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	<title>Zementblog &#187; Iran</title>
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	<description>Das Original: Zementär-revolutionär.</description>
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		<title>Tote in Teheran</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2009/12/28/tote-in-teheran/</link>
		<comments>http://www.zementblog.de/2009/12/28/tote-in-teheran/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 15:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Sonntag sind in Irans Hauptstadt Teheran mehrere Demonstranten ums Leben gekommen. Den staatlichen Nachrichten zufolge handelt es sich dabei um lediglich eine oppositionelle Person, der Grünen Bewegung Mussawis nach seien aber mindestens drei Protestierende darunter gewesen. Folgendermaßen lässt sich das Geschehen beschreiben: &#8220;(&#8230;) Auch die Demonstranten begnügen sich nicht mehr mit Slogans wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Am vergangenen Sonntag sind in Irans Hauptstadt Teheran mehrere Demonstranten ums Leben gekommen. Den staatlichen Nachrichten zufolge handelt es sich dabei um lediglich eine oppositionelle Person, der Grünen Bewegung Mussawis nach seien aber mindestens drei Protestierende darunter gewesen. Folgendermaßen lässt sich das Geschehen beschreiben:</p>
<blockquote><p>&#8220;(&#8230;) Auch die Demonstranten begnügen sich nicht mehr mit Slogans wie &#8220;Tod dem Diktator&#8221;. Am Sonntag wurden mehrere Polizisten von ihnen überwältigt. Die Demonstranten nahmen ihnen Schlagstöcke, Sicherheitswesten und sogar Schuhe ab. Banken wurden angezündet, Autos, Polizeimotorräder und Abfalleimer gingen in Flammen auf.&#8221;<span id="more-2589"></span></p>
<p style="text-align: right;">(<a title="Neues Deutschland - Tote bei Protesten in Teheran" href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/161889.tote-bei-protesten-in-teheran.html" target="_blank">Neues Deutschland</a>)</p>
<p>&#8220;Über dem Demonstrationsgebiet steigen den Berichten zufolge schwarze Rauchwolken auf, Sirenen von Rettungswagen sind zu hören. Auch Polizeihubschrauber sind im Einsatz, Schüsse seien zu hören.&#8221;</p>
<p style="text-align: right;">(<a title="Spiegel Online - Blutige Zusammenstöße in Teheran" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,669116,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a>)</p>
</blockquote>
<p>Dieses Verhalten ist sicher verständlich, wenn man sich die verzweifelte Situation in Iran einmal ansieht: Erst hat man im Zuge der Islamischen Revolution das grausame Regime des Schahs gestürzt; nun jedoch steht dieses Land unter dem Joch des <a title="Wikipedia - Mahmud Ahmadinedschad" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mahmud_Ahmadinedschad" target="_blank">Ahmadinedschad</a>. Allerdings darf man dabei nicht die Objektivität verlieren: Auf Seiten der mehrheitlichen Bevölkerung sieht die Lage nämlich weitgehend anders aus. Diese ist zu größten Teilen gar nicht gegen den Status Quo. Wir haben es eben mit einer gänzlich anderen, für uns unvorstellbaren Basis zu tun. In Iran wirkt schließlich ein bürgerlicher Demokrat wie <a title="Wikipedia - Mir Hossein Mussawi" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mir_Hossein_Mussawi" target="_blank">Mussawi </a>wie ein revolutionärer Reformer.</p>
<p>Bedrohliche Realität ist jedenfalls, dass die Diktatur so weit ist, auch vor Erschießungen von Demonstranten keinen Halt zu machen. Dies erinnert vage an die 2. Juni 1967 in Deutschland, als die Polizei den Studenten <a title="Wikipedia - Benno Ohnesorg" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benno_Ohnesorg" target="_blank">Benno Ohnesorg</a> bei den Protesten gegen den <a title="Wikipedia - Schah-Besuch 1967" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schah-Besuch_1967" target="_blank">Besuch des Schahs</a> erschoss. Es war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte und starke Unruhen auslöste, welche sich in Form von Gewaltakten der RAF abspielten.</p>
<p>So kann es sich auch in Teheran entwickeln; mit Sicherheit wird sich die oppositionelle Gewalt ausweiten. Zu welchen Ausmaßen allerdings, stelle man sich besser nicht vor.</p>
<div class="shr-publisher-2589"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Erhängt wegen Apostasie</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2009/11/19/erhangt-wegen-apostasie/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 12:26:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Mittwoch ließ man in Iran den Apostaten Ehsan Fatahian exekutieren. Er hatte sich vom Islam abgewandt, was nach der Scharia mit dem Tod zu bestrafen ist. Zuvor verfasste er einen bewegenden Abschiedsbrief, in dem er die Grausamkeit in seinem Land und das parteiische Gericht verurteilt. Der Brief ist an die Öffentlichkeit gelangt &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Am vergangenen Mittwoch ließ man in Iran den Apostaten <a title="Wikipedia - Ehsan Fatahian" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ehsan_Fatahian" target="_blank">Ehsan Fatahian</a> exekutieren. Er hatte sich <a title="Wikipedia - Apostasie im Islam" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam" target="_blank">vom Islam abgewandt</a>, was nach der Scharia mit dem Tod zu bestrafen ist. Zuvor verfasste er einen bewegenden Abschiedsbrief, in dem er die Grausamkeit in seinem Land und das parteiische Gericht verurteilt. Der Brief ist an die Öffentlichkeit gelangt &#8211; die <a title="Julias Blog - &quot;Ich hatte nie Angst vor dem Tod&quot;" href="http://englishtogerman.wordpress.com/2009/11/10/ich-hatte-nie-angst-vor-dem-tod-ehsan-fatahians-gelobnis/" target="_blank">Bloggerin Julia</a> hat ihn ins Deutsche übertragen, um auch dem Publikum der Massenmedien einen Blick ins Detail zu geben.<span id="more-2365"></span></p>
<blockquote><p>Mein Leben begann in der Stadt Kermanshah, der Name, der wegen seiner Größe unter meinen Landsleuten immer in aller Munde war, die Stadt, die als Wiege der Zivilisation bezeichnet wird. Mein Denken entwickelte sich, und ich begann, die Ungerechtigkeit und die Diskriminierung zu sehen und zu spüren; eine Ungerechtigkeit, deren Ziel ich nicht nur als Individuum, sondern auch als Teil der Menschheit war. Ich suchte in tausend verschiedenen Richtungen nach den Gründen für Ungerechtigkeit.</p>
<p>(&#8230;) Das Willkommen, dass meine Wächter mir am ersten Tag zuteil werden ließen, zeigte mir, dass mein Schicksal das derer sein würde, die diesen Weg vor mir gegangen waren: Folter, konstruierte Anklagen, parteiische Gerichte, ein ungerechtes und politisch motiviertes Urteil, und schließlich und endlich der Tod.</p></blockquote>
<p>Der Tod des <a title="Jungle World - Rote Fahnen, schwarze Berge" href="http://jungle-world.com/artikel/2005/24/15437.html" target="_blank">Komalah</a>-Mitglieds und Atheisten Fatahian ist kein Einzelfall &#8211; immer wieder werden oppositionelle Kämpfer gefangen genommen und mit dem Tod bestraft. Das Neue Deutschland berichtet von der <a title="Neues Deutschland - Teheran antwortet mit Todesstrafen" href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/159515.teheran-antwortet-mit-todesstrafen.html" target="_blank">Verurteilung von fünf Demonstranten</a>. Zudem wurden kürzlich zwei Männer und eine Frau wegen Drogenhandels gehenkt. Alles Scharia-Nonkonforme wird im Iran mit dem Tod bestraft. Laut AFP waren es allein in diesem Jahr 254 gesetzmäßige Hinrichtungen. Eine Zahl, so erschreckend wie real.</p>
<p>Durch diesen Abschiedsbrief bekommt man einen Einblick in den iranischen Gesetzesalltag, wie er durch die gewöhnlichen Medienberichte nicht möglich ist. Und doch geschehen Dinge dort und jetzt und Tag für Tag, die nicht akzeptabel sind. Während die Deutschen schreien, weil Ursula von der Leyen eine Internetzensur einführen will, geht diese in Teheran <a title="TAZ - Iran gründet Cyber-Polizei" href="http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/iran-gruendet-cyber-polizei/" target="_blank">ganz nebenbei</a> über die Bühne &#8211; es werden Seiten zensiert, die Mahmud Ahmadinedschad mit dem Schah-Regime vergleichen.</p>
<p>Problematisch ist auch, dass man in Deutschland die Situation in Iran viel zu selten zum Thema macht. Man ist derart antiamerikanisch eingestellt, dass man mit jedem antiamerikanischen Regime im Umfeld sympathisiert. Jungle World schreibt:</p>
<blockquote><p>Hussein, ein junger Aktivist, der die meiste Zeit des Jahres als politischer Flüchtling in Berlin lebt und nur im Sommer einige Wochen im Komalah-Camp im Irak verbringt, (&#8230;) erzählt (&#8230;) in perfektem Deutsch von seiner Frustration über die deutsche Linke. Immer wieder haben er und seine Freunde versucht, deutsche KommunistInnen und SozialistInnen auf die Diktatur im Iran und die Verfolgung iranischer Oppositioneller hinzuweisen.</p>
<p style="text-align: right;">(<a title="Jungle World - Rote Fahnen, schwarze Berge" href="http://jungle-world.com/artikel/2005/24/15437.html" target="_blank">Quelle</a>)</p>
</blockquote>
<p>Man mag schreien: &#8220;Kampf der Theokratie!&#8221; und damit gar nicht so falsch liegen. Doch die Mehrheit will sich doch keine konkreten Gedanken zu einer Praxis machen. Es wäre eine Demonstration in Deutschland zu veranstalten, um die Massen aufzuklären, zu informieren und zur Tat zu bewegen. Frage ich einen Mitschüler nach den Verhältnissen in Iran, weiß er mir nur selten etwas dazu zu sagen. Dieser Zustand darf nicht so bleiben.</p>
<div class="shr-publisher-2365"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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