5 Comments

  1. Marti
    9/5/2010
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    Der Kommunikationswissenschaftler Hans Mathias Kepplinger sagt:

    “Hinter der Sarrazin-Debatte steht folgendes: Im Kern geht es um das Selbstwertgefühl der linksliberalen Minderheit der Bevölkerung, die lange an die Idee der multikulturellen Gesellschaft geglaubt hat. Sie steht, wenn man die Probleme des Landes mit seinen Muslimen ernst nimmt, vor den Trümmern ihres Weltbildes, das sie gegen einen informierten Kritiker verteidigt.”

  2. 9/5/2010
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    Ich hatte hier mal irgendwann ein altes Buch über Demagogie herumliegen. Habe damals ein bisschen daran herumgelesen und ich glaube, Herr Sarrazin hat das auch bei sich zuhause stehen.

    Der Kampf der Springerpresse für Meinungsfreiheit ist absurd. Sarrazin genießt selbstverständlich Meinungsfreiheit, sonst würde er für das, was er sagt, bestraft werden. Wird er jedoch nicht, sein Arbeitgeber zieht nur Konsequenzen daraus. Und das ist vollkommen legitim.

    • 9/6/2010
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      Springers Plädoyer für Meinungsfreiheit ist ebenso Kulisse vom „Zirkus Sarrazin“, wie die Jungle World das Medienspektakel so schön nannte, wie die gesamte Diskussion, die der Sozialdemokratdarwinist ins Rollen brachte. Und dann hervorzuheben, dass sich ein Tabuthema endlich auch im Mainstream durchgesetzt habe, ist lächerlich.

  3. frequentlywronganswers
    9/12/2010
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    Ich weiß nicht, was ein „Kommunikationswissenschaftler“ ist oder tut, aber der Beitrag des Herrn Hans Mathias Kepplinger zum Thema Integration von Migranten in Deutschland zeigt, mit welchem Unsinn man hierzulande noch Geld verdienen kann. Ich bin links, doch gewiss linkshändig, aber liberal? Wer mein Freund oder angenehmer Gesprächspartner ist, entscheide ich nicht entlang der Frage wo er, sie oder die Eltern herkommen, sondern danach, ob mit der betreffenden Person überhaupt ein sinniges Wort zu wechseln ist. Das ist, wie ich schon häufig erlebt habe, mit relativ wenigen Menschen der Fall. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß religiöse oder religiös geprägte Menschen, vor allem „die vom Land“, mir meistens nicht folgen können. Sind es dazu Menschen, die die deutsche Sprache noch schlechter können als ich, wird es unmöglich mit ihnen zu kommunizieren. Aber nach Lektüre der Sarrazin-Werke kann ich nicht feststellen, es hier mit einem informierten Kritiker zu tun zu haben. Es gibt keine multikulturelle Gesellschaft zu verteidigen. Die deutsche Gesellschaft ist kulturell kaum von der amerikanischen zu unterscheiden, es wird deutlich mehr Coca-Cola getrunken als Apfelsaft und wesentlich mehr Döner als Sauerkraut gegessen. Und die Konsumenten dieser Scheiße kommen aus zig Ländern, mitunter aus der Türkei. Es ist alles nur eine Frage der Zeit, bis sich die „Kulturen“ bis zum verwechseln ähnlich sehen. So etwa dürfte es auch bei der Religionsausübung vor sich gehen. Sarrazins Enkelkinder können vielleicht ungenutzt leerstehende Moscheen als schicke Immobilie erwerben. Und an Orhans Enkelkinder als Loft vermieten. Für die Tempel der Christen gibt es dafür schon Beispiele aus der Gegenwart.

  4. Agathe
    10/20/2010
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    Mal eine gute Nachricht:
    Thilo Sarrazin unterstützt türkischen Fußballverein!
    Hier: YouTube

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