
und nichts wird so sein, wie es werden sollte.</p>
<p>Immer wieder wird man aus seinem Traum<br />
durch ein ungemütliches Kneifen geweckt und<br />
mit unnützem Zeug übers Ohr gehauen.<span id="more-4969"></span></p>
<p>Und genau dieses Kneifen ist das, was mich am Leben hält<br />
das Kneifen, das so wirkt, als ob man ungeschützt aufs Gesicht<br />
in die graue, triste Welt fällt.</p>
<p>Warum darf ich denn nicht dort bleiben wo ich war,<br />
wo ich mich gut fühlte,<br />
wo ich mich sicher und geliebt fühlte?</p>
<p>Weil es zu schön ist,<br />
um wahr zu sein.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">Ein Gastbeitrag von <em>F. Mauritz</em></p>
<div class="shr-publisher-4969"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Ehec: Müssen wir jetzt alle sterben?</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2011/06/06/ehec-mussen-wir-jetzt-alle-sterben/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 19:57:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Bild-Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Ehec]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumterror]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Witzig]]></category>

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		<description><![CDATA[Sprossen also, Sprossen. Vielleicht, soviel ist sicher, sind Sprossen Schuld am Ehec-Desaster. Sprossen: Diese kleinen, unscheinbaren Dinger, die man in den Salat oder aufs Brot stopft, weil sie noch so ein bisschen Gestichel ins Essen geben. Und eigentlich sollte einem schon dieser Geschmack sagen: Die Sprosse, sie ist zwar interessant, aber sie ist auch dein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div class="wp-caption alignleft" style="width: 202px"><a href="http://www.flickr.com/photos/klugi/4936077666/" target="_blank"><img style="margin-left: 10px; margin-right: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Salat" src="http://farm5.static.flickr.com/4075/4936077666_639f4d84e9_m.jpg" alt="Tomate-Gurken-Salat" width="192" height="128" /></a><p class="wp-caption-text">Kann das Selbstmord sein?</p></div>
<p>Sprossen also, Sprossen. Vielleicht, soviel ist sicher, sind <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/suche-nach-ehec-erreger-riskante-zutat-1.1105408">Sprossen Schuld am Ehec-Desaster</a>. Sprossen: Diese kleinen, unscheinbaren Dinger, die man in den Salat oder aufs Brot stopft, weil sie noch so ein bisschen Gestichel ins Essen geben. Und eigentlich sollte einem schon dieser Geschmack sagen: Die Sprosse, sie ist zwar interessant, aber sie ist auch dein Feind! | <strong>Von Moritz Clauß<span id="more-4789"></span></strong></p>
<p>So sehen die Sache vermutlich die Autoren vom &#8220;Spiegel&#8221;, die ganz nach BILD-Manier &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,ausg-4888,00.html">Der Feind im Essen &#8211; Ehec: Die Geburt einer neuen Seuche</a>&#8221; titeln, was auf ein Fazit à la &#8220;Essen sollte man gar nicht mehr! Es ist zu gefährlich!&#8221; schließen lässt. Und da haben die werten Profi-Journalisten natürlich recht! Voll mit Bakterien und Keimen wartet das Essen nur darauf, durch die Speiseröhre in unseren Magen zu gleiten, um uns dann von innen heraus zu zerfressen, aufzuspießen und mit kleinen, gezielten Stichen zu töten! Das kleine, fiese Wiener Würstchen, das uns zu gern erst in sich und dann ins Gras beißen sehen würde &#8211; das ist der Schuldige! Oder eben diese noch viel fieseren Sprossen, die da überall über den Boden krabbeln und es auf uns abgesehen haben.</p>
<p>Man muss sich das einmal vorstellen: Eine von Wirtschaftskrise und Killerspielen schwer gebeutelte Nation, finanziell am Abgrund (Schuld sind die Pleite-Griechen!) und immer darauf bedacht, in der Weltöffentlichkeit ja nicht falsch verstanden zu werden, wird quasi im Minutentakt von derartigen Seuchen heimgesucht! Die Pest war ja ein Witz gegen das, was wir hier erleiden müssen! BSE, Vogelgrippe, Schweinegrippe und jetzt auch noch <em>Ehec</em>! &#8220;Ja, was soll man da denn überhaupt noch essen?&#8221;, wird sich der konzentrierte Beobachter nun fragen. Wie gesagt: Überhaupt nichts, das ist am sichersten!</p>
<p>Oder aber man betrachtet die Sache von einer ganz anderen Seite. Also von einer <em>ganz</em> anderen Seite! Neulich meinte nämlich ein Bekannter zu mir, dieses Ehec sei doch nicht so schlimm, im Gegenteil! &#8220;Es sterben jeden Tag mehr Menschen, die kein Ehec haben, als Menschen, die Ehec haben. Ehec ist also gesund!&#8221;, stellte er begeistert &#8211; und nicht ganz ohne Ironie &#8211; fest und ich muss zugeben: Wo er recht hat, hat er recht.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">Ein Gastbeitrag von <a title="Laute irrt | Website von Moritz Clauß" href="http://laute-irrt.de/" target="_blank"><em>Moritz Clauß</em></a> (Redakteur bei <a title="acht9.de" href="http://www.acht9.de/" target="_blank">acht9</a>)</p>
<p style="text-align: right;"><small>Bild: <a title="Flickr-Profil von Helmut W. Klug" href="http://www.flickr.com/people/klugi/" target="_blank">Flickr</a>/<a title="Website von Helmut W. Klug" href="http://klugi.com/" target="_blank">Helmut W. Klug</a> (CC <a title="Creative Commons - CC by-nc-sa 2.0 DE" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank">by-nc-sa</a> 2.0)</small></p>
<div class="shr-publisher-4789"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>K wie Konsum</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/06/05/k-wie-konsum/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 15:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Witzig]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus dem Wörterbuch des Liberalismus Spätestens seit dem Wirtschaftswunder &#8211; wie immer kein Wunder, mangelte es doch an allem &#8211; ist dem deutschen Proletariat klar: Nicht Kommunismus, sondern Konsumismus ist die einzig erstrebenswerte Lebensform. Damit ist auch schon lange Schluss, denn nachdem man die Versorgung der Bevölkerung nahezu flächendeckend mit industriell hergestellten Lebensmitteln und anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>Aus dem <a title="Das Wörterbuch des Liberalismus" href="http://www.zementblog.de/?s=w%C3%B6rterbuch+des+liberalismus" target="_self">Wörterbuch des Liberalismus</a></em></p>
<p>Spätestens seit dem Wirtschaftswunder &#8211; wie immer kein Wunder, mangelte es doch an allem &#8211; ist dem deutschen Proletariat klar: Nicht Kommunismus, sondern Konsumismus ist die einzig erstrebenswerte Lebensform. Damit ist auch schon lange Schluss, denn nachdem man die Versorgung der Bevölkerung nahezu flächendeckend mit industriell hergestellten Lebensmitteln und anderen Waren sicherstellte, ist Konsum Pflicht. Es wird auf Teufel-komm-raus produziert, was man gefälligst zu konsumieren hat, sonst bricht &#8220;die Wirtschaft&#8221; zusammen.<span id="more-3775"></span></p>
<p>Liberale sehen dies so, sagen aber (man macht schließlich Politik): Sofern zu wenig konsumiert wird, fließt eben zu viel Geld an den Staat. Daher die ewige liberale Parole: &#8220;Steuern senken!&#8221; Man weiß natürlich, dass die Wirtschaft ohne den Staat nicht existieren kann, also fordert man in dieser Glaubensrichtung auch immer, der Staat möge sich aus allem zurückziehen, worin die Privatwirtschaft erfolgreicher sei. Und da gibt es eigentlich keine Grenzen. Somit wäre der Staat bei optimalen Konsumbedingungen nur dazu da, den Konsument, pardon: Bürger, zum Konsumieren und solche Privatunternehmen (Armee, Polizei, Justiz, etc.), die das Wohl des Konsumismus verteidigen und erweitern, zu Steuern anzuhalten (s. Regulierungsbehörden).</p>
<p>Momentan hat man allerdings ein Problem mit dem Konsum der Nichtproduzenten, sprich: Hartz IV-Gesocks. Das muss selbstverständlich geändert werden und im Rahmen einer Krisenbewältigung spricht alles dafür, diesen Ausschuss zunächst zu diffamieren und mit Hilfe der Medien zu kriminalisieren. Ist dies erfolgreich, kann man mit Fug und Recht die Akzeptanz von Lebensmittelgutscheinen und Wohngeldpauschalen statt Geldzahlungen ganzflächig durchsetzen. Schließlich ist das Bewohnen einer Behausung und das Schlangestehen bei der Vergabe von überflüssigen und kurz vor dem Verderb stehenden Lebensmitteln auch eine Art von Konsum.</p>
<p>Damit wäre zwar die Welt noch nicht in Ordnung, aber die Sache wäre wenigstens im Sinne der Leistungsträger geregelt. Die sind, was im Hinduismus die Oberkaste ist und wenigstens ordentliche Konsumenten, die sich nicht mit dem Muckefuck von Aldi (diese Woche: 1 Pfund Kaffee, zwei Euro fünfundneunzig) zufrieden geben, sondern die Nespresso-Werbung für das Gebot der Stunde halten (George Clooney-Kaffee, 70 Euro das Kilo).</p>
<p>Und recht hamse, sagt doch der berüchtigte Wirtschaftswissenschaftler G. Westerwelle: &#8220;Sie sind es, die den Karren ziehen, meine sehr geehrte Damen und Herren.&#8221;</p>
<p style="text-align: right;">ein Gastbeitrag von <em>FrequentlyWrongAnswers</em></p>
<div class="shr-publisher-3775"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Alle sind Lena</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/05/31/alle-sind-lena/</link>
		<comments>http://www.zementblog.de/2010/05/31/alle-sind-lena/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 May 2010 18:45:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumterror]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Witzig]]></category>

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		<description><![CDATA[I went everywhere for you, I even did my hair for you, I bought new underwear they&#8217;re blue and I wore &#8216;em just the other day. Love, oh, Love, I gotta tell you how I feel about you, &#8217;cause I, oh, I can&#8217;t go a minute without your love. Love, love, love, Love, Love. Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><blockquote><p>I went everywhere for you,<br />
I even did my hair for you,<br />
I bought new underwear they&#8217;re blue<br />
and I wore &#8216;em just the other day.<span id="more-3746"></span></p>
<p>Love, oh, Love,<br />
I gotta tell you how I feel about you,<br />
&#8217;cause I, oh, I<br />
can&#8217;t go a minute without your love.</p>
<p>Love, love, love,<br />
Love,<br />
Love.</p></blockquote>
<p>Man möge sich obigen Dreck einmal intensiv zu Gemüte führen und das sich bei Menschen von Geschmack und Verstand einsetzende Gefühl treffsicher als einen die klinische Behandlung geradezu erschreienden Fall von <em>Fremdschämen</em> diagnostizieren.</p>
<p>Man kann damit auch richtig Geld verdienen. Die junge Frau, die es gerade tut, wird schon bald als Expertin für <em>alles</em> durch die Talkrunden im Fernsehen gereicht. &#8211; Um mit Horst Tomayer zu sprechen: &#8220;Ees iest zum Speibm!&#8221;</p>
<p>Zum Vergleich: <a title="YouTube - Schmetterline: Boom, Boom, Boomerang" href="http://www.youtube.com/watch?v=yTygxa3p8c4" target="_blank">Eurovision 1977</a> &#8211; wir waren schon mal weiter!</p>
<p style="text-align: right;">ein Gastbeitrag von <em>FrequentlyWrongAnswers</em></p>
<div class="shr-publisher-3746"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Augen öffnen</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/05/16/die-augen-offnen/</link>
		<comments>http://www.zementblog.de/2010/05/16/die-augen-offnen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 May 2010 20:22:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Bergedorf]]></category>
		<category><![CDATA[Bestattung]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Regina Koop leitet ein Bestattungsunternehmen in Hamburg-Bergedorf. Sie schrieb für Zementblog.de offen und kritisch über ihren Beruf, das Leben, das Sterben und was damit verbunden ist. Warum wurde ich Bestatterin? Ich bin Bestatterin geworden, weil für mich das Bestatten &#8211; das Begleiten, das Sterben und der Tod &#8211; zum Leben gehört und so verschieden ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>Regina Koop leitet ein Bestattungsunternehmen in Hamburg-Bergedorf. Sie schrieb für Zementblog.de offen und kritisch über ihren Beruf, das Leben, das Sterben und was damit verbunden ist.</em></p>
<p><strong>Warum wurde ich Bestatterin?</strong></p>
<p>Ich bin Bestatterin geworden, weil für mich das Bestatten &#8211; das Begleiten, das Sterben und der Tod &#8211; zum Leben gehört und so verschieden ist wie das erlebte, gelebte, geprägte Leben, so verschieden zu betrachten ist, wie wir Menschen mit unseren Ängsten und Vorstellungen, unserer Haltung zur eigenen Bestattung verschieden sind.<span id="more-3648"></span></p>
<p>Ich bin Bestatterin geworden, weil ich Menschen achte und liebe &#8211; über ihren Tod hinaus. Und weil ich deren Unterschiedlichkeit, ob es Religionen oder Prägungen durch das gelebte Leben sind, weder bewerten, noch verurteilen werde, sondern respektiere – am Anfang wie am Ende.</p>
<p>Ich bin Bestatterin geworden, weil ich der Überzeugung bin, dass ein Mensch mit und ohne Atmung ein Mensch bleibt – es gibt keinen toten Menschen, weder in unseren Gedanken noch in unseren Herzen. Verstorbene gehören zu uns &#8211; sie sind Ursprung und Wurzel von unserem heutigen, eigenen Leben.</p>
<p>Ebenso unterschiedlich wie die Menschen dürfen unsere Bestattungsformen sein. Leider herrscht in unserer Gesellschaft nach wie vor eine Entsorgungsmentalität vor. Nachts um drei wird der Bestatter gerufen, um den geliebten Menschen wie Sondermüll fortzuschaffen. Viele wünschen sich eine anonyme Beisetzung in dem fälschlichen Glauben, es sei die billigste und einfachste Lösung.</p>
<p>Das Bestattungsgesetz beschränkt uns in Deutschland lediglich darauf, dass wir beigesetzt werden müssen, als Urne oder als Sarg. Im Klartext: Ein Sarg oder eine Urne gehört in keinem Fall in die häusliche Umgebung. Ort der Totenruhe kann somit nur Meer, Wald oder Friedhof sein. Das Bestattungsgesetz beschränkt kaum den Rahmen, wie und wo wir uns verabschieden wollen, wie unsere Trauerfeiern aussehen dürfen.Also kann am Sarg gelacht und geweint werden – es kann ein lebendiger, entsprechender Abschied werden. Wenn jemand zu Hause stirbt, kann er bis zu 36 Stunden dort bleiben (sofern es keine erkennbaren Gründe dagegen gibt, etwa besondere Krankheiten oder Gewalttaten). Dort können Angehörige, Freunde, Nachbarn in Ruhe vom Verstorbenen Abschied nehmen.</p>
<p>Leider sterben heute die Wenigsten zu Hause. Statistisch gesehen sterben in Deutschland etwa 900.000 Menschen jährlich; über 70 % davon außerhalb ihrer häuslichen Umgebung, Tendenz steigend. Zunehmend werden unsere Alten in Krankenhäuser und Pflegeheime ausgelagert. Wir lagern das Sterben aus der häuslichen Umgebung aus, verdrängen die Toten und suchen noch nach moralischen Werten.</p>
<p><strong>Sterben im Krankenhaus</strong></p>
<p>Ist das Sterben im Krankenhaus nicht furchtbar einsam und namenlos? Ich behaupte für mich persönlich, im Krankenhaus sehr wahrscheinlich nicht an der Diagnose, mit der ich eingeliefert wurde, zu sterben. Mich machen Krankenhäuser krank. In Krankenhäusern wird immer vom „gesund werden“ gesprochen, da geht das Leben anscheinend immer weiter. Dass das Sterben zum Leben gehört, wird gerade dort häufig ausgeblendet &#8211; „Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass Ihre Mutter heute verstorben ist.“ Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann würden Ärzte und Bestatter sich viel mehr zusammensetzen und den Menschen im Krankenhaus immer früher die Möglichkeit geben, über ihre Ängste und Wünsche bezüglich ihrer eigenen Bestattung zu sprechen.</p>
<p>Vor der Operation sitzt der Arzt geduldig (obwohl die eigentlich nie Zeit haben) am Bett des Patienten und klärt ihn über die Nebenwirkungen und möglichen Komplikationen auf. Und dann unterschreiben wir voll Hoffnung auf das Leben, nehmen die Komplikationen und anderen Möglichkeiten in Kauf.</p>
<p>„Haben Sie alles für Ihre Bestattung mit Ihren Angehörigen geregelt? Gibt es da Fragen oder Wünsche, die Sie uns mitteilen möchten?“ Dass ein Arzt den Patienten diese Fragen stellt, scheint unvorstellbar. Fast zaghaft wird nur die eine Frage nach dem nächsten Angehörigen gestellt, der anzurufen wäre, wenn etwas passiert. Ich habe das Thema einmal in einem Krankenhaus vorsichtig angesprochen und betonte, wie wichtig es sei, auch mit Patienten über die eigene Bestattung, den Tod zu sprechen und Wünsche dazu aufzuschreiben. Die prompte Antwort darauf war: „Das geht in keinem Fall, dann denken ja alle, in diesem Krankenhaus wird nur gestorben.“</p>
<p><strong>Im Leben ans Sterben denken</strong></p>
<p>Beruhigte es nicht die Nerven und die Seele ungemein, gäbe es einem Patienten nicht Vertrauen und Zuversicht, wenn auch im Krankenhaus offen über die Ängste vor dem und Gedanken an den Tod gesprochen würde? Ich will einen Schritt weiter gehen und behaupte: Es stirbt sich leichter, sanfter, beruhigter in einer Umgebung, wo der Tod auf natürliche Weise zum Leben dazu gehört.</p>
<p>„Wo habe ich meine Geburtsurkunde, was brauchen die Kinder, wenn ich sterbe, wo finden sie meine Papiere? Wie möchte ich bestattet werden, wie auf keinen Fall?“ &#8211; Mit diesen Fragen zur eigenen Bestattung sind meinem Empfinden nach zu viele Menschen allein. Keiner dieser Bestattungswünsche ist anonym. Kein Mensch ist anonym geboren und anonym gestorben&#8230; niemand lebt anonym. Niemand ist namenlos geboren, niemand ist namenlos bestattet worden und doch kommt es mir oft so vor, als wären unsere Bestattungsformen namenlos geworden, wie unser Sterben außerhalb des häuslichen Bereiches. Sterben wir etwa alle gleich, waren wir Zeit unseres Lebens uniform? Will man am Ende noch behaupten, wir hätten alle dieselben Wünsche, Ängste, Ideen und Vorstellungen?</p>
<p>Ein slawisches Sprichwort besagt: „Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen. Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.“ In diesem Sinne bin ich Bestatterin – ich lerne täglich aufs Neue, meine Augen zu öffnen.</p>
<div class="shr-publisher-3648"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ufff, ööh</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/02/25/ufff-ooh/</link>
		<comments>http://www.zementblog.de/2010/02/25/ufff-ooh/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 16:46:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist ein Gastbeitrag im Rahmen der Blog-Aktion &#8220;Bfasdmzbhudesevwigs&#8221; von &#8220;Überschaubare Relevanz&#8220;. Der Verfasser ist, den Spielregeln folgend, unbekannt. Würden Gedanken Geräusche machen (manchmal tun sie das ja in der Tat, man denke nur an &#8220;Ah&#8221; und &#8220;Oh&#8221;) müssten meine ersten Gedanken, nachdem ich Muriel Silberstreifs Mail erhalten hatte, in der er mir mein Gastgeberblog [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p style="text-align: center;"><em>Dies ist ein Gastbeitrag im Rahmen der Blog-Aktion &#8220;<a title="Überschaubare Relevanz - " href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2010/01/13/beitragefurandereschreibendiemanzugelostbekommenhatunddieerstspatererfahrenvonwemihregastbeitragestammen/" target="_blank">Bfasdmzbhudesevwigs</a>&#8221; von &#8220;<a title="Überschaubare Relevanz" href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/" target="_blank">Überschaubare Relevanz</a>&#8220;. Der Verfasser ist, den Spielregeln folgend, unbekannt.</em></p>
<p>Würden Gedanken Geräusche machen (manchmal tun sie das ja in der Tat, man denke nur an &#8220;Ah&#8221; und &#8220;Oh&#8221;) müssten meine ersten Gedanken, nachdem ich <a title="Überschaubare Relevanz" href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/" target="_blank">Muriel Silberstreifs</a> Mail erhalten hatte, in der er mir mein Gastgeberblog für seine <a title="Überschaubare Relevanz - Bfasdmzbhudesevwigs" href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2010/01/13/beitragefurandereschreibendiemanzugelostbekommenhatunddieerstspatererfahrenvonwemihregastbeitragestammen/" target="_blank">Bfasdmzbhudesevwigs</a>-Aktion mitteilte und ich mich kurz hier umgesehen hatte, ungefähr so geklungen haben.</p>
<p>Das &#8220;Uff&#8221; und das &#8220;Ööh&#8221; gilt natürlich nicht dem Zementblog oder Jan als Autor oder Euch Lesern oder den Beiträgen hier, sondern schlicht der Tatsache, dass ich mit meinem Blog und meiner Schreibe thematisch kaum weiter von Jans entfernt sein könnte.<span id="more-3208"></span></p>
<p>Nachdem ich also ausreichend auf Muriel (dafür, dass er eine so charmante Aktion auf die Beine gestellt hat, der ich nicht widerstehen konnte), auf mich selber (eben dafür, dass ich nicht widerstehen konnte) und auf mein Losglück (der thematischen Distanz wegen) geflucht hatte und ein paar Nächte drüber geschlafen und genügend Kaffee getrunken hatte, war die spontane Idee für einen Beitrag da, der sich (so hoffe ich) thematisch hier einfügen wird.</p>
<p>Ich bin alles andere als technikaffin, ehrlich gesagt sogar eher das Gegenteil. Geräte sind mir dann am sympathischsten, wenn sie selbsterklärend sind (Das Trauma nach der Anschaffung meines ersten Videorecorders vor 22 Jahren habe ich immer noch nicht ganz überwunden &#8211; aber das ist eine andere Geschichte.), den PC kann ich zwar leidlich bedienen, wenn er nach dem Einschalten das tut, was ich will, aber viel weiter auch nicht. Klar, einfache Probleme bekomme ich meistens irgendwie in den Griff, empfinde sie aber eher lästig als herausfordernd und bin gar nicht böse, wenn sich statt meiner jemand anderes ihrer Beseitigung annimmt.</p>
<p>Dieser &#8220;Oh weia, Technik&#8221;-Haltung will ich mich also heute stellen und im Selbstversuch herausfinden, wie kompliziert diese Linux-Sache, die immerhin ganz oben auf Jans Interessenliste steht, tatsächlich ist. Also für so jemanden wie mich. Ich beginne damit, tief in den eigenen Hirnwindungen nach meinen gesammelten Linux-Vorkenntnissen zu kramen und stelle fest:</p>
<ol>
<li>Die haben doch diesen knuffigen Pinguin!</li>
<li>Ich meine, mich vage zu erinnern, gehört zu haben, dass es eine Version gibt, die man ohne Installation nutzen kann.</li>
</ol>
<p>Ich nehme mir vor, zweiteres als erstes in Erfahrung zu bringen, weil sonst die ganze Idee direkt wieder hinfällig wäre und ich mich doch mit dem Making Of Zementkekse oder dergleichen Thematik beschäftigen müsste. Dieser Text entsteht übrigens nebenbei on-the-fly während meiner Überlegungen und natürlich sicherheitshalber auf echtem Papier, mit echtem Kugelschreiber verfasst, damit nix schief- oder verloren gehen kann, wenn ich das Experiment wage.</p>
<p>Damit mein Selbstversuch nicht ins Uferlose gerät, setze ich mir selber ein Zeitlimit von 2 bis höchstens 2,5 Stunden und um nicht völlig planlos &#8220;Bin ich etwa schon drin?&#8221; zu stammeln und dann nicht weiter zu wissen, stelle ich mir selber folgende Aufgaben:</p>
<ol>
<li>Rausfinden, wie dieses Nicht-installier-Linux heißt und runterladen.</li>
<li>Rausfinden, ob&#8217;s ein Pendant zum Windows Explorer gibt und darin eins der Fotos ausfindig machen, die ich gestern von der Kamera übertragen habe.</li>
<li>Rausfinden, wie ich ins Internet komme (Gibt es da einen Browser? Wuhä!) und mein Blog besuchen, traumhaft wäre natürlich, wenn mir ein kurzer &#8220;Beweisbeitrag&#8221; gelänge.</li>
<li>Rausfinden, ob&#8217;s da was Paint-Ähnliches gibt und Beweisscreenshot (Wie geht das?) anfertigen und dem Beitrag hier beifügen.</li>
</ol>
<p>Ufff. Ööh.</p>
<p>Es ist 13.40 Uhr, ich fluche ein wenig darüber, dass es schon so spät ist, hole mir noch einen Kaffee und starte meinen Selbstversuch.</p>
<p>Erste Anlaufstelle: Google, zu Recherchezwecken. Ich widerstehe der Versuchung auf&#8217;s Doodle zu klicken und mich direkt ablenken zu lassen und tippe stattdessen &#8220;Linux ohne Installation nutzen&#8221; in die Suchmaske. 15 Minuten später habe ich nicht nur durch eine kurze Beschreibung gelesen, sondern in weiser Voraussicht auch schonmal nach den Antworten zu meinen anderen Fragen gesucht, um mir vielleicht 1, 2, 3 Bootvorgänge zu sparen &#8211; wer weiß, ob ich mit Linux überhaupt so schnell ins Internet käme, um von dort aus nachzuschauen.</p>
<p>Knoppix heißt das installationsfreie Linux. Ich muss bei dem Namen an die ähnlichnamigen Waffelschnitten denken und bedaure keine als Nervennahrung im Haus zu haben. Von der Notwendigkeit von Frusttröstern bin ich ja noch weit entfernt. Ha! Ich hoffe, dass das auch so bleibt und ich nicht irgendwas so kaputt mache, dass ich auf die Hilfe von Linux-Cracks angewiesen sein würde. Der Tonfall in den Hilfeforen ist ähnlich einladend, wie die Aussicht auf eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt.</p>
<p>Ebenso einladend und wenig vertrauenerweckend wird die Nutzungsvereinbarung, die ich vorm Runterladen von Knoppersix, anklicken muss (Jaa! Ich bin schon soweit!):</p>
<blockquote><p>DIES IST EXPERIMENTELLE SOFTWARE. DIE BENUTZUNG ERFOLGT AUF EIGENE GEFAHR. KNOPPER.NET KANN UNTER KEINEN UMSTÄNDEN HAFTBAR GEMACHT WERDEN FÜR SCHÄDEN AN HARD- UND SOFTWARE, VERLORENE DATEN UND ANDERE DIREKT ODER INDIREKT DURCH DIE BENUTZUNG DER SOFTWARE ENTSTEHENDE SCHÄDEN. IN EINIGEN LÄNDERN KÖNNEN DIE AUF DER CD ENTHALTENE KRYPTOGRAPHIESOFTWARE UND ANDERE KOMPONENTEN EXPORTREGULIERUNGEN ODER SOFTWARE-PATENTEN UNTERLIEGEN, DIE DIE WEITERGABE ODER VERBREITUNG DER SOFTWARE EINSCHRÄNKEN. FÜR IHRE EINHALTUNG GESETZLICHER VORSCHRIFTEN SIND SIE SELBST VERANTWORTLICH. WENN SIE DIE SOFTWARE KOMMERZIELL VERMARKTEN UND VERBREITEN WOLLEN, MÜSSEN SIE SICH DIE HIERFÜR NOTWENDIGEN LIZENZEN FUR DIE NICHT-FREIEN SOFTWAREKOMPONENTEN AUF DER CD SELBST BESORGEN, ODER DIE ENTSPRECHENDEN KOMPONENTEN VOR DER WEITERVERBREITUNG ENTFERNEN.</p>
<p style="text-align: right;">(Quelle: <a title="Offizielle Homepage von &quot;Knoppix&quot;" href="http://knoppix.net/" target="_blank">Knoppix</a>)</p>
</blockquote>
<p>Tapfer klicke ich auf &#8220;akzeptieren&#8221; und verbringe die nächste halbe Stunde am Telefon mit einem Freund, der just in diesem Moment anrief. Ich erzähle ihm, was und weswegen ich gerade mache, lasse mich dafür ordentlich auslachen und addiere die halbe Stunde gedanklich auf mein Zeitlimit drauf.</p>
<p>Welche von den zahlreichen Dateien ich jetzt genau runterladen soll, weiss ich allerdings hinterher immer noch nicht. Hilfeee. Google führt mich zu <em>wer-weiss-was</em> und dort sind immerhin die Antwortgeber um einiges freundlicher als in den Linux-Hilfe-Foren. Ich lese was über ISO und Image und erinnere mich vage, davon schon gehört zu haben. Ich beschließe einfach alle Dateien des gleichen Datums runterzuladen und abzuwarten, was das Brennprogramm daraus machen wird. Fast 20 Minuten soll der Download dauern und ich koche mir in der Zeit lieber noch einen Kaffee als den Fortschrittsbalken anzustarren.</p>
<p>In der Küche schießt mir ein Gedanke durch den Kopf. Moment Brennprogramm? Ich habe doch gerade überhaupt kein Brennprogramm, weil ich erst seit kurzem überhaupt wieder ein Laufwerk respektive einen Brenner habe. OK, es sind schon einige Monate, aber hey, das ist ist Technikkram, damit habe ich mich noch nicht näher befasst ich bin einfach noch nicht dazu gekommen.</p>
<p>Ich frage mich, was ich ohne Google wäre, suche mir ein Gratis-Brennprogramm und verkneife es mir, Wetten darüber abzuschließen, welcher Download schneller sein wird.</p>
<p>Das Brennprogramm gewinnt knapp!</p>
<p>Wenigstens dieses scheint selbsterklärend zu sein und ich sitze um 15:10 Uhr gebannt vor dem Monitor und beobachte den Brennvorgangsfortschrittsbalken. Und das nach nur einer Stunde! Nur? Mir wird klar, dass das noch knapp werden könnte, mein Zeitlimit einzuhalten. Ich feuere den Brenner an und habe schon fast alle Programme geschlossen, um den Rechner direkt neuzustarten. Irgendetwas hier riecht nach Marzipan, was mich irritiert und wieder sehnsüchtig ans nicht vorhandene Knoppixers denken lässt.</p>
<p>Jetzt wird&#8217;s spannend! Die Festplatte rattert geräuschvoll, ebenso das DVD-Laufwerk und dann erscheint der Windows Startbildschirm. Öhö? Ich warte geduldig, bis Windows komplett gestartet ist und öffne den Explorer, um mir den CD-Inhalt anzuschauen. Hm, da gibt&#8217;s eine <em>autorun.bat</em>. Ein Klick, eine Fehlermeldung und mein Firefox wird samt der 44 (Wuhä!) Tabs meiner letzten Sitzung automatisch geöffnet. Für den Bruchteil einer Sekunde überlege ich, mir noch einen Kaffee zu holen, doch die Knoppix-Hilfeseite, die automatisch geöffnet wird, ist erfreulich schnell geladen. Zum Booten von der CD muss ich im BIOS-Setup einstellen, dass vom entsprechenden Laufwerk gebootet werden soll. Logisch. Ich schlucke. Dass ich zuletzt einen Blick ins BIOS geworfen und da was rumgefummelt habe, ist elende Jahre her und damals saß jemand neben mir, der sich damit auskannte. Ich habe ein doofes Gefühl im Bauch. BIOS, da konnte man doch <em>wirklich</em> was kaputt machen und den Rechner ausknocken. Ich schlucke erneut und beschließe, mich nicht so leicht entmutigen zu lassen. Ich erinnere mich dunkel, dass man während des Bootvorganges eine Taste drücken musste, um ins Bios-Setup zu kommen. Ich frage bei Google nach, welche das war. Entfernen oder Escape oder F2. Na super. Für den Fall der Fälle schließe ich erst mal die Hälfte der Firefox-Tabs, damit ich nicht wieder so lange warten müsste, falls der nochmal automatisch starten würde. Dann atme ich tief durch und starte den Rechner erneut. Entfernen. Windows startet. Neustart. Ich versuche es mit Esc. Windows startet. Neustart. Wie hypnotisiert hämmere ich beim Starten auf die F2-Taste. Als das BIOS sich öffnet fange ich an zu beten, dass ich alles, was ich da jetzt drin rumfummeln würde auch hinterher wieder in Ordnung bekomme. Ich ändere das Startlaufwerk, speichere und warte ab, was nun passiert.</p>
<p>30 Sekunden später und 1,5 Stunden nach Start meines Selbstversuchs, taucht der schnuffelige Pinguin auf meinem Monitor auf. Puh! Und dann plappert mein PC auf einmal mit blecherner Stimme auf mich ein. Aha? Wie geplant will ich erst mal in meinen Dateien rumsuchen und wähle die 9 im Knoppix-Menü. Zwei Eingaben später blinkt und spricht mich die erste Fehlermeldung in Linux an. Na herzlichen Glückwunsch, das ging ja fix. Nur was ich jetzt tun soll, verrät die Stimme mir nicht. Nachdem ich fast alle Tasten einmal ausprobiert habe, komme ich mit Escape (da hätte ich auch gleich drauf kommen können) zurück ins vorherige Menü. Beim nochmaligen Versuch lande ich nach Drückens weniger Tasten in einer Ansicht, die stark an den Norton Commander in guten alten MS-DOS Zeiten erinnert. Ich gebe den Plan auf, das Foto finden zu wollen, weil ich glaube, das es auf der anderen Festplatte (die mit der Fehlermeldung) gespeichert ist. Ich wähle F10 zum Beenden und die blecherne Stimme verrät mir noch lautstark, dass es der Midnight Commander ist, dem ich den Rücken kehren will. Dieses Mal probiere ich intuitiv die Escape-Taste und lande tatsächlich wie geplant eine Menüebene weiter oben (vorne?). Ich taste mich bis zum Startauswahlmenü zurück.</p>
<p>Ich wähle &#8220;WWW&#8221; und werde von einem blinkenden Curser auf einem schwarzen Monitor zur Eingabe einer URL aufgefordert. Öhö. Ich tippe die URL meines Blogs und bekomme nur Schrift auf dem schwarzen Monitor angezeigt, aber ja &#8211; das sind eindeutig die Texte meines Blogs. Nur mit ohne Browser, Grafik und dergleichen.</p>
<p>Ich verirre mich in seltsamen Menüs der seltsamen Anzeige und finde einfach nicht wieder zurück. Zu Hülf! Nicht mal Esc hilft hier und ich tippe zunehmend hektisch eine Taste nach der anderen an. Irgendwie lande ich in irgendeiner Hilfe für irgendein Programm, das ich wissentlich nie gestartet habe. Nano heißt es. Wie man es verlassen kann, gibt die Hilfe nicht preis, stattdessen macht es den Anschein, als könnte ich hier den WordPress Quellcode befummeln. Wuhä! Wenn die mein Blog hinterher wegen irgendwelcher unerlaubter Zugriffs-Manipulations-Dingsi-Versuche löschen oder sperren, heule ich!</p>
<p>Ich komme auch nach 10 Minuten nicht wieder aus dem Programm raus und dann ist nicht mal mehr lustig, dass die blecherne Stimme mir all meine sinnlosen Eingaben vorliest. Mir fällt plötzlich die Universallösung bei solch aussichtslosen Rechnerproblemen ein und ich drücke entnervt den Reset-Knopf.</p>
<p>Ich wähle den nächsten Punkt im Menü: E-Mail. Und das Drama beginnt erneut. Ich drücke wüst auf den Tasten rum, mein Rechner erzählt mir, was ich drücke, aber ich komme nicht wieder in das dankenswert verständliche Hauptmenü zurück. Dieses Mal gebe ich mich nach 2 Minuten geschlagen. Ich drücke den Reset-Knopf und beschließe, dass dieser Versuch der letzte sein wird. Die Zeit zählt 2 Stunden 10 Minuten im Selbstversuch.</p>
<p>Punkt 11 des Menüs soll es dieses Mal sein: Graphische Programme (Wieso war mir das nicht eher aufgefallen? Ich glaube, ich hatte sie als Grafikprogramme abgetan.) und ich entdecke Firefox im Untermenü. Vorsichtig treffe ich meine Auswahl und traue mich erst, mich zu freuen als der schwarze Monitor mit Schrift einem Foto weicht. Es zeigt primär dicke graue Wolken und ich frage mich, ob mein PC dank Knoppix nicht nur reden, sondern auch meine Gefühle graphisch umsetzen kann. Dann startet der Browser und behauptet &#8220;Iceweasel&#8221; zu heißen. Ich fühle mich ein wenig in meiner Freude betrogen, ob des fehlenden vertrauten orange-blauen Logos.</p>
<p>Ich tippe noch einmal die URL meines Blogs, dieses Mal in eine richtige Adresszeile eines richtigen Browsers und atme erleichtert auf, als das vertraute Header-Bild geladen wird. Yippieh!</p>
<p>Ich beschließe eigenmächtig (wer auch sonst? *g*) all meine selbstgesetzten Ziele in &#8220;sich über den Anblick des eigenen Blogs freuen&#8221; und &#8220;überleben&#8221; und &#8220;weniger als 5 Tassen Kaffee in 2,5 Stunden trinken&#8221; umzuwandeln und das Projekt an dieser Stelle abzubrechen. Stattdessen nehme ich mir lieber das Projekt &#8220;heiße Badewanne&#8221; vor. Ich fühle mich gerade als hätte ich mir das verdient.</p>
<p><strong>Mein Fazit des Selbstversuchs:</strong> Ohne Vorkenntnisse und wenigstens ein bisschen Lust und Laune an technischen Dingen ist der Sprung ins kalte Linuxwasser ein ganz schöner Bauchplatscher. Alleine die fehlende graphische Oberfläche hat mir ordentlich zugesetzt und das obwohl meine PC-Wurzeln noch in Zeiten von Basic und später dann MS-DOS, Windows 3.1, Norton Commander liegen. Mensch kann sich ganz schön schnell an Bequemlichkeit gewöhnen. *soifz* Mal eben schnell &#8216;nen Nachmittag ins Linux reinklicken und was bewegen funktioniert ohne Vorkenntnisse überhaupt nicht. Der Pinguin ist aber trotzdem knuffig!</p>
<p>Trotz all meines Fluchens, meiner ausgerauften und blitzergrauten Haare empfand ich den Nachmittag als eine spannende Herausforderung &#8211; mich Hals über Kopf auf ungewohnte Dinge &#8211; und damit meine ich sowohl das Linux-Projekt als auch das Schreiben für die Leser eines fremden Blogs &#8211; ist für mich keine alltägliche Erfahrung. Ich hoffe, den Text zu lesen, hat Euch ein wenig unterhalten &#8211; wenn er schon keine bahnbrechenden neuen technischen Erkenntnisse lieferte.</p>
<p>Ich bedanke mich bei Jan dafür, dass ich hier einen Beitrag schreiben durfte und bei Euch allen für&#8217;s Lesen &#8211; besonders bei jenen, die bis zum Ende durchgehalten haben. Schaltet bitte auch beim nächsten Mal wieder ein, wenn das Thema &#8220;Wie lerne ich mich kurz zu fassen? Ein Selbstversuch in 93 Schritten&#8221; dran ist!</p>
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		<title>A wie Arbeit</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 18:47:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Aus dem Wörterbuch des Liberalismus Was Arbeit ist, weiß man nicht. Der eine muss morgen früh wieder hin und denkt sich vielleicht: Die Arbeit ruft, oder: Es wartet wieder viel Arbeit auf mich. Nicht wenige rufen beim Klingeln des Weckers ein anderes Wort für Stuhlgang und haben ihre guten Gründe dafür. Der Begriff Arbeit galt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>Aus dem <a title="Das Wörterbuch des Liberalismus" href="http://www.zementblog.de/?s=w%C3%B6rterbuch+des+liberalismus" target="_self">Wörterbuch des Liberalismus</a></em></p>
<p>Was Arbeit ist, weiß man nicht. Der eine muss morgen früh wieder hin und denkt sich vielleicht: Die Arbeit ruft, oder: Es wartet wieder viel Arbeit auf mich. Nicht wenige rufen beim Klingeln des Weckers ein anderes Wort für Stuhlgang und haben ihre guten Gründe dafür.</p>
<p>Der Begriff Arbeit galt lange als Synonym für etwas Schaffen, schöpferisch tätig sein.<span id="more-3062"></span> Das gilt nur noch für wenige, denn Verwaltung bedeutet ebenfalls arbeiten, ohne dass konkret etwas Neues entsteht. Politiker behaupten, vor allem wenn Wahlen anstehen, dass das Schaffen von Arbeitsplätzen ihre wichtigste Aufgabe sei. Aber wer braucht schon Arbeit? Der Mensch braucht Nahrung, Kleidung und ein Dach über dem Kopf. Außerdem noch so einiges mehr, aber Arbeit? Die nahe liegende Frage, wie Nahrung, Kleidung entsteht und wie Häuser gebaut werden, kann mit Arbeit beantwortet werden. Dann aber eine dauerhafte, zwanghafte Angewohnheit daraus zu machen ist nichts als bizarre Quälerei.</p>
<p>Was diese Erörterung mit Liberalismus zu tun hat? Leider nichts.</p>
<p style="text-align: right;">ein Gastbeitrag von <em>FrequentlyWrongAnswers</em></p>
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		<title>R wie Realität</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/01/25/r-wie-realitat/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 18:43:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus dem Wörterbuch des Liberalismus Alles außerhalb von Ministerien und Parlamenten. ein Gastbeitrag von FrequentlyWrongAnswers]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>Aus dem <a title="Das Wörterbuch des Liberalismus" href="http://www.zementblog.de/?s=w%C3%B6rterbuch+des+liberalismus" target="_self">Wörterbuch des Liberalismus</a></em></p>
<p>Alles außerhalb von Ministerien und Parlamenten.</p>
<p style="text-align: right;">ein Gastbeitrag von <em>FrequentlyWrongAnswers</em></p>
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		<title>G wie Gehorsam</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2009/12/08/g-wie-gehorsam/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 12:03:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Aus dem Wörterbuch des Liberalismus Von Autoritätsgläubigen und autoritären Charakteren schmerzlich vermisst, ist der Gehorsam eine substanzlose Tugend, dessen Besitzer nicht selten als Schutzbefohlene eines Schäferhundes ein tristes Dasein fristen. Was hat der Gehorsam überhaupt mit Liberalismus zu tun? Nichts und alles. Die Freiheit der Wirtschaftsakteure, neuerdings gerne als Leistungsträger bezeichnet, impliziert die Gabe, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>Aus dem <a title="Das Wörterbuch des Liberalismus" href="http://www.zementblog.de/?s=w%C3%B6rterbuch+des+liberalismus" target="_self">Wörterbuch des Liberalismus</a></em></p>
<p>Von Autoritätsgläubigen und autoritären Charakteren schmerzlich vermisst, ist der Gehorsam eine substanzlose Tugend, dessen Besitzer nicht selten als Schutzbefohlene eines Schäferhundes ein tristes Dasein fristen.</p>
<p>Was hat der Gehorsam überhaupt mit Liberalismus zu tun? Nichts und alles.<span id="more-2436"></span></p>
<p>Die Freiheit der Wirtschaftsakteure, neuerdings gerne als Leistungsträger bezeichnet, impliziert die Gabe, mit gesellschaftlich tiefer gestellten Menschen – wir leben ja schließlich in einer Dienstleistungsgesellschaft – in zeitgemäßer Art umzugehen.</p>
<p>Dies wird natürlich erheblich vereinfacht durch eine permanent sichtbare Arbeitslosigkeit und die Verbreitung der rudimentären Erkenntnisse aus der Psychologie, in seiner Urform als Menschenführung angewandt. Man könnte selbstverständlich auch von Erpressung und Manipulation reden, aber das wäre dem liberalen Schöngeist zu unfein. Und das sollte man bitteschön auch verstehen, es sind harte „Zeiten“.</p>
<p style="text-align: right;">ein Gastbeitrag von <em>FrequentlyWrongAnswers</em></p>
<div class="shr-publisher-2436"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>F wie Freiheit</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2009/11/17/f-wie-freiheit/</link>
		<comments>http://www.zementblog.de/2009/11/17/f-wie-freiheit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 14:30:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Witzig]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus dem Wörterbuch des Liberalismus Man kann natürlich glauben, dass Freiheit, ja, das knüppelharte Bestehen auf die Durchsetzung der Freiheit, das Kernstück des Liberalismus sei. Beispiele hierfür gibt es nur so wenig wie nötig, um festhalten zu können, dass Freiheit eher als zufälliges Nebenprodukt liberalen Wirkens denn als beharrlich erstrittenes Ziel abfällt. Besser klappt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>Aus dem <a title="Das Wörterbuch des Liberalismus" href="http://www.zementblog.de/?s=w%C3%B6rterbuch+des+liberalismus" target="_self">Wörterbuch des Liberalismus</a></em></p>
<p>Man kann natürlich glauben, dass Freiheit, ja, das knüppelharte Bestehen auf die Durchsetzung der Freiheit, das Kernstück des Liberalismus sei. Beispiele hierfür gibt es nur so wenig wie nötig, um festhalten zu können, dass Freiheit eher als zufälliges Nebenprodukt liberalen Wirkens denn als beharrlich erstrittenes Ziel abfällt. Besser klappt es schon mit Zielen, die man als „Erlangen der Freiheit“ definiert.<span id="more-2360"></span></p>
<p>Kai ist 27 und hat Jura studiert, lebt mit Julia zusammen und arbeitet wie Julia in einer Rechtsanwaltskanzlei. Sein Spezialgebiet ist Bau- und Verkehrsrecht. Kai verdient schon ganz ordentlich und hat keine Probleme, das Studentendarlehen zurückzuzahlen; Miete und Wohnnebenkosten zahlt er pünktlich. Vor der Haustür parken abends zwei Autos und für Urlaub bleibt genug übrig.</p>
<p>Kai findet aber, dass er zu hohe Steuern zahlt und überlegt sich einen Wechsel in eine private Krankenversicherung. Auf Solidarität angesprochen gibt Kai sich wortkarg und murrt etwas über Leute, die sich mit seinen Steuern und Sozialabgaben einen schönen Lenz machen. Am liebsten würde Kai es sehen, wenn die Krankenkassen privatisiert, die Autobahnen auf acht Spuren verbreitert, der öffentlich-rechtliche Rundfunk abgeschafft und für Erwerbslose Arbeitslager eingerichtet würden. Das sagt er erst seit Kurzem so deutlich, vorerst aber nur auf Nachfrage.</p>
<p>Für Kai wäre die Welt dadurch freier, weniger eingeengt durch eine immer noch zu stark am Gemeinwohl orientierte staatliche Zwangsjacke. Das System der Krankenkassen und Rentenversicherung, findet Kai, ist ein verkappter Kommunismus.<br />
Kai bezeichnet sich als Liberaler. Auch ungefragt.</p>
<p style="text-align: right;">ein Gastbeitrag von <em>FrequentlyWrongAnswers</em></p>
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