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	<title>Zementblog &#187; Nationalsozialismus</title>
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	<description>Das Original: Zementär-revolutionär.</description>
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		<title>Deine wehende Fahne</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 13:53:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrepublik]]></category>
		<category><![CDATA[Faschismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Patriotismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Deine wehende Fahne, häng sie ab, ich kann sie nicht mehr sehen. Sie schreit mich an, jeden Tag, schreit und schlägt mir ins Gesicht. Häng sie ab, häng sie ab, ich kann sie nicht mehr sehen. Sie sagt: Ich bin so stolz, ach, ich bin so stolz auf dieses Land. Sie sagt: Die Vergangenheit, Vergangenheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Deine wehende Fahne,<br />
häng sie ab,<br />
ich kann sie nicht mehr sehen.</p>
<p>Sie schreit mich an, jeden Tag,<br />
schreit und schlägt mir ins Gesicht.<br />
Häng sie ab, häng sie ab,<br />
ich kann sie nicht mehr sehen.<span id="more-4996"></span></p>
<p>Sie sagt: Ich bin so stolz,<br />
ach, ich bin so stolz auf dieses Land.<br />
Sie sagt: Die Vergangenheit,<br />
Vergangenheit geht mich nichts an.</p>
<p>Deine wehende Fahne,<br />
häng sie ab,<br />
ich kann sie nicht mehr sehen.</p>
<p>Ich frage dich, ob sie mich liebt,<br />
hat sie mich je beansprucht?<br />
Du sagst mir, dass doch du sie liebst,<br />
doch sie gibt nichts zurück.</p>
<p>Deine wehende Fahne<br />
ist wichtiger als jeder Mensch.<br />
Wichtiger als die Geschichte,<br />
wichtiger als aller Zukunft.</p>
<p>Deine wehende Fahne,<br />
häng sie ab,<br />
ich kann sie nicht mehr sehen.</p>
<p>Sie sagt: Ich muss doch stolz sein,<br />
weil ich ja nichts hab.<br />
Sie sagt: Du sollst mich wollen,<br />
ansonsten sollst du gehen.</p>
<p>Deine Fahne schreit mich an -<br />
Deine Fahne schlägt mich -<br />
Deine Fahne hält mich fest -<br />
Deine Fahne peitscht mich aus -</p>
<p>Wenn ich nicht will,<br />
was sie will,<br />
will sie von dir,<br />
dass du mich -</p>
<p>Deine wehende Fahne,<br />
häng sie ab,<br />
sie erschießt mich!</p>
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		<title>Nationaldemokratische E-Post</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2011/02/13/nationaldemokratische-e-post/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 16:40:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Faschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>

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		<description><![CDATA[Der taz wurden mehr als 60.000 interne E-Mails von NPD-Akteuren zugespielt, welche die Zeitung nun online veröffentlicht hat. Im Folgenden ein Auszug daraus: Ich will ja nicht sagen das Ich mit allem, was unser Führer gemacht hat, einverstanden bin aber das Judenproblem hat er ja recht gut in den Griff bekommen ist das nicht auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Der<em> taz</em> wurden <a title="taz.de - Interne NPD-Mails veröffentlicht" href="http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/interne-npd-mails-veroeffentlicht/" target="_blank">mehr als 60.000 interne E-Mails</a> von NPD-Akteuren zugespielt, welche die Zeitung nun online veröffentlicht hat. Im Folgenden ein Auszug daraus:</p>
<blockquote><p>Ich will ja nicht sagen das Ich mit allem, was unser Führer gemacht hat, einverstanden bin aber das Judenproblem hat er ja recht gut in den Griff bekommen ist das nicht auch in einer abgespeckten Version für Migranten möglich so eine Art Jagdschein.<span id="more-4600"></span></p>
<p>Ich habe mir mal Gedanken gemacht, was währe, wen wir keine Ausländer mehr in Deutschland hätten. [...] Die Liste kann man endlos lange weiterführen und man wird feststellen, dass es nur Vorteile hat.</p>
<p style="text-align: right;">(<a title="taz - NPD-Mail 69" href="http://www.taz.de/npd-mails/msg00069.html" target="_blank">Quelle</a>)</p>
</blockquote>
<p>Es scheint das porentief verinnerlichte Deutschtum eines Neonazis die deutsche Rechtschreibung nicht einzuschließen. Dennoch sind die Veröffentlichungen eine gute, solide Rechtsgrundlage für ein öffentliches Vorgehen gegen die NPD. Gleichzeitig sollte das Abfangen dieser privaten E-Mails aber auch aufs neue die Frage nach der Sicherheit im Internet aufwerfen &#8211; und einmal mehr auf den positiven Effekt der Nachrichtenverschlüsselung hinweisen.</p>
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		<title>Demo gegen rechts in Bergedorf</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2011/01/08/demo-gegen-rechts-in-bergedorf/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Jan 2011 01:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bergedorf]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Faschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 15. Januar wird in Hamburg-Bergedorf eine Demonstration unter dem Motto &#8220;Neonazistrukturen aufdecken &#8211; Rassismus bekämpfen!&#8221; stattfinden. Sie stellt den vorläufigen Höhepunkt einer Kampagne gegen rechte Strukturen und Zustände vor Ort dar. Diese ist in Reaktion auf vermehrte rechts motivierte Vorfälle im vergangenen Jahr von Bergedorfer AntifaschistInnen ins Leben gerufen worden. Im Rahmen der Kampagne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Am 15. Januar wird in Hamburg-Bergedorf eine Demonstration unter dem Motto &#8220;Neonazistrukturen aufdecken &#8211; Rassismus bekämpfen!&#8221; stattfinden. Sie stellt den vorläufigen Höhepunkt einer Kampagne gegen rechte Strukturen und Zustände vor Ort dar. Diese ist in Reaktion auf vermehrte rechts motivierte Vorfälle im vergangenen Jahr von Bergedorfer AntifaschistInnen ins Leben gerufen worden. Im Rahmen der Kampagne fanden mehrere Veranstaltungen statt, unter anderem ein Filmabend, ein Infostand und zwei Vorträge. Am Vorabend zur Demonstration, also am Freitag, findet um 19 Uhr eine Informations- und Mobilisierungsveranstaltung mit anschließender Party im selbstverwalteten Jugendzentrum <a title="Website des Unser Haus e. V." href="http://unserhausev.de/" target="_blank"><em>Unser Haus e. V.</em></a> statt.<span id="more-4496"></span></p>
<p>Die Demonstration geht am <strong>Samstag, den 15. Januar 2011, um 15 Uhr</strong> am Lohbrügger Markt in Hamburg-Bergedorf los. Es sind alle (außer natürlich Nazis) herzlich dazu eingeladen, sich an einer bunten, lautstarken Demonstration zu beteiligen! Abends findet im Jugendzentrum <em>Unser Haus e. V.</em> ein Konzert statt.</p>
<p>Weitere Informationen:</p>
<ul>
<li><a title="Antifa Bergedorf" href="http://antifabergedorf.blogsport.de/" target="_blank">Antifa Bergedorf</a></li>
<li><a title="Indymedia - Antifa-Kampagne HH-Bergedorf" href="http://de.indymedia.org/2011/01/297357.shtml" target="_blank">Überblick über die Kampagne</a></li>
</ul>
<p><small>Hinweis an alle Blogger, Twitterer, Facebooker und sonstige Freunde des Webzweinull:<br />
Es wäre schön, wenn ihr die Nachricht über die Demonstration weiterleiten könntet.</small></p>
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		<title>Bekehrtes böses Braun</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/12/15/bekehrtes-boses-braun/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 13:13:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Tony Kayes „American History X“ beleuchtet die US-amerikanische Neonazi-Szene anhand eines Mordfalls: Der rechtsradikale Skinhead Derek, so beginnt der Film, ermordet zwei Afroamerikaner, die sein Auto stehlen wollten. Daraufhin erhält er eine dreijährige Haftstrafe wegen Totschlags. Während er im Gefängnis sitzt, avanciert er innerhalb der Szene zur Legende und wird als Held gefeiert. Derweil nimmt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Tony Kayes „American History X“ beleuchtet die US-amerikanische Neonazi-Szene anhand eines Mordfalls: Der rechtsradikale Skinhead Derek, so beginnt der Film, ermordet zwei Afroamerikaner, die sein Auto stehlen wollten. Daraufhin erhält er eine dreijährige Haftstrafe wegen Totschlags. Während er im Gefängnis sitzt, avanciert er innerhalb der Szene zur Legende und wird als Held gefeiert. Derweil nimmt Dereks jüngerer Bruder Danny immer Eigenschaften seines großen Bruders an. Danny hat nach dem Tod des Vaters in Derek sein neues Vorbild gefunden, sich ebenfalls die Haare kurzgeschoren und denselben Hitler-Fetisch entwickelt. Schließlich macht sich der afroamerikanische Schulleiter Sweeney erhebliche Sorgen, als Danny in einem Aufsatz mit dem Titel „My Mein Kampf“ seine Weltsicht zum Ausdruck bringt.<span id="more-4447"></span></p>
<p>Ebendieser Schulleiter hat den inhaftierten Derek regelmäßig im Gefängnis besucht und ihn dazu gebracht, seine Situation zu reflektieren und aus der Verhaftung eine Lektion zu lernen. Zunächst reagiert Derek mit Ablehnung, er sei von seiner Ideologie überzeugt, da sie ihm eine Antwort auf seine Fragen zur Gesellschaft gebe. Sweeney erklärt, er müsse die richtigen Fragen stellen, etwa: „Hat sich durch das, was du tust, dein Leben gebessert?“ Da bricht Dereks Weltbild plötzlich zusammen. Nach und nach macht er weitere entscheidende Erfahrungen im Gefängnis, sodass er schließlich geläutert herauskommt und als braver Bub krampfhaft versucht, die zerrüttete Familiensituation zu harmonisieren.</p>
<p>Dazu muss er das gestörte Verhältnis zu seiner Mutter wieder aufbauen, aus der hierarchischen Neonazi-Szene aussteigen und außerdem seinen kleinen Bruder davon abbringen, sich weiter im braunen Sumpf hochzuarbeiten. Das klappt auch alles hervorragend: Die Mutter empfängt den verlorenen Sohn mit offenen Armen, dem ideologischen Führer der rassistischen Skinheads gibt Derek ein paar aufs Maul. Beim Bruder Danny ist es zwar nicht ganz so leicht, doch Derek wird zum Philosophen und erklärt kurzerhand: „Hass ist Ballast. Das Leben ist zu kurz dafür, dass man immer nur wütend ist. Das ist es einfach nicht wert.“ Schon ist Danny bekehrt.</p>
<p>Der Film glänzt dort, wo sich das Drehbuch weniger einmischt: Der Verwandlungskünstler Edward Norton, für <a title="Filmzentrale - Edward Norton" href="http://www.filmzentrale.com/essays/nortongs.htm" target="_blank">Georg Seeßlen</a> das „Chamäleon der Generation X“, spielt die Hauptrolle des stereotypen Neonazis so ganz und gar nicht stereotyp. Er stellt einen vielschichtigen Charakter mit mehreren Gesichtern dar: Mal ist Norton der muskelbepackte Schlägertyp, mal der nette Typ von nebenan. Und obwohl die Personenkonstellation dies überhaupt nicht vermuten lässt, erregt der mörderische Neonazi stellenweise sogar Mitleid. Eine solche darstellerische Leistung wirkt authentisch und nicht allzu konstruiert. Davon kann beim erzählerischen Aufbau der Geschichte leider nicht die Rede sein, wirkt sie doch geradezu märchenhaft, wenn der böse Neonazi nur gehörig wachgerüttelt werden muss, um zu Verstand zu kommen.</p>
<p>Es ist dem Regisseur allerdings weitgehend gelungen, nicht nur die soziale Struktur, sondern auch den ideologischen Hintergrund der radikalen Rechten zu klären. Dies wird maßgeblich über das Argument des sozialen Einflusses geleistet – dabei spielt vor allem das Konstrukt der Vorbildrolle in Erziehung herangezogen. Der Vater der beiden Brüder wird in Rückblenden als tendenziell rassistisch und im Privaten sehr dominant gezeigt. Derek bewundert ihn und nähert sich so faschistoidem Gedankengut an.<br />
Nach seiner Wiederkehr aus der Haftanstalt fügt er sich in die Rolle des Vaters ein, der die Familie als Entschädigung zurück ins Glück führen will. Der Regisseur stellt das Böse hier als zwingend hergeleitet, also durch soziale Einflüsse bedingt dar, indem er das konventionelle Familienbild – den <em>American Way of Life</em> – vollständig dekonstruiert. Zugleich greift  Derek in einer Szene ebendiese These an: Verbrechen seien nicht gesellschaftlich erklärbar oder zu entschuldigen, sondern einzig und allein auf die Herkunft zurückzuführen.</p>
<p>Leider fügen sich im Handlungsverlauf des Films die genannten Aspekte – die Organisationsstruktur der Neonazis, die sozialen Einflüsse und die ideologische Stütze – nicht fließend zusammen. Die eine oder andere Szene hinterlässt manchmal den Eindruck einer dramaturgisch schlecht verpackten Aussage. Und wenn man meint, dem zahlungskräftigen Publikum zu viel des Inhalts zuzumuten, lässt man einfach das Wort „Nigger“ fallen – spätestens dann kann man wieder mit der vollen Aufmerksamkeit aller Zuschauer rechnen.<br />
Rainer Leurs (<a title="Filmszene - American History X" href="http://www.filmszene.de/kino/a/american.html" target="_blank">Filmszene.de</a>) meint, dass sich „American History X“ nicht als leichte Aufklärungskost eigne, da er „zu viel eigenes Nachdenken und Vorwissen“ voraussetze. Es sei außerdem brisant, wenn „gewisse rechte Phrasen … unreflektiert im Raum stehen“ gelassen werden. Angesichts der mehrheitlich auf Stammtischniveau zurückgeschraubten Gesellschaft kann ich dem leider nur zustimmen.</p>
<p>„American History X“ ist ohne Frage ein beeindruckender Film. Er vermittelt einen spannenden Blick in die US-amerikanische Neonazi-Szene – hat leider aber neben Edward Norton kaum mehr schauspielerisches Talent zu bieten. Auch das Drehbuch überzeugt nur stellenweise. Lediglich der Schluss überrascht den Zuschauer, spannende Wendepunkte gibt es vorher nicht. Die Katharsis Dereks lässt sich überdies schon zu Beginn vorausahnen. In diesem Bereich hätte der Film also mehr leisten können, allerdings machen seine thematische Besonderheit und die inhaltliche Stärke dies im Gesamteindruck wieder wett.</p>
<p>Was jedoch störend auffällt, ist die Rolle der demokratischen Mitte im Film. Diese tritt etwa in der Rolle des Rektors Sweeney, aber auch durch Derek selbst auf und gibt scheinbar die Ansicht des Regisseurs wieder: Die Kritik an Neonazis wird im wesentlichen als Kritik am sogenannten Extremismus im Allgemeinen formuliert. In dieser oberflächlichen Form ließe sie sich auch auf die linke Bewegung projizieren. Denn wenn Sweeney fragt, ob sich durch das politisch motivierte Verbrechen Dereks sein Leben geändert habe, dann stellt er auch ganz grundsätzlich den Sinn politischer Aktivität infrage. Und zieht sich Derek schließlich in ein bürgerliches Leben in Frieden zurück, so erscheint dies als Lösungsvorschlag. Kurz vor Ende zitiert der kleine Danny <a title="The Library of Congress - &quot;We Must Not Be Enemies&quot;" href="http://www.loc.gov/wiseguide/mar04/enemies.html" target="_blank">Abraham Lincoln</a> mit den bekannten Worten: „Wir dürfen keine Feinde sein“, und reduziert damit die gesamte Aussage des Films auf liberales Gerede. Zwar sollte die Grundlage politischen Strebens sicherlich Menschenliebe und nicht Menschenhass sein. Doch Blauäugigkeit ist nicht die Medizin der Gesellschaft.</p>
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		<title>Wort zum Alltag 7/10</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/07/15/wort-zum-alltag-710/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 14:32:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der 500. Beitrag im Zementblog! Lieber Joachim, du hast &#8220;kommunistische Bewegungen, wenn sie beispielsweise in Südamerika gegen Unterdrückung gekämpft haben, immer als Verbündete gesehen&#8221;. Doch, so musstest du im Gespräch mit &#8220;Spiegel Online&#8221; weiter anmerken, &#8220;überall dort, wo Kommunisten herrschten und herrschen, gab und gibt es [...] keine freie Meinung. Mit dieser Art Kommunisten&#8221; habest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p style="text-align: center;"><em><strong>Der 500. Beitrag im Zementblog!</strong></em></p>
<hr /><em>Lieber Joachim,</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/bastispicks/3266436625/" target="_blank"><img class="alignright" style="margin: 10px;" title="Joachim Gauck" src="http://farm4.static.flickr.com/3487/3266436625_905665b2cc_m.jpg" alt="Joachim Gauck, Bundespräsidentschaftskandidat" width="192" height="130" /></a><br />
du hast &#8220;kommunistische Bewegungen, wenn sie beispielsweise in Südamerika gegen Unterdrückung gekämpft haben, immer als Verbündete gesehen&#8221;. Doch, so musstest du im Gespräch mit &#8220;<a title="Spiegel Online - Gauck warnt vor Rot-Rot-Grün" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,700661-2,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a>&#8221; weiter anmerken, &#8220;überall dort, wo Kommunisten herrschten und herrschen, gab und gibt es [...] keine freie  Meinung. Mit dieser Art Kommunisten&#8221; habest du nichts gemeinsam.<span id="more-3880"></span></p>
<p>Dennoch unterzeichnetest du 2008 die <em>Prager Erklärung zum Gewissen Europas und zum Kommunismus</em>, die unter anderem die Forderung enthielt, man solle die Geschichtsbücher dahingehend überholen, dass europäische Kinder gleichermaßen vor dem Kommunismus wie vor dem Nationalsozialismus gewarnt werden (<a title="Wikipedia - Prager Erklärung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prager_Erkl%C3%A4rung" target="_blank">Wikipedia</a>). In diesem Jahr unterschriebst du auch die <em>Erklärung über die Verbrechen des Kommunismus</em>, zu der der Mitunterzeichner Martin Mejstřík behauptete, der Kommunismus sei keine Philosophie, sondern eine verbrecherische Ideologie (<a title="Wikipedia - Erklärung über die Verbrechen des Kommunismus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erkl%C3%A4rung_%C3%BCber_die_Verbrechen_des_Kommunismus" target="_blank">Wikipedia</a>). Schließt du dich dieser Aussage an &#8211; und davon gehe ich aus -, so widersprichst du deinen Aussagen im Interview mit &#8220;Spiegel Online&#8221;.</p>
<p>Ich fasse zusammen: Du bist nicht nur bekennender Antikommunist, wobei du Ideologie und Verbrechen gleichsetzt, sondern verharmlost auch noch den Nationalsozialismus, indem du diesen und den Kommunismus auf eine Ebene zu bringen scheinst. So zitiert dich &#8220;Konkret&#8221; in der aktuellen Ausgabe mit den Worten: &#8220;Im Westen währte die braune Diktatur zwölf Jahre, im Osten aber kamen noch 44 rote Jahre dazu.&#8221; Für mich ist es nur allzu einleuchtend, warum Die Linke nicht für dich gestimmt hat.</p>
<p><em>Kommunisten fressen keine Kinder,<br />
lieben Gruß,</em></p>
<p><em>Jan</em></p>
<p><strong>Brschloch des Monats</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Philipp Rösler</span></p>
<blockquote><p>&#8220;[...] Die Patienten selber werden nicht belastet, denn die müssen ja schon  höhere Beiträge bezahlen. Wie gesagt, ein ausgewogenes und gerechtes  Paket. [...] &#8211; Nein, die Patienten werden in dem Sparpaket nicht belastet. Da möchte  ich noch mal drauf hinweisen.&#8221;</p>
<p style="text-align: right;">(Rösler im Interview mit <a title="Deutschlandfunk - Interview mit Philipp Rösler" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1218938/" target="_blank">Deutschlandfunk</a>)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;"><small>Bild: <a title="Flickr - Sebastian Hillig" href="http://www.flickr.com/photos/bastispicks/" target="_blank">Sebastian Hillig</a> / Flickr</small></p>
<div class="shr-publisher-3880"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Querpresse: Überlesenes</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/04/26/querpresse-uberlesenes/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 18:25:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den letzten Wochen und Tagen sind einige wichtige Nachrichten teils untergegangen, teils unerwähnt geblieben oder aber als &#8220;mutmaßlich&#8221;, also aus ungesicherten Quellen stammend präsentiert und abgetan wor­den. Manche sind einfach einer besonderen Erwähnung würdig. Aber eins nach dem anderen. Zunächst ein mittlerweile schon etwas weiter zurückliegendes Ereignis, das selbst in den Lokalblät­tern kaum eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p style="text-align: justify;">In den letzten Wochen und Tagen sind einige wichtige Nachrichten teils untergegangen, teils unerwähnt geblieben oder aber als &#8220;mutmaßlich&#8221;, also aus ungesicherten Quellen stammend präsentiert und abgetan wor­den. Manche sind einfach einer besonderen Erwähnung würdig. Aber eins nach dem anderen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zunächst ein mittlerweile schon etwas weiter zurückliegendes Ereignis, das selbst in den Lokalblät­tern kaum eine Bemerkung wert gewesen zu sein schien: Am Ostermontag haben Neonazis die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Neuengamme" target="_blank">KZ-Gedänkstätte Neuengamme</a> mit Hakenkreuzen und dem Kennzeichen &#8220;C18&#8243; (Merkmal der radikal nationalsozialistischen Organisation &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Combat_18" target="_blank">Combat 18</a>&#8220;) beschmiert (siehe auch <a href="http://de.indymedia.org/2010/04/277504.shtml" target="_blank">Indymedia</a>).<span id="more-3543"></span> In einer Pressemitteilung fordert die <a href="http://ag-neuengamme.de/" target="_blank">Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e. V.</a> den umgebenden Bezirk Ham­burg-Bergedorf auf, &#8220;künftig dafür Sorge zu tragen, dass eine solche Schändung nicht wieder mög­lich&#8221; ist. Seltsam, dass ein solcher Skandal in den Medien &#8211; nicht nur in der Presse &#8211; derart ausge­blendet wird. Natürlich handelt es sich &#8220;nur wieder um eine weitere rechtsradikale Tat&#8221;, aber viel­leicht ist die Erwähnung derer der Öffentlichkeit auch gar nicht so recht, zumal sich die konservative Politik jetzt auch verstärkt auf &#8220;Linksradikale&#8221; konzentrieren will.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 226px"><a href="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/04/collateral_murder.png"><img class="size-medium " style="margin: 10px;" title="Massenmord im Irak" src="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/04/collateral_murder-300x212.png" alt="" width="216" height="152" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Sieh dir diese toten Bastarde an!&quot;</p></div>
<p style="text-align: justify;">Nächster Punkt: die neueste Enthüllung von WikiLeaks &#8211; ein Video namens &#8220;<a href="http://www.collateralmurder.com/" target="_blank">Collateral Murder</a>&#8220;, das &#8220;ein [...] Kriegsverbrechen von US-Soldaten im Irak dokumentiert&#8221; (<a href="http://www.jungewelt.de/2010/04-07/063.php" target="_blank">junge Welt</a>). Die Aufnahme fand von einem US-Militärhubschrauber aus statt und zeigt, wie ein Einsatzkommando scheinbar spontan eine Gruppe harmlos wirkender Menschen ohne ersichtlichen Grund niederschießt. Zwei der hingerichteten Menschen waren Journalisten der Agentur Reuters, also ganz klar keine potentiel­le Gefahr. Dieses Massaker führe laut <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/147387" target="_blank">Telepolis</a> die &#8220;totale moralische Verwahrlosung des Menschen in der Alltäglichkeit des Krieges&#8221; vor Augen. Telepolis zitiert im folgenden die amerikanische Mili­tärführung, die mit den Worten reagiert habe, der Akt sei ganz und gar &#8220;nach den Regeln des be­waffneten Konflikts und in Übereinstimmung mit den Einsatzregeln des US-Militärs&#8221; verlaufen. In den Nachrichten ist das Video nicht gerade rege diskutiert worden. Selbstverständlich hat jedes Blatt und jeder Sender davon berichtet, aber immer wieder mit der Bemerkung, WikiLeaks sei keine seri­öse Quelle, deshalb gäbe es keine Möglichkeit, eine fundierte Debatte zu beginnen.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/04/menschenkette.jpg"><img class="size-thumbnail  " style="margin: 10px;" title="Menschenkette gegen Atomkraft" src="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/04/menschenkette-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Der Moment des Händchenhaltens.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Und zuletzt sei die Menschenkette gegen Atomkraft am vergangenen Samstag erwähnt, die quer durch Norddeutschland vom AKW Brünsbüttel über Hamburg bis zum AKW Krümmel führte. Nach Angaben der veranstaltenden Organisationen machten sich auf mehr als 120 Kilometern etwa 120.000 <a href="http://taz.de/1/nord/artikel/1/atomkraftgegner-machen-sich-lang/" target="_blank">Atomkraftgegner lang</a> &#8211; der reibungslose Ablauf und die tolle Beteiligung . Gleichzeitig de­monstrierten 20.000 Menschen vor dem AKW Biblis in Hessen sowie 7.000 Personen beim Atom­müll-Zwischenlager in Ahaus (Nordrhein-Westfalen). Die Sprecher des Trägerkreises (<a href="http://www.anti-atom-kette.de/pressemeldungen/pressemitteilungen/artikel/302826667e/groesste-proteste-in-der-geschichte-1.html" target="_blank">KettenReAktion</a>) bezeichnen die groß angelegte Aktion als die &#8220;größten Proteste, die es [...] in der Bundesrepublik je gegeben hat&#8221; und fordern die Bundesregierung auf, aus dem Tag &#8220;Konsequenzen [zu] ziehen&#8221;. Es wurden außerdem weitere Proteste in Aussicht gesetzt, sofern die schwarz-gelbe Regierung weiter &#8220;an ihrem Atomkurs&#8221; festhalte.</p>
<p style="text-align: right;"><small>Bilder: WikiLeaks.org, Inken Bruns</small></p>
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		<title>Soldat im Regen</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 13:05:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Keine Heimat habe ich. Gedemütigt hat man mein Volk. Auf wen soll ich noch schießen? In Versaille hat man meinen Untergang beschlossen und ich kann nichts dagegen tun. In Weimar ging das Unheil für die Unterdrückten weiter und ich kann immer noch nichts tun. Den Arm schlug man mir ab, damit ich nicht mehr schießen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/03/soldat.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3430" style="margin: 10px;" title="Soldat im Regen" src="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2010/03/soldat-225x300.jpg" alt="" width="135" height="180" /></a>Keine Heimat habe ich. Gedemütigt hat man mein Volk. Auf wen soll ich noch schießen? In Versaille hat man meinen Untergang beschlossen und ich kann nichts dagegen tun. In Weimar ging das Unheil für die Unterdrückten weiter und ich kann immer noch nichts tun.</p>
<p>Den Arm schlug man mir ab, damit ich nicht mehr schießen kann. Die Zunge schnitt man mir heraus, damit ich mich nicht empören kann. Die Füße sägte man mir von den Beinen, damit ich auch nicht fortlaufen kann. Ausgelaugt ist mein Körper, ausgelaugt meine Seele.<span id="more-3429"></span></p>
<p>Beraubt meines Geistes und meiner Ehrfurcht der Nation gegenüber stehe ich nun da &#8211; und es beginnt zu regnen. Oh, unseliges Deutschland. Ich habe meinen Stolz gegen die Demütigung eingetauscht und muss nun als vergewaltigter, geschundener und seiner Heiligtümer beraubter Krüppel sterben, hier im Dreck.</p>
<div class="shr-publisher-3429"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Blockiert und verhindert</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 16:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leider habe ich es nicht geschafft, am gestrigen Tag zur Blockade des Nazi-Aufmarsches in Dresden zu fahren. Trotzdem habe ich das Geschehen per Ticker und Radio mitverfolgt. Auch die &#8220;taz&#8221; berichtete in Echtzeit über die vielen Zwischenfälle und Blockaden in Sachsens Hauptstadt. Insgesamt ist ein großer Erfolg für die Protestbewegung zu verbuchen: Der Aufmarsch der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://www.flickr.com/photos/realname/4354005129/" target="_blank"><img class="alignleft" style="margin: 10px;" title="Anti-Nazi-Demo in Dresden" src="http://farm5.static.flickr.com/4013/4354005129_59c3411990_m.jpg" alt="Anti-Nazi-Demo in Dresden" width="240" height="159" /></a>Leider habe ich es nicht geschafft, am gestrigen Tag zur Blockade des Nazi-Aufmarsches in Dresden zu fahren. Trotzdem habe ich das Geschehen per Ticker und Radio mitverfolgt. Auch die <a title="taz - Demo-Ticker: &quot;Wenn keine Steine fliegen&quot;" href="http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/passt-aufeinander-auf/" target="_blank">&#8220;taz&#8221; berichtete in Echtzeit</a> über die vielen Zwischenfälle und Blockaden in Sachsens Hauptstadt. Insgesamt ist ein großer Erfolg für die Protestbewegung zu verbuchen: Der Aufmarsch der Neonazis musste abgesagt werden.<span id="more-3098"></span></p>
<p>Im Vorfeld der Gegenbewegung zum jährlich stattfindenden, europaweit größten Nazi-Aufmarsch in Gedenken an die &#8220;deutschen Opfer des alliierten Bombenterrors&#8221;, bei dem die Opferzahlen immer wieder verfälscht werden, um die Nazi-Verbrechen durch den &#8220;Bombenholocaust&#8221; zu relativieren und der sich dieses Jahr zum 65. Mal jährte, gab es bereits konfliktreiche Vorfälle. Die <a title="Unruhen zu unruhig" href="http://www.zementblog.de/2010/01/20/unruhen-zu-unruhig/" target="_self">Polizei kriminalisierte den Protest</a> mit der Begründung, dass der Schriftzug &#8220;Gemeinsam blockieren&#8221; auf den Plakaten des Bündnisses &#8220;Nazifrei &#8211; Dresden stellt sich quer!&#8221; ein Aufruf zur Straftat sei. Sie ließ unter anderem Bundestagsabgeordnete Dorothée Menzner von der Linkspartei <a title="Dresden nazifrei! - Bundestagsabgeordnete beim Plakatieren festgenommen" href="http://www.dresden-nazifrei.com/?p=571" target="_blank">festnehmen</a>, führte <a title="IndyMedia - Hausdurchsuchungen wegen 13. Februar" href="http://de.indymedia.org/2010/01/271197.shtml" target="_blank">Hausdurchsuchungen in Berlin und Dresden</a> durch und <a title="Störungsmelder - Polizei geht gegen Dresden-Plakat vor" href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2010/01/19/polizei-geht-gegen-dresden-plakat-vor_2396" target="_blank">beschlagnahmte Rechner sowie Mobilisierungsmaterial</a>. Innenminister Markus Ulbig (CDU) ließ zudem Spezialwaffen aus den USA anschaffen, die das SEK pünktlich zur Demonstration einsetzen durfte &#8211; die <a title="Bild.de - SEK setzt neue Waffe ein" href="http://www.bild.de/BILD/regional/dresden/aktuell/2010/02/10/puenktlich-zur-neonazi-demonstration-13-februar/sek-setzt-neue-waffen-aus-den-usa-ein.html" target="_blank">Bild-Zeitung schrieb dazu</a>: &#8220;Zum ersten Mal dürfen die Elitepolizisten Pfefferkugeln auf Chaoten feuern&#8221;.</p>
<p>Dann der große Tag: Von überall aus Deutschland und deutschsprachigen Ländern fuhren Busse und Züge Nazis wie Gegendemonstranten nach Dresden. Schon um 10.30 Uhr waren tausende Menschen auf den Straßen, es hatten sich bereits drei Blockaden gebildet. Eine Stunde später waren etwa 7.000 Gegendemonstranten vor Ort; einige davon hatten die Bahngleise versperrt, um die Anreise weiterer Neonazis zu verhindern. Um 13.00 Uhr waren insgesamt 10.000 Menschen an Blockaden in der Neustadt beteiligt. Inzwischen ist es zu gewalttätigen Übergriffen seitens der Nazis gekommen, die in großen Gruppen versuchen, in die Innenstadt zu gelangen.</p>
<p>Die Polizei scheint zunehmend den Überblick zu verlieren, reagiert unter anderem verspätet auf Angriffe der Nazis gegen Teilnehmer der Massenblockaden. Lena Roth, Sprecherin des Aktionsbündnisses &#8220;Nazifrei &#8211; Dresden stellt sich quer!&#8221;, erklärt: &#8220;Die Polizei hat die Nazis offenbar nicht Griff. Die Brutalität der Angriffe ist ganz klar Ausdruck ihres von Hass und Menschenverachtung gekennzeichneten Weltbilds. Genau deshalb müssen die Nazis gestoppt werden!&#8221;</p>
<p>Schließlich kommt es gegen 15 Uhr zu einem Überfall auf ein alternatives Kulturzentrum durch circa 500 Rechtsextreme. Während die Polizei nicht einschreitet und sich stattdessen weiterhin um die Abriegelung der Neustadt bemüht, werden mehrere Menschen brutal angegriffen. Es bleibt mindestens ein Schwerverletzter zurück. Sprecherin Roth zu dem Vorfall: &#8220;Hier hat die Einsatzleitung der Dresdner Polizei völlig versagt.&#8221;</p>
<p>Um 16.48 Uhr dann die große Nachricht von der Polizei: Die geplante Veranstaltung der Nazis ist abgesagt &#8211; die Massenblockaden von 10.000 mobilisierten Teilnehmern der Gegendemonstration <a title="Dresden nazifrei! - Dresden dank Massenblockaden nazifrei!" href="http://www.dresden-nazifrei.com/?p=1257" target="_blank">waren erfolgreich</a>! Erstmals, so Roth, sei es gelungen, den größten Nazi-Aufmarsch Europas zu verhindern.</p>
<p>Es beginnt zu dämmern, die &#8220;taz&#8221; warnt: &#8220;Die Sonne geht unter. Passt auf, achtet auf eure Freunde, lasst niemand allein! Neonazis streunen in Kleingruppen durch Dresden. In den vergangenen Tagen ist in Nazi-Foren explizit zu Gewalt aufgerufen worden.&#8221; Auch auf Raststätten in der Umgebung Dresdens hatten sich vermutlich einige Nazis stationiert, sodass die Busse der abreisenden Gegendemonstranten dazu aufgefordert wurden, auf den ersten 100 Kilometern nicht anzuhalten. In Pirna schmissen rund 100 Rechtsextreme die Scheiben eines SPD-Bürgerbüros ein, in Gera wurden 183 Teilnehmer der rechtsextremen Bewegung wegen Landfriedensbruch festgenommen.</p>
<p>Trotz Hindernissen wie Gewalt und eisiger Kälte ein Erfolg &#8211; die Nazi-Veranstaltung konnte verhindert werden. Interessante Artikel, die den Verlauf der Gegendemonstration zusammenfassen, sind bei <a title="IndyMedia - Massenblockaden in Dresden: Ablauf" href="http://www2.de.indymedia.org/2010/02/273237.shtml" target="_blank">IndyMedia</a> sowie der <a title="taz - Niederlage für die Rechten" href="http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/niederlage-fuer-die-rechten/" target="_blank">&#8220;taz&#8221;</a> zu finden.</p>
<p style="text-align: right;"><small>Bild: <a title="Flickr - realname" href="http://www.flickr.com/photos/realname/" target="_blank">realname</a></small></p>
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		<title>News (4. Februar &#8217;10)</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/02/04/news-4-februar-10/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 18:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Pharmaindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Die für den Trubel um die sogenannte Schweinegrippe Verantwortlichen der Weltgesundheitsorganisation WHO wurden im Europarat angehört. War die Pandemie nur ein großer Bluff? Martin Durm vom ARD berichtet. Der durch einen tödlichen Ski-Unfall bekannte CDU-Ministerpräsident Dieter Althaus steigt beim Konzern Magna ins Autogeschäft ein. Gabriele Oertel über den Fall. Obwohl die Afghanistan-Gespräche in London etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><ol>
<li>Die für den Trubel um die sogenannte Schweinegrippe Verantwortlichen der Weltgesundheitsorganisation WHO wurden im Europarat angehört. War die Pandemie nur ein großer Bluff? <a title="Tagesschau - Schweinegrippe: Ein großer Bluff?" href="http://www.tagesschau.de/ausland/schweinegrippe730.html" target="_blank">Martin Durm vom ARD berichtet</a>.</li>
<li>Der durch einen tödlichen Ski-Unfall bekannte CDU-Ministerpräsident Dieter Althaus steigt beim Konzern Magna ins Autogeschäft ein. <a title="Neues Deutschland - Althaus spielt die Magna-Karte" href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/164100.althaus-spielt-die-magna-karte.html" target="_blank">Gabriele Oertel über den Fall</a>.</li>
<li>Obwohl die Afghanistan-Gespräche in London etwas anderes in Aussicht stellten, wird der Krieg in und um Kundus weiterhin intensiviert &#8211; <a title="Junge Welt - US-Aufmarsch bei Kundus" href="http://www.jungewelt.de/2010/01-30/059.php" target="_blank">junge Welt zum US-Aufmarsch</a>.</li>
<p><span id="more-3026"></span></p>
<li>Was denkt das Internet über Adolf Hitler? Bezieht man sich auf Ergebnisse der Suchmaschine Google, ist die Meinung dazu zu knapp <a title="WhatDoesTheInternetThink.net - Adolf Hitler" href="http://www.whatdoestheinternetthink.net/index.php?s=Adolf+Hitler&amp;st=google" target="_blank">75 % positiv</a>.</li>
</ol>
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		<title>Unruhen zu unruhig</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/01/20/unruhen-zu-unruhig/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 18:58:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hört auf, zu jammern &#8211; schließlich ist doch alles gut! Hier in Deutschland, da läuft doch alles prima. Stellt euch nur die große Zukunft vor &#8211; eine deutsche Nation mit Arbeitslagern (auch bekannt als &#8220;Kochtöpfe&#8221;) wider die Faulheit, mit Freiraum auch für Neonazis (&#8220;Demokratie&#8221; genannt), und mit einem neuen, kostenpflichtigen Schulsystem für die, die sich&#8217;s [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Hört auf, zu jammern &#8211; schließlich ist doch alles gut! Hier in Deutschland, da läuft doch alles prima. Stellt euch nur die große Zukunft vor &#8211; eine deutsche Nation mit <a title="Sockenblog - Deutschland ist ein Sozialstaat!" href="http://www.sockenblog.com/2010/01/deutschland-ist-ein-sozialstaat-und-hat-das-auch-zu-bleiben/" target="_blank">Arbeitslagern</a> (auch bekannt als &#8220;Kochtöpfe&#8221;) wider die Faulheit, mit Freiraum auch für Neonazis (&#8220;Demokratie&#8221; genannt), und mit einem neuen, kostenpflichtigen Schulsystem für die, die sich&#8217;s leisten können (scherzhaft &#8220;Guido&#8217;s Paradise&#8221;).</p>
<p>Einfach traumhaft. Deshalb arbeitet die Bundesrepublik zur Zeit auch engagiert an einer Umsetzung dieser Ziele.<span id="more-2743"></span> Zuletzt konnte man dieses vorbildliche Engagement in Berlin und Dresden beobachten, als die Polizei <a title="Indymedia - Hausdurchsuchungen wegen 13. Februar" href="http://de.indymedia.org/2010/01/271197.shtml" target="_blank">Hausdurchsuchungen</a> gegen das aufmüpfige Bündnis &#8220;<a title="Offizielle Homepage von &quot;Dresden nazifrei&quot;" href="http://www.dresden-nazifrei.de/" target="_blank">Dresden nazifrei</a>&#8221; durchführte. Dieser Zusammenschluss pöbelnder Aktivisten aus Partei-Jugenden, Antifa und anderem Pack hat doch tatsächlich einen <a title="Junge Welt - Jetzt erst recht!" href="http://www.jungewelt.de/2010/01-21/041.php" target="_blank">Protest gegen den Nazi-Aufmarsch</a> in Dresden am 13. Februar geplant! Wie kommt man nur dazu, den Prozess der Entnazifizierung endlich abschließen zu wollen?</p>
<p>Solch soziale Unruhen wollen wir nicht in unserer Heimat. Also beschlagnahmen wir Aktionsmaterial und Computer von sogenannten &#8220;Wahlfabriken&#8221; und &#8220;Antifa-Läden&#8221;, um <a title="Lahnblog - Polizei kriminalisiert Protest" href="http://lahnblog.de/deutschland/polizei-kriminalisiert-protest/" target="_blank">dem Chaos</a> Einhalt zu gebieten. Alles mit der Begründung, dass die Parole &#8220;Gemeinsam blockieren&#8221; ein eindeutiger <a title="Der Dwarslöper - Jetzt erst recht: Nazis stoppen" href="http://www.derdwarsloeper.de/2010/01/19/jetzt-erst-recht-dresden-13-02-nazis-stoppen/" target="_blank">Aufruf zu einer Straftat</a> ist. Schließlich sollt ihr aufhören, zu jammern! Die Polizei kümmert sich schon!</p>
<div class="shr-publisher-2743"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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