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	<title>Zementblog &#187; Kirche</title>
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	<description>Das Original: Zementär-revolutionär.</description>
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		<title>Die Natur als Intrigantin für den Kopf</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 18:50:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[Wann fing alles an? Wo hört alles auf? Derlei Fragen können in den Wahnsinn treiben, versucht man, eine plausible Antwort zu finden, eine eindeutige Antwort, oder auch nur einen Hinweis auf eine mögliche Antwort. Müssen wir deshalb die Frage umformulieren &#8211; oder unser Denken völlig neu reflektieren? Anfang und Ende gibt es vielleicht nur im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Wann fing alles an? Wo hört alles auf? Derlei Fragen können in den Wahnsinn treiben, versucht man, eine plausible Antwort zu finden, eine eindeutige Antwort, oder auch nur einen Hinweis auf eine mögliche Antwort. Müssen wir deshalb die Frage umformulieren &#8211; oder unser Denken völlig neu reflektieren?</p>
<p>Anfang und Ende gibt es vielleicht nur im Menschenkopf, dessen Träger immer einen <em>Ausschnitt</em> von etwas besehen will. Er betrachtet einen spezifischen Zeitraum, einen bestimmten Teil der Welt, und versucht nun, diese anhand dessen zu erklären. Am Ende wird er uns eine Ordnung vorstellen, die er entworfen hat, das untersuchte Problem verständlich zu machen oder auf abstraktem Wege zu lösen.<span id="more-5083"></span> Möglich ist auch, dass er eine Simplifizierung vornimmt, die Laien helfe, den Sachverhalt zu verstehen. Immer aber wird uns dieser Wissenschaftler ein System liefern, in dem alles Sinn macht und nichts zu fehlen scheint. Ein theoretisch logischer Raum wurde konstruiert, in dem wir uns ohne Schwierigkeiten aufhalten können.</p>
<p><strong>Dem Ganzen auf den Grund kommen wollen</strong></p>
<p>Wenn wir es nun wagen sollten, aus diesem Raum auszubrechen und dem Ganzen auf den Grund kommen zu wollen, so werden wir &#8211; wie eingangs bemerkt &#8211; die Grenzen unserer Denkfähigkeit beklagen und jämmerlich zusammensinken. Wir wollen einen Sinn finden &#8211; des Lebens, des Universums und des ganzen Restes. Betasten wir auf dieser Suche jedoch die äußeren Ränder des uns umschließenden Raumes, merken wir: Hier ist nichts in sich stimmig. Hier gibt es keinen Halt. Kein oben, kein unten, kein A und kein B. Was nun?</p>
<p>Man muss sich ins Gedächtnis rufen, dass all die Wissenschaftler, Welterklärer und Bedeutsamen nicht mehr sind als Individuen unserer Art. Sie wollten womöglich nie Teil eines im Rückblick als großes Menschheitsprojekt wahrgenommenen Prozesses werden, wollten stattdessen vielleicht nicht mehr und nicht weniger als ihren subjektiven Sinn im Leben finden. Den findet der eine im Gotteshaus, der andere im Sport, der nächste im Handwerk, und so weiter. Der Wissenschaftler findet ihn in seiner Wissen- und bestenfalls gleichermaßen Leidenschaft. So schaut er sich die Natur genauer an, bemerkt Unklarheiten, schafft diese mit seinen besonderen Mitteln beiseite; schon steht sein Name noch Jahrhunderte später in den wichtigen Büchern.</p>
<p><strong>System nur mit dem System</strong></p>
<p>Nach und nach haben wir auf der Grundlage vieler Arbeiten solcher eigenständigen Individuen, die vielleicht nur sich selbst, nicht die ganze Welt bereichern wollten, unser feines <em>Weltbild</em> beisammen. Dieses können und dürfen wir aber nur auf diese unsere Welt beziehen, nichts weiter! Denn eben darum kommt es dazu, dass wir so verzweifeln: Ein System lässt sich nur mit innersystemischen Mitteln begreifen. Außersystemische Entitäten oder gar ganze äußere Systeme werden uns mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln immer etwas ferner als unsere eigene Welt liegen, werden uns nie vollständig ersichtlich sein. Genauso verhält es sich mit dem subjektiven Charakter jedes anderen Individuums als uns selbst: Wir können ihn äußerlich beschreiben und Vermutungen darüber anstellen, wie er beschaffen ist &#8211; am Ende bleibt uns doch nichts, denn die Spekulation wird immer Spekulation bleiben, zwangsläufig. Ich kann dir meine<em> Vorstellung</em> davon darlegen, wie du denkst und fühlst, niemals aber werde ich es wissen können. Ich kann dir meine <em>Vermutungen</em> darüber darlegen<em></em>, wo alles anfing und wo alles aufhört, niemals aber werde ich sie beweisen können.</p>
<p>So mag sich der eine aus der Verzweiflung lösen, indem er sich am Glauben festhält, der andere mag ewig nach logischen Erklärungen suchen. Er wird keine finden; ein logisches Muster wird hier nicht greifen. Was darüber hinausgeht, will man entweder durch Mystifizierung verklären oder enttäuscht abtun. Stattdessen könnte man den Weg auch <em>rückwärts gehen</em>: Wenn es in der Natur schon keinen Anfang und kein Ende gibt, warum sollten wir uns dann länger in unseren weltumspannenden Konzepten damit aufhalten?</p>
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		<title>Ohne Hände Druck</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2011/11/09/ohne-hande-druck/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 20:47:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit dem Besen den Schnee mit den Lungen das Laub doch es dröhnt mir fallen die Ohren ab ich halte meine Hände fest doch womit? Dein Griff ohne Finger dein Kuss ohne Lippen sanft wie die Haut ihres Säuglings in den Armen liegt er zu viel Licht drumherum mit den Tropfen schon blind gemacht. Mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Mit dem Besen den Schnee<br />
mit den Lungen das Laub<br />
doch es dröhnt<br />
mir fallen die Ohren ab<br />
ich halte meine Hände fest<br />
doch womit?<span id="more-5057"></span></p>
<p>Dein Griff ohne Finger<br />
dein Kuss ohne Lippen<br />
sanft wie die Haut ihres Säuglings<br />
in den Armen liegt er<br />
zu viel Licht drumherum<br />
mit den Tropfen schon blind<br />
gemacht.</p>
<p>Mit der Zunge den Regen<br />
mit dem Atem die Sonne<br />
und es friert<br />
Fingerspitzen berühren ihre Nase<br />
und du weinst<br />
und ich lache.</p>
<p>Hältst du mich bitte<br />
ganz kurz fest?<br />
Du, der lacht<br />
Mich, die weint.</p>
<div class="shr-publisher-5057"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Zwischen deinem Grab</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2011/10/21/zwischen-deinem-grab/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 14:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Und die Gräber hinter der Kirche sie sind mehr geworden - größer ihre Steine, kleiner ihre Namen. Sie sagen mir nichts und ich finde deines nicht, ich kann deines nicht finden unter so vielen. Der Wind hat deinen Namen fortgetragen und dich hab ich doch nicht vergessen, du bist mir noch jeden Gedanken wert geblieben. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Und die Gräber hinter der Kirche<br />
sie sind mehr geworden -<br />
größer ihre Steine,<br />
kleiner ihre Namen.</p>
<p>Sie sagen mir nichts<br />
und ich finde deines nicht, ich kann<br />
deines nicht finden unter<br />
so vielen.<span id="more-5037"></span></p>
<p>Der Wind hat deinen<br />
Namen fortgetragen und dich<br />
hab ich doch nicht vergessen, du bist<br />
mir noch jeden Gedanken wert</p>
<p>geblieben. Und auch<br />
der Regen bleibt hier,<br />
wenn ich gehe. Du weißt<br />
ich will nicht, aber ich sollte.</p>
<p>Das Tor am Friedhof<br />
es rostet und knarzt<br />
schon, doch niemand<br />
geht durch.</p>
<p>Zitternd steh ich am Zaun<br />
und finde keinen warmen Gedanken.</p>
<div class="shr-publisher-5037"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Höllentheorie &amp; Hokuspokus</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2011/09/04/hollentheorie-und-hokuspokus/</link>
		<comments>http://www.zementblog.de/2011/09/04/hollentheorie-und-hokuspokus/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 19:51:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<category><![CDATA[Witzig]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ein schwüler Freitagabend im verspäteten Sommer, die Woche neigt sich ihrem Ende zu. Die Straßen sind leer, man ist entweder feiern oder sich ausruhen. Wir aber haben uns in intensiver Vorarbeit auf unsere Rollen zur verdeckten Recherche vorbereitet. Wir sind auf dem Weg ins Missionszelt der &#8220;Biblischen Gemeinde&#8221;. Dort wird um 19 Uhr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-4953" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="Zeltmission" src="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2011/09/zeltmission.jpg" alt="" width="620" height="94" /></p>
<p>Es ist ein schwüler Freitagabend im verspäteten Sommer, die Woche neigt sich ihrem Ende zu. Die Straßen sind leer, man ist entweder feiern oder sich ausruhen. Wir aber haben uns in intensiver Vorarbeit auf unsere Rollen zur verdeckten Recherche vorbereitet. Wir sind auf dem Weg ins Missionszelt der &#8220;Biblischen Gemeinde&#8221;. Dort wird um 19 Uhr ein Abend der Predigt, der Musik und des Gebets stattfinden &#8211; und wir werden dabei sein. Undercover.<span id="more-4922"></span> Gestatten: Kevin und Erik Mauritz. Schon seit längerem verspüren wir eine innere Leere, irgendetwas fehlt uns. Vielleicht Gott?</p>
<p>Je mehr wir uns dem heiligen Zelt nähern, desto mehr nimmt uns ein mulmiges Gefühl ein. Ist das, was wir tun, richtig? Ist Jesus Christus wirklich der Ausweg aus unserer Not? Vielleicht ja, vielleicht nein. Auf all diese Fragen gibt es Antworten. Das ist überraschend. Beim Eintreten in die neue Welt begrüßen uns sofort eine Handvoll friedlich lächelnder Menschen. Alles hier, nicht nur die Stimmung, ist ganz und gar glückselig, sodass wir um die Frage nicht herum kommen, wie hoch wohl der THC-Gehalt der Bibel sein mag.</p>
<p><strong>Kirchenschiff aus Klappstühlen</strong></p>
<p>Das Missionszelt der freien Gläubigen ist ein umfunktioniertes, geweihtes Partyzelt. Drinnen sind ein provisorisches Kirchenschiff aus Klappstühlen sowie ein Podest, mutmaßlich die Kanzel, aufgebaut. Die Hälfte des stumm dasitzenden Publikums besteht aus mitgebrachten Jüngern der Biblischen Gemeinde selbst. Sie alle wirken wie verkleidete Statisten aus einer anderen Zeit: Die Männer tragen Anzüge (wie sich das für Geschäftsleute gehört); die Frauen Blusen und bodenlange Röcke, das Haar straff hochgesteckt. Alle sitzen kerzengerade da. Warten Sie auf ein göttliches Zeichen? Und vor allem: Wird Jesus pünktlich sein?</p>
<p>Einer der beanzugten Männer erhebt sich aus seinem Klappstuhl und betritt das Podest. Nein, das ist nicht Jesus, das merken wir gleich &#8211; der äußeren Erscheinung nach zu urteilen würde man eher den Filialleiter der örtlichen Sparkasse oder einen pensionierten Staubsaugervertreter vermuten. Dieser Herr jedenfalls beginnt seine Rede mit den Worten: &#8220;Früher war ich Atheist.&#8221; Es folgt ein emotionaler Lebenslauf in allen Details. Der Mann, der da vorne steht und in nüchternem, trockenem Tonfall die Geschichte seiner Kindheit und seiner Ehe ausbreitet, war eindeutig ein Atheist, keine Frage, denn: In seiner dunkelsten Phase hat er regelmäßig Witze gerissen, mitunter über den lieben Gott (!), auch hat er Rockmusik gehört und teilweise sogar Alkohol konsumiert! Reumütig gesteht er: &#8220;Auch ich bin ein Sünder.&#8221; Er scheint kurz vor den Tränen zu stehen, mehrmals blickt er nervös seine Frau an, die vor ihm in der ersten Reihe ihren Platz hat. Am seligen Ende, so fährt er fort, habe er sich bekehren lassen und sei ein frommer Gläubiger geworden. Ein erlöstes Seufzen kommt aus der ersten Reihe. Dann füllt bedächtiges Schweigen den Raum. Viele nicken.</p>
<p><strong>Jesus, Jesus, Jesus</strong></p>
<p>Während der gesamten Rede wird in verschiedenen Teilen des Zeltinneren gedolmetscht, sowohl hinter uns (Russisch) als auch neben uns (Englisch). Das, betont der Redner/Prediger/Geschäftsleiter (wir sind uns nicht sicher), unterstreiche &#8220;die Internationalität, Offenheit und Toleranz&#8221; der Veranstaltung. In Bezug auf die kritische Vorberichterstattung der Lokalpresse erntet er zudem besonders viel Nicken im Publikum mit der Bemerkung: &#8220;Wir sind keine Psychosekte und haben es auch nicht auf Ihr Geld abgesehen.&#8221; Das hört sich schön an. Unwillkürlich lächeln wir.</p>
<p>Der nächste Programmpunkt: Singen. Schon am Eingang hatte man uns eine Broschüre mit &#8220;musikalischen Glaubensbekenntnissen&#8221; in die Hand gedrückt. Sie soll jetzt zum Einsatz kommen. Ein professioneller Organist setzt sich ans Keyboard und legt los. Mit glühenden Wangen und leuchtenden, feuchten Augen besingt die gesamte Biblische Gemeinde die Herrlichkeit des Herrn und die Geistlichkeit des Geistes. Wir sind mit vollem Einsatz dabei.</p>
<p><strong>&#8220;Wissenschaft, Theorie &#8211; das ist Hölle!&#8221;</strong></p>
<p>Eine halbe Stunde später fühlen wir uns völlig umnebelt. Wir haben inzwischen gefühlte zwanzig Jesuslieder gesungen und gehört und können nur noch &#8220;Amen&#8221; sagen und nicken. Jesus. Jesus. Jesus. Plötzlich aber klettert der Abend merklich auf seinen programmatischen Hoch- und geistigen Tiefpunkt. Auftritt: Der Guru. Ein Mann, der ein bisschen an Yoda aus &#8220;Star Wars&#8221; erinnert (relativ alt, tiefe Augenringe, hohe Augenbrauen und viele Denkerfalten auf der Stirn), betritt die Kanzel. Mit einem breiten, großväterlichen Grinsen auf den Lippen rezitiert er nun die Bibel. Es geht &#8211; man kennt es &#8211; um irgendeinen armen Menschen (&#8220;Es könnte jeder sein!&#8221;), der von Jesus geheilt wird. Soweit nichts Neues. Der Guru aber belässt es nicht dabei, sondern versucht in ausführlichen Ausschweifungen, diese Geschichte auf moderne Zeiten zu übertragen. Es klappt nicht, also lacht der Guru kurz, holt tief Luft und zum Angriff aus.</p>
<p>&#8220;Gott&#8221;, sagt er (Betonung auf dem O: <em>gooood</em>), &#8220;ist in deinem Herzen! Nicht in deinem Verstand!&#8221; Uns klappen die Kinnladen herunter. Dann müssen wir unwillkürlich lachen. Jemand dreht sich um &#8211; wir verschleiern das Lachen sofort mit den verschiedensten Undercover-Methoden, wahlweise als Husten oder Niesen. Derweil steigert sich der Guru. Seinen demagogischen Höhepunkt erreicht er mit den Worten: &#8220;Wissenschaft, Theorie &#8211; das ist Hölle! Die Theoretiker kommen nicht in den Himmel, denn die Theorie ist ein Werkzeug des Teufels!&#8221; Ein Aufruf zum Blödwerden? Das leuchtet uns ein, denn ein Hirte braucht nunmal Schafe, und Schafe sind üblicherweise nicht die hellsten Tiere.</p>
<p><strong>Apokalypse im Bibelzelt</strong></p>
<p>Während der Guru ganz in seinem Element ein rhetorisches Crescendo vollführt und dabei wild mit den Armen herumfuchtelt, machen sich zwei bibeltreue graue Herren daran, das Zelt an allen bislang noch offen gebliebenen Seiten zu verschließen. Das macht uns Angst, obwohl es in jedem anderen Zusammenhang nicht der Rede wert gewesen wäre. &#8220;Theorie ist Hölle!&#8221;, wettert der Guru wieder. Mit einem Mal peitscht ein unerwarteter Sturm gegen die Zeltplane, sodass das gesamte Zelt erzittert und, bedrohlich bebend, aus der Verankerung zu reißen droht. Die Gemeinde reagiert mit frommer Ignoranz und lauscht weiterhin gebannt dem Guru. Diesem läuft derweil der Schweiß über die faltige Denkerstirn, er lacht wieder und grinst diabolisch. Die Dolmetscher murmeln, der Sturm pfeift, der Guru predigt, die Bibeltreuen schweigen und nicken. Wir befinden uns in einem seltsamen, unangenehmen Zustand zwischen Lachen und Wimmern, Vernunft und Angst. Und dann ist es vorbei.</p>
<p>Wir stehen auf, die Gemeinde verlässt in einem gleichmäßigen, in Trance versetzten Strom das Zelt. Der Guru schüttelt jedem die Hand, grinst und wünscht eine gute Nacht. Auch uns. Sobald wir draußen sind, nehmen wir die Beine in die Hände und laufen durch das apokalyptische Wetter davon. Die höheren Gewalten meinen es heute nicht gut mit uns.</p>
<p><small>Wir danken den Investigativjournalisten F. und J. für die aufwendige Recherchearbeit.</small></p>
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		<title>Religiöses Dogma heute</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/10/23/religioses-dogma-heute/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Oct 2010 14:33:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Dogma]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
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		<category><![CDATA[Missbrauch]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum zölibatäre Missbrauchstäter nicht allein die Schuld am Missbrauch haben. Der Zölibat ist ebenso psychische Unterdrückung wie Schlafentzug als Foltermethode. Er führt zu einem zwanghaften Extremzustand, der den Glauben an Gott als haltende Hand festigt und fanatisiert. Ein Pfaff, der einen wesentlichen Teil seines Körpers ignoriert, arbeitet völlig verblendet an seiner eigenen Störung. Das katholische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>Warum zölibatäre Missbrauchstäter nicht allein die Schuld am Missbrauch haben.</em></p>
<p>Der Zölibat ist ebenso psychische Unterdrückung wie Schlafentzug als Foltermethode. Er führt zu einem zwanghaften Extremzustand, der den Glauben an Gott als haltende Hand festigt und fanatisiert. Ein Pfaff, der einen wesentlichen Teil seines Körpers ignoriert, arbeitet völlig verblendet an seiner eigenen Störung. Das katholische Dogma von heute ist nicht mehr das Geldeintreiben, sondern nur mehr ein Überbleibsel der langen Kriminalgeschichte des Christentums: die sexuelle und psychische Unterdrückung.<span id="more-4341"></span> Beim Zölibat wird beides kombiniert &#8211; aus der sexuellen resultiert die psychische Unterdrückung. Ziel ist es, die Mitarbeit in der Firma Jesu zu stabilisieren: ein Mensch, der sich freiwillig degradieren lässt, ist zweifelsohne überzeugt von seiner Religion.</p>
<p>Nun ist die Medienflut von sexuellen Übergriffen seitens Vertretern von Kirchenämtern mittlerweile wieder zurückgegangen, doch die Wesensfrage bleibt offen: Wer ist Schuld? Während die Kirche selbst zu Beginn noch versucht hat, die Fälle &#8220;intern zu klären&#8221;, haben sich einige Christen ganz aus dem Verein verabschiedet; andere haben versucht, eine Erklärung zu finden. Diese Erklärungen ließen die Überlegung, die Kirche könne Schuld sein, außen vor. Das wäre zu einfach &#8211; und zu selbstkritisch. Da Selbstreflexion bekanntlich keine Stärke der katholischen Ämter ist, ließ zum großen Teil auch die Öffentlichkeit diese Diskussion bleiben.</p>
<p>Wenn aber die Kirche nicht Schuld ist, gehen wir davon aus, dass das Umfeld des Täters keinerlei Einfluss auf seine Tat hatte, was in anderen Fällen selten stimmt. Betrachten wir das Dilemma also einmal aus einer anderen Perspektive: Die Kirche sei Schuld. Dann können wir detailliert auf das Verhältnis zwischen Vater und Sohn eingehen. Die Knaben besuchen die Kirche als Teil ihrer Erziehung und akzeptieren den Geistlichen somit als Vaterrolle. Sie glauben ihm jedes einzelne Wort und verspüren eine geistige Nähe zu ihm. Er hingegen hütet seine Schäfchen, wo er nur kann, also auch unter den Kindern. Durch seine &#8211; nicht zwangsläufige, sondern freiwillig entschiedene &#8211; sexuelle Enthaltsamkeit steht er unter einem Druck, den er schlichtweg ignoriert, da er einen Bund mit seinem Gedankenkonstrukt eingegangen ist. Er straft sich selbst für jeden Gedanken an Sex und unterwirft sich der obersten Gewalt: seinem Gott.</p>
<p>Wie naheliegend ist es da, dass er diese missliche Lage dadurch zu kompensieren versucht, seine eigenen Untergebenen zu versammeln und die Wehrlosesten unter ihnen zum Druckausgleich zu missbrauchen? Sie werden sich nicht beklagen, denn sie sind Unterdrückte: Der Täter setzte ihnen immer schon vor, was sie zu denken hatten, er war immer derjenige, der die richtige Antwort wusste, er wird schon gewusst haben, was er da tat.</p>
<p>So komme ich zu dem Schluss, dass nicht den Missbrauchstätern aus kirchlichem Umfeld allein die Schuld an ihrer Tat zuzuweisen ist. Erheblichen Einfluss auf seinen Werdegang und seine Selbstunterdrückung hat auch der ideologische Bestandteil des kirchlichen Weltbildes und seine institutionalisierte Form gehabt. Der Apparat Kirche ist natürlich nicht pauschal als Missbrauchsmaschinerie abzuwerten, dennoch stellt er die Grundvoraussetzungen für derartige Extremfälle. Die Machtverhältnisse innerhalb des katholischen Konzerns definieren sich immerhin durch primitive Werte wie Unterdrückung und der religiösen Variante von Gehorsam, Glauben.</p>
<div class="shr-publisher-4341"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Wortkonglomerat III</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/05/03/wortkonglomerat-iii/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 16:31:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Faschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumterror]]></category>
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		<category><![CDATA[Witzig]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist sie nicht albern, die neue Variante des Selbstgesprächs? Menschen beim Headset-Telefonieren zuzusehen, malt mir immer ein irritiertes Grinsen ins Gesicht. Und überhaupt klingt die Bezeichnung &#8220;Headsets&#8221; wie &#8220;Hetz-Hetz&#8221;. · · · Kann die religiöse Theorie als diktatorisch-faschistoides Konzept verstanden werden, wenn doch die Rede von der Schafsherde ist, die blind dem Hüter folgt, ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div id="attachment_3584" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a href="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/05/heil_plastik.jpg"><img class="size-medium wp-image-3584 " style="margin: 10px;" title="&quot;Heil Plastik!&quot;" src="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/05/heil_plastik-300x225.jpg" alt="&quot;Heil Plastik!&quot;" width="180" height="135" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Heil Plastik!&quot;, sagte das Fischertechnik-Männchen.</p></div>
<p>Ist sie nicht albern, die neue Variante des Selbstgesprächs? Menschen beim Headset-Telefonieren zuzusehen, malt mir immer ein irritiertes Grinsen ins Gesicht. Und überhaupt klingt die Bezeichnung &#8220;Headsets&#8221; wie &#8220;Hetz-Hetz&#8221;.</p>
<p style="text-align: center;">·  ·  ·</p>
<p>Kann die religiöse Theorie als diktatorisch-faschistoides Konzept verstanden werden, wenn doch die Rede von der Schafsherde ist, die blind dem Hüter folgt, ohne zu blöken?<span id="more-3569"></span> Wenn die Figur des frommen Anhängers ebenso vorhanden ist wie die des schmutzigen Ungläubigen? Und alle den Gesetzen des einen, also Gottes gehorchen? Nur so eine Überlegung.</p>
<p style="text-align: center;">·  ·  ·</p>
<p>Kennen Sie das, wenn Sie sich bei einem überaus gemeinen Gedanken ertappen und sich plötzlich schämen? Zum Beispiel, wenn Sie still das Wort &#8220;Neger&#8221; benutzen, nur um auch mal politisch inkorrekt zu sein, oder unwillkürlich über einen Spastiker (das darf man übrigens auch <a title="Bizeps-Info - Sprechen und Schreiben über Behinderung" href="http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=4345" target="_blank">nicht mehr sagen</a>) grinsen müssen &#8211; das ist immer wieder sehr peinlich.</p>
<p style="text-align: center;">·  ·  ·</p>
<p>Es gibt einen Moment in jedem Alltag, da steht alles still. Man bleibt &#8211; wenn auch nur kurz &#8211; stehen und löst sich von all der Hektik. Nur für einen Augenblick. Nur jetzt. Und auf der anderen Straßenseite sieht man die Menschen genervt, gestresst, gelangweilt, mit gleichgültigen Gesichtern stehen und auf das Grün warten.</p>
<p style="text-align: center;">·  ·  ·</p>
<p>Früher haben kleine Kinder Teebeutel auseinandergefaltet, sie zylinderförmig aufgestellt und angezündet. Dann sind die ganz sanft und leise aufgestiegen und als Asche wieder heruntergerieselt. Das war eine ganz besondere Freude. Und woran erfreuen sich die modernen Blagen? Am Gameboy oder am &#8220;Fick dich&#8221; sagen.</p>
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		<title>Wort zum Alltag 4/10</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/04/30/wort-zum-alltag-410/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 15:40:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lieber Jesus, sei mir nicht böse, dass ich deiner Religion keinen Millimeter folge. Trotzdem will ich einmal mit dir reden &#8211; vor einigen Wochen empörte man sich ausführlich über das April-Titelblatt des Satiremagazins &#8220;Titanic&#8221; (Kirche heute), das mit seiner &#8220;verhöhnenden&#8221;, &#8220;unüberbietbar besudelnden&#8221; und &#8220;primitiven&#8221; Darstellung deiner Person ausschlaggebender Teil einer antikatholischen Hetzkampagne sei (Kath.net). Ausschlag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>Lieber Jesus,</em></p>
<p>sei mir nicht böse, dass ich deiner Religion keinen Millimeter folge. Trotzdem will ich einmal mit dir reden &#8211; vor einigen Wochen empörte man sich ausführlich über das April-Titelblatt des Satiremagazins &#8220;Titanic&#8221; (<a title="Titanic - Kirche heute" href="http://www.titanic-magazin.de/typo3temp/pics/2b8f9f9191.jpg" target="_blank">Kirche heute</a>), das mit seiner &#8220;verhöhnenden&#8221;, &#8220;unüberbietbar besudelnden&#8221; und &#8220;primitiven&#8221; Darstellung deiner Person ausschlaggebender Teil einer antikatholischen Hetzkampagne sei (<a title="Kath.net - Unüberbietbare Besudelung" href="http://www.kath.net/detail.php?id=26318" target="_blank">Kath.net</a>). Ausschlag gibt mir erst die Argumentation deiner Anhänger (auch: &#8220;Follower&#8221;), die unter anderem eine Geld- oder Freiheitsstrafe für die verbrecherischen Satiriker aus Frankfurt fordern.<span id="more-3567"></span></p>
<p>Aber was mich wirklich interessiert: Stört <em>dich</em> das Titelblatt? Stört es dich nicht vielmehr, dass deine Gefolgschaft die Szene deiner traumatischen Kreuzigung als Symbol verwendet; seit eh und je? Ist das nicht furchtbar sadistisch? Da ist die Parodie doch nur legitim. Und wirklich witzig &#8211; besonders durch ihren aktuellen Bezug, den die Kritiker übrigens gänzlich ausblendeten, kaum einmal ansprachen. Hier trennen sich die Kritiken in ihrer Interpretation als Grundlage &#8211; schließlich kann man den obszönen Akt auch als freundliche Leidenserleichterung verstehen. Aber Homoerotik hat in der katholischen Kirche bekanntlich sowieso keinen Platz.</p>
<p><em>Weiterhin viel Vergnügen,</em></p>
<p><em>Jan</em></p>
<p><strong>Pfiffikus des Monats</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Arno Frank</span></p>
<blockquote><p>Ich halte  mich für einen  humorvollen Menschen, immer für ein Späßchen zu haben.  Etwa für den  Spruch: &#8220;Paulus schrieb an die Irokesen: Euch schreib ich  nicht, lernt  erst mal lesen!&#8221; Frech? Klar, aber doch auch pfiffig,  oder?</p>
<p style="text-align: right;">(Frank in der <a title="taz - Darf der Priester Jesus missbrauchen?" href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/darf-der-priester-jesus-missbrauchen" target="_blank">taz</a> zum Titanic-Cover-Skandal)</p>
</blockquote>
<div class="shr-publisher-3567"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Oh, fliegendes Spaghettimonster!</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 22:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumterror]]></category>
		<category><![CDATA[Witzig]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielleicht haben Sie schonmal vom fliegenden Spaghettimonster gehört &#8211; es handelt sich dabei um die Gottheit der sogenannten &#8220;Pastafari&#8221;, den Anhängern einer Religionsparodiereligion, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, jeden Aspekt der großen Religionen zu verdrehen und mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht wiederzugeben (beispielsweise werden die göttlichen Gebote unter dem Titel &#8220;Am liebsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Vielleicht haben Sie schonmal vom <a title="Wikipedia - Fliegendes Spaghettimonster" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes_Spaghettimonster" target="_blank">fliegenden Spaghettimonster</a> gehört &#8211; es handelt sich dabei um die Gottheit der sogenannten &#8220;Pastafari&#8221;, den Anhängern einer Religionsparodiereligion, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, jeden Aspekt der großen Religionen zu verdrehen und mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht wiederzugeben (beispielsweise werden die göttlichen Gebote unter dem Titel &#8220;Am liebsten wäre mir&#8217;s&#8221; zu einem humanitären Plädoyer für Gerechtigkeit). Gründer und Prophet ist der US-amerikanische Physiker Bobby Henderson, der das ganze &#8211; nicht zuletzt auf <a title="Website der &quot;Church of the Flying Spaghetti Monster&quot;" href="http://www.venganza.org/" target="_blank">seiner Website</a> &#8211; so ernst nimmt, dass man fast meinen könnte, man habe es tatsächlich mit einer selbstbewussten, überzeugten und fanatischen Sekte zu tun.<span id="more-3535"></span></p>
<p>Diesen lustigen Unfug will ich unterstützen, und zwar mit einem T-Shirt, auf dem <a title="3DSupply - Flying Spaghetti Monster" href="http://www.3dsupply.de/products/403-fsm-flying-spaghetti-monster/22-bc-exact-190-royal/" target="_blank">das Spaghettimonster</a> abgebildet ist. Und dieses T-Shirt bekomme ich auch noch umsonst, da ich bei der Aktion &#8220;<a title="3DSupply - Shirt4Link" href="http://www.3dsupply.de/shirt4link/" target="_blank">Shirt4Link</a>&#8221; (auf die ich durch Moritz vom <a title="Sockenblog - Killerwerbung für Gratis-Shirts" href="http://www.sockenblog.com/2010/04/killlerwerbung-fur-gratis-shirts/" target="_blank">Sockenblog </a>aufmerksam wurde) vom Online-Shop &#8220;3DSupply&#8221; mitmache. Dabei verlinkt man den Shop und erhält dafür ein T-Shirt umsonst. Manchmal sind solche Aktionen gar nicht so schlecht, zumal sie zeigen, wie profitabel Bloggen manchmal ist, obwohl es gleichzeitig Spaß bringt. Klingt doof, ist aber so. Also: her mit dem fliegenden Spaghettimonster!</p>
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		<title>Querpresse: Missbrauch in der Kirche</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/04/05/querpresse-missbrauch-in-der-kirche/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 18:51:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun läuft die Debatte um den sexuellen Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche schon seit Wochen, und es ist kein Ende in Sicht. Hier tritt man auf der Stelle, dort weigert man sich, gewisse Dinge einzusehen, andernorts will man von gar nichts wissen. Die Medien tragen kräftig dazu bei, dass die heiße Flamme nicht erstickt, indem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Nun läuft die Debatte um den sexuellen Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche schon seit Wochen, und es ist kein Ende in Sicht. Hier tritt man auf der Stelle, dort weigert man sich, gewisse Dinge einzusehen, andernorts will man von gar nichts wissen. Die Medien tragen kräftig dazu bei, dass die heiße Flamme nicht erstickt, indem sie immer wieder selbsternannte Experten um Rat fragen oder Gastkommentare von sehr diversen Persönlichkeiten veröffentlichen. Jüngst hat der &#8220;bekennende Katholik&#8221; Matthias Matussek &#8220;für Besonnenheit&#8221; plädiert und von einer &#8220;Verteufelung des Katholizismus&#8221; gesprochen, ja einem &#8220;Missbrauch mit dem Missbrauch&#8221; (<a title="Spiegel Online - Austritt? Kommt nicht in Frage!" href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,686008,00.html" target="_blank">Der Spiegel</a>).<span id="more-3466"></span></p>
<p>Wo aber sind die Stimmen der scharfen und schärferen Kritiker? Wo die der Atheisten? Die Deutsche Presse-Agentur (DPA) hat zum Thema ein Interview mit Karlheinz Deschner geführt, dem Sohn katholischer Eltern und Verfasser der bekannten <em>Kriminalgeschichte des Christentums</em>. Nur seltsam, dass dieses Interview nicht veröffentlicht wurde &#8211; die DPA lehnte die zuvor bereits zugesagte Verbreitung spontan ab. Nun hat der <a title="Humanistischer Pressedienst - Ein Gespräch mit Karlheinz Deschner" href="http://hpd.de/node/9114" target="_blank">Humanistische Pressedienst</a> das Interview ins Internet gestellt, und siehe da: Man kann sich auf einmal vorstellen, welche Gesinnung die Verbreitung durch die DPA verhindert haben muss. Offenbar, so auch der HPD, waren Deschners Antworten einfach &#8220;zu pointiert&#8221;. Unter anderem meint der Schriftsteller, die kirchliche Moral als &#8220;Hauptursache all der Missstände, um die es hier geht&#8221; sei &#8220;weitgehend widernatürlich&#8221;, hemme &#8220;die Sexualenergie&#8221;, setze sie &#8220;in Destruktivität&#8221; um und führe letztlich &#8220;vom Lustmord zur Mordlust&#8221;.</p>
<p>Immer mehr Missbrauchsopfer sprechen sich öffentlich aus, immer mehr Skandale werden aufgedeckt. Bischof Mixa, der zuvor durch die Behauptung, die sexuelle Revolution in den 68ern trage eine Mitschuld an den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche, auf sich aufmerksam gemacht hatte, sieht sich plötzlich selbst mit Vorwürfen der Kinderprügelei konfrontiert, so die <a title="Frankfurter Rundschau - Bischof Mixa soll geprügelt haben" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2488647_Missbrauch-in-der-katholischen-Kirche-Bischof-Mixa-soll-gepruegelt-haben.html" target="_blank">Frankfurter Rundschau</a>.</p>
<p>Empfohlen sei zu diesem Thema auch die Lektüre der aktuellen Ausgabe von <a title="Konkret Online - Heft 4/2010" href="http://www.konkret-verlage.de/kvv/kh.php?jahr=2010&amp;mon=04" target="_blank">Konkret</a> mit dem Titel &#8220;Pfaffen, Pauker, Papas &#8211; Eine schlagende Verbindung&#8221;.</p>
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		<title>Scientology im Spielfilm</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 17:24:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
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		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Am kommenden Mittwoch zeigt die ARD einen Spielfilm über die Machenschaften der Scientology mit dem Titel &#8220;Bis nichts mehr bleibt&#8221; &#8211; es handelt sich um ein Spielfilmdrama, das den berüchtigten Verein erstmals beim Namen nennt und die Geschichte von Anhängern und Aussteigern darlegt. Dabei sollen sowohl die internen Machtstrukturen als auch die finanziellen wie psychischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/03/scientology.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3435" style="margin: 10px;" title="Scientology-Kirche Hamburg" src="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/03/scientology-300x225.jpg" alt="Scientology-Kirche Hamburg" width="192" height="144" /></a>Am kommenden Mittwoch zeigt die ARD einen Spielfilm über die <a title="Spiegel Online - Operation Scientology" href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,675388,00.html" target="_blank">Machenschaften der Scientology</a> mit dem Titel &#8220;Bis nichts mehr bleibt&#8221; &#8211; es handelt sich um ein Spielfilmdrama, das den berüchtigten Verein erstmals beim Namen nennt und die Geschichte von Anhängern und Aussteigern darlegt. Dabei sollen sowohl die internen Machtstrukturen als auch die finanziellen wie psychischen Abhängigkeiten eines Mitgliedes beschrieben werden.</p>
<p>Wie wird ein &#8220;ganz normaler Bürger&#8221; zum Scientology-Anhänger?<span id="more-3422"></span> Wie schafft er es, sich wieder davon freizumachen? Wie lebt er danach mit seiner Vergangenheit? Alles Fragen, die Regisseur Niki Stein in einer sehr emotionalen Geschichte zu beantworten versuchte. Er erzählt die Geschichte eines &#8220;jungen Familienvaters&#8221; (gespielt von Felix Klare, bekannt aus <em>Tatort</em>), der es schafft, sich &#8220;aus den Fängen des Systems zu lösen&#8221;, dabei jedoch seine Familie verliert &#8211; kurzum: die dunklen Seiten des Weges zur Erlösung werden in einem packenden Drama fürs Öffentlich-Rechtliche in altbewährter Manier verpackt. Soweit die Idee.</p>
<p>An der Umsetzung aber mag es schnell hapern &#8211; die Dreharbeiten mussten weitgehend geheimgehalten werden, so fanden sie etwa unter einem Decknamen statt. Das einerseits aus Rücksicht auf die Aussteiger, die zu einem erheblichen Teil bei der Recherche halfen, und andererseits aus Vorsicht gegenüber der thematisierten Organisation selbst. Diese ging auch gleich <a title="Spiegel Online - &quot;Geschichten, die vorne und hinten nicht stimmen&quot;" href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,685577,00.html" target="_blank">gegen die ARD</a> vor, als sie von dem Projekt Wind bekam.</p>
<p>Aber auch die Medien sind geteilter Meinung: Die <a title="taz - Vorsicht, Fernseh-Propaganda!" href="http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/vorsicht-fernseh-propaganda/" target="_blank">taz</a> beispielsweise warnt, dass solch ein &#8220;Aufklärungsfilm&#8221; leicht zur Propaganda verkommen könne. Es sei ärgerlich, wenn die Sicht der Dinge nach der unter Scientology-Anhängern gefürchteten Hamburger Sektenbeauftragten Ursula Caberta von der <a title="Wikipedia - Arbeitsgruppe Scientology" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsgruppe_Scientology" target="_blank">Arbeitsgruppe Scientology</a> (AGS) &#8220;ungefiltert [...] Niederschlag&#8221; finde. Von Drehbuchautoren könne zumindest &#8220;ein bisschen Gegenrecherche&#8221; erwartet werden.</p>
<p>Das ist natürlich wahr, weshalb man gespannt sein darf, wie einseitig der Film nun wirklich ist. Man kann nicht verlangen, dass er auch etwaige gute Seiten zeigt, wenn er doch eine Problematik darstellen soll. Aber er darf keine Gerüchte oder Behauptungen einbringen, ganz zu schweigen von Unwahrheiten. Solange dies nicht der Fall ist, kann man auch nicht von Propaganda sprechen. Den Film zu sehen wird sich vermutlich so oder so lohnen, zumal er eine äußerst interessante Intention verfolgt und der Regisseur auch schauspielerisch voraussichtlich nicht besonders weit daneben gegriffen hat.</p>
<p><small>Niki Stein: &#8220;<a title="Das Erste - Bis nichts mehr bleibt" href="http://www.daserste.de/filmmittwoch/sendung_dyn~film,2156~cm.asp" target="_blank">Bis nichts mehr bleibt</a>&#8220;; Das Erste, 31.03.2010, 20.15 Uhr.</small></p>
<div class="shr-publisher-3422"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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