Umfrage: Projekt 42
Abschiebehäftling tot aufgefunden
Am Sonntag wurde der 17-jährige aus Georgien stammende Abschiebehäftling David M. im Hamburger Gefängniskrankenhaus tot aufgefunden. Er hatte sich mit einem Bettlaken erhängt, nachdem er seinen Hungerstreik beendet hatte. Angeblich wurde er intensiv psychologisch und medizinisch betreut, die “Hamburger Morgenpost” zitiert Pia Kohorst, Sprecherin des Justizsenators Till Steffen (GAL): das Ereignis sei ein tragischer Vorfall, jedoch sei eine Suizidabsicht nicht erkennbar gewesen. Auch habe zwar eine Videoüberwachung der Zelle des Minderjährigen stattgefunden, die aber nicht kontinuierlich überprüft werde. Insgesamt gebe es keinen Anhaltspunkt für ein Fehlverhalten seitens der Ausländerbehörde.
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Das Desaster um den Zaster
Die Geschichte vom Blitzer-Knipser
So wie Goethe einen zweiten Teil schrieb, hat auch dieses Schauspiel seine Fortsetzung: Als meine Probleme um eine Nachlizensierung eines Creative-Commons-Fotos vorbei waren – damals hat man 150 Euro von mir haben wollen, schließlich und mithilfe der Blogosphäre bin ich dann aber doch drumherum gekommen -, war das noch lange nicht der letzte Akt für… nennen wir ihn einfach mal Vaußt. Denn er hat wieder zugeschlagen.
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Querpresse: Gedenken im Bundestag
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Vor einer Woche hat im Bundestag eine Debatte und Abstimmung zum Bundeswehr-Mandat in Afghanistan stattgefunden. Nach dem neuen Beschluss soll das deutsche Kontingent um knapp 20 Prozent aufgestockt werden, wofür 1,1 Milliarden Euro Steuergelder ausgegeben werden. 429 Abgeordnete stimmten für das Kriegsmandat (vorwiegend seitens Union, FDP und SPD), 111 dagegen (darunter geschlossen die Linksfraktion) und 46 enthielten sich.
Projekt 42: Salz
Hallo, ihr da draußen. Tut mir leid, dass ich mich schon wieder nicht pünktlich zum Ersten gemeldet habe, ich hatte viel um die Ohren in den letzten Tagen, unter anderem Realschulabschlussprüfungen und die Profilwahl für die Oberstufe. Jetzt sind aber Ferien und ich bin wieder voll dabei – das Projekt 42 wird wieder zuverlässig aktualisiert. Bevor wir zur nächsten Runde kommen, hier wie immer ein kleiner Rückblick auf die vergangene Runde. Erfreulicherweise haben sich mehrere neue Teilnehmer gefunden – und insgesamt waren es diesmal fünf.
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Lied für drei Tote
Ich singe dieses Lied
für den Mann, der sterben musste.
für die Frau, die sterben musste.
und für das Kind, das sterben musste.
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für den Hund, der tötete.
Wort zum Alltag 2/10
Liebe Margot,
ich halte nicht viel von dir. Das darfst du nicht persönlich verstehen, schließlich kenne ich dich kaum persönlich (obwohl ich dich bei einem Kirchen-Jubiläum einmal von der Kanzel herabblicken sehen durfte). Vielmehr möchte ich diese subjektive Aussage als Schlussstrich unter die dich betreffenden Ereignisse in diesem Jahr ziehen.
Erstens – du hast gesagt: “Nichts ist gut in Afghanistan”, und damit muss ich dir recht geben.
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Die kleinen Brüder
Morgen erscheint der Jugendroman “Little Brother” in deutscher Übersetzung. Es handelt sich um ein in der US-amerikanischen Presse hochgelobtes Werk des kanadischen Journalisten, Bloggers und Autoren Cory Doctorow, der unter anderem aktives Mitglied der Electronic Frontiers Foundation (EFF) ist, einer Organisation zur Verteidigung der Rechte in der digitalen Welt.
Es geht um den 17-jährigen Marcus Yallow, der in San Francisco Zeuge eines Terroranschlags auf die Bay Bridge wird. Infolge dessen wird die Stadt des politischen Aktivismus zum von der Heimatschutzbehörde (Department of Homeland Security, DHS) rigoros überwachten Polizeistaat.
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