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	<title>Zementblog &#187; Praktikum</title>
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		<title>Praktikum: Zusatztag</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 17:24:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ja, obwohl ich schon geschrieben hatte, mein Praktikum sei jetzt vollständig beendet &#8211; und obwohl ich damit wohl auch kundgetan zu haben schien, dass ebenso meine Praktikumsberichte damit ein Ende genommen hatten, so kommt heute hiermit doch noch ein weiterer Bericht. Das liegt daran, dass ich nach dem Praktikum noch einen &#8220;Zusatztag&#8221; bekommen habe, an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Ja, obwohl ich schon geschrieben hatte, mein Praktikum sei jetzt vollständig beendet &#8211; und obwohl ich damit wohl auch kundgetan zu haben schien, dass ebenso meine Praktikumsberichte damit ein Ende genommen hatten, so kommt heute hiermit doch noch ein weiterer Bericht. Das liegt daran, dass ich nach dem Praktikum noch einen &#8220;Zusatztag&#8221; bekommen habe, an dem ich das Krematorium besucht habe, in dem die Angehörigen sich gebührend von dem/der Verstorbenen verabschieden können. Mein Lehrer hat mir für heute freundlicherweise freigegeben, damit ich mitfahren und beim Auf- und Abbau sowie natürlich beim Ablauf soweit möglich helfen konnte.<span id="more-1669"></span></p>
<p>Der Besuch des Krematoriums war wirklich interessant. Ich muss sagen: Interessanter als der andere Krematoriumsbesuch, von dem ich bereits berichtete. Mag sein, dass das auch daran liegt, dass jenes andere Krematorium noch nicht lange existiert und in Betrieb ist &#8211; aber ein besseres Konzept, ein eingespielteres Personal und eine passendere Einrichtung hatte das heutige in jedem Fall zu bieten.</p>
<p>Ob des umschwingenden Wetters (erst regnete es in Strömen, dann, als wir zu arbeiten begannen, wurde es immer schwüler) war die Aktion &#8211; soweit ich das beurteilen kann &#8211; erfolgreich. Wir waren rechtzeitig da, um die Deko-Kisten aus dem Auto zu nehmen, alles im Abschiedsraum des Krematoriums entsprechend zu schmücken und alle Kerzen überall anzuzünden. Da noch etwas Zeit blieb, durfte ich noch hinter die Kulissen schauen und sehen, wie ein eingesargter Verstorbener eingeäschert wurde. Danach hatte man sich vernünftig zu platzieren und auf die Trauergesellschaft zu warten.</p>
<p>Als die Gruppe ankam, wurde kurz die Lage erklärt von der Chefin, ein Mädchen stürzte schluchzend in den Hinterraum. Ich musste mit einer Mitarbeiterin warten, bis die Feier im Abschiedsraum vorüber war, dann gab es für die Trauernden die Option, dabei zu sein, während der Verstorbene eingeäschert wurde. Allesamt stimmten sie zu, also sah ich noch einmal den Ablauf: Der Sarg steht auf einer Metallschiene, die langsam hochgefahren wird. Der Ofen, vor dem die Apparatur steht, wird geöffnet, dann geht es ganz schnell. Die Metallschiene schiebt den Sarg in den Ofen; da dort Stützen angebracht sind und die Metallschiene schließlich ein Stück herunterfährt, bleibt der Sarg auch im Ofen und fängt durch die hohen Temperaturen (1000 ° C!) sofort an, zu brennnen. Die Metallschiene wird wieder heraus- und heruntergefahren, der Ofen geschlossen.</p>
<p>Nachdem die Gesellschaft zuletzt Kaffee und Kuchen hatte, räumten wir die Dekoration wieder zusammen und packten alles ein. Irgendwann fuhren wir davon &#8211; um drei Stunden später wieder zu kommen, die fertig gefüllte Urne abzuholen. Diese war noch etwas warm, kein Wunder. Also fuhren wir ganz davon.</p>
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		<title>Praktikum: Tag 15</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 18:12:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das ist es gewesen: Mein schönes Praktikum beim Bestattungsunternehmen. Ein gutes Zeugnis habe ich auch bekommen, hoffentlich bringt mir das Pluspunkte bei der Bewertung meiner Praktikumsmappe. Da kommen alle Tagesberichte hinein, die ich geschrieben habe (siehe hier), auch die zugehörigen Fotos. Aber an dieser Stelle will ich erst noch von meinem letzten Tag heute berichten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Das ist es gewesen: Mein schönes Praktikum beim Bestattungsunternehmen. Ein gutes Zeugnis habe ich auch bekommen, hoffentlich bringt mir das Pluspunkte bei der Bewertung meiner Praktikumsmappe. Da kommen alle Tagesberichte hinein, die ich geschrieben habe (siehe <a title="Suchergebnisse für 'praktikum'" href="http://www.zementblog.de/?s=praktikum" target="_self">hier</a>), auch die zugehörigen Fotos. Aber an dieser Stelle will ich erst noch von meinem letzten Tag heute berichten.<span id="more-1639"></span></p>
<p>Am Vormittag ist die Inhaberin eines anderen Bestattungsinstitutes gekommen. Sie ist wohl befreundet mit der Chefin, da sie von ihr Unterstützung beim Aufbau ihrer Firma bekommt. Die Frau erzählte von einem Fall, an dem sie wohl gerade zu arbeiten hatte &#8211; ein ermordeter Junge sollte beerdigt werden; da die Eltern erzählt hatten, er sei nicht besonders groß, das aber nicht stimmte (später stellte sich heraus, er war knapp zwei Meter groß), hatte man jedoch einen Sarg bestellt, in den er gar nicht hineinpasste. Dementsprechend desaströs war die momentane Situation für die Bestatterin.</p>
<p>Viel schlimmer aber eine weitaus brisantere Geschichte. Jener Bestatterin war von einem anderen Bestattungsunternehmen (einem von den großen Haien) eindrücklich gesagt worden, sie solle doch den Link von ihrer Homepage zum Redner, der unter Anderem für Sie arbeitete, umgehend entfernen, da er ja auch für die gearbeitet hat. Das Unternehmen wolle nicht, dass es so aussieht, als wäre der Redner bei ihr angestellt (habe ich das jetzt so richtig verstanden? Ich bin mir nicht ganz sicher). Der Knackpunkt ist jedenfalls, dass das Großinstitut nur erreichen will, dass die Bestatterin keinen Redner hat.</p>
<p>Ich war immer davon überzeugt, ernste Branchen wie die der Bestatter halten untereinander zusammen, da es ja schließlich um eine sehr wichtige Angelegenheit geht. Aber dass dort so ein Spiel nach dem Prinzip &#8220;Große Haie &#8211; kleine Fische&#8221; abläuft, hätte ich nicht gedacht. Ist das nicht verrückt?</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Mir hat mein Praktikum beim Bestattungsunternehmen wirklich sehr gut gefallen. Ich habe täglich neue Dinge erfahren, Interessantes, Beeindruckendes, Erschreckendes, Lehrreiches &#8211; einfach viel. Das liegt wohl daran, dass, wie ich bereits erwähnte, der Beruf des Bestatters ein besonders vielseiter, umfangreicher und weitreichender ist. Nichts von dem, was ich gelernt habe, gehörte zu dem, was ich mir zuvor vorgestellt hatte. Dass der Bestatter so viel organisieren, planen, besprechen, regeln muss, habe ich nicht gedacht. Aber im Nachhinein stelle ich fest: Wer sonst täte das alles? Wenn man sich einmal Gedanken darüber macht, wird einem schnell klar, dass der Bestatter kein gruftiger Totenmann ist. Er oder sie ist ein Ansprechpartner in schweren Zeiten, ein Organisator, ein Kommunikator. Einfach alles, was in solchen Situationen getan werden muss, bringt er oder sie in die Gänge.</p>
<p>Jedenfalls sollte das so sein. Dass dem bei den meisten Bestattungsunternehmen nicht so ist, ist bedauerlich, aber wahr. Die Mehrzahl solcher Unternehmen legt nur auf die Wirtschaft den Wert, nicht auf die Angehörigen. Die wiederum wollen oft eine möglichst schnelle und billige Abwicklung der Sache. Im Nachhinein werden sie es aber bedauern: Sie wollen dann auf einmal doch wissen, wo ihr Verstorbener begraben liegt, können das Ganze doch nicht so schnell verarbeiten.</p>
<p>Ich bin froh darüber, dass mein Praktikum in keinster Weise langweilig oder uninteressant war. Sicher ging es nicht allen in meinem Jahrgang so, was eigentlich schade ist &#8211; schließlich sollte man die Zeit des Schulpraktikums sinnvoll nutzen und verwertbare Ergebnisse liefern, die einem auch in der Zukunft noch etwas bringen. Ich habe den Berufsalltag kennengelernt, die Bürokratie, die Planung, die &#8211; ja, ich muss es noch einmal erwähnen, weil es so essentiell ist &#8211; Organisation und das alles. Das Praktikum war ein voller Erfolg.</p>
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		<title>Praktikum: Tag 14</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 16:49:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Oh nein, mein Praktikum ist schon morgen zu Ende! Dass es so schnell vorübergeht, hätte ich mir nicht träumen lassen. Wenn ich nicht vorhätte, mein Abitur zu schreiben, würde ich auf der Stelle fragen, ob ich weiter beim Bestatter arbeiten könnte. Ja, wirklich. Mir hat jeder einzelne Tag so gut gefallen, dass ich es richtig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Oh nein, mein Praktikum ist schon morgen zu Ende! Dass es so schnell vorübergeht, hätte ich mir nicht träumen lassen. Wenn ich nicht vorhätte, mein Abitur zu schreiben, würde ich auf der Stelle fragen, ob ich weiter beim Bestatter arbeiten könnte. Ja, wirklich. Mir hat jeder einzelne Tag so gut gefallen, dass ich es richtig schade finde, dass es schon um ist.<span id="more-1630"></span></p>
<p>Heute habe ich noch eine lehrreiche Erfahrung gemacht: Ich war bei einem Trauergespräch dabei. Gut, was heißt Trauergespräch. Es war eher ein Vorsorgegespräch. Eine Frau war gekommen, die sich schon länger um ihre Mutter kümmerte. Da es vermutlich nicht mehr lange ist mit der, wollte sie sich informieren. Soweit ich das mitbekommen habe, ist der Vater nämlich gestorben &#8211; dadurch der Kontakt zum Bestattungsinstitut.</p>
<p>Das Gespräch war auf einer mir bislang unbekannten Ebene ergreifend. Ganz heiter, in gewisser Weise überspielend frohen Mutes kam die Frau herein &#8211; und nachdenklich, berührt, erdrückt ist die Frau gegangen. Sie hatte nicht damit gerechnet, in was für einem Desaster der irgendwann eintretende Todesfall ihrer Mutter geendet wäre, wäre sie heute nicht gekommen.</p>
<p>Es gab so viel zu klären! Kaum ein Dokument war vorhanden, nicht einmal der Personalausweis. Nun aber informierte die Chefin sie: Sie müsse so schnell wie möglich den Ausweis verlängern lassen, ein rechtskräftiges Scheidungsurteil ihrer Mutter einholen, und, und, und. Es gab so viel zu klären.</p>
<p>Ich habe mich immer gefragt: Wie tröstet man jemanden, wenn es um den Tod eines Angehörigen geht? Was soll man sagen? &#8220;So schlimm ist das doch nicht&#8221; oder &#8220;Freuen Sie sich, jetzt sind Sie die Last los&#8221;? Nein, das wäre nur noch herunterziehender. Aber was dann? Heute habe ich gelernt, dass man einfach versucht, Fragen zu stellen, die die betreffende Person aufheiternde Dinge erzählen machen. Auch, wenn es sich in diesem Fall nicht direkt um einen eingetroffenen Todesfall handelte, so merkte ich doch, als auf einmal über gemeinsame Interessen geplaudert wurde, wie psychologisch ein Bestatter dabei vorgehen muss.</p>
<p>Der Beruf des Bestatters ist der vielfältigste, den ich mir vorstellen kann.</p>
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		<title>Praktikum: Tag 13</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 18:21:47 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Heute ging es bei meinem Bestatterpraktikum wirklich spannend zu. Ich habe die interessantesten Dinge erlebt, aber ich will der Reihe nach erzählen. Zu Beginn sind wir zum Friedhof gefahren, um eine Einwilligungserklärung bei der Verwaltung abzugeben und die Grabstelle anzuschauen, um eine Vorstellung für den Aufbau der Trauerfeier zu gewinnen. Ersteres war leider nicht möglich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2009/07/maulwurf_24v2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1633" style="margin: 10px;" title="Jesuskreuz" src="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2009/07/maulwurf_24v2.jpg" alt="Jesuskreuz" width="161" height="121" /></a>Heute ging es bei meinem Bestatterpraktikum wirklich spannend zu. Ich habe die interessantesten Dinge erlebt, aber ich will der Reihe nach erzählen.</p>
<p>Zu Beginn sind wir zum Friedhof gefahren, um eine Einwilligungserklärung bei der Verwaltung abzugeben und die Grabstelle anzuschauen, um eine Vorstellung für den Aufbau der Trauerfeier zu gewinnen.<span id="more-1624"></span> Ersteres war leider nicht möglich, da die Friedhofsverwaltung anscheinend in ein anderes Gebäude gezogen war. Trotzdem suchten wir noch die Grabstelle auf &#8211; die übrigens wirklich schön gelegen war &#8211; und fotografierten sie, um der Gärtnerei ein Bild zu geben, damit die sich etwas Passendes für die Dekoration einfallen lassen können.</p>
<p>Also fuhren wir, nachdem wir erfolglos das neue Büro der Friedhofsverwaltung gesucht hatten, zur Gärtnerei. Dort zeigten wir die Fotos von der Grabstelle und beerdigten einen Maulwurf. Halt &#8211; einen Maulwurf? Ja, richtig! Wir wollten gerade wieder losfahren, da entdeckten wir einen toten Maulwurf auf dem Wegesrand. Ich sagte, dass ich den gern fotografieren würde &#8211; nur beiläufig und ohne Plan, versteht sich, aber die Chefin nahm das wörtlich. Also stiegen wir aus &#8211; die Gärtnerin gab mir eine Kamera, ich schoss ein paar Fotos. Die Schaufel wurde geholt, das Loch wurde gebuddelt, der Maulwurf mit Blume begraben, das Kreuz aus Ästchen daraufgelegt. Später überlegten wir noch, ob wir ihn nicht hätten kremieren sollen&#8230;</p>
<p>Das war die spaßige Einführung. Der Hauptteil: Menschen statt Maulwürfe. Ich hatte schon mehrfach erfragt, ob ich nicht auch einmal die &#8220;echteste&#8221;, eben tote Seite des Bestattens erleben könnte. Und da ich inzwischen bereits so viel erfahren habe und auch Tote auf Bildern gesehen hatte, wurde mir dieser Wunsch heute schließlich gewährt.</p>
<p>Kurz darauf kamen die Leute vom <a title="Die Leichenwagenseite" href="http://www.leichenwagen.de/" target="_blank">Bestattungsüberführungsunternehmen</a> (mit dem Wort meistere ich jedes Galgenraten!), um mich abzuholen. Das sollte mir einen Einblick in die Welt verschaffen, die direkt mit den Verstorbenen zu tun hat &#8211; klingt mystisch, ist aber hochinteressant. Die Menschen, die dort arbeiten sind keine düsteren Schauergestalten; überhaupt nicht. Bei dem Unternehmen arbeiten ganz normale Leute, die Atmosphäre war völlig locker und nett.</p>
<p>Ich wurde während der Fahrt im Transportwagen darauf vorbereitet, dass ich Tote sehen würde. Ich solle es sofort sagen, wenn die Angelegenheit zu viel oder mir schlecht würde. Langsam wurde mir zugegebenermaßen etwas mulmig, ohne dass ich etwas dagegen tun konnte. Kurz bevor wir beim Friedhof angekommen waren, bekam ich noch Gummihandschuhe.</p>
<p>Wir stiegen aus und gingen gleich in ein Hallengebäude mit &#8211; soweit ich das richtig mitbekommen habe &#8211; zwei Kühlräumen für fertig bereitete Leichen und einem Raum zur Bereitung selbst. Bereitung, damit meine ich das Ankleiden und, sofern eine offene Aufbahrung bei der Trauerfeier stattfinden wird, das Zunähen des Mundes, damit er nicht so unangenehm offen steht.</p>
<p>Als ich hereinkam, lag da ein toter Mann in einem Sarg. Es lag ein Laken unter ihm, ansonsten war er nackt. Die Aufgabe war nun, ihn anzukleiden und seinen Mund zuzunähen. Ich schaute mir das Ganze einfach an, um zu sehen, wie es ablief und was wie getan wurde. Der steife Körper wurde einfach angekleidet, wie eine Puppe. Das mulmige Gefühl wich langsam, als ich merkte, wie normal das Ganze eigentlich war. Der Tod gehört zum Leben, und wie wir ein totes Schwein ertragen können, ist auch ein toter Mann zu ertragen. Gut, der Eine kann das ab, der Andere nicht, aber nachdem man mir sagte, ich solle mir einfach vorstellen, der Mann schliefe, sank meine Hemmschwelle erheblich.</p>
<p>Das Zunähen des Mundes ist wirklich interessant, schließlich muss man es so hinbekommen, dass die Angehörigen bei der Aufbahrung nichts davon bemerken. Ich sah zu, wie einer der Mitarbeiter einen Faden durch das obere und das untere Lippenbändchen des Verstorbenen zog und, als ein anderer das Kinn zudrückte, festknotete. Die langen Enden des Fadens werden abgeschnitten, fertig. Nichts zu sehen von irgendeiner Manipulation.</p>
<p>Nachdem der Leichnam fertig angekleidet in den Kühlraum kam, wurde der nächste Tote aus dem Transporter geholt, mit dem ich hergefahren wurde. Der Sarg wurde wieder in jenen Raum geschafft und geöffnet, nun galt es also, auch diesen Mann anzukleiden. Diesmal durfte ich auch mitmachen. Ich zog dem Verstorbenen die rechte Socke an, ein anderer Mitarbeiter die linke. Dann die Unterhose, die Hose, das Hemd, das Jackett, die Schuhe, die Fliege. Ich half nicht bei allem mit, aber es war wirklich spannend. Zum Schluss sah der Tote ganz friedlich aus, eben wie schlafend.</p>
<p>Nachdem all das getan war, fuhren wir noch zum größeren Friedhof, wo ich mir kurz die Verstorbenenhalle (ein langer Raum mit etlichen Schubladen auf der einen und befüllten Särgen auf der anderen Seite) und auch das Krematorium mit seinen fünf Öfen ansehen durfte (man kam sich vor wie in einer Fabrik, wie auch einer der Mitarbeiter des Bestattungsunternehmens richtig festgestellt hatte).</p>
<p>Folgendermaßen wurde mir der Berufsalltag des Bestattungsüberführers erläutert: Man bekommt einen Anruf (und zwar zu jeder erdenklichen Uhrzeit, wenn man im Bereitschaftsdienst arbeitet), dass man doch nach X kommen solle, um Y abzuholen. Dann fährt man los (man hat zwischen 30 und 90 Minuten Zeit bis zur Ankunft), holt den Verstorbenen ab, legt ihn in einen Sarg (oder auf eine Trage), bringt ihn in den Transportwagen und fährt ihn in die Leichenhalle. Ist alles geklärt, kann er bereitet werden und kommt zurück in die Kühlung. Am Tag der Beerdigung oder Einäscherung muss man den Toten dann wieder nach Z fahren.</p>
<p>Ich habe inzwischen gelernt, dass es vollkommen unangebracht ist, den Tod derartig zu tabuisieren, wie es derzeit in unserer Gesellschaft üblich ist. Der Tod gehört, wie schon erwähnt, zum Leben dazu &#8211; warum ihn also totschweigen?</p>
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		<title>Praktikum: Tag 12</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 17:21:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein ganz normaler Tag beim Bestatter (wenngleich ich auch etwas zu müde war): Blumen gießen, die Bürodekoration etwas aufhübschen, staubsaugen, eine Musik-CD für eine Trauerfeier brennen (und diesmal auch gleich die Musik ins Archiv packen, damit sie auch in Zukunft zur Verfügung steht) und Trauerkarten bei der Druckerei abholen. Die Fahrer sind vorbeigekommen, es wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Ein ganz normaler Tag beim Bestatter (wenngleich ich auch etwas zu müde war): Blumen gießen, die Bürodekoration etwas aufhübschen, staubsaugen, eine Musik-CD für eine Trauerfeier brennen (und diesmal auch gleich die Musik ins Archiv packen, damit sie auch in Zukunft zur Verfügung steht) und Trauerkarten bei der Druckerei abholen. Die Fahrer sind vorbeigekommen, es wurde &#8220;geklönt&#8221; (es wird viel &#8220;geklönt&#8221;), ich wurde zum fünften Mal in den Feierabend geschickt (eigentlich wollte ich nicht schon wieder so früh davongehen, aber ich war einfach hundemüde vom Vorabend, da ich ja Geburtstag hatte).</p>
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		<title>Praktikum: Tag 11</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 21:09:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da ich heute Geburtstag habe, hatte ich schon um 14 Uhr Schluss. Zuvor habe ich aber selbstgebackenen Kuchen mitgebracht, es gab Tee und Kaffee und es war sehr nett. Sogar beschenkt wurde ich, das hat mich natürlich besonders gefreut. Da ich zur Zeit auf ein neues Handy spare, habe ich mir von den meisten Leuten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Da ich heute Geburtstag habe, hatte ich schon um 14 Uhr Schluss. Zuvor habe ich aber selbstgebackenen Kuchen mitgebracht, es gab Tee und Kaffee und es war sehr nett. Sogar beschenkt wurde ich, das hat mich natürlich besonders gefreut. Da ich zur Zeit auf ein neues Handy spare, habe ich mir von den meisten Leuten Geld gewünscht &#8211; es ist auch genug zusammengekommen, sehr schön. Aber zurück zum Thema Praktikum.<span id="more-1606"></span></p>
<p>Ich habe heute Tschaikovsky zum digitalen Archiv für Trauermusik hinzugefügt. Danach habe ich wichtige interne Adressdaten alphabetisch sortiert. Später sind wir zur Gärtnerei gefahren, um Blumen zu holen (als Dekoration für den Laden). Am Schluss des verhältnismäßig kurzen Tages habe ich Fotos von Trauerfeiern laminiert, die in einem Ordner abgeheftet als Schaubilder für Kunden gedacht sind, damit selbige sich schon einmal ein Bild davon machen können, was alles möglich ist und wie so eine Trauerfeier eigentlich dann aussieht und aufgebaut ist.</p>
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		<title>Praktikum: Tag 10</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 17:09:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der heutige Praktikumstag verging sehr schnell. Kaum war ich da, machte ich noch schnell Adressetiketten für Trauerkarten-Umschläge für Angehörige fertig, druckte sie aus, brannte mehrere Versionen des Kirchenlieds &#8220;So nimm denn meine Hände&#8221; auf eine CD, ordnete die Titel ins Musik-Archiv ein und &#8211; konnte gehen. Warum? Die Chefin musste der Polizei einen Besuch abstatten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Der heutige Praktikumstag verging sehr schnell. Kaum war ich da, machte ich noch schnell Adressetiketten für Trauerkarten-Umschläge für Angehörige fertig, druckte sie aus, brannte mehrere Versionen des Kirchenlieds &#8220;So nimm denn meine Hände&#8221; auf eine CD, ordnete die Titel ins Musik-Archiv ein und &#8211; konnte gehen. Warum? Die Chefin musste der Polizei einen Besuch abstatten, da ein Fall durch Ermittlungen derselben aufgehalten wurde. Da konnte ich nicht mit (da man geprüft werden muss, um durchgelassen werden zu können &#8211; diese Nachprüfung dauert wohl mehrere Wochen oder Monate), also war Feierabend für mich; schon um 12 Uhr.</p>
<div class="shr-publisher-1591"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Praktikum: Tag 9</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2009/07/02/praktikum-tag-9/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 16:27:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wieder so ein erfolgreicher Tag. An der Tagesordnung: Besichtigung eines neuen Krematoriums, potenzielle zukünftige Zusammenarbeit. Ein vermögender Herr, der seine künstlerische Begabung in eine Architektur neben einer Kirche gesteckt hat, die merklich perfektionistisch zu einem Krematorium ausgestattet ist. Er stammt vermutlich aus dem Kunstgewerbe, widmete sich aber wohl schon länger dem Tod, sodass er nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Wieder so ein erfolgreicher Tag. An der Tagesordnung: Besichtigung eines neuen Krematoriums, potenzielle zukünftige Zusammenarbeit. Ein vermögender Herr, der seine künstlerische Begabung in eine Architektur neben einer Kirche gesteckt hat, die merklich perfektionistisch zu einem Krematorium ausgestattet ist. Er stammt vermutlich aus dem Kunstgewerbe, widmete sich aber wohl schon länger dem Tod, sodass er nun hierzu kam. Auch selbst angepackt hat er beim Bau des Feuerhauses.<span id="more-1584"></span></p>
<p>Alles weiß, da noch kaum etwas eingerichtet. Erst der Gang in den Ankunftsraum für die Sargtransporte (eine Art Garage), dann der Blick in den Kühlraum, in dem sich aber bloß sechs Särge befinden &#8211; liegend auf fahrbaren Untersätzen. Danach gehen wir in den Vorraum, in dem der Sarg auf einer Metallschiene angehoben und in den Ofen geschoben wird &#8211; es ist so gedacht, dass die Angehörigen dabei anwesend sein können. Auch durfte ich einen Blick hinter die Kulissen wagen; ein warmer Maschinenraum mit einem modernen Kremierungsofen. Hochinteressant, wie ich unerwarteterweise feststellte.</p>
<p>Natürlich erinnere ich nicht mehr die ganze Bauweise dieses Ofens, aber ich meine, er war so aufgebaut, dass nach der vollständigen Verbrennung des Leichnams mitsamt Sarg die Asche gesäubert entnommen wird und der Rauch gefiltert und von Schadstoffen befreit wird. Zu Letzteren zählt &#8211; wenn ich Alles korrekt verstanden habe &#8211; eben auch Quecksilber, welches zuletzt als Sondermüll entsorgt wird.</p>
<p>Die Führung klang bei einem Kaffee in weißen Tassen, auf weißen Stühlen, am weißen Tisch und zufriedenstellendem Gespräch aus. Wir wurden noch in den parkähnlichen Garten gebracht, der für Naturbestattungen genutzt wurde. Schon ging es wieder zurück &#8211; ich auf dem Weg noch in meiner Faszination von der Perfektion jenes Gebäudes.</p>
<p><em>Mehr zu Architektur und Technik eines Krematoriums gibt es <a title="Prof. Dr. Norbert Fischer - Feuerbestattung und Krematorium: Architektur und Technik" href="http://www.n-fischer.de/feuer_krematorium.html" target="_blank">hier</a> zu lesen.</em></p>
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		<title>Praktikum: Tag 8</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 18:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einer der spannendsten Praktikumstage war das heute &#8211; ob des schwülen Wetters! Zunächst wurde ich in die Geschäftskalkulationen eingewiesen, um auch den wirtschaftlichen Aspekt des Bestattungsunternehmens näher kennenzulernen. Ich erfuhr, wie viele laufende Kosten es zu beachten gibt (schon allein das Halten des Büros ist nicht ohne!) und wie teuer Trauerfeiern sind. Man muss sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Einer der spannendsten Praktikumstage war das heute &#8211; ob des schwülen Wetters! Zunächst wurde ich in die Geschäftskalkulationen eingewiesen, um auch den wirtschaftlichen Aspekt des Bestattungsunternehmens näher kennenzulernen. Ich erfuhr, wie viele laufende Kosten es zu beachten gibt (schon allein das Halten des Büros ist nicht ohne!) und wie teuer Trauerfeiern sind. Man muss sein Geld mit Särgen, Urnen, Schleifen, Kränzen und so weiter machen &#8211; diese aber vorher auch eingekauft haben. Das bedeutet: Verdiene so, dass sich a) alle Kosten decken und du b) auch noch genug Gewinn machst.<span id="more-1569"></span></p>
<p>Danach ist der erwähnte IT-Mensch gekommen und hat das Notebook wieder zum Laufen gebracht (leider mussten wir später feststellen, dass auf einmal das Internet damit nicht mehr zu erreichen war). Auf dem &#8220;Hauptcomputer&#8221; hat er dann noch ein Programm von &#8220;Lexware&#8221; installiert, mit dem man Kalkulationen (also Angebote und Rechnungen) zusammenstellen kann.</p>
<p>Als der Typ gegangen ist, kam ein Anruf: Neuer Sterbefall. Aber es handelte sich um ein richtiges Drama: Ein alter Mann ist gestorben, nachdem seine Frau lange um ihn gekämpft hat. Er wurde stets abgewiesen von Ärzten und in ein Heim gesteckt, nachdem er einen Schlaganfall erlitt. Sie hat sich trotzdem weiter bemüht und ihn da herausholen können. Irgendwann kam er wieder ins Krankenhaus &#8211; doch da hieß es dann auf einmal, es gäbe einen Pflegenotstand, die Frau solle auf ihn aufpassen. Und da ist er gestorben.</p>
<p>So erlebt man Einiges beim Bestatter. Später ist ein Obdachloser vorbeigekommen und bat um ein wenig Geld. Er sei gerade aus der Haft entlassen worden, erzählte er, wegen Zollvergehens habe er da gesessen, jetzt gab es keine Wohnung, kein Geld &#8211; gar nichts mehr, er wohne jetzt in einem Zelt, das habe er geschenkt bekommen, denn manch Einer ist gütig, ein Anderer wiederum widerwärtig, er erzählte, ein Faschist habe ihn aus seinem Laden geworfen, als er nach Geld fragte, aber bei diesem Bestatter hier wurde er hereingelassen &#8211; wir haben ihn erzählen lassen und das war auch gut so. Mit Geld ist er wieder herausgelassen.</p>
<p>Ja, man erlebt so Einiges beim Bestatter.</p>
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		<title>Praktikum: Tag 7</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 18:42:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Puh, war das ein Tropenklima heute. Ich kann das nicht aushalten. Es ist furchtbar! Und im Praktikum war auch nicht viel los. Obwohl, wie ich erfahren habe, bei dem Wetter mehr zu tun ist (da die Leute plötzlich mehr sterben; Herz-Kreislauf-Belastung), sah das heute ganz anders aus. Als ich am Notebook (dem 2. Arbeitsplatz sozusagen) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Puh, war das ein Tropenklima heute. Ich kann das nicht aushalten. Es ist furchtbar! Und im Praktikum war auch nicht viel los. Obwohl, wie ich erfahren habe, bei dem Wetter mehr zu tun ist (da die Leute plötzlich mehr sterben; Herz-Kreislauf-Belastung), sah das heute ganz anders aus. Als ich am Notebook (dem 2. Arbeitsplatz sozusagen) etwas tun wollte, stürzte der plötzlich ab und wollte auch nicht mehr hochfahren (mal ehrlich: wäre das mit Linux passiert?).<span id="more-1560"></span></p>
<p>Somit konnte man den Tag schon mal abhaken, da der IT-Mensch erst morgen um halb zehn kommen kann (meine Praktikumstage fangen übrigens immer um neun Uhr an). Ich habe Brötchen geholt und mit einem Freund der Chefin (ein Immobilienmakler, glaube ich) und seiner Praktikantin zusammen gab es dann Mittagspause.</p>
<p>Zwischenzeitlich gab es noch frisches Obst vom Markt (das ist wohl immer so hier zur Sommerzeit). Erstaunlicherweise gab es heute vergleichsweise enorm viel Besuch, bestimmt sechs Mal ist jemand zum &#8220;Klönen&#8221; hereingekommen. Wahrscheinlich hatten die Leute immer Hoffnung auf ein kühles Büro, aber da die Tür permanent offen stand, herrschte auch drinnen diese Waschküchen-Schwüle. Grauenhaft. So hing man jedenfalls herum und es wurde nur sehr wenig zustande gebracht.</p>
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