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	<title>Zementblog &#187; Gesellschaft</title>
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	<description>Das Original: Zementär-revolutionär.</description>
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		<title>Wortkonglomerat V</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 15:58:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schwitzen Sie kalt, wenn Sie Angst haben? Ich habe noch nie davon gehört, trotzdem liest man in schlechten Bestsellern immer wieder etwas von kaltem Angstschweiß. · · · Ich will Regenwürmer husten hören und Schmetterlinge kotzen sehen. Ich will Stürme schlucken und Häuser husten. Ich will Steine schreien und in Bäume beißen. Ich will Krokodile [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3941" class="wp-caption alignleft" style="width: 118px"><a href="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/07/beratung.jpg"><img class="size-medium wp-image-3941  " style="margin: 10px;" title="Wünschen Sie eine Beratung?" src="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/07/beratung-225x300.jpg" alt="Drücken Sie bitte diese Taste!" width="108" height="144" /></a><p class="wp-caption-text">Es fragt sich, ob diese Taste ein sonst übliches &quot;Ja!&quot; ersetzen kann.</p></div>
<p>Schwitzen Sie kalt, wenn Sie Angst haben? Ich habe noch nie davon  gehört, trotzdem liest man in schlechten Bestsellern immer wieder etwas  von <em>kaltem Angstschweiß</em>.</p>
<p style="text-align: center;">·  ·  ·</p>
<p>Ich will Regenwürmer husten hören und Schmetterlinge kotzen sehen. Ich  will Stürme schlucken und Häuser husten. Ich will Steine schreien und in  Bäume beißen. Ich will Krokodile kacken und Elefanten essen. Kurzum:  Ich will pinke Panzer in Afghanistan.<span id="more-3886"></span> Mit Blümchenmuster. &#8220;Wer in das  rosa Kanonenrohr eines Flowerpower II schaut, überlegt sich zweimal, ob  er eine deutsche Patrouille angreift. Er würde sie eher auslachen&#8221; (frei  nach Wehrbeauftragtem Königshaus, FDP).</p>
<p style="text-align: center;">·  ·  ·</p>
<p>In der dritten Staffel von Weeds sagt der Marihuanazüchter Conrad zum  jungen Lehrling: &#8220;Du bist die Sonne. Du hast die Kontrolle. Wenn du die  Lichtzufuhr nicht dosierst, sprießen die Pflanzen und richten sich nach  der Lichtquelle aus, die sie finden. Nicht anders als bei uns Menschen,  aber&#8230; das ist eine andere Lektion.&#8221; Ganz recht, wenn das Licht aus  ist, machen wir uns auf die Suche nach neuem Licht.</p>
<p style="text-align: center;">·  ·  ·</p>
<p>Auf manchen Mäusen steht &#8220;Trust&#8221;, was zweierlei sehr unterschiedliche  Bedeutungen hat &#8211; &#8220;Konzern&#8221; bzw. &#8220;Großunternehmen&#8221; sowie &#8220;vertrauen&#8221;.  Was wollen uns diese Mäuse sagen? Vertrauen Sie dem Kapitalismus?  Vertrauen Sie unseren Mäusen? Oder etwa: diese Maus zu bedienen ist ein  großes Unternehmen?</p>
<p style="text-align: center;">·  ·  ·</p>
<p>Vor kurzem bin ich verwundert stehen geblieben, als ich vorm Bahnhof eine kleine, heterogene Menschenansammlung  im Halbkreis vor einem Busch stehen sah. Irritiert fragte ich mich: Was  tun die da? Gemeinsam pinkeln, jung und alt, Frau und Mann? Heimlich  einen durchziehen, ganz unauffällig? Als ich mich, ganz unauffällig,  dazugesellte, begriff ich erst, worum es tatsächlich ging. Sie hatten  einen Igel entdeckt. Einen Igel!, und sie waren so fasziniert, als  bekämen sie derlei zum allerersten Mal zu Gesicht. Als hätten sie eine  Kobra gefunden, oder einen kackenden Schmetterling.</p>
<p style="text-align: center;">·  ·  ·</p>
<p>Quo vadis, BRD?</p>
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		<title>Deutschland deportiert wieder</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 16:11:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Abschiebung]]></category>
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		<description><![CDATA[14.000 Flüchtlinge sollen zurück in den Kosovo Die Innenminister von Deutschland und dem Kosovo haben Mitte April dieses Jahres ein Abkommen zur Rücknahme von 14.000 1999 wegen Krieg und Pogromen nach Deutschland geflüchteten Minderheitenangehörigen unterzeichnet. Dieser Entschluss steht den Einschätzungen des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen entgegen, welches seit Jahren vor Abschiebungen in den Kosovo besonders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>14.000 Flüchtlinge sollen zurück in den Kosovo</strong></p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 202px"><a href="http://www.flickr.com/photos/gregorschlatte/4652365061/in/set-72157624041904703"><img class="  " title="Roma im Lager bei Mitrovica" src="http://farm5.static.flickr.com/4012/4652365061_1c79fbeb8f_m.jpg" alt="Roma im Lager bei Mitrovica" width="192" height="127" /></a><p class="wp-caption-text">Kein schönes Leben: Roma-Lager bei Müllkippe in Mitrovica, Kosovo.</p></div>
<p>Die Innenminister von Deutschland und dem Kosovo haben Mitte April dieses Jahres ein Abkommen zur Rücknahme von 14.000 1999 wegen Krieg und Pogromen nach Deutschland geflüchteten Minderheitenangehörigen unterzeichnet. Dieser Entschluss steht den Einschätzungen des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen entgegen, welches seit Jahren vor Abschiebungen in den Kosovo besonders bei diskriminierten Minderheiten warnt.<span id="more-3889"></span> Mehr als 70 Prozent der Flüchtlinge mit Aussicht auf Abschiebung sind Roma (10.000).</p>
<p>Die Situation dieser Bevölkerungsgruppe ist im Kosovo nach wie vor schlecht, was neben der traditionellen Diskriminierung auch auf die miserable Wirtschaftslage zurückzuführen ist. So werden die Flüchtlinge von Deutschland in ein Land abgeschoben, in dem sie ohne Arbeitsplatz, vernünftige Versorgung und Bildung ein menschenunwürdiges Leben führen werden.</p>
<p>Viel schwerer wiegt aber der Akt der Abschiebung, der gnadenlos jeden mit sich reißt. Kinder, die hier zur Schule gehen und hier ihre Freunde haben, alleinerziehende Mütter, die gerade einen Job gefunden haben, Alte, die sich zur Ruhe gesetzt haben. All diese Menschen erwartet &#8211; nach mehr als einem Jahrzehnt &#8211; eine Ausweisung aus ihrer derzeitigen Heimat. Auch ist die Symbolkraft dieser Abschiebungsaktion nicht zu unterschätzen, wenn Deutschland eine ethnische Minderheit en masse des Landes verweist.</p>
<p>Ist nun also eine Massenabschiebung, eine Deportation von 14.000 Flüchtlingen zu erwarten? Nein, und damit verteidigt Bundesinnenminister Thomas de Maizière das Abkommen &#8211; Massenabschiebungen seien &#8220;nicht beabsichtigt&#8221;. Jedenfalls hat die Regierung des Kosovo vorerst um eine Grenze von 2.500 Abschiebungen pro Jahr gebeten. Dass dieser Riegel dem Unternehmen von kosovarischer Seite in Form einer Bitte vorgeschoben werden musste, zeigt, dass de Maizière von sich aus keine Probleme mit einer Massenabschiebung gehabt haben dürfte.</p>
<p>In einem Kommentar zum Sachverhalt urteilt Martin Kreickenbaum auf der <a title="WSWS - 10.000 Roma von Abschiebung in den Kosovo bedroht" href="http://www.wsws.org/de/2010/apr2010/roma-a22.shtml" target="_blank">World Socialist Web Site</a> (WSWS) ganz richtig: Der Kosovo wird für die (höchstens fünf) nächsten Jahre ein &#8220;Abladeplatz für in Deutschland unwillkommene Flüchtlinge&#8221;.</p>
<p style="text-align: right;"><small>Bild: <a title="Flickr - Gregor Schlatte" href="http://www.flickr.com/people/gregorschlatte/" target="_blank">Gregor Schlatte</a> / Flickr</small></p>
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		<title>&#8220;Sturm verschont BP&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 09:37:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich las ich in der Internetzeitung Telepolis die Schlagzeile &#8220;Sturm verschont BP vermutlich&#8220;. Zu meiner Verwunderung ging es um einen tatsächlichen Sturm, nicht einen metaphorischen. Doch auch so gesehen trifft die Aussage zu, denn es gibt allen Grund zur Annahme, dass die Proteste und Aktionen gegen BP (siehe &#8220;Auf die Straße gegen BP!&#8220;) &#8211; zumindest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich las ich in der Internetzeitung Telepolis die Schlagzeile &#8220;<a title="Telepolis - Sturm verschont BP vermutlich" href="http://www.heise.de/tp/blogs/2/147905" target="_blank">Sturm verschont BP vermutlich</a>&#8220;. Zu meiner Verwunderung ging es um einen tatsächlichen Sturm, nicht einen metaphorischen. Doch auch so gesehen trifft die Aussage zu, denn es gibt allen Grund zur Annahme, dass die Proteste und Aktionen gegen BP (siehe &#8220;<a title="Auf die Straße gegen BP!" href="http://www.zementblog.de/2010/05/29/auf-die-strase-gegen-bp/" target="_self">Auf die Straße gegen BP!</a>&#8220;) &#8211; zumindest hierzulande &#8211; vorwiegend ausbleiben werden; schließlich fiebern derzeit alle bei der Fußball-Weltmeisterschaft mit. Da kümmert es kaum noch jemanden, dass der Golf von Mexiko immer noch täglich mit Unmengen an Rohöl verschmutzt wird und unzählige Pelikane, Schildkröten, Seevögel und andere Tiere elendig daran verrecken.</p>
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		<title>Wort zum Alltag 6/10</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/06/28/wort-zum-alltag-610/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 14:25:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lieber Guido, deine Politik hängt mir zum Hals raus. Es stinkt bis zum Himmel &#8211; was du abziehst, ist nichts als billige Klientelpolitik, die das, was den Kapitalismus ausmacht, in einem unerträglichen Extrem wiedergibt: die Teilung der Gesellschaft in zwei Klassen. Ist es das Wunderland aus deinen Träumen? Die schöne neue Welt? Das Leben, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Lieber Guido,</em></p>
<p>deine Politik hängt mir zum Hals raus. Es stinkt bis zum Himmel &#8211; was du abziehst, ist nichts als billige Klientelpolitik, die das, was den Kapitalismus ausmacht, in einem unerträglichen Extrem wiedergibt: die Teilung der Gesellschaft in zwei Klassen. Ist es das Wunderland aus deinen Träumen? Die schöne neue Welt? Das Leben, wie es sein soll?<span id="more-3878"></span> Ja, das ist doch schön; oben bei der Sonne die Guten, die Schönen, die Wunderbaren und die Reichen &#8211; unten in der dunklen Nacht die Bösen, die Hässlichen, die Furchtbaren und die Armen. Wie fühlt man sich da oben? Hast du schon einen Sonnenstich bekommen? Und kann es sein, dass dich die Sonne ganz und gar verblendet hat?</p>
<p>Vielleicht wärst du gerne Xerxes, so richtig mit Dienern und Teppichen aus toten Tieren &#8211; aber dein strahlendes Lächeln, deine &#8220;guten Kontakte&#8221; zu Hoteliers und deine Krawatten machen dich noch lange nicht zu einem Gottkönig. Wir Bösen, wir Hässlichen, wir Furchtbaren, wir Arme werden dich im Auge behalten &#8211; und nicht nur das, wir kritisieren dich von deinem Ego-Thron herunter, bis selbst die Verblendeten wieder sehen werden, bis sich dein Licht und unsere Dunkelheit in einem finden können.</p>
<p><em>Gute Nacht,</em></p>
<p><em>Jan</em></p>
<p><strong>Hmhmhm des Monats</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jeff Jarvis</span></p>
<blockquote><p>Selbst im Netz mitzuteilen, wo man gegessen hat und wie es war, ist  hilfreich für meine Freunde. Trivial? Nein, es ist sehr praktisch. Es  bewahrt mich vor schlechter Pizza. [...] Überlegen Sie sich immer: Was kann Gutes daraus entstehen? Wenn ich im  Blog schreibe, dass ich arbeitslos bin, bekomme ich vielleicht einen  neuen Job.</p>
<p>[...] Ich denke, dass es ein gefährlicher Präzedenzfall wäre, wenn wir Google  verbieten, ein Foto von einem öffentlichen Ort zu machen [...]. [...] Alles, was öffentlich ist, gehört der Öffentlichkeit.</p>
<p style="text-align: right;">(<a title="Frankfurter Rundschau - &quot;Unter Nackten ist keiner mehr nackt&quot;" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/?em_cnt=2631305&amp;em_loc=105" target="_blank">Jarvis im Interview</a> mit der &#8220;Frankfurter Rundschau&#8221;)</p>
</blockquote>
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		<title>Insgesamt unzufrieden</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/06/18/insgesamt-unzufrieden/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 17:37:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin wütend. Wütend auf die vielen Konflikte in der Welt, die sich allein in diesem Jahr gehäuft und zugespitzt haben. Wütend auf die schwarz-gelbe Regierungskoalition, die mit offensichtlichster Klientelpolitik, Populismus und jetzt einem Sparprogramm, welches die sozial Benachteiligten die Zeche der Wirtschaftszocker zahlen macht, die ohnehin schon hässliche Lage weiter abwärts gerissen hat. Wütend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/lwr/2257909714/" target="_blank"><img class="alignright" style="margin: 10px;" title="Wut" src="http://farm3.static.flickr.com/2135/2257909714_feda52d833_t.jpg" alt="Wut" width="100" height="100" /></a>Ich bin wütend. Wütend auf die vielen Konflikte in der Welt, die sich allein in diesem Jahr gehäuft und zugespitzt haben. Wütend auf die schwarz-gelbe Regierungskoalition, die mit offensichtlichster Klientelpolitik, Populismus und jetzt einem Sparprogramm, welches die sozial Benachteiligten die Zeche der Wirtschaftszocker zahlen macht, die ohnehin schon hässliche Lage weiter abwärts gerissen hat.<span id="more-3830"></span></p>
<p>Wütend auch bin ich auf einen Konzern, der verantwortlich ist für eine Umweltkatastrophe unglaublichen Umfangs und nur mitteilen kann, er würde schon dafür sorgen, dass jeder einzelne Tropfen Öl beseitigt wird. Kann man Pisse aus einem Teich fischen? Genauso wenig.</p>
<p>Es staut sich immer mehr Wut an in diesem grauen Sommer. Sie richtet sich auch an das Zusammenspiel des hiesigen Polizei- und Medienapparates. Kaum häufen sich die Proteste gegen das vorgestellte Sparpaket der Bundesregierung, beginnt die Polizei, friedliche Demonstranten maßlos zu provozieren, eine Kundgebung <a title="Der Dwarslöper - Linke Gewalt? Ich sehe nur Polizeigewalt!" href="http://www.derdwarsloeper.de/2010/06/16/linke-gewalt-ich-sehe-nur-polizeigewalt/" target="_blank">strategisch zu zerstreuen</a> und grundlos zu Gewaltmaßnahmen zu greifen. Was aber taucht in den Medien auf? Na klar, sie greifen wieder beherzt das Schlagwort von der linken Gewalt auf. Die Krawallzecken haben eine <a title="Lahnblog - Die Berliner Polizei" href="http://lahnblog.de/deutschland/die-berliner-polizei/" target="_blank">Bombe gezündet</a> und Polizisten verletzt &#8211; ja, ja. Die Tatsache, dass kein einziger Demonstrant durch diese &#8220;Bombe&#8221; verletzt wurde und verletzte Polizisten &#8211; in ihrer Schutzmontur! &#8211; somit eine sehr realitätsferne Vorstellung sind, wird von den Medien gänzlich ausgeblendet, allen voran <em>Bild</em>.</p>
<p>Die strategische Ausgrenzung von Regierungskritikern durch die deutsche Polizei nimmt zu, so wäre anzunehmen, dass auch der Protest zunimmt. Doch wo sind die Protestanten? Im Fußballfieber! &#8220;Deutschland!&#8221;, grölen sie, &#8220;Deutschland!&#8221;, schwenken die Fahne und schwingen mit in der Euphorie. Vergessen, dass hinter der werten Nation ein recht schattenhaftes Gebilde steht. Da hat man aber genau den richtigen Zeitpunkt getroffen, auf die Schwachen einzuschlagen und gleichzeitig allen entgegen zu schreien: &#8220;Mensch, ärgere dich nicht!&#8221; Wütend werde ich, wenn ich die verblendeten Gesichter sehe &#8211; wütend auch, wenn ich die Nachrichten sehe und dass niemand etwas tut weil Deutschland spielt.</p>
<p style="text-align: right;"><small>Bild: <a title="Flickr - Leo Reynolds" href="http://www.flickr.com/people/lwr/" target="_blank">Leo Reynolds</a></small></p>
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		<title>Darum ein Schülerbund!</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/06/11/darum-ein-schulerbund/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 17:15:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was sind das für Tage? Tage, in denen Kinder mit Migrationshintergrund und Arbeiterkinder weniger Chancen in der Schule haben als „Deutsche“. Tage, in denen die Schülerschaft des zehnten Jahrgangs mit dem Stoff zweier Jahrgänge belastet wird: Seitdem das Gymnasium nach der 12. statt nach der 13. Klasse endet, kommen auch Fachlehrkräfte nicht mit der Lehrplankollision [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/05/protest.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-3821 alignleft" style="margin: 10px;" title="Protest" src="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/05/protest-150x150.jpg" alt="Protest" width="150" height="150" /></a>Was sind das für Tage? Tage, in denen Kinder mit Migrationshintergrund  und Arbeiterkinder weniger Chancen in der Schule haben als „Deutsche“. Tage, in denen die Schülerschaft des zehnten Jahrgangs mit dem Stoff zweier Jahrgänge belastet wird: Seitdem das Gymnasium nach der 12. statt nach der 13. Klasse endet, kommen auch Fachlehrkräfte nicht mit der Lehrplankollision zurecht. Der Rektor, Henker in diesem rigiden Bildungsapparat, kann nur immer wieder dar­auf zurückkommen, dass auch ihm die Hände gebunden sind.<span id="more-3611"></span> Es sind Tage, in denen man die Investition scheut &#8211; natürlich ist es einfacher, Westerwelle und seinen Freunden ein komfortableres Leben zu schaffen und Banken aus ihren selbstverschuldeten Krisen zu helfen. Deutschlands Bildungsausgaben lagen nach den Statistiken des OECD im Jahr 2006 mit 4,8 % des Bruttoinlandspro­duktes 0,7 % unter dem Durchschnitt – und das in einem der reichsten Länder der Welt!</p>
<p>Ich frage noch einmal: Was sind das für Tage? Tage, in denen Schüler um fünf Uhr aufstehen müssen, um zur Frühstunde zu kommen. Tage, in denen die Wo­chenenden gänzlich von schulisch bedingtem Stress eingenommen werden, weil wir uns auf mehrere Referate und mehrere Arbeiten für die nächste Woche vorbereiten müssen. Gleichzeitig Tage, in denen die Ankündigung von Unter­richtsausfall versäumt wird und diese Respektlosigkeit gegenüber dem ohnehin schon beengten Lehrplan uns Schüler zum zwecklosen Zeitvertreib zwingt, der uns weder Fortschritt noch Motivation beschert.</p>
<p>Wo sind die Tage, in denen Schule von Enthusiasmus und Freude am Lernen be­gleitet wird, von Motivation und wachem Verstand, vom Begriff der Schule als sowohl fachlich als auch sozial bildende Einrichtung? Diese Tage sind in ande­ren Ländern zu finden, in Finnland, Schweden oder Australien &#8211; sie wissen, dass es auch anders geht und haben &#8220;überproportional in Bildung investiert und/oder ihr Bildungssystem reformiert&#8221; (Dieter Dohmen, Deutschlands Bil­dungssystem im internationalen Vergleich, <a title="SdI 2/05 (PDF)" href="http://www.technologische-leistungsfaehigkeit.de/pub/sdi-02-05.pdf" target="_blank">SdI 2/05</a>). Diese Reformer haben sich nicht zuletzt an bereits bestehenden Systemen oder solchen, die sich in der Vergangenheit bewährt haben, orientiert. Warum hat die Bildungsreform in Finnland etwa auf Anhieb so gut funktioniert? Warum ist der Analphabeten-An­teil dort so unverhältnismäßig klein und der zufriedener Schüler so unverhält­nismäßig groß? Man hat begriffen, worum es geht: Um gemeinsames Lernen mit gleichen Chancen für alle und eine übersichtliche Struktur, die alle Notwen­digkeiten erfüllt und ein angenehmes, pädagogisch wertvolles Lernumfeld er­möglicht. Schließlich aber auch um angemessene Bildungsausgaben.</p>
<p>Aufgrund dieser schlechten Lage für viele, aufgrund dieses weiteren Schauplat­zes der Zweiklassengesellschaft und schließlich auch aufgrund der hohen Be­lastung durch das Lernen, die die Motivation drastisch vermindert und den Er­folg immer unwahrscheinlicher macht, brauchen wir ein Bündnis der Schüler: Eine solidarische Gruppierung der Schüler des Hamburger Bildungssystems, die sich mit kämpferischem Geist für die Reform und bessere Lernverhältnisse ein­setzen. Wir wollen:</p>
<ul>
<li>die Durchsetzung der <a title="&quot;Klassenkampf&quot; jetzt zweideutig" href="http://www.zementblog.de/2010/02/28/klassenkampf-jetzt-zweideutig/" target="_self">Hamburger Schulreform</a>!
<ul>
<li>die erzkonservative Eliten-Elterninitiative &#8220;Wir wollen lernen!&#8221; darf mit ihrem Volksentscheid nicht durchkommen. Die Schulreform ist die Chance für Hamburg, bildungsbezogenes Vorbild für die ande­ren Bundesländer zu werden und einen ersten Schritt in die richtige Richtung zu gehen.</li>
</ul>
</li>
<li>mehr Investition in Bildung!
<ul>
<li>mit 4,8 % des BIP liegt Deutschland als eines der reichsten Länder der Welt unter dem OECD-Durchschnitt von 5,5 % des BIP an Bil­dungsausgaben. Das muss sich ändern – und das ist möglich!</li>
</ul>
</li>
<li>die 13. Klasse am Gymnasium zurück!
<ul>
<li>der Status Quo zeigt, dass die Abschaffung der 13. Klasse am Gym­nasium nur zu erhöhtem Lernstress geführt und den Lehrplan chao­tisiert hat.</li>
</ul>
</li>
<li>keine Frühstunden!
<ul>
<li>Frühstunden sind inhuman, wenn ein Schüler dadurch dazu ge­zwungen ist, mitten in der Nacht aufzustehen und noch im Halb­schlaf in den Unterricht zu gehen. Die Konzentration jenes Schülers ist so im Keller, die Lernbereitschaft für den restlichen Tag genauso.</li>
</ul>
</li>
<li>nicht mehr als zwei Klausuren/Referate/sonstige Arbeiten in der Woche!
<ul>
<li>zudem ist eine Arbeit an einem Tag das absolute Maximum; Nicht­einhaltung des zu Schuljahresbeginn festgelegten Arbeitsplans kommt nicht infrage.</li>
</ul>
</li>
<li>eine bessere Verwaltung der Unterrichtseinheiten!
<ul>
<li>Unterrichtsausfall ohne Bescheid führt zu Unzufriedenheit und Anti­pathie gegenüber dem Schulwesen. Nicht umsonst gibt es Vertre­tungspläne &#8211; diese müssen allerdings spätestens am Vortag entwor­fen sein.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>So lauten die bisher erarbeiteten Forderungen des institutions- und system-un­abhängigen Schülerbundes. Weitere Vorschläge, Ideen, Anregungen sind er­wünscht. Der Gedanke des Schülerbundes basiert auf aktuellem Bezug und der Situation in Hamburg. Die Aktion kann in Form von Demonstrationspräsenz, Flugblättern, Unterschriftenlisten, vielleicht sogar Debatten und Vorträgen ab­laufen. Wir unterstützen die Initiative der <a title="Website der Initiative &quot;Die Schulverbesserer&quot;" href="http://www.die-schulverbesserer.de/" target="_blank">Schulverbesserer</a> und treten ein für eine grundlegende Veränderung der vorhandenen Verhältnisse und einen Sinn für Gerechtigkeit und Gleichheit. Herkunft und Schichtzugehörigkeit haben in der Bildung als Qualifikationsfaktoren nichts zu suchen.</p>
<p>So viel Unzufriedenheit, so viele Unstimmigkeiten, so viele Probleme brauchen eine starke Gegenbewegung. Jeder muss seinen Teil zu dieser Opposition bei­tragen, denn jede Stimme kann der Flügelschlag des Schmetterlings sein, der einen Tornado auslöst. Wir wollen als loser Zusammenschluss, ohne Abhängig­keit von einer Bildungseinrichtung, mitmachen und aktiv für mehr Gerechtig­keit und Chancengleichheit im deutschen und insbesondere im Hamburger Bil­dungssystem eintreten &#8211; darum ein Schülerbund! Darum der Sozialistische Bund der Schüler!</p>
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		</item>
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		<title>Wortkonglomerat IV</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/06/07/wortkonglomerat-iv/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 18:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Witzig]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schrecklich, wenn einem zu einem Wort die Pluralform nicht einfällt. Klar ist: Bauch &#8211; Bäuche. Schlauch &#8211; Schläuche. Aber Rauch? Hauch? Was ist damit? Werden die einfach diskriminiert? · · · Wenn man eine leere Milchtüte platt faltet und einem durch die Öffnung ein Schwall warmen Milchdufts entgegenbläst, ist das in der Tat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3785" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/06/falschrum.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-3785 " style="margin: 10px;" title="Falschrum" src="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/06/falschrum-150x150.jpg" alt="Falschrum" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">So ist&#39;s genau falsch herum.</p></div>
<p>Es ist schrecklich, wenn einem zu einem Wort die Pluralform nicht einfällt. Klar ist: Bauch &#8211; Bäuche. Schlauch &#8211; Schläuche. Aber Rauch? Hauch? Was ist damit? Werden die einfach diskriminiert?</p>
<p style="text-align: center;">·  ·  ·</p>
<p>Wenn man eine leere Milchtüte platt faltet und einem durch die Öffnung ein Schwall warmen Milchdufts entgegenbläst, ist das in der Tat sehr eklig. Mir wird dabei jedesmal schlagartig übel.<span id="more-3772"></span></p>
<p style="text-align: center;">·  ·  ·</p>
<p>Irgendwie scheint es aus der Mode gekommen zu sein, das Wort &#8220;gut&#8221; in den Mund zu nehmen. Es ist richtig out geworden. Gar nichts ist noch schlicht und ergreifend gut, es muss gleich &#8220;oberprima&#8221;, &#8220;superschön&#8221;, &#8220;total stark&#8221; oder &#8220;megatoll&#8221; sein. Warum so umständlich? Und warum so hässlich?</p>
<p style="text-align: center;">·  ·  ·</p>
<p>Horst hat fast geweint. Was hat ihn so bewegt, so ergriffen, so erschüttert, erzittern lassen? War es Trauer um den Komfort des Schlosses Bellevue? War es Scham? Was Angst vor der Auswahl der Nachfolger? War es Resultat einer Identitätskrise? Dann hat Horst mehr Respekt verlangt und dabei ein richtig beleidigtes Gesicht aufgesetzt. Was für ein Träumer.</p>
<p style="text-align: center;">·  ·  ·</p>
<p>Sympathie kann man nicht essen!</p>
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		<title>Alle sind Lena</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/05/31/alle-sind-lena/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 18:45:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumterror]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Witzig]]></category>

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		<description><![CDATA[I went everywhere for you, I even did my hair for you, I bought new underwear they&#8217;re blue and I wore &#8216;em just the other day. Love, oh, Love, I gotta tell you how I feel about you, &#8217;cause I, oh, I can&#8217;t go a minute without your love. Love, love, love, Love, Love. Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>I went everywhere for you,<br />
I even did my hair for you,<br />
I bought new underwear they&#8217;re blue<br />
and I wore &#8216;em just the other day.<span id="more-3746"></span></p>
<p>Love, oh, Love,<br />
I gotta tell you how I feel about you,<br />
&#8217;cause I, oh, I<br />
can&#8217;t go a minute without your love.</p>
<p>Love, love, love,<br />
Love,<br />
Love.</p></blockquote>
<p>Man möge sich obigen Dreck einmal intensiv zu Gemüte führen und das sich bei Menschen von Geschmack und Verstand einsetzende Gefühl treffsicher als einen die klinische Behandlung geradezu erschreienden Fall von <em>Fremdschämen</em> diagnostizieren.</p>
<p>Man kann damit auch richtig Geld verdienen. Die junge Frau, die es gerade tut, wird schon bald als Expertin für <em>alles</em> durch die Talkrunden im Fernsehen gereicht. &#8211; Um mit Horst Tomayer zu sprechen: &#8220;Ees iest zum Speibm!&#8221;</p>
<p>Zum Vergleich: <a title="YouTube - Schmetterline: Boom, Boom, Boomerang" href="http://www.youtube.com/watch?v=yTygxa3p8c4" target="_blank">Eurovision 1977</a> &#8211; wir waren schon mal weiter!</p>
<p style="text-align: right;">ein Gastbeitrag von <em>FrequentlyWrongAnswers</em></p>
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		<title>Auf die Straße gegen BP!</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/05/29/auf-die-strase-gegen-bp/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 May 2010 12:44:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor mehr als einem Monat ist im Golf von Mexiko die Ölbohrplattform &#8220;Deepwater Horizon&#8221; infolge einer Explosion gesunken, wodurch drei Lecks entstanden sind. Ein kleines dieser Lecks konnte Anfang diesen Monats geschlossen werden, trotzdem treten US-Regierungsexperten zufolge täglich bis zu vier Millionen Liter Rohöl aus (Wikipedia). Ein knapp 10.000 Quadratkilometer großer Ölteppich hat sich wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor mehr als einem Monat ist im Golf von Mexiko die Ölbohrplattform &#8220;Deepwater Horizon&#8221; infolge einer Explosion gesunken, wodurch drei Lecks entstanden sind. Ein kleines dieser Lecks konnte Anfang diesen Monats geschlossen werden, trotzdem treten US-Regierungsexperten zufolge täglich bis zu vier Millionen Liter Rohöl aus (<a title="Wikipedia - Ölkatastrophe im Golf von Mexiko 2010" href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96lkatastrophe_im_Golf_von_Mexiko_2010" target="_blank">Wikipedia</a>). Ein knapp 10.000 Quadratkilometer großer Ölteppich hat sich wie ein riesiges, zerstörerisches Monster auf der Wasseroberfläche ausgebreitet; das Öl hat bereits diverse Küsten erreicht und unzählige Wassertiere und Seevögel ausgerottet.<span id="more-3719"></span></p>
<p>K<a href="http://www.flickr.com/photos/notionscapital/4612138032/" target="_blank"><img class="alignleft" style="margin: 10px;" title="Burning the Planet" src="http://farm2.static.flickr.com/1407/4612138032_215f80b838_m.jpg" alt="Burning the Planet" width="104" height="240" /></a>aum zu fassen ist die Tatsache, dass ein einzelner Konzern dieser Welt für diese unvorstellbare Katastrophe verantwortlich ist: BP, British Petroleum. Der Chef dieses Unternehmens, Tony Hayward, bemüht sich mehr, das erlogene grüne Image von BP als die Umwelt zu retten. Er hat allen Ernstes behauptet, BP werde die volle Verantwortung tragen und jeden einzelnen ausgetretenen Tropfen Öl beseitigen. Die ersten Maßnahmen scheiterten kläglich, waren dafür aber umso medienwirksamer: Öl-Barrieren im Meer waren teilweise wirkungslos, verhinderten also nur kaum, dass das Öl die Küsten erreichte. Dann inszenierte man die spektakuläre Verbrennung eines Teils des Ölteppichs, was zum einen komplett ineffektiv war (die giftigen Schadstoffe des Öls verbleiben), zum andern aber auch erhebliche Luftverschmutzungen verursachte. Auch setzte man chemische Substanzen ein, die das Öl unter der Wasseroberfläche zersetzen sollten &#8211; ohne Erfolg, da die Chemikalien auch selbst umweltschädlich sind und das Problem auf diesem Weg nur in die Tiefsee verlagert wird.</p>
<p>BP musste mehrfach einräumen, dass nicht genügend Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen wurden, während Millionen Wassertiere, Vögel und Mikroorganismen verreckten, verrecken und weiterhin verrecken werden. Die Ölpest wird noch jahre-, ja jahrzehntelange Folgen für die Natur haben. Dies ist keine höhere Gewalt &#8211; dies ist Schuld eines der größten Energiekonzerne.</p>
<p>Aber warum geht diese Meldung tatenlos an uns vorbei? Das einzige laute Wort in Deutschland ist die beiläufige, nur schwach empörte Kritik der Grünen gewesen, die lediglich unterschwellig zum Boykott des Unternehmens aufriefen &#8211; Bundesvorsitzender Cem Özdemir sagte dem <a title="Hamburger Abendblatt - Grüne rufen zum Boykott von BP auf" href="http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1506562/Gruene-rufen-zum-Boykott-von-Oelkonzern-BP-auf.html" target="_blank">Hamburger Abendblatt</a>, es liege &#8220;in der    Hand der Verbraucherinnen und Verbraucher, ihrem Unmut über das unverantwortliche Handeln von BP durch bewusstes Kaufverhalten Luft zu  machen&#8221;. Nun sind die einstigen Hippies also so bürgerlich geworden, dass sie nicht einmal mehr das Wort &#8220;Boykott&#8221; in den Mund nehmen können. Traurig ist das.</p>
<p>Und warum tun wir nichts? Los, gehen wir auf die Straße, protestieren, demonstrieren und plakatieren wir gegen BP! Boykottieren wir die hunderttausenden Aral-Tankstellen in Deutschland, veranstalten wir Protest-Aktionen vor den örtlichen Tankstellen, verteilen wir Flugblätter, prangern wir den verantwortlichen Konzern schamlos an. Lasst uns gemeinsam aktiv werden und diesem weltweiten Skandal entschlossen entgegentreten!</p>
<p style="text-align: right;"><small>Bild: <a title="Flickr - Mike Licht" href="http://www.flickr.com/photos/notionscapital/" target="_blank">Mike Licht</a>, <a title="Website von Mike Licht" href="http://notionscapital.com/" target="_blank">NotionsCapital.com</a></small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Blogparade: Utopie &#8211; Abschluss</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/05/16/blogparade-utopie-abschluss/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 May 2010 10:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einer Verlängerung der Blogparade um knapp zwei Wochen, weil die Fragestellung &#8211; wie sieht deine Utopie aus? &#8211; doch recht komplexe Beiträge forderte. So hat die Fristverlängerung zwar niemand wahrgenommen, aber dennoch sind drei hochinteressante, lesenswerte Artikel entstanden. Die Teilnehmern waren im einzelnen: Teo (Teo-Net) Kasse (Lügner-Blog) Mario (Blariog) Ich möchte den Autoren, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer Verlängerung der Blogparade um knapp zwei Wochen, weil die Fragestellung &#8211; wie sieht deine Utopie aus? &#8211; doch recht komplexe Beiträge forderte. So hat die Fristverlängerung zwar niemand wahrgenommen, aber dennoch sind drei hochinteressante, lesenswerte Artikel entstanden. Die Teilnehmern waren im einzelnen:</p>
<ul>
<li><a title="Teo-Net - Blogparade: Utopie" href="http://teo-net.de/wordpress/?p=2634" target="_blank">Teo</a> (Teo-Net)</li>
<li><a title="Lügner-Blog - Blogparade: Utopie" href="http://www.luegner-blog.de/2010/04/22/blogparade-utopie-oder-die-welt-von-morgen/" target="_blank">Kasse</a> (Lügner-Blog)</li>
<li><a title="Blariog - Blogparade: Utopie" href="http://www.blariog.net/2010/04/25/blogparade-utopien-einer-gerechten-welt/" target="_blank">Mario</a> (Blariog)<span id="more-3642"></span></li>
</ul>
<p>Ich möchte den Autoren, die sich mit dieser komplexen Thematik auseinandergesetzt haben, für ihre Teilnahme danken. Im &#8220;Lügner-Blog&#8221; hat sich schnell eine angeregte Debatte entwickelt &#8211; dazu möchte ich auch hier aufrufen. Es sei zunächst aber festgehalten: Eine Utopie soll in diesem Zusammenhang die <em>realisierbare</em> Vorstellung einer besseren oder gerechteren Welt sein.</p>
<img src="http://www.zementblog.de/?ak_action=api_record_view&id=3642&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
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