Umfrage: Amen!

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11 Kommentare

  1. Februar 22

    Ich finde, das ist eine sehr gewagte Umfrage, nicht nur, weil es ein sehr heikles Thema ist, das ohne psychologische Kenntnisse gar nicht beantwortet werden kann/darf, sondern auch, weil die Antwortmöglichkeiten echt banal und unüberlegt sind.
    Wenn das Ganze so einfach wäre, wäre das Thema innerhalb von 2 Tagen abgehakt.
    Ich hab mir gerade mal deine anderen Umfragen angesehen und ich hoffe, dass diese wie auch alle anderen nur scherzhaft gemeint ist…

  2. Februar 23

    Recht hast du: Die Umfrage ist sehr gewagt, das Thema ist heikel, kann so einfach nicht beantwortet werden, die Antwortmöglichkeiten sind banal und unüberlegt. Ja: Diese Umfrage ist, wie einige andere auch, nur scherzhaft gemeint, was man schnell erkennt durch die Antwortmöglichkeit „An der sexuellen Revolution“, die ein Wink mit dem Zaunpfahl Richtung Bischof Mixa sein sollte, und den Link zum sehr lesenswerten Artikel von Feynsinn.org zu dem Thema. Im Internet kann man leider nicht immer gelingend zum Lachen bringen, wenn man auf Smileys verzichtet…

  3. Februar 25

    Naja, mit dem richtigen Humor bringt man jeden mal zum Lachen, aber in der ganzen Umfrage finde ich nichts, worüber man auch nur schmunzeln könnte, aber das ist nur meine persönliche Meinung und ich will da auch garnicht länger drauf rumhacken, ist ja nur ’ne Umfrage.

  4. Februar 26

    Ich halte hier keinen der Punkte für geeignet ihn zu wählen. Einerseits verleitet die katholische Kirche, die jahrhundertelang solche oder ähnliche Umtriebe unter dem Deckmantel des Zölibats geduldet und vertuscht hat, dazu diese auszuwählen. Andererseits ist sie Opfer dadurch ihres eigenen Dogmatismus.

    Der Zölibat selbst ist daran definitiv nicht schuld. Natürlich ist es keine zeitgemäße Form seinen Glauben auszudrücken, aber dennoch wären Kinderschänder und Homosexuelle (ich will die hier nicht auf eine Stufe stellen, nur dahingehend erwähnen, dass beides unter dem Zölibat existiert) immer noch auch ohne Zölibat Kinderschänder und Homosexuelle, auch wenn sie nach außen hin Frauen umwerben würden, um ihr verdecktes Leben nicht preiszugeben.

    Bleibt noch die sexuelle Revolution. Und auch die kann nicht schuld sein, da Kinderschändung auch in den letzten Jahrhunderten in der katholischen Kirche immer wieder vorkam und friedlich unter den Tisch gekehrt wurde.

    Bleibt also zu sagen: Kinderschändung in der Kirche liegt an den Kinderschändern, die allerdings die Verschwiegenheit des Dogmas bisher immer ganz gut nutzen konnten um unentdeckt zu bleiben.

  5. Februar 26

    Richtig, ist ja nur ’ne Umfrage. Ich habe auch nicht den Anspruch, Menschen vom Hocker zu reißen. In dieser Umfrage steckt bloß auch ein kleiner Kommentar zum aktuellen Geschehen. Das wäre schon alles.

  6. Februar 26

    „[…] Dennoch wären Kinderschänder und Homosexuelle […] auch ohne Zölibat Kinderschänder und Homosexuelle […].“ – Meinst du? Ich gebe dir zwar im Groben recht bei deinen Argumenten, aber ich denke auch, dass der Zölibat eine gewisse, nicht unerhebliche Mitschuld trägt. Das ist sicher psychologisch sehr tiefgreifend analysierbar, doch auch ohne das Fachwissen meine ich, dass eine religiöse Zwangsenthaltung für Menschen, die sich im Entwicklungsstadium (Pubertät, Entdecken des eigenen Körpers, Entwicklung von Sexualität) befinden, falscher nicht sein kann. So stoßen diese jungen Männer auf alte Männer, die ihr Leben lang so vertrocknet sind. Kann das denn gut gehen? Nein, es kann nicht.

    Sicher gibt es Kinderschänder überall. Aber hier hat auch die durch die Kirche entstandene Situation etwas mit der Lage zu tun. Nicht nur die „Verschwiegenheit des Dogmas“, glaube ich. Dass die sexuelle Revolution schuld sein könnte, habe ich selbst auch nicht in Betracht gezogen. Das war Bischof Mixa.

  7. Februar 26

    Ja, ich hatte den Seitenhieb durchaus verstanden, aber einfach mal beschlossen mich damit wirklich ernsthaft auseinanderzusetzen.

    Deine Argumentation ist schlüssig und doch denke ich, dass zwar durchaus hier eine Wechselwirkung bestehen mag, aber durchaus eher von der Seite der Kirche aus. Da der Zölibat für junge Männer erst bindend war nach der Priesterweihe, gab es durchaus viele spätere Priester, die keine Jungfrauen mehr waren und sich für ein Leben in der Kirche entschieden und dann den Zölibat auslebten. Natürlich ist bei Kinderschändern in der sexuellen Prägung was schief gelaufen, aber daran ist in der Regel glaub ich nicht die Kirche schuld, sondern generell sein prägendes Umfeld.
    Dennoch ein guter Punkt.

  8. Februar 26

    Das prägende Umfeld ist aber in der katholischen Kirche besonders „prägend“, wie ich meine: Hier ist das Problem der ewiggestrige zölibatäre Grundsatz, wenn ein katholischer Junge durch die Firma von Jesus dazu indoktriniert wird, nicht zu onanieren, weil er sich nicht der Lust hingeben darf und auch nicht „dem Weib, dem lüsternen Leib“. Das ist frauenfeindlich, zutiefst katholisch-konservativ und angesichts der heutigen Epoche längst überholt, wenn ich mich nicht irre. Aber warum nicht daran festhalten, wenn es die islamischen Völker auch tun? Eine spannende Debatte präsentierte Frank Plasberg in „Hart aber fair“ zum Thema „Die Priester und der Sex„.

  9. Februar 26

    In erster Linie liegt das an der Perversion der Täter.

  10. Februar 26

    Ja, das ist wirklich ein sehr weites Feld. Ich denke wie gesagt, dass durchaus auch die Prägung durch die Kirche einer der Faktoren ist, aber letztendlich nicht zwingend der ausschlaggebende. Letztendlich ist es wohl so, dass man sich nur darauf einigen kann, wie ixiter schrieb, dass die Perversion der Täter Grund ist, den Grund dahinter eindeutig auszumachen wird schwer.

    Ich persönlich freue mich einfach darüber, dass die Kirche tatsächlich mal gezwungen ist, öffentlich Farbe zu bekennen und eine Diskussion anzuregen, wenn der Grund dafür auch ein extrem trauriger mal wieder ist.

  11. freeeeeek
    Februar 27

    Könnte man sowas möglicherweise als diffamierend bezeichnen?

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