Welche Sprache sprechen wir?

Die große Befreiung vom deutschen Wortsinn ist schon vor Jahren in Form von verdummenden Jugendszenen in Kraft getreten. Doch es wird immer schlimmer. Es mangelt an Sinnbegriff, Aussprache und Rechtschreibung. Bei fast jedem.

Es ist wirklich schlimm geworden mit der Zeit.  Worte sind nur eine Form der Mode, des Trends – sprechen will gelernt sein, aber nur von der Generation Opa. Ganz im Gegenteil zur Generation Dummbatz, in der Menschen wie der rechts-blöde „Musiker“ Anis Ferchichi angehimmelt werden…

„Spreschisch wenixtns nischt so schwul wie diese Wichser, so Gymnasier unso.“

Blanke Wahrheit! Grausame Wahrheit. Die Sprache wird mit der Zeit von vorn bis hinten und zurück verstückelt, bis nichts mehr zu verstückeln ist.

Der Sinnbegriff

Bei den Erwachsenen, so hört man, ist es jetzt „total modern“, alles „spannend“ zu finden. Es ist ja auch alles spannend.

Warum auch nicht? Die Jugendlichen von heute finden schließlich auch alles „total geil“. Egal, was das mal bedeutet hat, auch egal, dass der Begriff „total“ hier total fehl am Platz ist. Das spielt alles keine Rolle. Ist nicht so wichtig. „Hauptsache, man kommuniziert irgendwie.“ So das Motto.

Woher wissen eigentlich so viele Schüler so enorm viel über die Mütter ihrer Mitschüler? „Deine Mutter“ ist ein sehr beliebter und nicht gerade selten zu hörender Spruch im Alltag eines Jugendlichen. Aber warum nur? Längst aus der Mode gekommen ist der altbekannte „Hurensohn“, aber wie kommen solche absurden Konstruktionen als Mittel zur Beleidigung bloß zustande? Es ist ein wahres Mysterium, das noch keiner je zu lüften wagte.

Es ist sehr oft zu entdecken, dass die Sprache so absurd umgestaltet und „vergewaltigt“ wird, dass am Ende dabei ein Schwachsinn heraus kommt, der so wenig mit seinem eigentlichen Wortsinn zu tun hat wie Margarine mit Hundefutter.

Nun zur Aussprache

„-er“ und „-hr“ wie „-a“ oder „-ea“

Es heißt schon lange nicht mehr Hunger oder Zuverlässigkeit. Man hat jetzt „Hunga“ und ist „zuvealässig“ oder übt „falässige“ Tötung aus.

„-g“ wie „-k“, „-ck“  oder „-ech“

Die Leute wollen einfach nur noch „weck“. Meistens finden sie dabei den „Weech“ nicht.

„-cht“ wie „-ch“

Ich weiß mir wirklich „nich“ mehr zu helfen.

„-en“ wie „-n“

Warum das so ist? „Weil wegn Grund.“

„-ä“ wie „-eh“

„Nehchster“, bitte.

Neue deutsche Rechtschreibung?

Ein Legastheniker nach seiner ursprünglichen Definition ist heutzutage fast jeder siebte Mensch. Beispiel Aufsatz:

(…) Der Hunt baute sich, ein Schlos mit tausent Hundekuchenn. Er hadte ser fiel Spaß damid, unt es geviel im wirglich. (…)

Mal im Ernst: Ein bisschen ist auch das Deutsche selbst an dem Debakel schuld.

Nehmen wir etwa das Wort „Mücke“, das steckt schon voller Tücke; vorausgesetzt, man will es über zwei Zeilen hinweg trennen. Wie soll das gehen? Nimmt man

Mück|e,

oder lieber

Mü|cke,

oder vielleicht sogar

Müc|ke?

Viel einfacher war es mit der alten Rechtschreibung, schlicht und ergreifend

Mük|ke.

Doch in der alten Schreibweise gab es noch ein Schnippchen, dass viele auch heute noch anwenden: Die ss-/ß-Regelung. Haben wir Spass oder Spaß? Dass (oder daß) man das teilweise heute noch immer nicht ganz auf die Reihe bekommt, liegt nicht an einem selbst. Es liegt an der Rechtschreibreform, der gemeinen.

Trotz alledem liest, schreibt und spricht es sich einfach besser, wenn man die Sprache, die man von Geburt an kennt, auch einigermaßen beherrscht. Problem dabei: Inzwischen ist es so weit gekommen, dass einige Leute ihre Sprache schon von Geburt an falsch lernen.

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