Die Vorleser

So lautet der Titel der neuen Literatursendung im Zweiten. Gestern habe ich die erste Folge angesehen. Aufgenommen wird das Büchergespräch zwischen Amelie Fried und Ijoma Mangold in Hamburg, also quasi um die Ecke von mir aus.

Zugegeben, ich hatte keine großen Erwartungen von einer Literatursendung im Fernsehen, schon gar nicht, wenn sie auch noch im ZDF läuft. Und auch nicht, wenn eine Talkmoderatorin wie Frau Fried mitmacht. Aber, was soll’s, dachte ich mir schließlich, man kann ja einmal hineinschauen.

Da ich eher auf Enttäuschung eingestellt war, gab es für mich keine Überraschung. Was mich aber gewundert hat, ist, dass Publikum eingeladen worden war – zu welchem Zweck? Wem ist es spannend, zuzusehen, wie sich zwei Menschen über Bücher unterhalten, die sie gelesen haben? Unerklärlich, aber als die Kamera auf die Gesichter geschwenkt wurden, hatte man das Gefühl, dass nicht sie bezahlt hatten, sondern wurden.

Natürlich kamen überwiegend die „Bestseller“-fähigen Bücher in der Sendung vor. Man merkte auch gleich, was für ein Typ Amelie Fried, die auch selbst schreibt, in Sachen Büchern ist. Der Typ, der immer Platz Eins der aktuellen Topliste kauft und den dann auch super findet. Der klassische, pseudo-intellektuelle Typ also.

Ganz anders Ijoma Mangold, der mit der Sendung seinen ersten Fernsehauftritt hatte. Ihm merkt man einen gehobeneren, literarischen Anspruch an, der sich auch in den von ihm vorgestellten Büchern widerspiegelt. Sofort kam natürlich Kritik von Frau Fried, die er aber schnell widerlegen konnte.

Im Großen und Ganzen also nichts Neues. Nicht besser als Elke Heidenreich, von der ich auch nicht sonderlich viel halte. Der übliche Quark, den erwähnter Typ in sich reinschaufelt, um sich „up to date“ fühlen zu können.

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