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	<title>Zementblog &#187; Bücher</title>
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	<description>Das Original: Zementär-revolutionär.</description>
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		<title>Gold für die Niedertracht</title>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 13:03:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sarrazin bleibt in der SPD &#8211; sein Rassismus offenbar auch Die SPD ist schon sehr lange eine Partei des Bürgertums, die aus den Arbeitern, deren Interessen zu vertreten sie vorgibt, eine Marke gemacht hat, die eine vorzeigbare Wählerschaft sichert. Das Image des Sozialen bleibt an ihr haften, egal was sie tut. Worum es auch immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><strong>Sarrazin bleibt in der SPD &#8211; sein Rassismus offenbar auch</strong></p>
<p>Die SPD ist schon sehr lange eine Partei des Bürgertums, die aus den Arbeitern, deren Interessen zu vertreten sie vorgibt, eine Marke gemacht hat, die eine vorzeigbare Wählerschaft sichert. Das Image des Sozialen bleibt an ihr haften, egal was sie tut. Worum es auch immer geht: Die Position der SPD, ob herausgekleckert oder -geklotzt, gilt gemeinhin als die sozial ausgeglichene, als die kritisch-oppositionelle links von der Mitte.<span id="more-4730"></span> Niemand wird sich darum kümmern, ob mit dieser oder jener Gesetzgebung oder Äußerung nun den Arbeitern unter die Arme gegriffen oder das letzte Hemd vom Leib gerissen wird, denn die Beurteilung und Diskussion ebendieser Gesetzgebung oder Äußerung wird niemals den betroffenen Arbeitern selbst obliegen; das wäre zu hinderlich.</p>
<p>Es steht einer täuschend sozialen Politik in der Tradition der ideologischen Begriffsausdehnung also nichts im Wege &#8211; nicht einmal der mündige Wähler in der Demokratie, der schließlich als Pawlowscher Hund beim Namen &#8220;SPD&#8221; an nichts mehr denken kann als an die eigene Bedürfnisbefriedigung und, gefangen in diesem Perpetuum Mobile, selbige Partei immer wieder zu wählen sich gedrungen fühlt. Zugegebenermaßen lässt sich dieses Bild auf jedes konsumierbare Produkt &#8211; und damit auch jedes parlamentarische Stück vom Kuchen &#8211; übertragen, charakteristisch für die SPD ist es also längst nicht. Charakteristisch ist jedoch, dass dieser Verein, begründet von sozialistischen Kräften, die sich noch ganz explizit auf marxistische Ideen bezogen, wie kein anderer mit seiner Deutungshoheit der Sozialdemokratie umzugehen weiß. So ließen sich ohne Schwierigkeiten Hartz IV, Krieg und nun auch unverhohlener Rassismus als &#8220;sozial&#8221; verkaufen.</p>
<p>Die sozialdarwinistischen, xenophoben <a title="Querpresse: In Sachen Sarrazin" href="http://www.zementblog.de/2010/09/05/querpresse-in-sachen-sarrazin/">Äußerungen</a> des SPD-Mitglieds Thilo Sarrazin, veröffentlicht in der nüchtern-diplomatischen Hetzschrift &#8220;<a title="taz - Die SPD schafft sich ab" href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/die-spd-schafft-sich-ab/" target="_blank">Deutschland schafft sich ab</a>&#8220;, seien hier nicht aufs neue ausgebreitet und vervielfältigt; dessen haben sich nun schon genug Medienvertreter angenommen und sich leidenschaftlich darin vertieft. Man kann mittlerweile davon ausgehen, dass der nationalistische Grundgedanke, um den es letztlich in all den nachfolgenden Debatten, Talkshows und Kommentaren ging, weitgehend verstanden worden ist: Menschen mit Migrationshintergrund sowie islamischer Religionszugehörigkeit verdummten, ja überfremdeten der Deutschen Land. Türkische Gemüsehändler und &#8220;Kopftuchmädchen&#8221; seien konsequenterweise nicht weiter willkommen.</p>
<p>Für derlei Schlussfolgerungen und Positionen ist ein verstärkt verinnerlichter Nationalismus nicht nur Grundvoraussetzung, sondern auch unabdingbare Konsequenz. Dass dafür in der Sozialdemokratischen usw. Platz ist, darf mit Blick auf die einmalige ideologische Zerfallsgeschichte jener Arbeiterpartei <a title="Spiegel online - Sarrazin darf in der SPD bleiben" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,758683,00.html" target="_blank">nicht wundern</a>. So hat man letzten parteiintern entgegengesetzten <a title="Wikinews - Fall Sarrazin: Nahles unter Druck" href="http://de.wikinews.org/wiki/Fall_Sarrazin:_SPD-Generalsekret%C3%A4rin_Andrea_Nahles_unter_Druck" target="_blank">Bestrebungen</a> die Luft genommen, einen Ausschluss des Genossen Sarrazin zu bewirken.</p>
<p>Damit wird viel Segensreiches für die <a title="NachDenkSeiten - Sarrazin, ein weiterer Sargnagel für die SPD" href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=9192" target="_blank">Zukunft der SPD</a> getan: Man gesteht sich kein Fehlverhalten ein &#8211; stattdessen weist man jeglichen Fauxpas im Fall Sarrazin von sich. Um Schlimmeres zu verhindern, sichert man sich außerdem ein breites Spektrum an Stammtischwählern und Biologisten. Folge: Man verhindert überhaupt nichts, sondern holt das Schlimme eben ins eigene Boot, damit niemand merkt, dass es schlimm ist. Auf dieselbe Weise funktioniert auch die herrschende Extremismustheorie: Wir können nichts falsch gemacht haben, denn alles Falsche findet wahlweise im rechten oder im linken Extrem statt.</p>
<p>Sarrazin, ein Extremist der Mitte, darf also auch in Zukunft seinen rassistischen Tendenzen nachgehen &#8211; nicht nur bestärkt in seinen Ansichten sondern sogar belohnt dafür, muss er sich also für nichts schämen, muss nichts bereuen und muss nichts an seinem Verhalten ändern. Es ist herrlich, wie das deutsche Bürgertum &#8211; bei aller noch so scharfen Kritik, die gefallen ist &#8211; alles absegnen und bestätigen kann, ohne dass es jemanden stört. In ein paar Tagen (zur Zeit ist ja genug los) wird das alles vollends unter den Teppich gekehrt und der SPD-Wähler wieder in seinen ganz normalen Arbeitsalltag zurückgekehrt sein.</p>
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		<title>Querpresse: In Sachen Sarrazin</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 14:15:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Sozialdarwinismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Weil das Gras grün ist, ist alles, was grün ist, Gras! Oder: Wieder was zur Sarrazin-Debatte Die BILD-Zeitung spekuliert mit vollem Einsatz über die Wahrscheinlichkeit einer Sarrazin-Partei, der Name &#8220;Sarrazin&#8221; erweist sich als optimaler Kandidat zum Unwort des Jahres und das nationalistische Statistikgefummel &#8220;Deutschland schafft sich ab&#8221; klettert unentwegt die sogenannten Bestseller-Listen hoch. Kurzum: Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><strong>Weil das Gras grün ist, ist alles, was grün ist, Gras!<br />
</strong><em>Oder: Wieder was zur Sarrazin-Debatte</em></p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Thilo_Sarrazin030709.jpg&amp;filetimestamp=20100717150035"><img style="margin: 10px;" title="Thilo Sarrazin" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/55/Thilo_Sarrazin030709.jpg/220px-Thilo_Sarrazin030709.jpg" alt="" width="220" height="147" /></a><p class="wp-caption-text">Kein Blatt vorm Mund, dafür vor den Augen: Stammtisch- und Salonrassist Sarrazin.</p></div>
<p>Die BILD-Zeitung spekuliert mit vollem Einsatz über die Wahrscheinlichkeit einer <a title="Bild.de - Wie groß wäre eine Partei der Unzufriedenen" href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/09/05/sarrazin-partei/achtzehn-prozent-wuerden-sarrazin-partei-waehlen.html" target="_blank">Sarrazin-Partei</a>, der Name &#8220;Sarrazin&#8221; erweist sich als optimaler Kandidat zum Unwort des Jahres und das nationalistische Statistikgefummel &#8220;Deutschland schafft sich ab&#8221; klettert unentwegt die sogenannten Bestseller-Listen hoch. Kurzum: Die Debatte ist in vollem Gange, der <a title="Jungle World - Zirkus Sarrazin" href="http://jungle-world.com/artikel/2010/35/41647.html" target="_blank">Zirkus Sarrazin</a> ist der reinste Verkaufsschlager.<span id="more-4094"></span></p>
<p>Der Stammtisch kommt plötzlich zu Erleuchtung, mit einem mal heißt es in der Springerpresse ganz überrascht: &#8220;Hat die Politik Fehler gemacht, Frau Merkel?&#8221; (<a title="Bild.de - Hat die Politik Fehler gemacht, Frau Merkel?" href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/09/05/bundeskanzlerin-angela-merkel-interview/ueber-thilo-sarrazin-und-deutsche-migranten-teil-1.html" target="_blank">Bild.de</a>) &#8211; offensichtlich ja, denn sie hat einem Sozialdarwinisten Gehör verschafft.</p>
<p>Doch die Presse zieht blitzartig alle Register, jeder versucht, die beste Story herauszuarbeiten und die neuesten, spektakulärsten Erkenntnisse in der Angelegenheit zu präsentieren. Sogar Broder darf sich Sarrazins Thesen weitestgehend anschließen, wieder &#8220;ganz provokativ zu Wort&#8221; und zu dem Schluss kommen, &#8220;dass eine Demokratie nicht von richtigen, sondern von falschen Meinungen lebt&#8221; (<a title="HNA online - Interview: Broder über Sarrazin" href="http://www.hna.de/nachrichten/politik/politik-lokal/interview-spiegel-autor-broder-sarrazin-spricht-aus-andere-ahnen-897011.html" target="_blank">HNA online</a>). Das exzessive Medienspektakel habe auch etwas Positives, denn &#8220;falsche Meinungen [...] provozieren immer eine Debatte&#8221;.</p>
<p>Jede Talkshow lädt ihn ein, überall taucht sein Buch auf, an jeder Straßenecke spricht man vom &#8220;diskriminierten Unzufriedenen&#8221;. Freie Meinungsäußerung, ja bitte! Aber wie oft muss man eigentlich noch zwischen Meinung und Hetze unterscheiden? Sarrazins Methode erinnert an längst veraltetes Propagandisten-Handwerkszeug:</p>
<ul>
<li>das Interpretieren von Statistiken
<ul>
<li>weil die Türken hierzulande statistisch weniger erreichen als die Deutschen (!), sind alle Türken dümmer als Deutsche &#8211; logisch, oder? Unwichtig, dass in Deutschland einfach weniger höhergebildete Türken leben könnten als in der Türkei. Immerhin geht doch nichts über einen beherzten Umkehrschluss: Weil das Gras grün ist, ist alles, was grün ist, automatisch auch Gras.</li>
</ul>
</li>
<li>das Prognostizieren zur Darstellung einer Bedrohung
<ul>
<li>wenn alles so weitergeht wie bisher, müssten in 100 Jahren mehr Moslems als Deutsche in Deutschland leben. Klar, der Lauf der Dinge definiert sich durch Stillstand und wir sollten grundsätzlich mehr Angst vor der kommenden &#8220;Überfremdung&#8221; haben, schließlich ist das eine ernstzunehmende Sache. Lasst uns eine 30er-Retro-Party feiern (oder gründen).</li>
</ul>
</li>
<li>das Selektieren der Bevölkerung nach Abstammung
<ul>
<li>nicht nach Ethnie, sondern nach Kultur! Das muss der gute Herr Sarrazin betont haben, irgendwie muss man sich ja rausreden.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Sie finden diese Argumentationstaktik cool? Das ist sie auch: kühl, oberflächlich und, wie Merkel &#8211; sprachlich ausgefeilt wie immer &#8211; es nannte, &#8220;nicht hilfreich&#8221;.</p>
<p><em>Mehr zum Thema auch im Artikel &#8220;<a title="Der es endlich anspricht?" href="http://www.zementblog.de/2009/10/16/der-es-endlich-anspricht/" target="_self">Der es endlich anspricht?</a>&#8220;</em></p>
<p style="text-align: right;"><small>Bild: Nina / <a title="Wikimedia Commons - Thilo Sarrazin" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Thilo_Sarrazin030709.jpg?uselang=de" target="_blank">Wikimedia Commons</a> (CC-BY-SA 3.0)</small></p>
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		<title>Giering tot, Saramago tot</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 09:39:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Giering]]></category>
		<category><![CDATA[José Saramago]]></category>

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		<description><![CDATA[Frank Giering ist tot. Vor eineinhalb Wochen verstarb der Schauspieler im Alter von nur 38 Jahren. Er war einer der wenigen markanten Darsteller, die es verstanden haben, auf der Bühne oder vor der Kamera eine andere Person zu verkörpern als sich selbst. Ob in Funny Games einen höflichen Hausbesuch-Sadisten, einen melancholischen jungen Mann in Absolute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Frank Giering ist tot. Vor eineinhalb Wochen <a title="Spiegel Online - Tod eines einsamen Spielers" href="http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,702716,00.html" target="_blank">verstarb</a> der Schauspieler im Alter von nur 38 Jahren. Er war einer der wenigen markanten Darsteller, die es verstanden haben, auf der Bühne oder vor der Kamera eine <em>andere</em> Person zu verkörpern als sich selbst. Ob in <a title="Wikipedia - Funny Games" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Funny_Games" target="_blank">Funny Games</a> einen höflichen Hausbesuch-Sadisten, einen melancholischen jungen Mann in <a title="Wikipedia - Absolute Giganten" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Absolute_Giganten" target="_blank">Absolute Giganten</a> oder den Gründer der RAF in <a title="Wikipedia - Baader" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Baader_%28Film%29" target="_blank">Baader</a> &#8211; auch das hiesige Feuilleton weiß, mit Giering ist ein &#8220;starker Charakterdarsteller&#8221; (<a title="Zeit Online - Verloren vor den Kameras" href="http://www.zeit.de/kultur/film/2010-06/frank-giering-nachruf" target="_blank">Die Zeit</a>) verloren gegangen.<span id="more-3852"></span></p>
<p>Eine Woche zuvor ist der portugiesische Schriftsteller und Träger des Nobelpreises für Literatur José Saramago <a title="Jungle World - Der Einmischer" href="http://jungle-world.com/artikel/2010/25/41203.html" target="_blank">verstorben</a>. Seine Bücher, etwa der Roman &#8220;Die Stadt der Blinden&#8221; &#8211; vor zwei Jahren eindrucksvoll verfilmt -, sollten in keinem Bücherregal fehlen. Doch auch das politische Engagement Saramagos macht ihn zu einer beachtenswerten Persönlichkeit; als Mitglied der Kommunistischen Partei Portugals setzte er sich in den sechziger Jahren aktiv gegen die <a title="Wikipedia - António de Oliveira Salazar" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ant%C3%B3nio_de_Oliveira_Salazar" target="_blank">Salazar-Diktatur</a> ein.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Danke für den Fisch!</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 09:54:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<description><![CDATA[Zum diesjährigen Handtuchtag Heute feiern wir weltweit den Handtuchtag in Gedenken an Douglas Adams, dem wunderbaren Verfasser des fünfbändigen &#8220;Hitchhiker’s Guide to the Galaxy&#8220;. Jedem, der sie kennt, bleibt die verrückte, originelle, einzigartige und witzige Fantasiewelt, in der der Durchschnittsbürger Arthur Dent mit seinem seltsamen Freund Ford Prefect durch die Galaxis reist, im Gedächtnis. Douglas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><strong>Zum diesjährigen Handtuchtag<br />
</strong></p>
<p>Heute feiern wir weltweit den <a title="Wikipedia - Towel Day" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Towel_Day" target="_blank">Handtuchtag</a> in Gedenken an Douglas Adams, dem wunderbaren Verfasser des fünfbändigen &#8220;<a title="Wikipedia - Per Anhalter durch die Galaxis" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Per_Anhalter_durch_die_Galaxis_%28Romanreihe%29" target="_blank">Hitchhiker’s Guide to the Galaxy</a>&#8220;. Jedem, der sie kennt, bleibt die verrückte, originelle, einzigartige und witzige Fantasiewelt, in der der Durchschnittsbürger Arthur Dent mit seinem seltsamen Freund Ford Prefect durch die Galaxis reist, im Gedächtnis. Douglas Adams hat mit seinen vielschichtigen Welten und Charakteren großes literarisches Können bewiesen und nicht zuletzt viele nachfolgende Science-Fiction-Autoren beeinflusst.<span id="more-3680"></span></p>
<p>Heute feiern wir den Handtuchtag, indem wir alle mit einem Handtuch durchs Leben wandeln; nur für diesen einen Tag. Sei es im Berufsleben, in der Schule oder im Raumschiff &#8211; das Handtuch hilft uns in jeder Lage bei den erstaunlichsten Dingen. Es hat zum einen einen hohen praktischen Wert:</p>
<blockquote><p>Man kann sich zum Wärmen darin einwickeln [...]; man  kann es als Segel an einem Minifloß verwenden [...] und nass ist es eine  ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um  sich gegen schädliche Gase zu schützen [...]; bei  Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich  damit abtrocknen [...].</p></blockquote>
<p>Zum andern hat das Handtuch aber auch einen nicht zu verachtenden psychologischen Wert:</p>
<blockquote><p>Wenn zum Beispiel ein Strag (Nicht-Anhalter) dahinter kommt,  dass ein Anhalter sein Handtuch bei sich hat, wird er automatisch  annehmen, er besäße auch Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose,  Trinkflasche [...]. [...] Der Strag denkt natürlich,  dass ein Mann, der kreuz und quer durch die Galaxis trampt, ein hartes  Leben führt [...] und  trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muss, auf  den man sich verlassen kann.</p></blockquote>
<p>So können wir zu recht behaupten, dass das Handtuch wertvoll genug ist, ihm einen Gedenkfeiertag zu widmen. Denken wir also an Douglas Adams und seine großartigen Ideen. Und danke für den Fisch!</p>
<div class="shr-publisher-3680"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sapere aude!</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/04/20/sapere-aude/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 18:42:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Absolutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Rationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ratio als oberstes Prinzip Aufklärung in der deutschen Literatur Als die Epoche der Aufklärung bezeichnet man die Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts, in der sich in Europa – vornehmlich England, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland – ein starker rationaler Geis­teswandel vollzog. Dabei waren in erster Linie Philoso­phie und Literatur die Organe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p style="text-align: justify;"><strong>Die Ratio als oberstes Prinzip</strong><br />
<em>Aufklärung in der deutschen Literatur</em></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/04/aufklaerung.jpg"><img class="size-full wp-image-3525 alignright" style="margin: 10px;" title="Aufklärung" src="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/04/aufklaerung.jpg" alt="Aufklärung" width="100" height="100" /></a>Als die Epoche der Aufklärung bezeichnet man die Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts, in der sich in Europa – vornehmlich England, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland – ein starker rationaler Geis­teswandel vollzog. Dabei waren in erster Linie Philoso­phie und Literatur die Organe dieses Umdenkens, wel­che schließlich die ganze Gesellschaft mit sich zogen.<span id="more-3512"></span> Man kann die Aufklärungszeit als den Übergang von der frühen Neuzeit zur Moderne betrach­ten, was der deutsche Historiker Reinhart Koselleck tref­fend unter dem Begriff „Sattelzeit“ zusammenfasste.</p>
<p style="text-align: justify;">Im 18. Jahrhundert brach mit der Aufklärung also die Moderne an – aber was war davor? Europa war geprägt von Feudalismus und absoluten Monarchien (Absolutismus), es herrschte der Adel ungehindert über die vielen Länder. Deutschland war noch ein Flickentep­pich und bestand aus ungefähr 300 Territorialstaaten, die zu 80 Prozent aus Agrarlandschaft bestanden. Der sogenannte Dritte Stand, also das Bürgertum, wand sich ungefähr ab der Mitte des Jahrhunderts gegen das bestehende Sys­tem, wurde plötzlich politisch aktiv – in Frankreich kam es sogar zur legendären Revolution. Woran lag dieser Wandel in den Köpfen der sonst so unbeteiligten Bürger? Es sind die Dichter und Denker gewesen, die das Feuer entfachten und den Horizont der Menschen aufklärten.</p>
<p style="text-align: justify;">Die aufklärerische Bewegung strebte nach einer Emanzipation des Individuums, einer Verselbstständigung des Denkens. Man erklärte die Vernunft zum eigentli­chen Wesen des Menschen, was einen radikalen Wandel von geistiger Abhän­gigkeit von Obrigkeiten hin zur Befreiung des Geistes bedeutete. Auch war der Empirismus, der Erfahrungen und Sinneswahrnehmungen als Grundlage jegli­cher Erkenntnis nimmt, ein wesentlicher Bestandteil der Aufklärung, der der Theorie von der Vernunft (Rationalismus) entgegenstand. Die beiden Strömun­gen führten immer wieder zu Konflikten unter den literarischen Vertretern der Aufklärung, bedeuteten gemeinsam aber doch einen großen Fortschritt für die deutsche und gesamteuropäische Literatur.</p>
<p style="text-align: justify;">Immanuel Kant beantwortete die Frage, was Aufklärung ist, folgendermaßen: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Un­mündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Ent­schließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu be­dienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“ Mit der „Leitung eines andern“ meint Kant hier die Abhängigkeit des Denkens der Bürger sowohl von der herrschen­den Klasse (Adel) als auch von der dogmatisch-metaphysischen Lehre der Kir­che (Klerus).</p>
<p style="text-align: justify;">Die Aufklärung betraf nicht nur das Denken – mit der Emanzipation dessen ent­wickelte sich auch der Umschwung in der Gesellschaft, der (wie so oft) über viele Umwege schließlich zu Demokratieideen führte; somit gilt diese Epoche als eine der wichtigsten und bedeutendsten. Auch brachte sie umfangreiche Veränderungen in der Literatur mit sich: Es entstanden neue Stilrichtungen und literarische Strömungen; besonders im Vordergrund stand allerdings die Wie­derverwendung oder Zweckentfremdung bereits üblicher Textformen. Zentraler Bestandteil waren die Fabel, die durch ihre Kürze und metaphorische Vielseitig­keit bestach, und das Drama. Letzteres war deshalb so beliebt, weil das Thea­ter die Menschen direkt ansprach und angriff, also eine unmittelbare Reaktion in den Köpfen des Publikums provozierte.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Literaturtheoretiker Johann Christoph Gottsched (1700 &#8211; 1766) veröffent­lichte in seinen vielen umfangreichen Schriften zur Literatur unter anderem eine Theorie des Regeldramas (Versuch einer Critischen Dichtkunst vor die Deutschen, 1730), das radikal rationalistisch und schon fast wieder dogmatisch genau vorschrieb, wie ein deutsches aufklärerisches Drama auszusehen habe. Dabei verlangte er die Einheit von Ort, Zeit und Handlung: Ein Theaterstück habe an einem einzigen Ort zu spielen und dürfe nicht mehr als einen realen Tag wiedergeben, um das Geschehen nicht zu unrealistisch wiederzugeben. Au­ßerdem dürfe die Handlung nur behandeln, was „möglich“ sei. Diese Idee war zwar wegweisend für das klassische deutsche Drama, wurde aber von vielen namhaften Vertretern der Aufklärung scharf kritisiert; im besonderen von Gott­hold Ephraim Lessing, der sich sogar wünschte, „dass sich Herr Gottsched nie­mals mit dem Theater vermengt hätte“ (17. Literaturbrief, 1759). Rückblickend hat Gottsched aber, obwohl offensiv für die Ständegesellschaft einstehend und äußerst kontrovers diskutierte Theorien verfechtend, dennoch einen nicht uner­heblichen Beitrag zur Aufklärungsepoche geleistet, indem er Anlass zur Diskus­sion gegeben und somit einige Steine ins Rollen gebracht hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Im folgenden sei, nachdem mit Kant und Gottsched der theoretisch-philosophi­sche Ansatz der Aufklärung erläutert worden ist, näher auf die bedeutenden Schriftsteller dieser bewegten und bewegenden Epoche eingegangen. Unter anderem sind dabei Wieland, Gellert und Lessing einer besonderen Erwähnung würdig.</p>
<p style="text-align: justify;">Christoph Martin Wieland (1733 &#8211; 1813) spielte eine sehr wichtige Rolle zur Zeit der Aufklärung. Er war Dichter, Übersetzer und Herausgeber zugleich und nahm sich ein Vorbild am französischen Aktivismus, der sich in neuartigen Pu­blikationen wie beispielsweise literaturkritischen Zeitschriften äußerte. Wieland publizierte von 1773 bis 1789 nach dem Vorbild des Mercure de France den Teutschen Merkur, der der deutschen Aufklärungsbewegung als zentrales Re­zensionsorgan galt und die Literaturkritik wesentlich förderte, welche zu einem weiteren Merkmal der Aufklärung wurde. Der Herausgeber beabsichtigte die Bildung einer neuen Lesekultur und eines nationalen, eigenen Literaturge­schmacks. Auch diese Idee war vom aufklärerischen Zeitgeist geprägt, der eine Vereinzelung des Menschen vorsah, also auch die Bildung seines eigenen Cha­rakters, der unabhängig vom Patriarchen denkt, was er selbst denkt und somit auch liest, war er selbst lesen will. Auch Wielands Übersetzungen von den Wer­ken Ciceros, Horaz&#8217; und Shakespeares haben ihm viel Ansehen und Aufmerk­samkeit eingebracht, sodass er zu einer hervorstechenden Persönlichkeit seiner Epoche wurde – Napoleon hob ihn gar zum „deutschen Voltaire“ empor -, die aber im darauffolgenden Jahrhundert vom Sturm verdrängt wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Christian Fürchtegott Gellert (1715 – 1769) ist konservativ und christlich erzo­gen worden und konnte sich nie ganz davon lösen. Auch in seinem Gesamtwerk kommen immer wieder kleinbürgerliche Züge zum Vorschein; trotzdem gab er sich ganz der Aufklärung hin. Sein Verständnis davon war die Vermittlung von Unterhaltung und Vernunft gleichermaßen. Er schrieb Lustspiele genauso wie Moralreden und setzte die Erzählform der Fabel in neuartiger Weise zu aufkläre­rischen Zwecken ein, um Grundsätze der Vernunft zu lehren – ihm war es wich­tig, das Publikum gleichzeitig zu unterhalten und zu bilden. Mit seinen Fabeln wurde er zum bedeutendsten Dichter der deutschen Frühaufklärung.</p>
<p style="text-align: justify;">Gotthold Ephraim Lessing (1729 – 1781), Verfasser von Dramen der komischen wie der tragischen Art, Fabeln und Gedichten, gilt als der bedeutendste Schrift­steller der Literatur der deutschen Aufklärung. Er zählte nicht zur besserverdie­nenden Gesellschaft und hatte somit schwerer als andere Aufklärer mit dem Beruf des freien Schriftstellers zu leben. Mit seinen Fabeln vermittelte er einfa­che Moralsätze, mit seinen Lustspielen (Der junge Gelehrte, 1754) stellte er lä­cherliche Charaktere in Anlehnung an Zeitgenossen bloß und mit der neuen Form des bürgerlichen Trauerspiels (Miss Sara Sampson, 1755) vereinte er die nach der allgemein gültigen, zuletzt von Gottsched verfochtenen Ständeklausel zu trennenden Formen der Komödie („für die einfachen Bürger bestimmt“) mit der Tragödie („dem Adelsstand vorenthalten“). Lessing transportierte und prägte ein eigenständiges Moralbe­wusstsein und Sinn für Toleranz (eindrucksvoll in Worte gefasst durch die be­kannte Ringparabel in Nathan der Weise). Zudem war er einer der ersten, die utopische Texte verfassten, also an bessere, gerechtere Gesellschaftsformen dachten – dadurch entstanden auf einmal neue gesellschaftliche Werte wie Hu­manität und der Sinn für soziale Gerechtigkeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Aufklärung war in Deutschland eine Vorbereitung auf die Klassik, die viele damals entwickelte literarische Formen und Theorien übernahm. Sie brachte eine neue, kritische und individuelle Gesinnung nach Europa und weckte einen gewissen Kampfgeist gegen den Absolutismus in den Federn der herausragen­den Schriftsteller jener Zeit. Die philosophische Basis bildeten die Werke von Voltaire und Kant; zur praktischen Aufklärung trugen in Deutschland besonders Wieland, Gellert und Lessing bei. Die Aufklärer sind Querdenker gewesen, die sich nicht mit dem Gehorsam und der Unmündigkeit zufrieden gaben. Sie be­trachteten den Lauf der Dinge mit Skepsis und Ratio, was einen grundlegenden Wandel sowohl für die Literatur als auch für die Gesellschaft bedeutete.</p>
<p style="text-align: right;"><small>Bild: Kupferstich v. Daniel Chodowiecki (1726-1801)</small></p>
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		<title>Die kleinen Brüder</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 17:20:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Morgen erscheint der Jugendroman &#8220;Little Brother&#8221; in deutscher Übersetzung. Es handelt sich um ein in der US-amerikanischen Presse hochgelobtes Werk des kanadischen Journalisten, Bloggers und Autoren Cory Doctorow, der unter anderem aktives Mitglied der Electronic Frontiers Foundation (EFF) ist, einer Organisation zur Verteidigung der Rechte in der digitalen Welt. Es geht um den 17-jährigen Marcus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Morgen erscheint der Jugendroman &#8220;Little Brother&#8221; in <a title="Rowohlt - Little Brother" href="http://www.rowohlt.de/buch/Cory_Doctorow_Little_Brother.22022010.2783826.html" target="_blank">deutscher Übersetzung</a>. Es handelt sich um ein in der US-amerikanischen Presse hochgelobtes Werk des kanadischen Journalisten, Bloggers und Autoren Cory Doctorow, der unter anderem aktives Mitglied der Electronic Frontiers Foundation (<a title="Website der EFF" href="http://www.eff.org" target="_blank">EFF</a>) ist, einer Organisation zur Verteidigung der Rechte in der digitalen Welt.</p>
<p>Es geht um den 17-jährigen Marcus Yallow, der in San Francisco Zeuge eines Terroranschlags auf die Bay Bridge wird. Infolge dessen wird die Stadt des politischen Aktivismus zum von der Heimatschutzbehörde (Department of Homeland Security, DHS) rigoros überwachten Polizeistaat.<span id="more-3230"></span> Da Marcus mit seinen Freunden &#8211; hier taucht das Blytonsche Jugendbanden-Muster auf &#8211; im unmittelbaren Umfeld des Anschlags ein sogenanntes Alternate Reality Game (<a title="Wikipedia - Alternate Reality Game" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alternate_Reality_Game" target="_blank">ARG</a>, eine Mischung aus Computerspiel und Detektivspiel an der frischen Luft) gespielt hat, wird er vom DHS verdächtigt. Die Freunde und er werden festgenommen und mehrere Tage erniedrigenden Befragungen auf Treasure Island, dem &#8220;Guantánamo-in-der-Bay&#8221;, ausgesetzt.</p>
<p>Marcus beschließt, sich mit der totalen Überwachung (Kameras in Klassenräumen, RFID-Chips) nicht zufrieden zu geben und installiert auf seiner Xbox &#8220;<a title="Website des deutschen Pendants &quot;Privatix&quot;" href="http://mandalka.name/privatix/" target="_blank">ParanoidLinux</a>&#8220;, ein abgesichertes Betriebssystem, um unbeobachtet online zu gehen. Er verteilt das System an alle Freunde, die es wiederum auch weiterreichen. So entsteht ein riesiges Netzwerk aus jungen Leuten, die sich nicht so einfach überwachen lassen wollen &#8211; genannt &#8220;Xnet&#8221;. Doch schon bald schleusen sich Beauftragte des DHS in das Netz, sodass Marcus ein &#8220;Web of Trust&#8221; gründet, also ein Netzwerk im Netzwerk, das nur aus denjenigen besteht, denen er hundertprozentig vertrauen kann.</p>
<p>Der Held der Geschichte, bekannt als &#8220;m1k3y&#8221; (sprich: Mikey), steigt zur anonymen Ikone einer gigantischen Widerstandsbewegung der &#8220;Little Brothers&#8221; &#8211; die Überwacher des Überwachers &#8211; macht erste Erfahrungen mit der Liebe und stürzt sich von einem in den nächsten Konflikt. Das große Finale ist spannend bis zum letzten Buchstaben, sodass man auf gar keinen Fall gewillt ist, das Buch aus der Hand zu legen.</p>
<p>Was allerdings störend auffällt, ist der holprige Schreibstil des Autoren. Sätze wie &#8220;Der Kerl hat echt den Schuss&#8221; wirken wie unbeholfene Wortwitze, die zwar altersgerecht, aber nicht gerade angenehm zu lesen sind. Ebenso nervt das typisch amerikanische, an den Leser gerichtete &#8220;du&#8221;, auf das der Übersetzer getrost hätte verzichten können. Auch fallen immer wieder Firmen- und Markennamen, was nicht ganz in die dystopische Fiktion des Romans passt &#8211; es wird auch kein Halt vor Schleichwerbung für die EFF und die Piratenpartei gemacht. Zudem scheint Doctorow den Drang zu haben, dem Leser alle drei Seiten etwas neues beizubringen. Der Protagonist Marcus macht häufig kurze Stopps, um einen Fachbegriff zu erklären. Das bremst den sonst so fesselnd gehaltenen Plot erheblich aus und langweilt den Leser manches mal. Andererseits gibt das doch einen recht interessanten, informativen Einblick in die Welt der Hacker und Gamer, der jedoch leider an seiner Gestaltung scheitert.</p>
<p>&#8220;<a title="Wikipedia - Little Brother" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Little_Brother_%28Roman%29" target="_blank">Little Brother</a>&#8221; zeigt uns, wie wenig weit wir vom Überwachungsstaat entfernt sind. Es hat ihn bereits mehrmals gegeben, gibt ihn teils heute noch und wird ihn auch immer wieder geben &#8211; wie viel größer die Bedrohung durch einen auf dem technologischen Fortschritt aufbauenden Überwachungsstaat ist, zeigt Cory Doctorow sehr deutlich und mit einer eindeutigen politischen Botschaft: Wir müssen vorsichtig sein und dafür kämpfen, dass es nicht so weit kommt. Nach Doctorow ist die aus dem weltweiten War on Terror entstehende Paranoia das Hauptproblem, welches wir hierzulande etwa an den Vorschlägen Wolfgang Schäubles sehen können.</p>
<p>Das Buch zieht viele Parallelen zu aktuellen Zuständen und Ereignissen, so auch zu den Situationen in China und Syrien. Auch findet man immer wieder Bezüge zu Orwells &#8220;1984&#8243;, in dem erstmals der Begriff des &#8220;Big Brother&#8221; auftauchte. Jenen Roman scheint sich der Autor, das merkt man stellenweise, zum Vorbild genommen zu haben. Zu schätzen ist insgesamt, dass Doctorow ein politisch sowohl spannendes als auch schwer relevantes Thema als Jugendbuch verpackt hat und somit die verträumte Internet-Generation politisiert. &#8220;Little Brother&#8221; ist nämlich keinesfalls als bloßer Action-Thriller zu lesen.</p>
<p><small>Cory Doctorow: &#8220;<a title="Amazon - Little Brother" href="http://www.amazon.de/Little-Brother-Cory-Doctorow/dp/3499215500" target="_blank">Little Brother</a>&#8220;; Rowohlt, 01.03.2010; ISBN 978-3-49921-550-6.</small></p>
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		<title>Nutzt du den Tag?</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 16:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Ich hatte den Vertrag unterschrieben [...] und ich kam mir so bescheuert vor, mit Tränen in den Augen auf der Brücke zu stehen, aber manchmal ist es so schwer, sich bei Heulen und Lachen für das Richtige zu entscheiden und beides zusammen sieht dann zwar dämlich aus, fühlt sich aber am okayesten an.&#8221; Am 25. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><blockquote><p>&#8220;Ich hatte den Vertrag unterschrieben [...] und ich kam mir so bescheuert vor, mit Tränen in den Augen auf der Brücke zu stehen, aber manchmal ist es so schwer, sich bei Heulen und Lachen für das Richtige zu entscheiden und beides zusammen sieht dann zwar dämlich aus, fühlt sich aber am okayesten an.&#8221;</p></blockquote>
<p>Am 25. dieses Monats erscheint ein weiteres Romandebüt &#8211; es ist das plagiatsvorwurfslose Buch &#8220;<a title="Amazon - Und im Zweifel für dich selbst" href="http://www.amazon.de/Zweifel-f%C3%BCr-dich-selbst-Roman/dp/3518461435/" target="_blank">Und im Zweifel für dich selbst</a>&#8221; von Elisabeth Rank, die mit jungen 25 Jahren schon für verschiedene Zeitungen verschiedene <a title="Taz - Brave Blogger" href="http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/brave-blogger/" target="_blank">interessante Artikel</a> schrieb, bei einer Werbeagentur in Hamburg arbeitet, irgendwas mit einer Vodafone-Werbekampagne zu tun hatte und auch <a title="Weblog von Lisa Rank" href="http://mevme.com/lizblog/" target="_blank">ein Blog</a> betreibt.<span id="more-3107"></span> Eigentlich arbeitet sie ganz einfach als freie Autorin, seitdem sie Publizistik, Kommunikationswissenschaft und Europäische Ethnologie studiert hat. In ihrem Blog schreibt sie in einem Stil, in den man sich schnell verliebt hat, Dingen den Belang an.</p>
<p>Diesen wunderbar seicht-nachdenklichen Stil hat sie nun in einem ganzen Roman angewandt. &#8220;Ich hab das ja auch geschrieben, um zu lernen, wie man so einen langen Text macht. Im Internet hat man eher selten den Atem, solche Längen durchzuhalten&#8221;, sagt sie im <a title="Bücher-Magazin - &quot;Ich lerne, in der Gegenwart zu leben&quot;" href="http://www.buecher-magazin.de/index.php?id=rank" target="_blank">Interview mit dem Bücher-Magazin</a>. In jedem Fall scheint eine interessante Geschichte über den Umgang mit dem schmerzlichen Verlust eines geliebten Menschen herausgekommen zu sein (soweit ich das beurteilen kann &#8211; ich habe das Buch noch nicht gelesen): Sie beginnt mit dem Tod des Freundes der Protagonistin. Die junge Frau bricht mit ihrer Freundin auf, ohne Ziel, Hauptsache weg. So wird ein kleines geschriebenes Roadmovie erzählt. Dabei gibt es so schöne Absätze zu lesen wie diesen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Am Rand der Landstraße hielten wir an, um zu rauchen. Nebeneinander lehnten wir am Auto, es musste schön ausgesehen haben für die, die in den Autos saßen und an uns vorbeifuhren. Zwei Beine in einem Rock und zwei Beine in einer engen Hose, wehende Haare und Zigaretten zwischen den Fingern. Wie Cowboys standen wir, und vielleicht dachten sie, wir fänden das gut, wir würden das genießen.&#8221;</p>
<p style="text-align: right;">(Quelle: <a title="Suhrkamp Verlag - Und im Zweifel für dich selbst" href="http://www.suhrkamp.de/buecher/und_im_zweifel_fuer_dich_selbst-elisabeth_rank_46143.html" target="_blank">Suhrkamp</a>)</p>
</blockquote>
<p>Man kann auf das Buch gespannt sein &#8211; ich für meinen Teil erwarte ein gelungenes Debüt (ach, was heißt Debüt, warum muss das Feuilleton das immer so betonen?). Elisabeth Rank wird im März und April unter anderem auch in Hamburg an mehreren Lesungen teilnehmen.</p>
<p>Natürlich denkt man bei den Schlagworten &#8220;junge Autorin&#8221; und &#8220;Debüt&#8221; auch schnell wieder an die 17-jährige <a title="&quot;Total legitim&quot;" href="http://www.zementblog.de/2010/02/10/total-legitim/" target="_self">Helene Hegemann</a>, die erst kürzlich für Furore sorgte, als bekannt wurde, dass sie einige Passagen ihres Romans &#8220;Axolotl Roadkill&#8221; von Blogger und Autor Airen sowie einer Musikgruppe abgeschrieben hatte. Auch dazu hat das Bücher-Magazin Elisabeth Rank gefragt, sie betonte dabei, dass man zwar &#8220;Quellen kenntlich machen&#8221; solle, sie die Birne der Helene (siehe <a title="Feynsinn - Literatur, da wird mir übel" href="http://feynsinn.org/?p=2586" target="_blank">Feynsinn</a>) aber &#8220;ziemlich irre&#8221; finde. Die Sache mit dem Urheberrecht sei eine &#8220;Respektsgeschichte&#8221;, es gehe &#8220;nicht nur um Geld oder so etwas, sondern um die Frage von &#8216;Bitte&#8217; und &#8216;Danke&#8217;&#8221;. Im Großen und Ganzen macht Lisa Rank jedenfalls keinen Bohei um den Fall Hegemann, er sei vielleicht einfach &#8220;ein bisschen unglücklich gelaufen&#8221;, jetzt aber auch abgehakt.</p>
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		<title>&#8220;Total legitim&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 23:01:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das tote Tier am Straßenrand, der Feuilleton und das Internet Was diese drei Dinge gemeinsam haben? Plötzlich vieles. Ein verreckendes Tier am Rande einer viel befahrenen Straße nennt man im amerikanischen Slang &#8220;Roadkill&#8221;. Der Titel des Debütromans der 17jährigen Theatertochter Helene Hegemann lautet &#8220;Axolotl Roadkill&#8221; &#8211; der Axolotl ist ein mexikanischer Schwanzlurch, der nicht erwachsen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><strong>Das tote Tier am Straßenrand, der Feuilleton und das Internet</strong></p>
<p>Was diese drei Dinge gemeinsam haben? Plötzlich vieles. Ein verreckendes Tier am Rande einer viel befahrenen Straße nennt man im amerikanischen Slang &#8220;Roadkill&#8221;. Der Titel des Debütromans der 17jährigen Theatertochter Helene Hegemann lautet &#8220;<a title="Amazon - Axolotl Roadkill" href="http://www.amazon.de/Axolotl-Roadkill-Helene-Hegemann/dp/3550087926/" target="_blank">Axolotl Roadkill</a>&#8221; &#8211; der <a title="Wikipedia - Axolotl" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Axolotl" target="_blank">Axolotl</a> ist ein mexikanischer Schwanzlurch, der nicht erwachsen wird und immerzu einer Kaulquappe gleicht. Es geht in dem Buch um ein Mädchen im zarten Alter von 16 Jahren, das ein knallhartes Erwachsenwerden in Berlin durchmacht &#8211; Sex, Drogen, Schmerzen. In einer sehr konstruierten Sprache, die wie gespielte Intellektualität wirkt und keineswegs wie tiefgründige Poesie, beschreibt Hegemann das lotterige Szeneleben detailreich und mit interessanten Einfällen.<span id="more-3056"></span></p>
<p>Die Presse lobte das Werk zunächst einseitig, wohl weil man sich verpflichtet fühlte, eine so junge Autorin mindestens für ihre frühliterarische Leistung zu loben. Außerdem war diese bereits zuvor durch außergewöhnliche Leistungen aufgefallen: Sie hat einen Film gedreht, ein Theaterstück geschrieben und Hörspiele entwickelt. Nicht zuletzt wird erwähnt, dass sie die Tochter von <a title="Wikipedia - Carl Hegemann" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Hegemann" target="_blank">Carl Hegemann</a> ist, einem bekannten Theaterschaffenden und Publizisten. So ist Tochter Helene schon früh mit der Welt der Künstler und Theater in Berührung gekommen. Grund genug, von einem &#8220;Phänomen&#8221; (Georg Diez, Süddeutsche Zeitung), von &#8220;treffenden Beobachtungen&#8221; und &#8220;überraschenden Gedanken&#8221; (Tobias Rapp, Der Spiegel), ja von einem &#8220;Kugelblitz in Prosaform und Prosasprache&#8221; (Ursula März, Die Zeit) zu sprechen. Fleißig wird durchgängig positiv rezensiert, eifrig lobt man das Wunderkind und Fräuleinwunder. Insgesamt und überhaupt sei dieser &#8220;große Coming-of-age-Roman der Nullerjahre&#8221; (Mara Delius, FAZ) eine wunderbare, faszinierende, großartige, erstaunliche, unvergleichliche und atemberaubende Glanzleistung.</p>
<p>Nun zur Rolle des Internets in diesem Spektakel. Deef Pirmasens, Betreiber des Blogs &#8220;<a title="Gefühlskonserve - Axolotl Roadkill: Alles nur geklaut?" href="http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-alles-nur-geklaut-05022010.html" target="_blank">Gefühlskonserve</a>&#8220;, ist in dem Buch auf mehrere Auffälligkeiten gestoßen, die ihn auf Anhieb stutzig gemacht haben: Ganz besondere Wortkonstruktionen wie &#8220;Vaselintitten&#8221; oder &#8220;Technoplastizität&#8221; kamen ihm seltsam vertraut vor &#8211; und zwar aus dem Buch &#8220;<a title="Amazon - Strobo" href="http://www.amazon.de/Strobo-Airen/dp/3941592068" target="_blank">Strobo</a>&#8221; vom Berliner Blogger Airen. Als er genauer nachsah und die beiden Texte Wort für Wort verglich, entdeckte er sogar gänzlich kopierte, nur leicht abgeänderte Textpasssagen in &#8220;Axolotl Roadkill&#8221;, die ihren Ursprung in &#8220;Strobo&#8221; hatten. Die Autorin reagierte auf den Plagiatsvorwurf mit einer Stellungnahme und der Nennung von Airen in der Danksagung, deren abgeänderte Version nun in der zweiten Auflage auftaucht. In der Stellungnahme heißt es unter anderem:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich [finde] mein Verhalten und meine Arbeitsweise (&#8230;) total legitim und mache mir keinen Vorwurf, was vielleicht daran liegt, dass ich aus einem Bereich komme, in dem man auch an das Schreiben von einem Roman eher regiemäßig drangeht, sich also überall bedient, wo man Inspiration findet.&#8221;</p></blockquote>
<p>Natürlich ist es legitim, sich von anderen Autoren inspirieren zu lassen. Das tun sicher die meisten Schriftsteller, schließlich wird man von dem, was man liest, nicht unerheblich geprägt. Aber stellenweise zu zitieren, ohne die Abschnitte als Zitate kenntlich zu machen oder auf die Quelle hinzuweisen, ist sicher nicht &#8220;total legitim&#8221;. Natürlich kann das einem Jungautoren passieren, nicht aber einem Verlagslektorat. Die &#8220;Digitalbohème&#8221; scheitert an dem Punkt, an dem sie das Internet als Buffet versteht, an dem man sich nach Laune bedienen kann, ohne dabei über irgendwelche Konsequenzen nachzudenken. Mara Delius von der FAZ schreibt abschließend, sozusagen als <a title="Frankfurter Allgemeine - Mir zerfallen die Worte im Mund wie schlechte Pillen" href="http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E18D3D24CAA994C88A24BD58E0C386A8F~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" target="_blank">Krönung des Ganzen</a>, über die Vorgehensweise Helene Hegemanns: &#8220;All das, was schon hundertmal gedacht, gesagt, getan und getragen wurde, hat sie aufgesogen, gebündelt und in etwas ganz Neues, Unerhörtes verwandelt.&#8221;</p>
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		<title>Umfrage: 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 12:46:11 +0000</pubDate>
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		<title>Schreibexzess!</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 21:20:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Meine erste Runde &#8220;NaNoWriMo&#8221; (National Novel Writing Month) geht heute los! Und gleich am ersten Tag des &#8220;Schreib ein Buch in einem Monat&#8221;-Wettbewerbs komme ich wegen eines Umzugs überhaupt nicht zum Schreiben. Einen Plot habe ich aber schon. Ich weiß noch gar nicht, wie ich es schaffen soll, in 30 (und nun nur noch 29) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Meine erste Runde &#8220;<a title="Offizielle Homepage von &quot;NaNoWriMo&quot; (DE)" href="http://www.nanowrimo.org/de" target="_blank">NaNoWriMo</a>&#8221; (National Novel Writing Month) geht heute los! Und gleich am ersten Tag des &#8220;Schreib ein Buch in einem Monat&#8221;-Wettbewerbs komme ich wegen eines Umzugs überhaupt nicht zum Schreiben. Einen Plot habe ich aber schon. Ich weiß noch gar nicht, wie ich es schaffen soll, in 30 (und nun nur noch 29) Tagen einen 175-seitigen Roman in die Tasten zu hauen.</p>
<div class="shr-publisher-2293"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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