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	<title>Zementblog &#187; Technik</title>
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	<description>Das Original: Zementär-revolutionär.</description>
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		<title>Fuckyoushima</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 18:22:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Was soll ich sagen? Die Grünen können sich freuen, denn die Deutschen glauben, in den Himmel zu kommen, wenn sie die Grünen wählen. Jetzt, wo alles wie gebannt auf Japan schaut und die Angst vor radioaktivem Gemüse wieder umgeht, ist ein politischer Schwung nur mehr eine Frage des Reaktionsvermögens. Merkel ist eine gute Reaktorin und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div id="attachment_4706" class="wp-caption alignright" style="width: 257px"><img class="size-full wp-image-4706" title="AKW Biblis" src="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2011/04/akw_biblis.png" alt="" width="247" height="176" /><p class="wp-caption-text">Zeitbomben haben keine Notbremse.</p></div>
<p>Was soll ich sagen? Die Grünen können sich freuen, denn die Deutschen glauben, in den Himmel zu kommen, wenn sie die Grünen wählen. Jetzt, wo alles wie gebannt auf Japan schaut und die Angst vor radioaktivem Gemüse wieder umgeht, ist ein politischer Schwung nur mehr eine Frage des Reaktionsvermögens.</p>
<p>Merkel ist eine gute Reaktorin und weiß deshalb genau, wie man geschickt aus der Schusslinie geht.<span id="more-4663"></span> Man legt die Tagesordnung lahm, wartet die feurigen Debatten und das bürgerliche Gezeter einige Zeit ab und kehrt danach wieder zum alten Geschäft zurück. Weil das so schön ist, gibt es auch ein schönes Wort dafür, das trockener klingt als zwei Scheiben Pappe zum Frühstück schmecken dürften: Moratorium. Man kann gar nicht oft genug versuchen, es sich auf der Zunge zergehen zu lassen.</p>
<p><strong>Lächerliches Szenario</strong></p>
<p>Derweil schwappen allerlei wirre Geschichten aus Japan herüber, der eine sagt das, die andere das &#8211; und beide wissen es nichts Genaueres. Wir wägen also jedesmal ab und kommen bei jeder Nachrichtensendung zu einem neuen Urteil. Die derzeitige Lage sieht jedenfalls &#8211; man kann es drehen, wie man will &#8211; furchtbar aus. Vermutlich hat eine Kernschmelze stattgefunden (<a title="Taz - Es gab doch eine Kernschmelze" href="http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/es-gab-doch-eine-kernschmelze/">Taz</a>). Die Reaktoren sind vollends im Eimer, zuletzt kam die Meldung, hoch radioaktiv verseuchtes Wasser trete aus einem Leck aus (<a title="Spiegel Online - Radioaktives Wasser sickert durch Riss aus Reaktor 2" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,754666,00.html">Spiegel Online</a>). Man misst inzwischen in immer mehr Bereichen erhöhte Strahlenwerte; es ist das absehbare Unvorstellbare in den Tagesberichten. Auch die Feuerwehrmänner, die man aufgrund deren Rettungsversuch in den Schlagzeilen schon als Helden gefeiert hatte, waren offenbar doch keine Freiwilligen. Letztlich war der Einsatz doch nur ein lächerliches Szenario, denn erstens ist Wasserbeschuss auf einen glühenden, zerstörten Reaktor der halbe Tropfen auf den brennenden Stein, und zweitens ist nichts leichtsinniger, als dutzende Arbeiter unmittelbar der Strahlenquelle auszusetzen.</p>
<p>Zurück nach Deutschland. Ist eine Kehrtwende in der Politik zu erwarten? Man könnte darüber spekulieren. Nachdem nun die Grünen etwa in Baden-Württemberg dermaßen gut abgeschnitten haben, was zunächst Stuttgart 21, zuletzt aber ausschlaggebend eben Fukushima zu verdanken war, nehmen die Zweifel an der Regierung innerhalb der Bevölkerung scheinbar doch zu. Dass die Antwort darauf nun die Grünen sein mussten, ist zwar kurz gedacht, aber zu hohe Erwartungen helfen uns nicht weiter. Die spannende Frage der nächsten Zeit ist doch, was die Grünen aus ihre verlängerten Arm machen: Werden sie angesichts eines energiepolitischen Zugzwangs konsequent sein &#8211; oder werden sie sich wie schon so oft zurückhalten?</p>
<p><strong>Voraussetzungen zum Abschalten schaffen</strong></p>
<p>Überschauen wir die Lage einmal, sehen wir eine neuerstarkte Bewegung gegen Atomkraft. Das ist gut so, wenn auch nicht sonderlich politisch. Viele schließen sich aus Heimatschutzgründen an oder weil das Thema einfach gerade angesagt ist (nicht zuletzt ist aus der Kampagne &#8220;Atomkraft? Nein, Danke!&#8221; mittlerweile ein entpolitisiertes Label wie &#8220;Gegen Nazis&#8221; geworden). Dennoch muss diese Kraft gut überlegt eingesetzt werden. Fest steht, dass sich nicht von heute auf morgen alle Atomkraftwerke abschalten lassen (das geht nur mit Köpfen). Ein energiewissenschaftlicher Plan in der Art, wie ihn Rot-Grün einst bereits vorgelegt hatte, ist jedoch durchaus nicht abwegig. Allerdings müssen Voraussetzungen für eine entschiedene Schwächung der Kernkraftkonzerne geschaffen werden, die die politischen Entscheidungsträger auf kommunaler Ebene wie auf Bundesebene zumindest zu einem gewissen Kurswechsel drängen. Ein Weg wäre etwa die Schaffung einer ausschlaggebenden Nachfrage nach erneuerbaren Energien, denn ein nationales Abschalten bei Nutzung von importiertem Atomstrom führt zu nichts.</p>
<p>Als erstes müssen den Deutschen noch einige Schuppen von den Augen fallen. Dass Merkel während des Moratoriums etwa alle AKWs prüfen lässt, ist gleichsam ein Grund zum Lachen und zum Heulen: Erst eine Laufzeitverlängerung in ganzheitlicher Übereinstimmung mit den führenden AKW-Betreibern, dann das. Dass es weiterhin CDU-Wähler gibt, sollte Anlass dafür geben, umgehend auszuwandern. Stattdessen bleiben wir aber hier und müssen uns diese Berg- und Talfahrt ansehen, die Hoffnung, die kommt und geht, wann sie will. Das Hin und das Her, ich habe beides satt. Am Ende landen wir wieder bei Null. Trotzdem wollen wir keine geschlagenen Nichtsnutze sein und wehren uns immer wieder mit aller Kraft. Was ist das für ein Abwehrverhalten? Was haben wir zu verlieren? Ehre, Würde, Stolz? Lieber Gott, wenn wenigstens du noch wärst und es die Wissenschaft nicht gäbe.</p>
<p>Nicht nur die Grünen, sondern auch die Börsen auf aller Welt dürfen sich über die Katastrophe in Japan freuen. Es erschließt sich ein ganzer Markt, der Tsunami hat schließlich nicht einmal vor Zahnbürsten Halt gemacht; na, wunderbar!</p>
<p style="text-align: right;"><small>Foto: Louisa Manz/<a title="Jugendmedien - AKW Biblis" href="http://www.jugendmedien.de/media/8698-akw-biblis" target="_blank">Jugendmedien.de</a><br />
</small></p>
<div class="shr-publisher-4663"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Servos für Durchlauf umbauen</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/03/18/servos-fur-durchlauf-umbauen/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 11:26:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Arduino]]></category>
		<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Tutorial]]></category>

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		<description><![CDATA[Um einen Servomotor als Radantrieb (zum Beispiel für einen Roboter) verwenden zu können, ist es notwendig, ihn ein wenig zu modifizieren, damit er Durchlauf hat (also ganze Kreise drehen kann und nicht stoppt). Vorbereitung: Material Für den Umbau des Servos brauchen wir ein paar Werkzeuge. Wer die Konstruktion später testen will, kann das zum Beispiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://www.flickr.com/photos/randomskk/2569960681/"><img class="alignright" style="margin: 10px;" title="Servo als CRG" src="http://farm4.static.flickr.com/3166/2569960681_38fba37fdd_m.jpg" alt="Servo als CRG" width="216" height="158" /></a>Um einen Servomotor als Radantrieb (zum Beispiel für einen Roboter) verwenden zu können, ist es notwendig, ihn ein wenig zu modifizieren, damit er Durchlauf hat (also ganze Kreise drehen kann und nicht stoppt).</p>
<p><strong>Vorbereitung: Material</strong></p>
<p>Für den Umbau des Servos brauchen wir ein paar Werkzeuge. Wer die Konstruktion später testen will, kann das zum Beispiel mit einer Arduino-Platine tun.<span id="more-3338"></span> Im Folgenden alles erforderliche:</p>
<ul>
<li>Servo (z.B. das <a title="Conrad - Modelcraft Standard-Servo RS 2 JR" href="http://www.conrad.de/ce/de/product/233751/TOP-LINE-STANDARD-SERVO-RS-2-JR/SHOP_AREA_19788" target="_blank">RS 2 JR von Modelcraft</a>)</li>
<li>kleiner Kreuzschlitz-Schraubendreher</li>
<li>Seitenschneider</li>
<li>2 Widerstände: 2,2 kOhm <em>oder</em> 2,7 kOhm</li>
<li>Lötkolben und -zinn</li>
<li>Klebeband (Tesa-Film)</li>
<li>evtl. ein Arduino-Board</li>
</ul>
<p><strong>1. Schritt: Mechanik</strong></p>
<p>Zu erst einmal muss das Servo auseinandergeschraubt werden. Dazu nehmen wir einen kleinen Kreuzschlitzdreher und schrauben die vier langen Schrauben von der Unterseite heraus. Oben kann man jetzt den Deckel abnehmen. Dabei muss man etwas vorsichtig sein, da die Zahnräder leicht herausfallen (außerdem sind sie schmierig). Man sollte sich deren Anordnung unbedingt merken, um sie später wieder passend herein zu bekommen.</p>
<p>Nun nehmen wir den Plastikdeckel ab und hebeln den Inhalt der Box vorsichtig mit dem Schraubendreher heraus (die Platine im Inneren mit dem Motor darauf ist dabei etwas hartnäckig; aber keine Scheu). Was haben wir jetzt vor uns liegen? Eine Plastikbox (unwichtig), einen unteren Deckel (unwichtig), Zahnräder (unwichtig), einen oberen Deckel (wichtig) und eine schmale Platine mit dem DC-Motor und einem Potentiometer (wichtig).</p>
<p>Kümmern wir uns um den oberen Deckel. Dort finden sich zwei kleine Blockaden in Form eingegossener Stopper. Diese gilt es nun mit einem Seitenschneider zu entfernen.</p>
<p>Dann wäre da noch das Potentiometer (das Ding an den drei Drähten). Schneiden wir es kurzerhand ab (keine Angst) &#8211; aber nicht zu kurz, wir müssen nachher noch zwei Widerstände anlöten. Nun ist dies irgendwie zu öffnen (man nehme einen Draht und hebele damit herum an den vier Ecken). War dieser Vorgang erfolgreich, findet man wieder Blockaden, ähnlich denen im oberen Deckel. Auch diese müssen entfernt werden &#8211; sein wir aber vorsichtig, wir wollen nichts zerstören (mechanisch; elektronisch ist ja keine Verbindung mehr vorhanden). Alles wieder zusammengesteckt, kann das Potentiometer wieder an seinen Platz (dazu nehme man am Besten etwas Klebeband zur Hilfe).</p>
<p><strong>2. Schritt: Elektronik</strong></p>
<p>Was fehlt?, könnte man sich jetzt fragen. Ja, die Frage ist gar nicht mal so unangebracht. Aber: Wir haben da noch drei verstümmelte Drähte an der Platine, an denen zuvor noch das Potentiometer hing. Da fließt jetzt Strom hin, wird dort aber nicht verbraucht. Jetzt der Trick: Wir löten einfach zwei Widerstände daran! Da das Potentiometer 5 kOhm verbraucht hat, brauchen wir zwei Widerstände, die addiert einen ähnlichen Wert ergeben &#8211; beispielsweise 2 x 2,2 kOhm oder 2 x 2,7 kOhm. Beides ist möglich.</p>
<p>Die unteren Enden der Widerstände sind vorher am nächsten Punkt vom Keramikstück zusammenzudrehen, damit wir sie einfacher an den mittleren Drahtstummel löten können. Nun wird es etwas umständlich: Das verdrehte Ende muss an den mittleren Draht gelötet werden, während die oberen Enden der Widerstände jeweils an einem der äußeren Drähte zu befestigen sind.</p>
<p>Geschafft? Super! Jetzt müssen wir bloß noch alles wieder in die kleine Box friemeln (und die Widerstände mit Klebeband isolieren, damit sie nicht mit den Drähten des Potentiometers verbunden werden), die Zahnräder und die zwei Deckel oben und unten dranstecken, die Schrauben wieder reindrehen, fertig. Puh.</p>
<p><strong>3. Schritt: Test mit Arduino<br />
</strong></p>
<p>Zum Abschluss testen wir, ob die modifizierte Konstruktion auch funktionstüchtig ist. Dazu stecken wir das Servo an ein Arduino-Board (merke: gelb = Pin, rot = Strom, schwarz = Masse) und schließen dieses wiederum an den Computer an. In der IDE öffnen wir &#8220;File &gt; Sketchbook &gt; Examples &gt; Library-Servo &gt; Sweep&#8221;, laden den Code auf den Controller und&#8230; dreht sich das Servo beständig? Super, dann hat alles geklappt!</p>
<p><em>Zuvor bereits </em><em>auf <a title="Freeduino.de - Servos für Durchlauf umbauen" href="http://freeduino.de/books/servos-f%C3%BCr-durchlauf-umbauen" target="_blank">Freeduino.de</a>, der deutschen <a title="Technikbasteln mit Arduino" href="../2009/03/01/technikbasteln-mit-arduino/" target="_self">Arduino</a>-Community</em><em> veröffentlicht</em><em> und </em><em>auf Grundlage des englischen <a title="Todbot - Tiny Servos as Continuous Rotation Gearmotors" href="http://todbot.com/blog/2009/04/11/tiny-servos-as-continuous-rotation-gearmotors/" target="_blank">Todbot-Tutorials</a> erstellt.</em></p>
<p style="text-align: right;"><small>Bild: <a title="Website von Adam Greig" href="http://negativeacknowledge.com/" target="_blank">Adam Greig</a></small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ufff, ööh</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2010/02/25/ufff-ooh/</link>
		<comments>http://www.zementblog.de/2010/02/25/ufff-ooh/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 16:46:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist ein Gastbeitrag im Rahmen der Blog-Aktion &#8220;Bfasdmzbhudesevwigs&#8221; von &#8220;Überschaubare Relevanz&#8220;. Der Verfasser ist, den Spielregeln folgend, unbekannt. Würden Gedanken Geräusche machen (manchmal tun sie das ja in der Tat, man denke nur an &#8220;Ah&#8221; und &#8220;Oh&#8221;) müssten meine ersten Gedanken, nachdem ich Muriel Silberstreifs Mail erhalten hatte, in der er mir mein Gastgeberblog [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p style="text-align: center;"><em>Dies ist ein Gastbeitrag im Rahmen der Blog-Aktion &#8220;<a title="Überschaubare Relevanz - " href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2010/01/13/beitragefurandereschreibendiemanzugelostbekommenhatunddieerstspatererfahrenvonwemihregastbeitragestammen/" target="_blank">Bfasdmzbhudesevwigs</a>&#8221; von &#8220;<a title="Überschaubare Relevanz" href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/" target="_blank">Überschaubare Relevanz</a>&#8220;. Der Verfasser ist, den Spielregeln folgend, unbekannt.</em></p>
<p>Würden Gedanken Geräusche machen (manchmal tun sie das ja in der Tat, man denke nur an &#8220;Ah&#8221; und &#8220;Oh&#8221;) müssten meine ersten Gedanken, nachdem ich <a title="Überschaubare Relevanz" href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/" target="_blank">Muriel Silberstreifs</a> Mail erhalten hatte, in der er mir mein Gastgeberblog für seine <a title="Überschaubare Relevanz - Bfasdmzbhudesevwigs" href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2010/01/13/beitragefurandereschreibendiemanzugelostbekommenhatunddieerstspatererfahrenvonwemihregastbeitragestammen/" target="_blank">Bfasdmzbhudesevwigs</a>-Aktion mitteilte und ich mich kurz hier umgesehen hatte, ungefähr so geklungen haben.</p>
<p>Das &#8220;Uff&#8221; und das &#8220;Ööh&#8221; gilt natürlich nicht dem Zementblog oder Jan als Autor oder Euch Lesern oder den Beiträgen hier, sondern schlicht der Tatsache, dass ich mit meinem Blog und meiner Schreibe thematisch kaum weiter von Jans entfernt sein könnte.<span id="more-3208"></span></p>
<p>Nachdem ich also ausreichend auf Muriel (dafür, dass er eine so charmante Aktion auf die Beine gestellt hat, der ich nicht widerstehen konnte), auf mich selber (eben dafür, dass ich nicht widerstehen konnte) und auf mein Losglück (der thematischen Distanz wegen) geflucht hatte und ein paar Nächte drüber geschlafen und genügend Kaffee getrunken hatte, war die spontane Idee für einen Beitrag da, der sich (so hoffe ich) thematisch hier einfügen wird.</p>
<p>Ich bin alles andere als technikaffin, ehrlich gesagt sogar eher das Gegenteil. Geräte sind mir dann am sympathischsten, wenn sie selbsterklärend sind (Das Trauma nach der Anschaffung meines ersten Videorecorders vor 22 Jahren habe ich immer noch nicht ganz überwunden &#8211; aber das ist eine andere Geschichte.), den PC kann ich zwar leidlich bedienen, wenn er nach dem Einschalten das tut, was ich will, aber viel weiter auch nicht. Klar, einfache Probleme bekomme ich meistens irgendwie in den Griff, empfinde sie aber eher lästig als herausfordernd und bin gar nicht böse, wenn sich statt meiner jemand anderes ihrer Beseitigung annimmt.</p>
<p>Dieser &#8220;Oh weia, Technik&#8221;-Haltung will ich mich also heute stellen und im Selbstversuch herausfinden, wie kompliziert diese Linux-Sache, die immerhin ganz oben auf Jans Interessenliste steht, tatsächlich ist. Also für so jemanden wie mich. Ich beginne damit, tief in den eigenen Hirnwindungen nach meinen gesammelten Linux-Vorkenntnissen zu kramen und stelle fest:</p>
<ol>
<li>Die haben doch diesen knuffigen Pinguin!</li>
<li>Ich meine, mich vage zu erinnern, gehört zu haben, dass es eine Version gibt, die man ohne Installation nutzen kann.</li>
</ol>
<p>Ich nehme mir vor, zweiteres als erstes in Erfahrung zu bringen, weil sonst die ganze Idee direkt wieder hinfällig wäre und ich mich doch mit dem Making Of Zementkekse oder dergleichen Thematik beschäftigen müsste. Dieser Text entsteht übrigens nebenbei on-the-fly während meiner Überlegungen und natürlich sicherheitshalber auf echtem Papier, mit echtem Kugelschreiber verfasst, damit nix schief- oder verloren gehen kann, wenn ich das Experiment wage.</p>
<p>Damit mein Selbstversuch nicht ins Uferlose gerät, setze ich mir selber ein Zeitlimit von 2 bis höchstens 2,5 Stunden und um nicht völlig planlos &#8220;Bin ich etwa schon drin?&#8221; zu stammeln und dann nicht weiter zu wissen, stelle ich mir selber folgende Aufgaben:</p>
<ol>
<li>Rausfinden, wie dieses Nicht-installier-Linux heißt und runterladen.</li>
<li>Rausfinden, ob&#8217;s ein Pendant zum Windows Explorer gibt und darin eins der Fotos ausfindig machen, die ich gestern von der Kamera übertragen habe.</li>
<li>Rausfinden, wie ich ins Internet komme (Gibt es da einen Browser? Wuhä!) und mein Blog besuchen, traumhaft wäre natürlich, wenn mir ein kurzer &#8220;Beweisbeitrag&#8221; gelänge.</li>
<li>Rausfinden, ob&#8217;s da was Paint-Ähnliches gibt und Beweisscreenshot (Wie geht das?) anfertigen und dem Beitrag hier beifügen.</li>
</ol>
<p>Ufff. Ööh.</p>
<p>Es ist 13.40 Uhr, ich fluche ein wenig darüber, dass es schon so spät ist, hole mir noch einen Kaffee und starte meinen Selbstversuch.</p>
<p>Erste Anlaufstelle: Google, zu Recherchezwecken. Ich widerstehe der Versuchung auf&#8217;s Doodle zu klicken und mich direkt ablenken zu lassen und tippe stattdessen &#8220;Linux ohne Installation nutzen&#8221; in die Suchmaske. 15 Minuten später habe ich nicht nur durch eine kurze Beschreibung gelesen, sondern in weiser Voraussicht auch schonmal nach den Antworten zu meinen anderen Fragen gesucht, um mir vielleicht 1, 2, 3 Bootvorgänge zu sparen &#8211; wer weiß, ob ich mit Linux überhaupt so schnell ins Internet käme, um von dort aus nachzuschauen.</p>
<p>Knoppix heißt das installationsfreie Linux. Ich muss bei dem Namen an die ähnlichnamigen Waffelschnitten denken und bedaure keine als Nervennahrung im Haus zu haben. Von der Notwendigkeit von Frusttröstern bin ich ja noch weit entfernt. Ha! Ich hoffe, dass das auch so bleibt und ich nicht irgendwas so kaputt mache, dass ich auf die Hilfe von Linux-Cracks angewiesen sein würde. Der Tonfall in den Hilfeforen ist ähnlich einladend, wie die Aussicht auf eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt.</p>
<p>Ebenso einladend und wenig vertrauenerweckend wird die Nutzungsvereinbarung, die ich vorm Runterladen von Knoppersix, anklicken muss (Jaa! Ich bin schon soweit!):</p>
<blockquote><p>DIES IST EXPERIMENTELLE SOFTWARE. DIE BENUTZUNG ERFOLGT AUF EIGENE GEFAHR. KNOPPER.NET KANN UNTER KEINEN UMSTÄNDEN HAFTBAR GEMACHT WERDEN FÜR SCHÄDEN AN HARD- UND SOFTWARE, VERLORENE DATEN UND ANDERE DIREKT ODER INDIREKT DURCH DIE BENUTZUNG DER SOFTWARE ENTSTEHENDE SCHÄDEN. IN EINIGEN LÄNDERN KÖNNEN DIE AUF DER CD ENTHALTENE KRYPTOGRAPHIESOFTWARE UND ANDERE KOMPONENTEN EXPORTREGULIERUNGEN ODER SOFTWARE-PATENTEN UNTERLIEGEN, DIE DIE WEITERGABE ODER VERBREITUNG DER SOFTWARE EINSCHRÄNKEN. FÜR IHRE EINHALTUNG GESETZLICHER VORSCHRIFTEN SIND SIE SELBST VERANTWORTLICH. WENN SIE DIE SOFTWARE KOMMERZIELL VERMARKTEN UND VERBREITEN WOLLEN, MÜSSEN SIE SICH DIE HIERFÜR NOTWENDIGEN LIZENZEN FUR DIE NICHT-FREIEN SOFTWAREKOMPONENTEN AUF DER CD SELBST BESORGEN, ODER DIE ENTSPRECHENDEN KOMPONENTEN VOR DER WEITERVERBREITUNG ENTFERNEN.</p>
<p style="text-align: right;">(Quelle: <a title="Offizielle Homepage von &quot;Knoppix&quot;" href="http://knoppix.net/" target="_blank">Knoppix</a>)</p>
</blockquote>
<p>Tapfer klicke ich auf &#8220;akzeptieren&#8221; und verbringe die nächste halbe Stunde am Telefon mit einem Freund, der just in diesem Moment anrief. Ich erzähle ihm, was und weswegen ich gerade mache, lasse mich dafür ordentlich auslachen und addiere die halbe Stunde gedanklich auf mein Zeitlimit drauf.</p>
<p>Welche von den zahlreichen Dateien ich jetzt genau runterladen soll, weiss ich allerdings hinterher immer noch nicht. Hilfeee. Google führt mich zu <em>wer-weiss-was</em> und dort sind immerhin die Antwortgeber um einiges freundlicher als in den Linux-Hilfe-Foren. Ich lese was über ISO und Image und erinnere mich vage, davon schon gehört zu haben. Ich beschließe einfach alle Dateien des gleichen Datums runterzuladen und abzuwarten, was das Brennprogramm daraus machen wird. Fast 20 Minuten soll der Download dauern und ich koche mir in der Zeit lieber noch einen Kaffee als den Fortschrittsbalken anzustarren.</p>
<p>In der Küche schießt mir ein Gedanke durch den Kopf. Moment Brennprogramm? Ich habe doch gerade überhaupt kein Brennprogramm, weil ich erst seit kurzem überhaupt wieder ein Laufwerk respektive einen Brenner habe. OK, es sind schon einige Monate, aber hey, das ist ist Technikkram, damit habe ich mich noch nicht näher befasst ich bin einfach noch nicht dazu gekommen.</p>
<p>Ich frage mich, was ich ohne Google wäre, suche mir ein Gratis-Brennprogramm und verkneife es mir, Wetten darüber abzuschließen, welcher Download schneller sein wird.</p>
<p>Das Brennprogramm gewinnt knapp!</p>
<p>Wenigstens dieses scheint selbsterklärend zu sein und ich sitze um 15:10 Uhr gebannt vor dem Monitor und beobachte den Brennvorgangsfortschrittsbalken. Und das nach nur einer Stunde! Nur? Mir wird klar, dass das noch knapp werden könnte, mein Zeitlimit einzuhalten. Ich feuere den Brenner an und habe schon fast alle Programme geschlossen, um den Rechner direkt neuzustarten. Irgendetwas hier riecht nach Marzipan, was mich irritiert und wieder sehnsüchtig ans nicht vorhandene Knoppixers denken lässt.</p>
<p>Jetzt wird&#8217;s spannend! Die Festplatte rattert geräuschvoll, ebenso das DVD-Laufwerk und dann erscheint der Windows Startbildschirm. Öhö? Ich warte geduldig, bis Windows komplett gestartet ist und öffne den Explorer, um mir den CD-Inhalt anzuschauen. Hm, da gibt&#8217;s eine <em>autorun.bat</em>. Ein Klick, eine Fehlermeldung und mein Firefox wird samt der 44 (Wuhä!) Tabs meiner letzten Sitzung automatisch geöffnet. Für den Bruchteil einer Sekunde überlege ich, mir noch einen Kaffee zu holen, doch die Knoppix-Hilfeseite, die automatisch geöffnet wird, ist erfreulich schnell geladen. Zum Booten von der CD muss ich im BIOS-Setup einstellen, dass vom entsprechenden Laufwerk gebootet werden soll. Logisch. Ich schlucke. Dass ich zuletzt einen Blick ins BIOS geworfen und da was rumgefummelt habe, ist elende Jahre her und damals saß jemand neben mir, der sich damit auskannte. Ich habe ein doofes Gefühl im Bauch. BIOS, da konnte man doch <em>wirklich</em> was kaputt machen und den Rechner ausknocken. Ich schlucke erneut und beschließe, mich nicht so leicht entmutigen zu lassen. Ich erinnere mich dunkel, dass man während des Bootvorganges eine Taste drücken musste, um ins Bios-Setup zu kommen. Ich frage bei Google nach, welche das war. Entfernen oder Escape oder F2. Na super. Für den Fall der Fälle schließe ich erst mal die Hälfte der Firefox-Tabs, damit ich nicht wieder so lange warten müsste, falls der nochmal automatisch starten würde. Dann atme ich tief durch und starte den Rechner erneut. Entfernen. Windows startet. Neustart. Ich versuche es mit Esc. Windows startet. Neustart. Wie hypnotisiert hämmere ich beim Starten auf die F2-Taste. Als das BIOS sich öffnet fange ich an zu beten, dass ich alles, was ich da jetzt drin rumfummeln würde auch hinterher wieder in Ordnung bekomme. Ich ändere das Startlaufwerk, speichere und warte ab, was nun passiert.</p>
<p>30 Sekunden später und 1,5 Stunden nach Start meines Selbstversuchs, taucht der schnuffelige Pinguin auf meinem Monitor auf. Puh! Und dann plappert mein PC auf einmal mit blecherner Stimme auf mich ein. Aha? Wie geplant will ich erst mal in meinen Dateien rumsuchen und wähle die 9 im Knoppix-Menü. Zwei Eingaben später blinkt und spricht mich die erste Fehlermeldung in Linux an. Na herzlichen Glückwunsch, das ging ja fix. Nur was ich jetzt tun soll, verrät die Stimme mir nicht. Nachdem ich fast alle Tasten einmal ausprobiert habe, komme ich mit Escape (da hätte ich auch gleich drauf kommen können) zurück ins vorherige Menü. Beim nochmaligen Versuch lande ich nach Drückens weniger Tasten in einer Ansicht, die stark an den Norton Commander in guten alten MS-DOS Zeiten erinnert. Ich gebe den Plan auf, das Foto finden zu wollen, weil ich glaube, das es auf der anderen Festplatte (die mit der Fehlermeldung) gespeichert ist. Ich wähle F10 zum Beenden und die blecherne Stimme verrät mir noch lautstark, dass es der Midnight Commander ist, dem ich den Rücken kehren will. Dieses Mal probiere ich intuitiv die Escape-Taste und lande tatsächlich wie geplant eine Menüebene weiter oben (vorne?). Ich taste mich bis zum Startauswahlmenü zurück.</p>
<p>Ich wähle &#8220;WWW&#8221; und werde von einem blinkenden Curser auf einem schwarzen Monitor zur Eingabe einer URL aufgefordert. Öhö. Ich tippe die URL meines Blogs und bekomme nur Schrift auf dem schwarzen Monitor angezeigt, aber ja &#8211; das sind eindeutig die Texte meines Blogs. Nur mit ohne Browser, Grafik und dergleichen.</p>
<p>Ich verirre mich in seltsamen Menüs der seltsamen Anzeige und finde einfach nicht wieder zurück. Zu Hülf! Nicht mal Esc hilft hier und ich tippe zunehmend hektisch eine Taste nach der anderen an. Irgendwie lande ich in irgendeiner Hilfe für irgendein Programm, das ich wissentlich nie gestartet habe. Nano heißt es. Wie man es verlassen kann, gibt die Hilfe nicht preis, stattdessen macht es den Anschein, als könnte ich hier den WordPress Quellcode befummeln. Wuhä! Wenn die mein Blog hinterher wegen irgendwelcher unerlaubter Zugriffs-Manipulations-Dingsi-Versuche löschen oder sperren, heule ich!</p>
<p>Ich komme auch nach 10 Minuten nicht wieder aus dem Programm raus und dann ist nicht mal mehr lustig, dass die blecherne Stimme mir all meine sinnlosen Eingaben vorliest. Mir fällt plötzlich die Universallösung bei solch aussichtslosen Rechnerproblemen ein und ich drücke entnervt den Reset-Knopf.</p>
<p>Ich wähle den nächsten Punkt im Menü: E-Mail. Und das Drama beginnt erneut. Ich drücke wüst auf den Tasten rum, mein Rechner erzählt mir, was ich drücke, aber ich komme nicht wieder in das dankenswert verständliche Hauptmenü zurück. Dieses Mal gebe ich mich nach 2 Minuten geschlagen. Ich drücke den Reset-Knopf und beschließe, dass dieser Versuch der letzte sein wird. Die Zeit zählt 2 Stunden 10 Minuten im Selbstversuch.</p>
<p>Punkt 11 des Menüs soll es dieses Mal sein: Graphische Programme (Wieso war mir das nicht eher aufgefallen? Ich glaube, ich hatte sie als Grafikprogramme abgetan.) und ich entdecke Firefox im Untermenü. Vorsichtig treffe ich meine Auswahl und traue mich erst, mich zu freuen als der schwarze Monitor mit Schrift einem Foto weicht. Es zeigt primär dicke graue Wolken und ich frage mich, ob mein PC dank Knoppix nicht nur reden, sondern auch meine Gefühle graphisch umsetzen kann. Dann startet der Browser und behauptet &#8220;Iceweasel&#8221; zu heißen. Ich fühle mich ein wenig in meiner Freude betrogen, ob des fehlenden vertrauten orange-blauen Logos.</p>
<p>Ich tippe noch einmal die URL meines Blogs, dieses Mal in eine richtige Adresszeile eines richtigen Browsers und atme erleichtert auf, als das vertraute Header-Bild geladen wird. Yippieh!</p>
<p>Ich beschließe eigenmächtig (wer auch sonst? *g*) all meine selbstgesetzten Ziele in &#8220;sich über den Anblick des eigenen Blogs freuen&#8221; und &#8220;überleben&#8221; und &#8220;weniger als 5 Tassen Kaffee in 2,5 Stunden trinken&#8221; umzuwandeln und das Projekt an dieser Stelle abzubrechen. Stattdessen nehme ich mir lieber das Projekt &#8220;heiße Badewanne&#8221; vor. Ich fühle mich gerade als hätte ich mir das verdient.</p>
<p><strong>Mein Fazit des Selbstversuchs:</strong> Ohne Vorkenntnisse und wenigstens ein bisschen Lust und Laune an technischen Dingen ist der Sprung ins kalte Linuxwasser ein ganz schöner Bauchplatscher. Alleine die fehlende graphische Oberfläche hat mir ordentlich zugesetzt und das obwohl meine PC-Wurzeln noch in Zeiten von Basic und später dann MS-DOS, Windows 3.1, Norton Commander liegen. Mensch kann sich ganz schön schnell an Bequemlichkeit gewöhnen. *soifz* Mal eben schnell &#8216;nen Nachmittag ins Linux reinklicken und was bewegen funktioniert ohne Vorkenntnisse überhaupt nicht. Der Pinguin ist aber trotzdem knuffig!</p>
<p>Trotz all meines Fluchens, meiner ausgerauften und blitzergrauten Haare empfand ich den Nachmittag als eine spannende Herausforderung &#8211; mich Hals über Kopf auf ungewohnte Dinge &#8211; und damit meine ich sowohl das Linux-Projekt als auch das Schreiben für die Leser eines fremden Blogs &#8211; ist für mich keine alltägliche Erfahrung. Ich hoffe, den Text zu lesen, hat Euch ein wenig unterhalten &#8211; wenn er schon keine bahnbrechenden neuen technischen Erkenntnisse lieferte.</p>
<p>Ich bedanke mich bei Jan dafür, dass ich hier einen Beitrag schreiben durfte und bei Euch allen für&#8217;s Lesen &#8211; besonders bei jenen, die bis zum Ende durchgehalten haben. Schaltet bitte auch beim nächsten Mal wieder ein, wenn das Thema &#8220;Wie lerne ich mich kurz zu fassen? Ein Selbstversuch in 93 Schritten&#8221; dran ist!</p>
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		<title>News (4. Dezember &#8217;09)</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2009/12/04/news-4-dezember-09/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 18:10:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Arbeitsminister Jung ist wegen einer &#8220;Informationspanne&#8221; um das Massaker am vierten September in Kundus zurückgetreten. Es geht um mehr, schreibt Neues Deutschland. Wikileaks hat die geheimen Verträge zum LKW-Mautsystem &#8220;Toll Collect&#8221; veröffentlicht. Das Wall Street Journal hat sich in einem Artikel intensiv mit der Mikrocontroller-Plattform Arduino auseinandergesetzt. Riehle ist der erste deutsche Open Source-Professor, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><ol>
<li>Arbeitsminister Jung ist wegen einer &#8220;Informationspanne&#8221; um das Massaker am vierten September in Kundus zurückgetreten. Es geht um mehr, schreibt <a title="Neues Deutschland - Was wusste Merkel über das Massaker in Kundus?" href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/160155.was-wusste-merkel-ueber-das-massaker-von-kundus.html" target="_blank">Neues Deutschland</a>.</li>
<li>Wikileaks hat die <a title="Wikileaks - Toll Collect-Verträge" href="http://wikileaks.org/wiki/Toll_Collect_Vertraege%2C_2002" target="_blank">geheimen Verträge</a> zum LKW-Mautsystem &#8220;Toll Collect&#8221; veröffentlicht.</li>
<li>Das <a title="Wall Street Journal - Taking an Open-Source Approach to Hardware" href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703499404574559960271468066.html?mod=article-outset-box" target="_blank">Wall Street Journal</a> hat sich in einem Artikel intensiv mit der Mikrocontroller-Plattform Arduino auseinandergesetzt.<span id="more-2415"></span></li>
<li>Riehle ist der erste deutsche Open Source-Professor, wie das <a title="Linux-Magazin - Der erste deutsche Open Source-Professor" href="http://www.linux-magazin.de/content/view/full/47029" target="_blank">Linux-Magazin</a> berichtet.</li>
<li>Einen spannenden Artikel kann man in der Jungle World lesen &#8211; wer finanziert die <a title="Jungle World - Wer finanziert die Jesus GmbH?" href="http://jungle-world.com/artikel/2009/48/39839.html" target="_blank">Jesus GmbH</a>?</li>
</ol>
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		<title>News (27. September &#8217;09)</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2009/09/27/news-27-september-09/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 10:43:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrepublik]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Witzig]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier ein Batzen informativer Artikel zur Bundestagswahl 2009 &#8211; und ein paar andere Dinge: Während &#8220;Neues Deutschland&#8221; über absolute und relative Wahlheiten schreibt und das &#8220;Sockenblog&#8221; darüber, dass es auf jeden Fall schlechter wird, hat sich der aus dem &#8220;Chaosradio Express&#8221;-Podcast des CCC bekannte Tim Pritlove mit Radiojournalist Philip Banse daran gemacht, heute von 15.30 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Hier ein Batzen informativer Artikel zur Bundestagswahl 2009 &#8211; und ein paar andere Dinge:</p>
<ol>
<li>Während &#8220;Neues Deutschland&#8221; über <a title="Neues Deutschland - Absolute und relative Wahlheiten" href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/156339.absolute-und-relative-wahlheiten.html" target="_blank">absolute und relative Wahlheiten</a> schreibt und das &#8220;Sockenblog&#8221; darüber, dass es <a title="Sockenblog - Die Wahl '09: Schlechter wird's auf jeden Fall" href="http://www.sockenblog.com/2009/09/die-wahl-09-schlechter-wirds-auf-jeden-fall/" target="_blank">auf jeden Fall schlechter</a> wird, hat sich der aus dem &#8220;Chaosradio Express&#8221;-Podcast des CCC bekannte Tim Pritlove mit Radiojournalist Philip Banse daran gemacht, heute von 15.30 Uhr bis 20.30 Uhr eine <a title="Bundesradio - Wahlstudio 2009" href="http://bundesradio.de/wahlstudio/" target="_blank">Live-Sendung zur Wahl</a> zu bringen.<span id="more-2108"></span></li>
<li>Ab sofort gibt es <a title="Die Zeit - Facebook auf Evangelisch" href="http://www.zeit.de/gesellschaft/2009-09/facebook-auf-evangelisch" target="_blank">Facebook auf Evangelisch</a>, wie &#8220;Die Zeit&#8221; berichtet. Was kommt als Nächstes? Papst Benedikt im &#8220;MeinVZ&#8221;?</li>
<li>Im Blog der deutschen Arduino-Gemeinschaft wurde gemeldet, dass es jemand geschafft hat, mit einem Arduino und vergleichsweise günstigen Materialien eine <a title="Freeduino - Arduino-Wärmebild-Kamera" href="http://freeduino.de/de/blog/arduino-waermebild-kamera" target="_blank">Wärmebild-Kamera</a> zu konstruieren.</li>
</ol>
<div class="shr-publisher-2108"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>News (17. September &#8217;09)</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2009/09/17/news-17-september-09/</link>
		<comments>http://www.zementblog.de/2009/09/17/news-17-september-09/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 18:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Anwendungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumterror]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss zwei neu entdeckte Weblogs empfehlen: Das sprachlich Gewandte namens &#8220;Verbalterrorismus&#8221; sowie das politisch Interessante &#8220;Weiß gar nix&#8220;. Der völkische Unfug geht in die Blogosphäre: Das Verzeichnis &#8220;Blog Total&#8221; stellt das Mobiltelefon von Apple als &#8220;Volks-Phone&#8221; vor. Dämlicher geht es nicht. &#8220;Golem&#8221; bericht über die Übernahme des Captcha-Systems &#8220;ReCaptcha&#8221; von Google. &#8220;Spiegel Online&#8221; stellt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><ol>
<li>Ich muss zwei neu entdeckte Weblogs empfehlen: Das sprachlich Gewandte namens &#8220;<a title="Offizielle Homepage von &quot;Verbalterrorismus&quot;" href="http://www.verbalterrorismus.de/" target="_blank">Verbalterrorismus</a>&#8221; sowie das politisch Interessante &#8220;<a title="Offizielle Homepage von &quot;Weiß gar nix&quot;" href="http://www.weissgarnix.de/" target="_blank">Weiß gar nix</a>&#8220;.</li>
<li>Der völkische Unfug geht in die Blogosphäre: Das Verzeichnis &#8220;Blog Total&#8221; stellt das Mobiltelefon von Apple als &#8220;<a title="Blog Total - Das Volks-Phone" href="http://www.blogtotal.de/netzwelt/das-volksphone/" target="_blank">Volks-Phone</a>&#8221; vor. Dämlicher geht es nicht.</li>
<li>&#8220;Golem&#8221; bericht über die <a title="Golem.de - Google übernimmt ReCaptcha" href="http://www.golem.de/0909/69891.html" target="_blank">Übernahme des Captcha-Systems</a> &#8220;ReCaptcha&#8221; von Google.</li>
<p><span id="more-2086"></span></p>
<li>&#8220;Spiegel Online&#8221; stellt den <a title="Spiegel Online - So baut man einen Tentakel-Roboter" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,647596,00.html" target="_blank">Bau eines Roboters</a> auf Basis von <a title="Offizielle Homepage von &quot;Arduino&quot;" href="http://arduino.cc" target="_blank">Arduino</a> vor &#8211; wie gesagt, der mediale Aufschwung der Arduino-Plattform in Deutschland läuft!</li>
</ol>
<div class="shr-publisher-2086"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>News (2. September &#8217;09)</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2009/09/02/news-2-september-09/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 15:36:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei &#8220;Hier schreiben wir&#8221; kann man Bücher rezensieren, sich mit anderen Schreibenden austauschen, an größeren Buchprojekten teilnehmen und auch eigene Romane, Gedichte et cetera veröffentlichen. Das Tolle: Die Aktion steht in Verbindung mit dem Rowohlt Verlag und bietet deshalb bessere Chancen auf einen Verlagsvertrag. Das &#8220;Institut für nicht zielgerichtete Forschung&#8221; (INF) stellt eine hübsche, kleine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><ol>
<li>Bei &#8220;<a title="Offizielle Homepage von &quot;Hier schreiben wir&quot;" href="http://www.hierschreibenwir.de" target="_blank">Hier schreiben wir</a>&#8221; kann man Bücher rezensieren, sich mit anderen Schreibenden austauschen, an größeren Buchprojekten teilnehmen und auch eigene Romane, Gedichte et cetera veröffentlichen. Das Tolle: Die Aktion steht in Verbindung mit dem Rowohlt Verlag und bietet deshalb bessere Chancen auf einen Verlagsvertrag.</li>
<li>Das &#8220;<a title="Offizielle Homepage von &quot;INF&quot;" href="http://web.me.com/carstenm/INF/I.N.F..html" target="_blank">Institut für nicht zielgerichtete Forschung</a>&#8221; (INF) stellt eine hübsche, kleine Seite eines Baustlers dar, der sich die Mühe gemacht hat, dort seine interessanten Projekte ausführlich zu dokumentieren &#8211; unter Anderem ein durch Arduino gesteuerter Roboter.</li>
<p><span id="more-2041"></span></p>
<li>Vom 18. bis zum 27. September läuft das &#8220;<a title="Offizielle Homepage von &quot;Atoms &amp; Bits&quot;" href="http://atomsandbits.net/" target="_blank">Atoms &amp; Bits</a>&#8220;-Festival, eine dezentrale Veranstaltung die aus diversen Ereignissen auf der ganzen Welt und einem Camp in Berlin besteht. Es geht um &#8211; man entschuldige die englische Ausdrucksweise &#8211; &#8220;Do-it-yourself&#8221;, &#8220;Open Everything&#8221;, &#8220;Coworking&#8221; und Vieles mehr (via <a title="Bausteln.de - Atoms &amp; Bits" href="http://bausteln.de/2009/08/atomsbits-festival-of-thinking-making-doing/" target="_blank">Bausteln</a>).</li>
<li>Am kommenden Samstag, dem fünften September, findet in Berlin eine Großdemonstration gegen Atomkraft statt. Ein großer Treck ist von Gorleben aus bereits losgefahren &#8211; mehr dazu im <a title="Neues Deutschland - Dossier: Anti-Atom-Treck" href="http://www.neues-deutschland.de/dossiers/59.html" target="_blank">Dossier</a> von &#8220;Neues Deutschland&#8221;.</li>
</ol>
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		</item>
		<item>
		<title>Wort zum Alltag (August)</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2009/08/31/wort-zum-alltag-august/</link>
		<comments>http://www.zementblog.de/2009/08/31/wort-zum-alltag-august/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 14:55:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrepublik]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumterror]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Lieber Dieter, lang scheint es her, dass du eine Ausländerin von der Piste rammtest. Versuchst du aber merklich, dieses Unglück aus dem thüringischen Landeswahlkampf herauszuhalten. Doch du hast ganz persönliche Lebenserfahrungen gemacht seit dem Unfall: Der &#8220;Bild am Sonntag&#8221; erzähltest du, es gäbe einen neuen Impuls in der Ehe (&#8220;Worunter der Physiker ja die Wucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>Lieber Dieter,</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/mplabs/3797711989/" target="_blank"><img class="alignright" style="margin: 10px;" title="Dieter Althaus" src="http://farm3.static.flickr.com/2578/3797711989_e16cc35822_m.jpg" alt="Dieter Althaus" width="88" height="132" /></a>lang scheint es her, dass du eine Ausländerin von der Piste rammtest. Versuchst du aber merklich, dieses Unglück aus dem thüringischen Landeswahlkampf herauszuhalten. Doch du hast ganz persönliche Lebenserfahrungen gemacht seit dem Unfall: Der &#8220;Bild am Sonntag&#8221; erzähltest du, es gäbe einen neuen Impuls in der Ehe (&#8220;Worunter der Physiker ja die Wucht eines Körpers beim Aufprall versteht&#8221; &#8211; Titanic 9/09, S. 6) und du wärst sensibler geworden.<span id="more-1975"></span></p>
<p>Könnten solch intime Geständnisse nicht den Wahlkampf verderben? Vielleicht hat ja jemand etwas für Gerüchte übrig, irgendein schmieriges Boulevardblatt. Die &#8220;Bild&#8221; wird es nicht sein, die haben dir die Antworten ja bereits entlockt und vermutlich auch mit &#8220;keinem weiteren Wort darüber&#8221; verdient.</p>
<p>Doch, was schreibe ich, die Wahlen hast du dir ja längst verdorben. Nun ist es an dir &#8211; gehst du auf eine große Koalition mit der SPD ein? Oder trittst du deinen Platz ab und lässt rot-rot-grüne Verhältnisse in deinem schönen Thüringen entstehen? (Man kann sich dich vorstellen, wie du denkst: &#8220;Nein, meinen Platz will ich nicht abtreten. Das schadet dem Ego.&#8221; Aber die Politik ist nunmal ein Ego-Shooter, also lass es bleiben, Dieter.)</p>
<p>31,2 Prozent für dich, 27,4 Prozent für die Linke. Tja, was machen wir denn da?</p>
<p><em>Auf eine Entscheidung wartend,</em></p>
<p><em>Jan</em></p>
<p><strong>Bild des Monats<br />
</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Von wegen Sperrmüll</span></p>
<p><a href="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2009/08/elektroschrott.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1978" style="margin: 10px;" title="Elektroschrott" src="http://www.zementblog.de/wp-content/uploads/2009/08/elektroschrott.jpg" alt="Elektroschrott" width="184" height="138" /></a>Der Abschnitt &#8220;Brschloch des Monats&#8221; muss an dieser Stelle weichen, vielleicht kommt er bald wieder. Platz gemacht hat er jedenfalls für eine neue Idee &#8211; nämlich die, Kurioses, Erschreckendes, Merkwürdiges im Bild darzustellen.</p>
<p>In diesem Monat ein eher erschreckendes Bild von Elektroschrott in einem Graben, welches ich mitten auf dem Land aufgenommen habe. Da hat wohl jemand gedacht, er könne diesen Mist auch einfach an die Natur loswerden, schadet ja nicht. Der Recyclinghof fünf Kilometer weiter hätte es zwar auch getan, aber dazu ist man sich ja zu faul. Wie rücksichtlos Menschen sein können.</p>
<p style="text-align: right;"><small>Bild: <a title="Flickr-Profil von MPLabs" href="http://www.flickr.com/people/mplabs/" target="_blank">MPLabs</a></small></p>
<div class="shr-publisher-1975"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Arduino-Buch gewonnen!</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2009/08/06/arduino-buch-gewonnen/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 05:38:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seitdem ich in der &#8220;Blogosphäre&#8221; aktiv bin, scheinen meine Chancen, auch mal etwas zu gewinnen, immer besser zu stehen. Erst hatte ich zwei Tickets für die CeBIT bei &#8220;Milchrausch&#8221; gewonnen, jetzt habe ich das erste deutschsprachige Buch über Arduino bei &#8220;Bausteln&#8221; gewonnen! Eigentlich hatte ich das Buch von O&#8217;Reilly schon vorbestellt, aber das hatte sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Seitdem ich in der &#8220;Blogosphäre&#8221; aktiv bin, scheinen meine Chancen, auch mal etwas zu gewinnen, immer besser zu stehen. Erst hatte ich zwei <a title="Blogview 3" href="http://www.zementblog.de/2009/03/04/blogview-3/" target="_self">Tickets für die CeBIT</a> bei &#8220;Milchrausch&#8221; gewonnen, jetzt habe ich das erste deutschsprachige Buch über Arduino <a title="Bausteln - Buchverlosung: Die Gewinner" href="http://bausteln.de/2009/08/buchverlosung-die-gewinner/" target="_blank">bei &#8220;Bausteln&#8221;</a> gewonnen!</p>
<p>Eigentlich hatte ich das Buch von <a title="O'Reilly - Arduino-Videos bei Bausteln.de" href="http://community.oreilly.de/blog/2009/08/06/arduino-videos-bei-bausteln/" target="_blank">O&#8217;Reilly</a> schon vorbestellt, aber das hatte sich dann ja erledigt (und es spart in diesem Fall auch wirklich Geld). Drei Bücher wurden kurz vorher schon bei &#8220;Freeduino&#8221; unter allen Kommentatoren verlost (ich berichtete), nun bei &#8220;Bausteln&#8221; fünf weitere Exemplare.<span id="more-1860"></span> Hier wurde aber auf eine richtige Gewinnspielbeteiligung gesetzt, was dazu geführt hat, das kaum mehr Personen teilgenommen haben, als es Bücher zu vergeben gab.</p>
<p>Die Bedingung zur Teilnahme war, dass man einen Videoclip zum Thema Arduino erstellt, entweder, indem man eine Projektidee vorstellt, oder, indem man eine Art &#8220;Werbespot&#8221; anfertigt. Ich habe mich für Letzteres entschieden, das Ergebnis gibt es <a title="Vimeo - Arduino-Ad" href="http://vimeo.com/5825244" target="_blank">beim Video-Portal &#8220;Vimeo&#8221;</a> anzusehen.</p>
<p>Das Buch heißt &#8220;<a title="Amazon - Arduino: Physical Computing für Bastler, Designer &amp; Geeks" href="http://www.amazon.de/Arduino-Physical-Computing-Bastler-Designer/dp/3897218933/" target="_blank">Arduino &#8211; Physical Computing für Bastler, Designer &amp; Geeks</a>&#8221; und stellt &#8211; soweit ich das erfahren habe &#8211; sowohl eine Einführung ins Thema als auch nähere Vertiefung und ein umfangreiches Programmierungskompendium dar. Es wird sich vermutlich wie eine deutsche, umfangreichere Version von &#8220;<a title="Amazon - Getting Started With Arduino" href="http://www.amazon.de/Getting-Started-Arduino-Make-Projects/dp/0596155514/" target="_blank">Getting Started With Arduino</a>&#8221; lesen.</p>
<div class="shr-publisher-1860"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Interview: Philip Steffan</title>
		<link>http://www.zementblog.de/2009/07/31/interview-philip-steffan/</link>
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		<pubDate>Fri, 31 Jul 2009 17:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<description><![CDATA[Philip Steffan ist Initiator des Projekts &#8220;Bausteln&#8221; (ein Kunstwort aus &#8220;bauen&#8221; und &#8220;basteln&#8221;), bei dem es um die &#8220;Demokratisierung des Produktionswissens&#8221; geht. Was genau damit gemeint ist und wie dafür vorgegangen wird, erfahren Sie im Gespräch mit Zementblog. Zementblog: Was ist &#8220;Bausteln&#8221;? Wozu ist das gut? Wie sind Sie darauf gekommen? Philip Steffan: Die Idee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em><a href="http://www.flickr.com/photos/moeffju/3641661727/" target="_blank"><img class="alignright" style="margin: 10px;" title="Philip Steffan" src="http://farm3.static.flickr.com/2429/3641661727_e7446bf2bc.jpg" alt="Philip Steffan" width="120" height="180" /></a></em>Philip Steffan ist Initiator des Projekts &#8220;<a title="Offizielle Homepage von &quot;Bausteln&quot;" href="http://bausteln.de/" target="_blank">Bausteln</a>&#8221; (ein Kunstwort aus &#8220;bauen&#8221; und &#8220;basteln&#8221;), bei dem es um die &#8220;Demokratisierung des Produktionswissens&#8221; geht. Was genau damit gemeint ist und wie dafür vorgegangen wird, erfahren Sie im Gespräch mit Zementblog.</p>
<p><em>Zementblog: Was ist &#8220;Bausteln&#8221;? Wozu ist das gut? Wie sind Sie darauf gekommen?</em></p>
<p>Philip Steffan: Die Idee dazu kam nach dem Kongress des <a title="Offizielle Homepage des Chaos Computer Club" href="http://www.ccc.de/" target="_blank">Chaos Computer Club</a> im Dezember 2008 hier in Berlin auf.<span id="more-1790"></span> Ich hatte schon seit dem Sommer 2008 nach einer Beschäftigung gesucht, die mich irgendwie glücklich macht. Auf dem Kongress gab es einige Vorträge zum Thema &#8220;Do it yourself&#8221; und &#8220;making&#8221; und mir wurde bewusst, dass diese Bereiche hierzulande kaum behandelt wird. Die Idee war zunächst, dass man einen Raum für das Bausteln haben müsste. Da habe ich mir einige Gedanken zu gemacht und sie hier in Berlin auf dem Webmontag einmal vorgestellt. Darüber kam der Kontakt zum Hallenprojekt, das sich zur Aufgabe gemacht hatte, Coworking Spaces, also gemeinsame Arbeitsräume zu fördern und zu vernetzen. In dem Konzept ging es vor Allem um &#8220;Laptoparbeiter&#8221;, die nicht nur daheim oder im Café sitzen wollen. Aber ich dachte: Das kann ja auch für andere kreative Arbeit gelten. Ohne Raum habe ich dann erst mal mit Workshops angefangen.</p>
<p><em>Waren Sie schon vorher in dem Bereich aktiv? </em></p>
<p>Ich habe schon immer gerne Dinge selbst auch manuell ausprobiert und war den Werkraum im Keller meiner Eltern gewöhnt. Ich habe schon als Kind einen Werkzeugkasten mit Lötkolben zu Weihnachten bekommen.</p>
<p><em>Es kamen auf Anhieb positive Rückmeldungen zu Ihrer Idee, sodass Sie schnell Unterstützung fanden? </em></p>
<p>Ja, dann bin ich auch endlich über das Hackerspace-Manifest gestolpert, das ganz ähnliche Ideen verfolgt. Inspiriert vom &#8220;Webmontag&#8221; habe ich dann einfach in einem Cafe gegenüber meiner Wohnung den &#8220;Baustelmontag&#8221; ausgerufen &#8211; und gleich beim ersten Mal kamen über 30 Leute. Ausgehend von den Workshops (erst mal Elektronik, weil ich da ein Bisschen Ahnung habe) ist dann das <a title="DaWanda - Arduino-Einsteigerset" href="http://de.dawanda.com/product/4692706-ArduinoEinsteigerset" target="_blank">Arduino-Set</a> entstanden, das ich dann irgendwie eher zufällig über die Website verkauft habe. Eigentlich will ich noch viel mehr inhaltliche Dinge machen und nicht nur Elektronik, das war eben der Einstiegspunkt.</p>
<p><em>Das &#8220;Hackerspace-Manifest&#8221;?</em></p>
<p><a title="Linux-Magazin - Hackerspaces: Treffpunkte für Hacker als neue Bewegung" href="http://www.linux-magazin.de/NEWS/25c3-Hackerspaces-Treffpunkte-fuer-Hacker-als-neue-Bewegung?category=0" target="_blank">Hackerspaces</a> sollen offene Werkstätten zum &#8220;hacken&#8221; sein, sei es in Sachen Software oder Hardware. Die meisten Ortsgruppen des Chaos Computer Club betreiben so etwas.</p>
<p><em>Wie kamen Sie zur Arduino-Plattform?</em></p>
<p>Ein Freund von mir hatte einfach mal seinen <a title="Offizielle Homepage von &quot;Arduino&quot;" href="http://www.arduino.cc" target="_blank">Arduino</a> mitgebracht und wir hatten in 10 Minuten einen Aufbau auf einem Steckbrett und ein Programm in <a title="Offizielle Homepage von &quot;Processing&quot;" href="http://www.processing.org" target="_blank">Processing</a>, das ausgehend von der Helligkeit eine Grafik zeichnete. Da war ich schon sehr beeindruckt, wie schnell das alles realisierbar war. Ich hatte mir schon lange einen Arduino kaufen wollen, weil ich im Internet so viele Projekte damit gesehen hatte, aber als ich das Ganze direkt ausprobiert hatte, war ich dann überzeugt. Das ist dann auch so ein Bisschen die Idee beim Bausteln &#8211; Jemandem spontan zu zeigen: Schau mal, so geht das.</p>
<p><em>Sind daraus dann auch schnell größere, &#8220;nutzbarere&#8221; Projekte geworden?</em></p>
<p>Ich habe ironischerweise selbst noch kein größeres Gerät mit dem Arduino gebaut, weil ich zeitlich gar nicht dazu komme. Ich erzähle zwar on- und offline vielen Leuten, was sie alles damit machen können und freue mich dann, was sie hinbekommen. Meistens jedoch verschlingt das soviel Zeit, dass ich zu eigenen Projekten oft gar nicht komme. Ich habe hier seit 3 Jahren immer noch einen MIDI-Controller für Musik am Laptop halbfertig herumliegen, den ich unbedingt fertig machen will. Er hat die Form einer Gitarre, ist also ein umhängbarer Controller, mit dem man auch als Laptop-Musiker &#8220;rocken&#8221; kann. Im Moment bauen wir auch &#8211; immer noch &#8211; unseren &#8220;<a title="Offizielle Homepage von &quot;Makerbot&quot;" href="http://www.makerbot.com/" target="_blank">Makerbot</a>&#8221; zusammen, das ist ein Open-Source-3D-Drucker, mit dem wir ebenfalls das Digitale mit dem Anfassbaren verbinden wollen. Das ist meiner Meinung nach auch ein wichtiger Bestandteil des Konzepts von &#8220;Bausteln&#8221;: Kreativität mit den Möglichkeiten von Computern und einem Medium wie dem Internet, aber eben nicht nur in virtueller Form.</p>
<p><em>Was ist mit dem &#8220;Botanifon&#8221;?</em></p>
<p>Das &#8220;<a title="Bausteln - Botanifon: Wenn Pflanzen twittern" href="http://bausteln.de/anleitungen/botanifon/" target="_blank">Botanifon</a>&#8221; haben wir zur &#8220;<a title="Offizielle Homepage von &quot;re:publica&quot;" href="http://www.re-publica.de/" target="_blank">re:publica</a>&#8221; im April in Berlin erstmalig angeboten. Wir dachten, das wäre eine witzige Idee, um die eher Internet-affinen Personen dort von unserem Projekt zu begeistern. Auf der Konferenz benutzten fast alle <a title="Wikipedia - Twitter" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter" target="_blank">Twitter</a>, daher war es logisch, einen Bausatz anzubieten, der damit zu tun hat. Es geht mir beim &#8220;Bausteln&#8221; auch gar nicht nur um Arduino, das ist nur ein sehr schönes Bauteil, um die physische und die digitale Welt miteinander zu verknüpfen.</p>
<p><em>Haben Sie schon an ein Roboter-Projekt mit dem Arduino-Board gedacht? Ist Arduino als &#8220;Lego Mindstorms&#8221;-Ersatz denkbar? </em></p>
<p>Ich selbst habe noch kein Roboter-Projekt angestoßen, aber das definitive Interesse, das auch mal zu machen. Es kommen gerade auch aus Universitäten und Schulen Meldungen, dass Interesse an Arduino besteht – so viel zum Vergleich mit &#8220;<a title="Wikipedia - Lego Mindstorms" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lego_Mindstorms" target="_blank">Lego Mindstorms</a>&#8220;.</p>
<p><em>Was hat es mit dem Mikrocontroller-Labor und dem &#8220;Tinkerkit&#8221; auf sich? </em></p>
<p>Ah, das ist ein schönes Projekt. &#8220;<a title="Offizielle Homepage von &quot;Tinkerkit&quot;" href="http://www.tinkerkit.com/" target="_blank">Tinkerkit</a>&#8221; ist ein Konzept zur Erhöhung der Abstraktion von Arduino-Aufbauten: Es gibt Module, die immer das gleiche Anschlusskabel haben und verschiedene Sensoren und Aktoren tragen. Damit stöpselt man noch einfacher als sonst Prototypen oder funktionale Geräte zusammen. Das &#8220;Labor&#8221; ist eine darauf basierende Idee von Helmut von &#8220;<a title="Infragelb - Tinker" href="http://www.infragelb.de/tinker/" target="_blank">Infragelb</a>&#8220;: Ein in einem Koffer eingebautes komplettes Experimentierset mit ebensolchen Modulen zum Einsatz zum Beispiel in Berufsschulen, natürlich aber auch überall sonst.</p>
<p><em>Gibt es &#8220;Tinkerkit&#8221;-Module schon zu kaufen, oder ist das nur eine theoretische Idee? Im &#8220;Bausteln&#8221;-Wiki ist ein Dokument verlinkt, in dem man sieht, dass die Platinen selbst gebaut wurden. </em></p>
<p>Ja, das ist aber kein Projekt von mir, auch wenn das auf dem &#8220;Baustelmontag&#8221; vorgestellt wurde. &#8220;Tinkerkit&#8221; soll bisher aber nur als Konzept existieren.</p>
<p><em>Basiert das Mikrocontroller-Labor noch auf Arduino? Und ist es in der Art der Kosmos-Kästen gedacht? </em></p>
<p>Es basiert auf dem Arduino. Sicher könnte man es mit Kosmos-Kästen vergleichen, ich glaube nur, es soll etwas haltbarer sein. Also in einem Koffer und mit festen Montagehalterungen und so weiter.</p>
<p><em>Also soll das Ganze nicht als Verbrauchs-, sondern als Lehrmaterial dienen? </em></p>
<p>Beides. Das ist ja das Schöne an solchen Ideen. Gebaut wird es wohl erst einmal als Lehrmittel, aber wer dann was damit umsetzt, bleibt natürlich offen.</p>
<p><em>Lässt sich mit Ihren vielen Projekten auch Geld verdienen? </em></p>
<p>Momentan noch nicht. Der Verkauf von Arduino-Boards und -Sets läuft nebenbei, wirft aber im Vergleich zum Aufwand kein Geld ab. Wir wollen unter Anderem mit Veranstaltungen, Workshops, dem Online-Shop und vielleicht mal einem Festival ausprobieren, was man im Bereich „Do it yourself“ alles machen kann und dann sehen, ob da irgendwo Geld reinkommt. Ich bin zufrieden und bin froh, wenn ich nebenher etwas Neues lerne – da geht es erstmal nicht um Geld. Eigentlich ist „Bausteln“ ein reines Bildungsprojekt. Auch, wenn das so formuliert sehr trocken klingt: Erlebnispädagogik für alle.</p>
<p><em>Eine Art Austausch über das Selbermachen, bei der jeder von jedem lernt? Ist das die &#8220;Demokratisierung des Produktionswissens&#8221;, wie es im &#8220;Bausteln&#8221;-Slogan heißt? </em></p>
<p>Ja, das ist die Idee dahinter. Mir ist wichtig, dass man online und offline kommuniziert, dass man &#8211; wie im Open Source-Bereich &#8211; seine Ideen dokumentiert und weitergibt. Man kann online so viele Informationen und Inspiration finden, gleichzeitig macht es aber auch viel Spaß, dieses Wissen gemeinsam vor Ort im persönlichen Kontakt auszuprobieren. Das ist die Idee hinter dem Slogan.  Vor allem will ich irgendwann erreichen, dass man nicht nur in den Gruppen miteinander kommuniziert und arbeitet, die sich sowieso schon kennen. Die Berliner „Internet-Elite“ etwa redet gerne nur mit sich selbst. Das will ich beim &#8220;Bausteln&#8221; verhindern.</p>
<p><em>Sie versuchen sozusagen &#8211; wo Sie gerade auf Open Source zu sprechen kommen &#8211; die Welt von GNU, Linux et cetera ins echte, greifbare, reale Leben zu übertragen? So, wie es auch in den USA teilweise stattfindet?</em></p>
<p>Ja, ich glaube, dass man da in den USA schon weiter ist, jedenfalls in großen Städten wie New York oder San Francisco. <a title="Wikipedia - Open Source" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Source" target="_blank">Open Source</a> ist auf jeden Fall sehr wichtig als Konzept hinter der ganzen Sache. Einerseits, wenn es um die Soft- und Hardware geht, die man einsetzt, wie zum Beispiel beim Arduino. Aber auch als Kommunikationskultur und die Idee, dass Wissen durch Teilen wächst.</p>
<p><em>In den Vereinigten Staaten gibt es auch die große &#8220;Maker&#8221;-Gemeinde, die finanziell nicht schlecht dran ist, wie man am &#8220;Makerfaire&#8221;, &#8220;Makershed&#8221; oder am &#8220;Makezine&#8221; sieht. </em></p>
<p>Ja, etwas, wie es bei &#8220;<a title="Offizielle Homepage von &quot;Makezine&quot;" href="http://makezine.com/" target="_blank">Makezine</a>&#8221; existiert, wäre natürlich ein Wunschziel, da liegt aber noch einiges an Arbeit vor mir. Es gibt aber schon Planungen zu einem &#8220;Do it yourself&#8221;-Festival hier in Deutschland, darauf will ich unter Anderem auch hinarbeiten.</p>
<p><em>Wie stellen Sie sich die Verbreitung Ihrer Ideen vor? In Deutschland gibt es noch so Einige, die noch nichts davon oder von Ähnlichem gehört haben. </em></p>
<p>Interviews wie dieses oder das bei Deutschlandradio Kultur in der Sendung &#8220;<a title="Breitband - Porträt: Philip Steffan" href="http://www.breitband-online.de/index.php?id=home&amp;no_cache=1&amp;run_mode=thema&amp;thema_id=632" target="_blank">Breitband</a>&#8221; sind schon mal ein guter Ansatz.</p>
<p><em>Allerdings lesen/hören solche Interviews oftmals eher die, die mit diesen Thematiken schon vertraut sind, oder? </em></p>
<p>Ja, oft ist das das grundsätzliche Problem. Aber ich versuche natürlich auch, mit möglichst vielen Leuten darüber zu reden und die Ideen auch in andere Kreise hineinzutragen. Ich muss mich noch mehr aktiv darum kümmern &#8211; auch ein Projekt ab September. In Berlin wird – auch im September &#8211; außerdem noch ein Festival stattfinden, das sich mit verschiedenen Themen wie &#8220;Coworking&#8221;, Politik, &#8220;Open Everything&#8221; und auch &#8220;Do it yourself&#8221; beschäftigt. Dort bin ich mit im Team und wir versuchen, verschiedene Ansätze, wie man seine Lebenswelten gestalten kann, auch an neue Zielgruppen heranzutragen.</p>
<p><em>Wie sieht es mit der Finanzierung aus?</em></p>
<p>Es gab schon einige Ideen in Sachen &#8220;Do it yourself&#8221;-Finanzierung &#8211; im direkten Wortsinn. Eben weil man &#8220;Do it yourself&#8221; propagiert, müsste sich da ja auch etwas selbst Gemachtes finden lassen. Leider sind mir die dafür nötigen Finanziers noch nicht begegnet. Wir überlegen aber noch, ob ein genossenschaftliches System einer wie auch immer gearteten Teilhaber- oder Geldgeberschaft sinnvoll ist.</p>
<p><em>Was planen Sie, was soll als Nächstes kommen?</em></p>
<p>Seit einigen Wochen arbeite ich hier in Berlin in einem &#8220;Coworking Space&#8221; namens &#8220;<a title="Hallenprojekt - Studio 70" href="http://hallenprojekt.de/studio-70" target="_blank">Studio 70</a>&#8220;. Wir hatten das Glück, eine Etage zu finden, in der bereits eine „Bar“, ein großer Mehrzweckraum und eine Werkstatt vorhanden sind. Diesen Ort nutzt eine Gruppe von Leuten nun zum Arbeiten, hauptsächlich am Laptop. Ich versuche nach und nach, die Werkstatt mehr zu nutzen. Wir planen hier einige Ereignisse für den Herbst. Es wird wohl einen wöchentlichen Termin geben, in der Regel einfach so eine Art &#8220;offenes Bausteln&#8221;, zu dem jeder kommen kann und bei dem gemeinsam an Projekten gearbeitet wird. Darüber hinaus sind aber auch Sonderveranstaltungen wie Konzerte mit Eigenbau-Instrumenten und vielleicht auch mal ein Strick- und Häkel-Abend geplant.</p>
<p><em>Denken Sie bei Sachen wie einem &#8220;Strick- und Häkel-Abend&#8221; an die Kooperation mit &#8220;DaWanda&#8221;? </em></p>
<p>Ja, die Kooperation mit &#8220;<a title="Offizielle Homepage von &quot;DaWanda&quot; (DE)" href="http://de.dawanda.com" target="_blank">DaWanda</a>&#8221; auf unserem <a title="Bausteln - Chips With Love" href="http://bausteln.de/2009/07/chips-with-love/" target="_blank">gemeinsamen Workshop</a> war ein schöner Startschuss für das, was ich mir unter &#8220;Bausteln&#8221; vorgestellt hatte: Nämlich, dass man gemeinsam und interdisziplinär an Dingen arbeitet und jeder dabei auch etwas lernt, was er eben vorher noch nicht konnte. Ich kann zum Beispiel immer noch nicht stricken. Wir werden sicher auch in Zukunft mit &#8220;DaWanda&#8221; das eine oder andere Projekt angehen.</p>
<p><em>Wie geht es auf lange Sicht weiter, was ist Ihr Endziel, was wollen Sie im Allgemeinen aussagen, vermitteln? </em></p>
<p>Ich bin nicht sehr gut im Planen auf lange Sicht. Ich kann nur sagen, dass ich hoffe, mit „Bausteln“ ein Projekt zu haben, das mir noch lang Freude bereiten wird und hoffentlich auch mal meine Miete bezahlt. Ich will in Zukunft noch mehr kommunizieren und Menschen untereinander und mit Wissen zusammenbringen. Erst hatten wir nur die Website, dann verstreute Workshops und Vorträge &#8211; und jetzt haben wir die Möglichkeit, auch vor Ort konkreter weiterzuarbeiten. Das wird natürlich erst einmal nur hier in Berlin sein, soll aber soweit es geht auch immer online einsehbar sein, um andere zu inspirieren. Und ich hoffe, dass ich viel bei all diesen Dingen lerne.</p>
<p style="text-align: right;"><small>Bild: <a title="Homepage von Matthias Bauer" href="http://moeffju.net/" target="_blank">Matthias Bauer</a></small></p>
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