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	<title>Zementblog &#187; Philosophie</title>
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	<description>Das Original: Zementär-revolutionär.</description>
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		<title>Blogparade: Was ist, kann und sollte Bildung?</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 17:14:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pünktlich zur Abitur-Saison möchte das Zementblog mit dieser Blogparade eine Grundsatzdiskussion einleiten. Die Frage: Was ist, kann und sollte Bildung? Schreibt dazu Essays, bastelt etwas, malt etwas, gestaltet einen Comic, ladet Fotos hoch &#8211; macht, was immer euch zu diesem Thema in den Sinn kommt. Macht Bildung intelligent? Sind gebildete Menschen klüger als Angehörige sogenannter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class=" " style="margin: 5px;" src="http://www.sxc.hu/pic/m/i/ig/igoghost/1193228_doodled_desks_2.jpg" alt="Bildung: Mehr als Kaserne?" width="300" height="185" /><p class="wp-caption-text">Bildung: Mehr als Kaserne?</p></div>
<p>Pünktlich zur Abitur-Saison möchte das <span style="font-variant: small-caps;">Zementblog</span> mit dieser Blogparade eine Grundsatzdiskussion einleiten. Die Frage: Was ist, kann und sollte Bildung? Schreibt dazu Essays, bastelt etwas, malt etwas, gestaltet einen Comic, ladet Fotos hoch &#8211; macht, was immer euch zu diesem Thema in den Sinn kommt.</p>
<p>Macht Bildung intelligent? Sind gebildete Menschen klüger als Angehörige sogenannter &#8220;bildungsferner Schichten&#8221;?<span id="more-5101"></span> Ist Bildung die Formung zur Konformität oder die Herausbildung eines freien, selbstständig denkenden und kritikfähigen Individuums? Was kann Bildung leisten, was nicht? Welche Rolle spielen neue Medien und das Internet heutzutage für die Bildung? Warum gibt es so etwas wie &#8220;Bildung&#8221; nur im Deutschen, warum sagen wir nicht einfach &#8220;Lehre&#8221;? Und überhaupt: Was meinte eigentlich Humboldt dazu?</p>
<p>Ihr seht, es gibt viele, viele Fragen zu diesem Oberbegriff. Ihr müsst selbstverständlich nicht auf alle eingehen &#8211; euch sind keine Grenzen gesetzt, die einzige Bedingung ist euer Engagement zum Thema, in welcher Form auch immer.</p>
<h3>Teilnahmebedingungen</h3>
<ul>
<li><strong>kreiert</strong> einen Beitrag in eurem Blog oder reicht ihn per <a title="E-Mail an Zementblog.de schreiben" href="mailto:admin@zementblog.de">E-Mail</a>, Kommentar oder <a title="Zementblog bei Facebook" href="http://www.facebook.com/pages/Zementblogde/187750264626230" target="_blank">Facebook</a> im <span style="font-variant: small-caps;">Zementblog ein!</span></li>
<li><strong>verlinkt</strong> euren Beitrag mit diesem hier und mit dem <span style="font-variant: small-caps;">Zementblog!</span></li>
<li><strong>klickt</strong> bitte &#8220;Gefällt mir&#8221; beim <span style="font-variant: small-caps;">Zementblog</span>, wenn ihr Facebook habt!</li>
<li><strong>erzählt</strong> Mitbloggern und Vernetzten, die Interesse haben könnten, von dieser Aktion!</li>
<li><strong>reicht</strong> euren Beitrag bitte bis zum <strong>29. Februar 2012</strong> ein!</li>
<li><strong>habt</strong> Spaß dabei!</li>
</ul>
<p style="text-align: right;"><small>Foto: Tiffany Szerpicki/<a href="http://www.sxc.hu/photo/1193228" target="_blank">SXC</a>.</small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Natur als Intrigantin für den Kopf</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2012/01/12/die-natur-als-intrigantin-fur-den-kopf/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 18:50:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[Wann fing alles an? Wo hört alles auf? Derlei Fragen können in den Wahnsinn treiben, versucht man, eine plausible Antwort zu finden, eine eindeutige Antwort, oder auch nur einen Hinweis auf eine mögliche Antwort. Müssen wir deshalb die Frage umformulieren &#8211; oder unser Denken völlig neu reflektieren? Anfang und Ende gibt es vielleicht nur im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Wann fing alles an? Wo hört alles auf? Derlei Fragen können in den Wahnsinn treiben, versucht man, eine plausible Antwort zu finden, eine eindeutige Antwort, oder auch nur einen Hinweis auf eine mögliche Antwort. Müssen wir deshalb die Frage umformulieren &#8211; oder unser Denken völlig neu reflektieren?</p>
<p>Anfang und Ende gibt es vielleicht nur im Menschenkopf, dessen Träger immer einen <em>Ausschnitt</em> von etwas besehen will. Er betrachtet einen spezifischen Zeitraum, einen bestimmten Teil der Welt, und versucht nun, diese anhand dessen zu erklären. Am Ende wird er uns eine Ordnung vorstellen, die er entworfen hat, das untersuchte Problem verständlich zu machen oder auf abstraktem Wege zu lösen.<span id="more-5083"></span> Möglich ist auch, dass er eine Simplifizierung vornimmt, die Laien helfe, den Sachverhalt zu verstehen. Immer aber wird uns dieser Wissenschaftler ein System liefern, in dem alles Sinn macht und nichts zu fehlen scheint. Ein theoretisch logischer Raum wurde konstruiert, in dem wir uns ohne Schwierigkeiten aufhalten können.</p>
<p><strong>Dem Ganzen auf den Grund kommen wollen</strong></p>
<p>Wenn wir es nun wagen sollten, aus diesem Raum auszubrechen und dem Ganzen auf den Grund kommen zu wollen, so werden wir &#8211; wie eingangs bemerkt &#8211; die Grenzen unserer Denkfähigkeit beklagen und jämmerlich zusammensinken. Wir wollen einen Sinn finden &#8211; des Lebens, des Universums und des ganzen Restes. Betasten wir auf dieser Suche jedoch die äußeren Ränder des uns umschließenden Raumes, merken wir: Hier ist nichts in sich stimmig. Hier gibt es keinen Halt. Kein oben, kein unten, kein A und kein B. Was nun?</p>
<p>Man muss sich ins Gedächtnis rufen, dass all die Wissenschaftler, Welterklärer und Bedeutsamen nicht mehr sind als Individuen unserer Art. Sie wollten womöglich nie Teil eines im Rückblick als großes Menschheitsprojekt wahrgenommenen Prozesses werden, wollten stattdessen vielleicht nicht mehr und nicht weniger als ihren subjektiven Sinn im Leben finden. Den findet der eine im Gotteshaus, der andere im Sport, der nächste im Handwerk, und so weiter. Der Wissenschaftler findet ihn in seiner Wissen- und bestenfalls gleichermaßen Leidenschaft. So schaut er sich die Natur genauer an, bemerkt Unklarheiten, schafft diese mit seinen besonderen Mitteln beiseite; schon steht sein Name noch Jahrhunderte später in den wichtigen Büchern.</p>
<p><strong>System nur mit dem System</strong></p>
<p>Nach und nach haben wir auf der Grundlage vieler Arbeiten solcher eigenständigen Individuen, die vielleicht nur sich selbst, nicht die ganze Welt bereichern wollten, unser feines <em>Weltbild</em> beisammen. Dieses können und dürfen wir aber nur auf diese unsere Welt beziehen, nichts weiter! Denn eben darum kommt es dazu, dass wir so verzweifeln: Ein System lässt sich nur mit innersystemischen Mitteln begreifen. Außersystemische Entitäten oder gar ganze äußere Systeme werden uns mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln immer etwas ferner als unsere eigene Welt liegen, werden uns nie vollständig ersichtlich sein. Genauso verhält es sich mit dem subjektiven Charakter jedes anderen Individuums als uns selbst: Wir können ihn äußerlich beschreiben und Vermutungen darüber anstellen, wie er beschaffen ist &#8211; am Ende bleibt uns doch nichts, denn die Spekulation wird immer Spekulation bleiben, zwangsläufig. Ich kann dir meine<em> Vorstellung</em> davon darlegen, wie du denkst und fühlst, niemals aber werde ich es wissen können. Ich kann dir meine <em>Vermutungen</em> darüber darlegen<em></em>, wo alles anfing und wo alles aufhört, niemals aber werde ich sie beweisen können.</p>
<p>So mag sich der eine aus der Verzweiflung lösen, indem er sich am Glauben festhält, der andere mag ewig nach logischen Erklärungen suchen. Er wird keine finden; ein logisches Muster wird hier nicht greifen. Was darüber hinausgeht, will man entweder durch Mystifizierung verklären oder enttäuscht abtun. Stattdessen könnte man den Weg auch <em>rückwärts gehen</em>: Wenn es in der Natur schon keinen Anfang und kein Ende gibt, warum sollten wir uns dann länger in unseren weltumspannenden Konzepten damit aufhalten?</p>
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		<title>Mondnacht in Java</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2011/09/07/mondnacht-in-java/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 20:56:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[private Mondnacht () { for (herzklopfen = 0; herzklopfen &#60; 100; herzklopfen++) { ich = warten; du += schön; } if (mond = scheinen) { ich += du; } else { ich = allein; ich = 0; } }]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><pre>private Mondnacht () {

<p style="padding-left: 30px;">for (herzklopfen = 0; herzklopfen &lt; 100; herzklopfen++) {
  ich = warten;
  du += schön;
}

if (mond = scheinen) {
  ich += du;
}
<p style="padding-left: 30px;">else {
  ich = allein;
  ich = 0;
}
<p style="padding-left: 0px;">}
</pre>
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		<title>Wach gemacht werden</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2011/09/06/wach-gemacht-werden/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 17:55:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
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		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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		<description><![CDATA[Nichts läuft, wie es laufen soll nichts ist, wie es sein soll und nichts wird so sein, wie es werden sollte. Immer wieder wird man aus seinem Traum durch ein ungemütliches Kneifen geweckt und mit unnützem Zeug übers Ohr gehauen. Und genau dieses Kneifen ist das, was mich am Leben hält das Kneifen, das so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Nichts läuft, wie es laufen soll<br />
nichts ist, wie es sein soll<br />
und nichts wird so sein, wie es werden sollte.</p>
<p>Immer wieder wird man aus seinem Traum<br />
durch ein ungemütliches Kneifen geweckt und<br />
mit unnützem Zeug übers Ohr gehauen.<span id="more-4969"></span></p>
<p>Und genau dieses Kneifen ist das, was mich am Leben hält<br />
das Kneifen, das so wirkt, als ob man ungeschützt aufs Gesicht<br />
in die graue, triste Welt fällt.</p>
<p>Warum darf ich denn nicht dort bleiben wo ich war,<br />
wo ich mich gut fühlte,<br />
wo ich mich sicher und geliebt fühlte?</p>
<p>Weil es zu schön ist,<br />
um wahr zu sein.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">Ein Gastbeitrag von <em>F. Mauritz</em></p>
<div class="shr-publisher-4969"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Die Zeit</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2011/08/08/die-zeit/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 17:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Witzig]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer hat schon Zeit? Wir haben alle keine Zeit. Ich renne von morgens bis abends, um den nächsten Termin nicht zu verpassen. Während des einen denke ich an den nächsten Moment, daran, was alles passieren könnte, was mir alles im Weg stehen könnte, aus welchen Gründen ich zu spät sein könnte! Zu spät, zu spät! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Wer hat schon Zeit? Wir haben alle keine Zeit. Ich renne von morgens bis abends, um den nächsten Termin nicht zu verpassen. Während des einen denke ich an den nächsten Moment, daran, was alles passieren könnte, was mir alles im Weg stehen könnte, aus welchen Gründen ich zu spät sein könnte! Zu spät, zu spät! In meinem Kopf taucht alle zehn Minuten &#8211; Sekunden! das weiße Kaninchen aus &#8220;Alice im Wunderland&#8221; auf, um mir mit der tickenden Uhr in der Pfote vorzuhalten, dass ich schon wieder spät dran sei, beeilen müsste ich mich, beeilen, beeilen!<span id="more-4882"></span></p>
<p>Also haste ich von dannen, schnurstracks fege ich durch die Straßen, aber rennen will ich nicht, das sähe so gehetzt aus, da gehe ich lieber, in gesteigertem Tempo zwar, aber ordentlich. Auf dem Weg stolpere ich fast, doch das kann ich mir jetzt nicht erlauben, ich muss weiter! An der Bushaltestelle muss ich plötzlich warten, damit hatte ich nicht gerechnet, jetzt gerät meine Planung durcheinander, ein Desaster &#8211; Ausatmen. Das Kaninchen in meinem Kopf schlägt Purzelbäume, ich höre seine Uhr immer lauter ticken, da! da ist der Bus.</p>
<p>Natürlich will ich einen angemessenen Platz, also zwänge ich mich in das Gefährt, drängele mich zwischen Frauen, Kindern, Alten und Behinderten hindurch, um bloß noch ein Polster unter den Arsch zu bekommen. Ha! Eins gefunden! Hingesetzt, Stöpsel in die Ohren, schnelle Musik, Tamtam und Trara, das brauche ich jetzt. Ich bekomme nicht mit, dass ein Mann fortgeschrittenen Alters nach meinem Sitzplatz verlangt, weil ich die Musik so laut gedreht habe. Also schäme ich mich meiner Unhöflichkeit nicht, das wäre auch nur lästig.</p>
<p>Müde und kaputt bin ich, schon seit Tagen. Mein Kopf senkt sich langsam nach vorn. Ich verpasse meine Haltestelle und muss ein Stück des Weges zurücklaufen, zum Bahnhof &#8211; jetzt renne ich doch. Das wollte ich nicht, das stört mich, das passt mir nicht in den Kram. Was für ein Chaos! Immer dieses Chaos! Hätte ich mich nur mal zusammengerissen und an den Plan gehalten, dann müsste das alles gar nicht so hektisch sein.</p>
<p>Am Bahnh0f stürme ich die Treppen hoch, nehme immer zwei Stufen auf einmal, da zuppeln mir alte, schwache Finger am Ärmel. Ich drehe mich herum und blicke einer kleinen, zittrigen Dame am Rollator ins zerknitterte Gesicht. Was soll das?, denke ich, was willst du? Sie deutet an, ich möge ihr doch helfen, sie käme nicht allein die Treppen hinauf. Das sei mir jetzt peinlich, log ich, ich würde das nur allzu gern tun, müsste aber schnell weiter. Ihre Reaktion im Traum nicht abwartend, ziehe ich fort und bekomme die Bahn gerade rechtzeitig. Wo wollte ich noch gleich hin?</p>
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		<title>Die Nacht</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Aug 2011 15:14:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Prosa]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir liegen in der Nacht, und ich beobachte dich. In deinen Augen spiegeln sich die Sterne, ich zähle sie, es sind viele, deine Augen sind groß und tief. Du sollst sie nicht schließen, du kannst sie nicht einfach schließen. Schlaf nicht ein, ich habe dir noch viel zu erzählen. Ich könnte dir von meiner Reise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Wir liegen in der Nacht, und ich beobachte dich. In deinen Augen spiegeln sich die Sterne, ich zähle sie, es sind viele, deine Augen sind groß und tief. Du sollst sie nicht schließen, du kannst sie nicht einfach schließen. Schlaf nicht ein, ich habe dir noch viel zu erzählen. Ich könnte dir von meiner Reise erzählen, oder von dem Menschen, mit dem ich zuletzt hier in der Nacht lag. Doch du sagst mir, du willst es nicht hören, willst keine Geschichten mehr von mir hören. Ich hätte dir genug erzählt. Was kann ich dann noch tun, um dich wach zu halten?<span id="more-4879"></span></p>
<p>Du sagst, ich soll dich küssen, auf der Stelle, augenblicklich. Ein Kuss kann aber nicht auf Kommando erfolgen, entgegne ich, wir müssten uns schon länger aneinandergeschmiegt haben, uns in den Armen liegen, eine intime Nähe aufgebaut haben, in der richtigen Stimmung sein. Das ist jetzt nicht der Fall. Wir liegen einfach nur in der Nacht, Seite an Seite, und ich beobachte dich.</p>
<p>Du sagst: Die Nacht ist doch schon Anlass genug, sich zu küssen! Warum?, frage ich dich, und blinzele nicht so, sonst komme ich noch durcheinander mit dem Sternezählen. Sterne! Strahle ich dich nicht genug an?, fragst du mich und drehst dich auf die Seite, wirfst mir einen scharfen, kantigen Blick ins Gesicht. Darum geht es überhaupt nicht, erkläre ich dir. Warum muss ich dir immer erklären, was ich gesagt habe? Warum verstehst du mich nicht? Wir sprechen eine Sprache, aber immer aneinander vorbei.</p>
<p>Ich muss wegschauen, weil dein Blick mir Angst macht. Und plötzlich ist diese Stimmung entstanden. Du fängst an, indem du deine Hand auf meinen Bauch legst und mit dem Daumen sachte drüberstreichst. Ich weiß gar nicht, was das soll, du willst mich doch nur küssen, denke ich, sage aber nichts. Dein Kopf nähert sich meinem, dein Blick wird weicher, deine Lider senken sich, ich kann die Sterne nicht mehr sehen, da sehe ich dich &#8211; und spüre dich.</p>
<p>Wir liegen in der Nacht, und ich beobachte dich. Und ich küsse dich. Und du gefällst mir.</p>
<div class="shr-publisher-4879"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Von wegen Norwegen</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2011/07/31/von-wegen-norwegen/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 17:20:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Breivik hat gar keinen Bart! Und extremistisch sieht er auch nicht aus! Der Stern zeigt sich empört darüber, dass der Täter so &#8220;erschreckend normal&#8221; aussehe, tut dies denn auch gleich als &#8220;gezielt inszeniert&#8221; ab. Blond, blauäugig &#8211; es hätte jeder andere gewesen sein können. Kommt Anders Behring Breivik etwa aus der Mitte und war am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/rodtnytt/5975429977/" target="_blank"><img class=" " title="Norwegen 2011" src="http://farm7.static.flickr.com/6136/5975429977_a3acb8a384_m.jpg" alt="Norwegen 2011" width="240" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Trauer aus Liebe, Liebe gegen Hass. Foto: Rødt nytt / Flickr.</p></div>
<p>Breivik hat gar keinen Bart! Und extremistisch sieht er auch nicht aus! Der <a title="Stern online - Die Psychologie des Bösen" href="http://www.stern.de/wissen/mensch/attentaeter-anders-behring-breivik-die-psychologie-des-boesen-1709835.html" target="_blank">Stern</a> zeigt sich empört darüber, dass der Täter so &#8220;erschreckend normal&#8221; aussehe, tut dies denn auch gleich als &#8220;gezielt inszeniert&#8221; ab. Blond, blauäugig &#8211; es hätte jeder andere gewesen sein können. Kommt Anders Behring Breivik etwa aus der Mitte und war am Ende doch nicht, wie <a title="Zeit online - Verteidiger hält Breivik für geisteskrank" href="http://www.zeit.de/gesellschaft/2011-07/Breivik-Attentat-Lippestad" target="_blank">sein Anwalt</a> urteilte, &#8220;geisteskrank&#8221;, sondern ganz normal?</p>
<p>In den ersten panischen Stunden nach den tragischen Vorkommnissen bewiesen diverse Terror-Experten im TV aufs neue ihre Unbrauchbarkeit und schlossen: Hinter diesem Attentat können nur Islamisten stecken. Wie groß muss wohl die Enttäuschung gewesen sein, als plötzlich die Lebensgeschichte eines christlich-fundamentalistischen Rechtspopulisten aufgeblättert wurde?<span id="more-4826"></span> Einer, der nie negativ aufgefallen war, nicht einmal den Nachbarn &#8211; ein Muttersöhnchen, meistens freundlich, von keiner Menschenseele als das wahrgenommen, was er hiesigen Medien zufolge doch sei: &#8220;Nicht rechts, nicht links, nur böse&#8221; (<a title="FAZ online - Breivik: Nicht rechts, nicht links, nur böse" href="http://www.faz.net/artikel/C32742/anders-breivik-nicht-rechts-nicht-links-nur-boese-30474339.html" target="_blank">FAZ online</a>).</p>
<p>Einem 1500-seitigen Manifest zufolge, welches Breivik im Internet publiziert hatte, sah sich der Attentäter als Krieger im &#8220;Kampf gegen den Islam und den Marxismus&#8221; &#8211; nicht rechts? Die Bombenexplosion in Oslo wie die anschließende exzessive Exekution von 69 jugendlichen Teilnehmern eines norwegischen Jungsozialisten-Ferienlagers auf der Insel Utøya &#8211; erscheinen sie nicht als Perversion einer konsequenten Weiterführung desjenigen Gedankenguts, das auch hierzulande breite Zustimmung erhält?</p>
<p><strong>Neue Qualität rechter Ideen</strong></p>
<p>Hektisch wird der Durchschnittsdeutsche nun seine Sarrazinlektüre entsorgen und die Website &#8220;Politically Incorrect&#8221; aus seiner Favoritenliste löschen. Der Gedanke aber bleibt &#8211; während noch das Projekt &#8220;europäische Integration&#8221; hochgehalten wird, hat sich längst eine neue Qualität rechter Ideen etabliert. Wir befinden uns in einer Zeit, in der Menschen wie Wilders, Le Pen, Orbán oder eben Sarrazin etwas zu sagen haben &#8211; das sollte zumindest nachdenklich stimmen.</p>
<p>Fatal wäre jedoch, daraus zu schließen, was deutschen Politikern zur Zeit wieder sehr locker über die Lippen geht: Man brauche &#8220;mehr Wachsamkeit im Netz&#8221; (<a title="FAZ online - Wachsamkeit im Netz" href="http://www.faz.net/artikel/C30089/nach-dem-attentat-wachsamkeit-im-netz-30473031.html" target="_blank">FAZ online</a>) &#8211; diverse Maßnahmen gegen das Wahnsinns-WWW sind in der Debatte. So schlägt die Gewerkschaft der Polizei eine schwarze Liste vor, der Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert einen &#8220;Alarmknopf&#8221;, die CSU holt noch einmal die Vorratsdatenspeicherung aus der Reserve (<a title="Spiegel online - Die Denkfehler der Scharfmacher" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,776872,00.html" target="_blank">Spiegel online</a>). Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel hätte es gern, dass man der Polizei &#8220;mehr Geld&#8221; zur Verfügung stelle, sodass diese das Internet schärfer kontrollieren könnten (<a title="Reuters - Gabriel fordert schärfere Kontrolle des Internets durch Polizei" href="http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE76U01W20110731" target="_blank">Reuters</a>). Dass man das Internet im Prinzip ganz und gar abschalten müsste, wenn man den dortigen, häufig vorherrschenden Rechtspopulismus effektiv bekämpfen wollte, leuchtet den eifrigen Strategen der höheren Politik nicht ein.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/inemisim/5979903964/"><img title="Norwegen 2011 (2)" src="http://farm7.static.flickr.com/6131/5979903964_1aec23f037_m.jpg" alt="Norwegen 2011" width="240" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Fassungslose Blicke und Blumen. Foto: Simen Løvgren / Flickr.</p></div>
<p><strong>Extremismus gegen Extremismus?</strong></p>
<p>Die westliche Wertegemeinschaft hat noch mehr zu bieten. Man schaue sich nur einmal an, wie bei Facebook auf die Tragödie reagiert wird: Spontan werden Gruppen für die &#8220;Todesstrafe für Anders Behring Breivik&#8221; gegründet &#8211; dort heißt es unter anderem, &#8220;dieser Mensch&#8221; habe &#8220;kein Recht auf Leben&#8221;. Es werde &#8220;Zeit das [sic!] die Todesstrafe für Kindermörder/-schänder [...] wieder eingeführt wird&#8221;, die deutsche Jurisdiktion sei noch &#8220;viel zu human!&#8221; &#8211; andere wiederum stellen detailliertere Überlegungen zum Umgang mit Breivik an: &#8220;Killing him would be too easy. He must be taken to a point where he begs people to kill him, maybe blind, with no hands and feet, and rusty iron pieces in all his rotten body.&#8221; Auch werden ökonomische Aspekte berücksichtigt, so wird die Frage aufgeworfen: &#8220;Why we should pay in taxes to keep such a monster alive?&#8221; Es ist inzwischen bereits der elektrische Stuhl im Gespräch.</p>
<p>Insgesamt wird hier mit Rechtspopulismus auf Rechtspopulismus reagiert, der Antiextremist ist am Ende selbst der Extremist. So ist es wohl auch am bequemsten. Schnell kristallisiert sich allerdings der Schwachsinn der Extremismustheorie überhaupt heraus, denn faktisch liegen die Probleme des Absoluten, Totalitären nicht am Rande unserer Gesellschaft. Sie blühen und gedeihen zwischen uns, wir alle sind für derlei ideologische Auswüchse mitverantwortlich. Wir formen den Diskurs.</p>
<p>Einen Schuldigen ausfindig machen zu wollen ist also ein hoffnungsloses Gerenne gegen die Wand. Wir müssen stattdessen aktiv einen <em>Gegendiskurs</em> bilden, der imstande ist, die Definitionen &#8220;unserer&#8221; Werte auf ein menschliches Minimum zurückzuführen und aus historischen Entwicklungen Schlüsse zu ziehen, statt sie wie trocken Brot zu zerkauen. Wir müssen faschistoiden Tendenzen dezidiert entgegentreten, statt uns nur immer wieder von ihnen auszuschließen und am Ende selbst davon behaftet zu sein.</p>
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		<title>Winterstarre im Juni</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2011/06/04/winterstarre-im-juni/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 21:38:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Starre ich in den Raum Starre ich an die Wand die nackte Wand Bewege ich meinen Kopf keinen Zentimeter Bewege ich mich nicht Sehe ich den Raum und die Wand und die Reglosigkeit Sie sitzt gegenüber und starrt und bewegt sich nicht und sieht mich an. Auch die Reglosigkeit will sich nicht regen - keinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Starre ich<br />
in den Raum<br />
Starre ich<br />
an die Wand<br />
die nackte Wand<span id="more-4787"></span></p>
<p>Bewege ich<br />
meinen Kopf<br />
keinen Zentimeter<br />
Bewege ich<br />
mich nicht</p>
<p>Sehe ich<br />
den Raum<br />
und die Wand<br />
und die Reglosigkeit</p>
<p>Sie sitzt gegenüber<br />
und starrt<br />
und bewegt sich nicht<br />
und sieht mich an.</p>
<p>Auch die Reglosigkeit<br />
will sich nicht<br />
regen -<br />
keinen<br />
Zenti-<br />
meter.</p>
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		<title>Über die Stadt</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2011/02/27/uber-die-stadt/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 20:29:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumterror]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stadt ist laut, die Stadt ist schnell, die Stadt ist viel zu schnell. Sie ist immer in Bewegung und sie ist kalt. Abweisend ist sie, sie ist ganz berührungslos. Und dicht, die Stadt ist ein dicht wimmelnder Haufen arbeitender Ameisen – und doch leblos. Die Stadt ist künstlich, sie ist eine Illusion der Vision [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Die Stadt ist laut, die Stadt ist schnell, die Stadt ist viel zu schnell. Sie ist immer in Bewegung und sie ist kalt. Abweisend ist sie, sie ist ganz berührungslos. Und dicht, die Stadt ist ein dicht wimmelnder Haufen arbeitender Ameisen – und doch leblos. Die Stadt ist künstlich, sie ist eine Illusion der Vision des Fortschritts, der Industrie. Die Stadt ist der harte Asphalt, auf dem wir uns die Füße kaputtlaufen, tagein, tagaus. Doch es führt kein Weg  daran vorbei, dass wir uns die Füße kaputtlaufen, denn wir müssen durch die Stadt, immer wieder. Wir müssen Geschäfte erledigen, unsere Sachen besorgen, Menschen grüßen, ja und nein sagen, immer wieder.<span id="more-4643"></span></p>
<p>Und wenn ich abends in den Himmel schaue, fehlen mir die Sterne. Ich schaue und schaue, doch die Sterne kann ich nicht finden. Wo sind sie hin? Die Stadt hat sie geschluckt. Die Stadt hat die Sterne geschluckt. Gestohlen. Gefressen.<br />
Die Stadt ist aggressiv, sie greift alles Schöne, Sanfte, Zarte, Herrliche mit all ihrer Energie an. Sie kennt kein Erbarmen, sie beißt und kratzt, bis nichts als kahle, starre Eintönigkeit bleibt.</p>
<p>Die Stadt ist das leise Ungetüm, das uns laut in den Ohren dröhnt. Sie ist der unschuldige Vergewaltiger der Gefühle. Sie ist eine Daumenschraube und eine Streckbank und eine eiserne Jungfrau für den stillen Moment.</p>
<p>Ich will stille Momente erleben, ich will ausatmen, ich will den Blick schweifen lassen, ich will nicht rennen müssen, ich will nicht kämpfen müssen – ich will gar nichts müssen.</p>
<p>Und wenn ich dann abends wieder in den Himmel schaue, glaube ich mit einem Mal, einen Stern entdeckt zu haben. Dann schaue ich genauer hin und stelle fest: Es ist gar kein Stern. Es ist ein Flugzeug.</p>
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		<title>Wort zum Alltag &#8211; Februar &#8217;11</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2011/02/22/wort-zum-alltag-februar-11/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 17:06:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrepublik]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Witzig]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Stuttgarter Demonstranten, wo seid ihr? Kein blutiges Bild mehr von euch ist in den Medien zu sehen. Keine Schlagzeile schreit von euch, keine Nachricht kündet mehr die neue APO an. Ist eure Sendung zum Jahreswechsel abgesetzt worden? Schade um den schönen Schwung, doch auf gute Zeiten folgen bekanntlich schlechte Zeiten. Selbst der gute Gysi [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>Liebe Stuttgarter Demonstranten,</em></p>
<p>wo seid ihr? Kein blutiges Bild mehr von euch ist in den Medien zu sehen. Keine Schlagzeile schreit von euch, keine Nachricht kündet mehr die neue APO an. Ist eure Sendung zum Jahreswechsel abgesetzt worden? Schade um den schönen Schwung, doch auf gute Zeiten folgen bekanntlich schlechte Zeiten.</p>
<p>Selbst der gute Gysi fand euch klasse und ist richtig in Revolutionsstimmung gekommen. Schon fast französisch wärt ihr gewesen, hat er im Radio gesagt. Und nun?<span id="more-4556"></span> All eure FernsympathisantInnen warten gebannt auf die Fortsetzung! Martialische Polizeibeamte auf der einen, verzweifelte Senioren auf der anderen Seite &#8211; darauf sollen wir auf einmal verzichten? Krawall, bei dem wir nicht mehr &#8220;Krawall&#8221; sagen, denn es sind ja keine &#8220;teils vermummten, gewaltbereiten Autonomen&#8221; im Spiel.</p>
<p>Oder gebt ihr auf, seitdem ihr die ersten Bäume fallen sehen konntet? Seitdem die Polizei aus Kastanien Pflastersteine machte? Seitdem ihr plötzlich selbiges erlebtet wie die, auf die ihr ansonsten angewiderten Blickes und ausgestreckten Zeigefingers gedeutet, von denen ihr euch immer allzu ausdrücklich distanziert habt?</p>
<p>Ich finde das Bahnprojekt ja auch scheiße. Und ich finde es auch toll, dass ihr so zahlreich erschienen seid. Schade bleibt aber, dass das daraus nichts weiter werden wird (und so ist das hier in Deutschland nunmal). Gysi hat nämlich eines übersehen, als er so aus dem Häuschen war: Die Stuttgarter sind trotz rechtlicher Legitimationsgrundlage, trotz deutscher Mentalität also, auf die Straße gegangen, ja. Das hat man aber etwa in Hamburg deshalb noch lange nicht verstanden. Und morgen haben es sowieso alle wieder vergessen.</p>
<p><em>Versteht nur noch Kopfbahnhof,</em></p>
<p><em>Jan</em></p>
<hr /><strong>Intellektueller des Monats: Til Schweiger</strong></p>
<blockquote><p>&#8220;Ich verurteile jetzt nicht alle Intellektuelle, ich, äh, beachte mich selber als intellektuell [...].&#8221;</p>
<p style="text-align: right;">(Schweiger am 1. Februar <a title="YouTube - Til Schweigers Ausraster bei Markus Lanz" href="http://www.youtube.com/watch?v=TG5bbxSIoN8" target="_blank">bei Markus Lanz</a> im ZDF zu Sexualstraftaten)</p>
</blockquote>
<div class="shr-publisher-4556"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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